Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 69 (1925)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Jüdische Gelehrte in Sachsen-Thüringen während des Mittelalters
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 292 (sequence 10)
- Language
- German
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292 in Erfurt14?, nach Kroner148 identisch mit dem oben149 genannten Michel oder Ichel, oder vielleicht mit 57. Meir b. Baruch ha-Levi150, im 14. Jahrhundert Rabbiner in Fulda, Erfurt, Frankfurt, Nürnberg, Wien151. In Frankfurt wird er eine Zeitlang gefangen gehalten152. Von ihm geht die Verordnung aus, daß kein Talmudjünger rabbinische Funktionen ausüben darf, ohne von einem Rabbiner hierzu ermächtigt zu sein. Sein Sohn David 1398 und später in Frankfurt153. 58. Meir b. Jakob, in Nordhausen, zusammen mit seinem Vater Jakob154 1349 Opfer der Verfolgungen155. 59. Meir b. Samuel aus Nordhausen wird 1365 zusammen mit seinem Großvater Jakob 156 und dessen ganzer Familie in Mainz aufgenommen157, lebt später in Köln158 und Frankfurt159, nimmt 1381160 an einer Rabbinersynode zu Mainz teil. . 60. Meir b. Baruch von Rotenburg, der bekannteste deutsche Rabbiner des 13. Jahrhunderts161, wird oftmals aus unserer Gegend in rituellen Dingen angefragt162. 61. Menachem b. Pinchas von Merseburg, mit dem Beinamen 0עיל צדק, im 15. Jahrhundert, Verfasser eines Ritualwerkes 163נימוקים, das in Sachsen übliche Bräuche zusammenstellt. 147 Kroner, 27. 148 S. 28 Anm. 1. 149 N0. 31.!50 מאיר בן הק׳ הדדר בדרך הל1י ZHBl XI, 107 ff. No. 4. Kracauer, 190/1; auch מאיר בולדא (LJ I, 19 u. a.), da er aus Fulda stammt. Jaraczewsky 51 nennt ihn Machir. 151 Mah No. 8, 17, 22, 86, 53, 161, 167, 217. IP No. 24, 63, 81 126, 128., LJ I 19, II 89. IB No. 193, 253. MGWJ 1864, S. 97 f., 1868, S. 388. Grätz VIII1 11, 3 10. Güdemann I, 241; III, 27, 40, 55. Salfeld, 376. Auerbach Berith Abraham (Frankfurt a. M. 1860), S. 6. 152 1 3 9 2. Kracauer, S. 187—189 No. 408. 153 Ebenda S. 283 ff. 154 S. oben No. 44. 155 Salfeld, 78, 267. S. oben No. 44. 456 S. oben No. 45. 157 1365 Juni 30. S. oben No. 45. 158 Stern, Die israelitische Bevölkerung der deutschen Städte III, Nürnberg, 328 f. Sein Sohn Jacob 1409 in Köln. Kober, Grundbuch des Kölner Judenvierteis, Urkunde IX, S. 185. 159 1385 ist er Lehrmeister in Frankfurt a. M. Kracauer, 264. Er wird dort auch in den folgenden Jahren bis 1395 erwähnt. Ebenda S. 265, 266, 268, 270, 273, 274, 275, 277, 278, 279. 1eo MM No. 6. S. auch Salfeld, 367. 161 Ueber ihn vgl. Back, R. Meir ben Baruch aus Rotenburg (Frankfurt a. M. 1895). 162 MRP No. 39 und MRC No. 32 aus Magdeburg, MRL No. 310 aus der Erfurter Gegend, MRL No. 108 aus Stendal, MRP No. 952 und MRC No. 123 aus Erfurt, MRP No. 342 aus Merseburg, MRP No. 231—232 aus Quedlinburg, MRP No. 982 und wohl auch MRL No. 362 aus Coburg. 163 Im Anhang zu JW ed. Venedig 1549 fo 100b—107b, auch zur ed. Hanau 1610 fo 80b~86b. Vgl. M. Jolowicz, Bruchstücke aus dem Sefer Diniiii des Rabbi Menachem aus Merseburg. Altpreußische Monatsschrift 1870, S. 733.