Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 69 (1925)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Jüdische Gelehrte in Sachsen-Thüringen während des Mittelalters
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 284 (sequence 2)
- Language
- German
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284 1. Abigdor ben Elia ha-Kohen, in der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts in Halle/wie aus einer an ihn gerichteten Anfrage des Chiskia aus Magdeburg* * 3 hervorgeht4, wendet sich 1272 mit einer Anfrage, die sich auf Thüringer Verhältnisse bezieht5, an Rabbi Chajim. 2. Abigdor b. Mose, angeblich6 im 15. Jahrhundert in Halberstadt. 3. Abraham ha-Kohen, gewöhnlich Abraham Kaz (= Kohen Zedek) genannt7, Ende des 14. Jahrhunderts Rabbiner in Erfurt, nimmt 1391 an der Rabbinerversammlung in Erfurt teil8, verfaßte für die Gemeinde Halberstadt כללות אסור והיתר, gedruckt Basel 1599. 4. Abraham b. Elia ha-Kohen, im 15. Jahrhundert in Halle9. 5. Abraham b. Elieser Eilenburg, Verfasser liturgischer Dichtungen10. 6. Abraham b. Meir ha-Kohen in Weißensee, wird am Montag, 14. März 1303, zusammen mit seinem Schwiegervater Eljakim b. Simeon, seiner Schwiegermutter Minna und zirka 125 andern Juden in Weißensee ermordet11. Er ist vielleicht der Verfasser des Klageliedes 12אשאג 0נה0ת לבי. 7. Alexander b. Isak ha-Kohen, mit dem Beinamen Süßkint13, geboren in Erfurt, Rabbiner in Worms, Köln, Frankfurt, Erfurt, Verfasser des Ritualwerkes Agudda14, wird bei den Verfolgungen des Jahres 1349 in Erfurt getötet15. Seine Tochter Gutlin wird mit ihrem Gatten, dem Rabbiner Samuel b. Ascher ha-Levi in Worms, mit ihren Söhnen und zwei Töchtern im selben Jahre in Worms erschlagen16. Alexander ist Schüler von Isak ben Meir ha-Levi 3 s. unten No. 17. . 4 MGWJ 1877, 425. שאל רבי׳ חוקיהו לרבי׳ אביגדור הכהן על גט אחד שהובא מעירכם.♦ ♦ ועוד כתוב בו בבתא היל. . . 6 את זה שאל דדר אביגדור בהן צדק את הרב ר׳ חיים. Ha Mai, Ischuth, 25. MRL No. 310. רבותינו הקרובים אלינו שבאר״פור״ט והרחוקים ממנו.שבוויר״צבור״ק also wohl im Thüringer Wald; dasselbe, jedoch ohne Ortsangabe, bei JW fo 38b No. 88. S. auch Mor Gittim No. 380, 421, 721, Baba Mezia 180, 260, Baba Batra 518, Megilla 822. Rabbi Chajim dürfte wohl Chajim Or Sarua, nicht Chajim Paltiel sein (s. unten No. 14); s. auch Jaraczewsky S. 11 f. u. 69. Ueber Abigdor vgl. ferner ZGL, S. 38, 42, 193. Mich. No. 10. MGWJ 1877, S. 559, 1904, S. 211, 446. REJ 53, S. 81. NH, S. 88. Er nennt sich bescheiden תולעת MGWJ 1877, S. 560, s. auch No. 14. 6 Nach Auerbach, S. 14; er nennt ihn: von Wanfrieden. 7 JW No 21, 28, 34, 35, 52, 69. JP No. 232. IB No. 162. 8 JP No. 24. LJ II, 8. 89. Ueber diese Versammlung vgl. jetzt Neufeld, aus dem Gemeindeleben der deutschen Juden im Mittelalter, AZ J 1920 Nr. 23 S. 261. Derselbe in Mitteilungsblatt Memel Nr. 3, Juli 1924. 9 Mah. No. 69—73, 76, 77, 85, 86, 179. JW No. 52, 69, 70. LJ XVII No. 5. ZGL 8. 194. Mich. No. 42. 10 Mich. No. 48. 11 Salfeld 59, übers. 215. Quellen und Darstellungen über diesen Pogrom, bei NT I S. 59 f. 12 ZLG S. 404, Landshut 5. Mich. No. 160. * 13 Abgekürzt בהרדך MRP No. 934. JWNo. 146,163. JD No 68. Asulai, Sehern ha־Gedolim I S. 22b No. 1, II S. 2b No. 16. 14 Mah. No. 58, 104. Gedruckt Krakau 1571. Einiges übersetzt bei M. Hoffmann, Der Geldhandel der deutschen Juden während des Mittelalters (Leipzig 1910) S. 233—236 No. 233—246. Einiges auch am Ende der Responsen des Jakob Weil gedruckt. Güdemann III 15, 84. 15 ערפורט נועל צבאם הרב ר׳ אלכסנדרי הכהןן. Salfeld 78, deutsch 267, 83, deutsch 284. 1« Salfeld 73, 77, 81, deutsch 259, 266, 280;.