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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1925-01-01 · Heft 5 · p. Seite 272

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
69 (1925)
Issue
Heft 5
Article
Zum Mischnatrakt Tamid
Date
1925-01-01
Page
Seite 272 (sequence 2)
Language
German
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m der Tosefta, ־and zwar an weit auseinanderliegenden Stellen: Joma 1,13 und Sebachim VI, 13. Beide Male handelt es sich um Materien des Traktats Tamid; Tos. Joma I, 13 entspricht Tamid III, 1 vollständig, Tos. Seb. VI, 13 zeigt gegenüber Tamid IV, 1 eine kleine Differenz — eben jene dann von der Gemara aufgegriffene — ohne daß jedoch die Verwandtschaft der beiden Stellen dadurch in Frage gestellt würde. Dieser Tatbestand kann nicht vom Zufall herrühren; er dürfte dahin zu deuten sein, daß in der Zeit, in der die beiden Barai tot entstanden, allerdings eine Beziehung jenes Tannaiten zum Traktat Tamid angenommen wurde. Man müßte denn etwa meinen wollen, daß die Auswahl der uns in der Tosefta aufbewahrten Baraitot schon durch das Interesse bestimmt gewesen sei, das sie für die Diskussionen der Hochschulen boten, daß also im vorliegenden Fall die beiden Sätze des R. Simeon aus Mizpa nur im Hinblick auf ihre Verwendbarkeit für die bereits aufgetauchte Frage seiner Beziehung zu Tamid Aufnahme in die Tosefta gefunden hätten. Aber eine solche durch die Umkehrung des natürlichen literarischen Kausalverhältnisses an sich verdächtige Auffassung von der Ueberlieferungsweise der tannaitischen Literatur bedürfte jedenfalls erst noch als Ganzes des Beweises; sie versagt hier im einzelnen wohl schon darum, weil tatsächlich der Talmud nur von der einen Baraita für den bezeichneten Zweck Gebrauch gemacht hat. So eindeutig daher die Dinge im Grunde ohne weiteres liegen, so sei es mir dennoch gestattet, hier zu zeigen, wie sie sich im Rahmen einer Theorie darstellen, die ich anderwärts zu begründen versucht habe und die in den einzelnen Bestandteilen der Tosefta Randbemerkungen zur Mischna sieht1 2. Danach wäre Tos. Joma I, 13: אמר להם הממונה בואו והפיסו מי שוחט מי זורק מי מדשן את מזבח הפנימי מי מדשן את המנורה מי מעלה איברים לכבש הראש והרגל ושתי הידים העוקץ והרגל החזה* והגרה ושתי דפנות הקרבים והסולת החביתים והיין אילו דברי ר׳ שמעון איש המצפה ר׳ יוסי אומי הראש והרגל ושתי ידים התזה והגרה ושתי דפנות העוקץ והרגל eine Randbemerkung zu Mi. joma 11, 3:הפיים השני מי שוחט מי זורק ובו׳ — mit dem Zwecke, festzustellen, daß R. Simeon aus Mizpa die gleiche Reihenfolge der Opferstücke fordere wie die anonyme Mischna Joma II, 3, R. Jose aber eine andere. Die dem R. Simeon zugeschriebenen Worte stimmen, wie erwähnt, wörtlich mit Tamid III, 1 überein, selbst die Einleitungsworte אמר להם הממונה בואו והפיסו sind mitangeführt. Die zweite Baraita, in der R* Simeon als Autor vorkommt — Tos. Seb. VI, 12, 13 — gehört als Randbemerkung zu Mi. Seb. V, 3, wo von der Art und Weise, wie die Blutsprengüngen bei den Sühneopfern vorgenommen wurden, die Rede ist, und sie lautet3 4: עולה ותמורת עולה וזבחי שלמי צבור ואשמות ותודדר ואיל נזיר ושלמים והשלמים 1 Spanier, Die Toseftaperiode in der tannait. Lit. 1922. 2 העוקץ והרגל החזה Wiener Hds. u, Ausgg.: החזה והרגל והעוקץ Erf. Hds. 3 Leider ist der Text etwas unsicher, zumal die Erf. Hds. hier ausfällt. 4 Die Wiener Hds. fügt hinzu ואלים ושלמים.

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