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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 6 · p. Seite 377

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 6
Article
Lettre adressée à Moise Maimonide en 1174
Date
1925-01-01
Page
Seite 377 (sequence 3)
Language
German
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377 ce que porte ä sa connaissance son serviteur . . . jour, 2e jotir du mois 3e Nissan 1485 (des Seleucides 1174). Au dos: le plus petit de ses serviteurs, Nethanel fils de Haifon. Adresse: Notre maitre, notre rabbin Moise, le grand docteur en Israel, que sa gloire grandisse! Der hundertjährige Kampf um die Judenemanzipation in Rumänien (1825—1925). Von Prof. Dr. Manfred Reifelr in Czernowitz. Die Ideen der französischen Revolution, die Schlagworte ״egalite, liberte, fraternite" wurden in erster Linie durch die Griechen nach dem Balkan getragen. Hier seufzten die Völker unter dem türkischen Joche und waren daher außerordentlieh an den Losungen, die das Jahr 1789 in die Welt hinaussandte, interessiert. Es gab sogar kühne Schwärmer unter den Griechen, welche an die Wiederherstellung des oströmischen Kaiserreiches dachten. Die hohe Stellung der Fanarioten, ihr starker Einfluß bei der Pforte, die in Aussicht genommene Unterstützung von Seiten des christlichen Europa, die philhellenische Strömung bestärkten die Revolutionäre in ihrem Glauben und in ihren Hoffnungen. Es entstand eine nationale Bewegung, die in der ״Hetärie" ihren Ausdruck fand. Der russische Major Alexander Ypsilanti (ein Grieche von Geburt) eröffnete den Freiheitskampf. Er drang mit seinen Freischaren von Odessa, dem geistigen Zentrum der ,,Hetärie", in die Moldau ein und rief das rumänische Volk zum Freiheitskampfe auf. Aber schon bei seinem ersten Auftreten zeigten sich große Schwierigkeiten. Er stieß bei den unterdrückten Rumänen auf einen harten Widerstand, denn die verhaßte Fanariotenherrschaft stand bei diesem Volke noch in frischer Erinnerung, die Wunden, die die Griechen dem Lande geschlagen, waren zu wenig vernarbt, als daß ein Grieche es vermocht hätte, die Moldauer und Muntenier unter fremdem Banner zum Freiheitskampfe aufzurufen. In der Muntenia (Walachei) bildete sich eine nationale Partei, welche dem von Ypsilanti geführten Freiheitskampfe entgegentrat. Das war für die Revolution ein großes Hindernis. Ypsilanti versuchte zwar seine Gegner zu überreden, mit ihm gemeinsame Sache zu machen und den Freiheitskampf zu Ende zu führen; allein dies gelang ihm nicht, und er räumte deshalb seine Widersacher aus dem Wege. Nun glaubte er freie Bahn zu haben, als eine türkische Armee heranrückte, die Revolutionäre aufs Haupt schlug und in den beiden Fürstentümern die ״Ordnung" wieder herstellte. Ypsilanti und zahlreiche angesehene Bojaren flohen ins Ausland. Unterdessen bildete sich in den beiden Fürstentümern eine nationale Partei, welche der hohen Pforte ihre Forderungen unterbreitete. Diese fanden ihren Ausdruck in der Entfernung der Griechen aus den verantwortliehen Stellen, in der Konfiskation der Klöster und in der Ernennung von einheimischen Fürsten.

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