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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 7 · p. Seite 446

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 7
Article
Akkadisch silu - "Gebieter" in Gen 49,10
Date
1925-01-01
Page
Seite 446 (sequence 3)
Language
German
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446 Dagegen halte ich es für wohl möglich, daß die Reihen־ folge von v. 10 ־und 11 vertauscht worden ist, als die zweifellos sehr alte, aus der ursprünglichen Bedeutung von situ folgerichtig entwickelte messianische Deutung auf kam. Denn ursprünglich ist 49 doch sicher als Seligpreisung Judas gedacht gewesen— wie 4925, 26 unbezweifelte Segnungen Josefs sind ־— und nicht als Panegyrikus des künftigen fremden Beherrschers aller Völker, an den Judas Szepter am Ende der Tage einmal übergehen wird. Einige besondere Wortspiele im Pentateuch. Von Dr. Mas Steif in Brünn. Das Wortspiel, dessen ausgebildetste Form in den Reden der Propheten sich vorfindet, wie z. B. Jes 57, zeigt seine ersten Ansätze bereits im Pentateuch. Zumeist sind es aber nur Namens wort־ spiele, denen man hier begegnen kann, während die anderen als solche weniger kenntlich sind und darum auch übersehen werden. Von den alten Erklären! der Bibel macht gelegentlich zunächst ein Abraham ibn Esra auf einige Wortspiele dieser Art aufmerksam, wenn er Gen 225 ויהיו שניהם ערומים mit Gen 3! והנחש היה ערום zusammenstellt und dabei ähnliche anführt Ri 1617 בלחי החמור חמור חמרתים oder Ri 104 רוכבים על שלשים עירים ושלשים עירים להם. Ein Wortspiel findet er auch, in Gen 412 נע וכד תהיה בארץ mit Gen 416 וישב בארץ נו ד. Daß auch Raschi eine derartige Verwendungsart der Sprache an manchen Stellen der Thora herauszufühlen scheint, dafür darf als Beweis seine Bemerkung zu dem Satze Gen 315: היא ישופך ראש ואתה תשופנו עקב dienen: daß nämlich die Worte ישופך und תשופנו eigentlich von verschiedener Bedeutung und verschiedenen Stammes wären, indessen לפי שהלשון נופל על הל, כתב לשון נשיפה בשניהם. 1ogischen Skulpturen der Tempel von Esne (Boll, Sphära, 16£3) zeigen über dem Löwen eine Gestalt mit dem Szepter in der Hand ( 10 jasur sehet l), in Dendera (Boll, Sphära, 237) ist das Sternbild des ״kleinen Löwen‘4 durch einen thronenden Mann mit Krone und Geißel vertreten. Gur arje in v. 9a ist das Sternbild leo minor; ,',arje lab? (lies kära( ke’arje u kelabV räbas; mi jeqimennul) in 9 b leo major\< ״dem Löwen des Tierkreises entspricht der Esel in der Dodekaoros“ (Boll, Sphära, S. 319), weil das Eldiptikalzwölftel des Löwen die aselli im Krebs noch mit umfaßt. Daher in v. 11 der ״Esel“ asinus borealis — und das ״Eselsfüllen“ (asinus australis)\ das Sternbild des Weinstockes (babyl. ״mm GEäTIN, Weidner, Hdb., S. 9, 10, 12 — karanu Weinstock) «pxAoc (Boll, Sphära, 269 f u. 529) ist der icpoxpcrprpjp lat. provindemiator, arab. el ketaf, der helle Stern auf der Schulter der Jungfrau (sämtliche Zeugnisse: Vorträgeder Bibi. Warburg. 1922/3 II, S.1813,4). Die Erstlingsweinernte findet statt, wenn die Sonne in den Löwen tritt (Schol. in Arat. 147 cf. 150: ai 70p Tpoxptrpjast(; xou rfkloo . . . auvspppivtp x(f Xsovxi; auf das vom Keltern bei dieser Vorlese weintriefende Gewand (vgl. Jes 632) bezieht sich v. 11b. Die ״Augen“ in v. 12 sind die ״Augen“ des ״Löwen“ (p, yj leonis), (vgl. arab. Sternnamen wie lain el thaur, Ideler, 136 griech. oppa ß0(fc (Ideler 141); die ״Zähne“ sind das /aapa Xeovto«; e, 1, * leonis, arab. fum el asaä\ ״trüb vom Wein“, ,,weiß von Milch“ sind Sternfarbenangaben (= ״rötlich“ und ״weißlieh“), wie sie jetzt durch Boll-Bezold, Abh. Münchener Akad. Bd.30 ״antike Beobachtungen farbiger Fixsterne in der babylonischen Astronomie“ nachweisbar sind.

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