Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 69 (1925)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Einige besondere Wortspiele im Pentateuch
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 447 (sequence 2)
- Language
- German
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447 Von diesem Gesichtspunkte aus betrachtet Raschi auch die Stelle Num 21«, 9. Aber hier unterläuft ihm ein kleiner Irrtum, wenn er sagt:לא נאמר לו לעשותו נחושת אלא אמר משה הקב״ה אמר לי נחש אני אעשנו של נחושת לשון נופלה על לשון. Denn mit Recht fragen hier alle, daß in dem Befehle Gottes an Moses doch nichts voneiner נחש, sondern von einem שרף erwähnt wird! Nehmen wir aber an, daß hier ein Wortspiel von נחש נחשת mit dem in den Worten Gottes sich vorfindenden הנשוך vorliegt, so wären die Ausführungen Raschis besser verständlich. Ebenso stößt sich ein Ramban an den Ausdrücken הסנה בער באש und מדוע לא י ב ע ר הסנה Ex 32,3 und meint:דרך צחות בלהי׳ק לדבר כן. Offenbar fiel ihm hier der Ausdruck יבער הסנה als ungewöhnlich auf; denn es hätte viel richtiger etwa ישרף oder יאוכל heißen müssen. Aber in Rücksicht auf das Wortspiel wurde eben יבער vorgezogen. — Auf Grund dieser, von den genannten großen Bibelerklärern gemachten Hinweise ließen sich vielleicht auch andere Stellen in der hl. Schrift anführen, woselbst das Bestreben angetroffen wird, nicht ohne bestimmte Absicht gerade solche Ausdrücke zu wählen, die in irgend einer Art lautlichen Gleichklangs zu einander stehen, so sehr sie sonst grundverschiedener Bedeutung sein mögen, z. b.: Ex 1b17 ולא נחם אלוקי׳ — פן ינחם העם; Ex 23*7 את איימתי אשלח — והמתי; Ex 335 הורד עדיך מעליך ואדעה; Ex 32^ את העם כי פרע הוא כי פרעה אהרן לשמצה, wobei der erstere Ausdruck bedeutet: ,,zügellos sein'׳, der letztere: ,,bloßstellen'‘; Nu 1035 ויהי בנסע הארון - וינסו משנאיך; Nu 1444 וארון ברית ד, ומשה לא משו; Nu 2010, n שמעו נא המרים — וירם משה; Deut 325j 26 אעברה נא — ו י תעב ר (an anderer Stelle wird hierfür der Ausdruck התאנף gebraucht, Deut 421); Deut 913, 14 עם קשה ערף הוא — הרף ממני. Auch Grätz II. Bd. Note 7, erklärt die schwer verständliche Stelle Deut 337 וואת ליהודה שמע ד׳ damit, daß er annimmt, es liege hier ein Wortspiel mit dem Namen שמעון vor, wonach anstatt ליהודה richtiger לשמעון zu lesen wäre, also: ,וזאת לשמעון שמע ד. Hierdurch bliebe nicht bloß die Reihenfolge der aufgezählten Stämme (nach Reuben Simeon, und nicht Jehuda) gewahrt, sondern auch die Worte ואל עמו תביאנו, die sich doch unmöglich auf Juda beziehen könnten, wären insofern verständlicher, 1weil sich ja nur der Stamm Simeon von den übrigen Stämmen losgelöst bezw. in den anderen aufgegangen war (vgl. jaikut z. N. ד״א׳וואת ליהודה,״מלמד שנתפלל משה על שבטו שלשמעון). ~ Als ein eigenartiges Wortspiel könnte hier vielleicht auch die Stelle Ex 116 וראיתם על האבנים — אם בן הוא angeführt werden. Zerlegen wir nämlich das Wort האבנים (nach dem Muster אברהם אב הומן . . .) in drei Teile: הא —בנ—ים, so ließe sich hiedurch ein Anklang an das Darauffolgende אם בן הוא finden, wenn wTir diese Worte von links nach rechts lesen: אס p הוא. Es ergäbe sich dadurch folgende Zusammenstellung: ץ הא— בג— ים oder ים— בנ— הא 0 ( הוא — בן — אם er אם — בן — הוא ein Gleichklang und vielleicht auch eine Art Erklärung des viel-