Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 3
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 258 (sequence 3)
- Language
- German
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m 'Banges'■ ist-'fälsch; vielmehr ist der Archöiit höheren Ranges. '■-142! Die Ergänzung der 9 Archonten von Berenilte zur Zehnzahl ist willkürlich. — S: '143 כנישתא דבולי nicht Synagoge des Rats, 1’sondern Ratsversammlung. — S. J48. Um der These willen, daß die Gerusie nicht die Körperschaft einer einzelnen Synagoge sei, konstruiert Krauss ganz willkürlich eine bevorzugte Stellung der Augustiner- und der Agrippesiersynagoge. ־— 'S. 153. Die Lampridiusübersetzung ist falsch: crimen nicht Verbrechen, sondern Beschuldigung, inanifestis rebus probare nicht mit sichtbaren Dingen beweisen, sondern offenkundig erweisen, poena capitis ist Todesstrafe.— S. 175. Die Propheten- Vorlesung war keineswegs minder bewertet. Das folgt schon daraus, daß der מפטיר die Predigt hielt. — S. 216 f. Bezüglich der Jechonjasynagoge liegt offenbar Sage oder Legende vor. Der Bericht über die Mitnahme des'heiligen Feuers in dem hellenistischen II. Makkabäerbuche geht auf griechische Vorbilder zurück. — S. 223. Daß Hyrkan offenbar zum ausübenden Hohenpriester in Babjdonien ausersehen war, deutet Josephus mit keinem Wort an; alle Schlußfolgerungen des Verf. sind hinfällig. — S. .240 f. Nr. 84 ist offenkundig nicht jüdisch, Nr. 86 überaus zweifelhaft, Nr. 91 ayvoja-coi; üeö־; nicht jüdisch 4s. dazu Ed. Norden, Agnostos Theos). Allerdings gab es in Athen Juden und eine Synagoge. — S. 247. Auf Grund der Nachschrift in einem Josipponmanu- Skript eine Josephussynagoge als historisch anzusprechen, ist nicht angängig. —' S. 353 עמוד ebenso wie II Kon 1114, 23s (erhöhter) Standort, also ß7j|!a בימה. — S. 367. Die Deutung ist gesucht. Es ist vielmehr dieselbe Anschauung, die später dazu führte, einem Knaben unter 13 Jahren eine Thorarolle in die Hand zu geben, um ihn beim Minjan mitzuzählen. — S. 382. Homesin ist eine Unform; .als Plural von .חמ^ז ist חמשים zu lesen. — S. 388 אנגלין wohl nicht avatayefov, sondern «yylXiov. — S. 395 vs<.o־:£po<; der Jüngere. — S. 402 משים נפשו.בכפר Vgl. Hiob 1314 und Ps 119^. Raschi zu bT.aan 8a gibt das Richtige, Krauss’ Beziehung auf die ״Gebetsstellung“ ist abwegig. — S. 405 צד Not, nicht Kleinmut. — das. Anm. 1 dawenen ganz verfehlt. ־— S. 407 כף nicht die flache,.־ sondern die hohle Hand. ־— S;419 ׳. Alexandrien gehört in die römische Zeit. Bezüglich der ככפת הגדולה kann Ref. sich der Auffassung Krauss’, daß eine kollegiale religiöse Zentralbehörde bestanden habe,, nicht anschließen. Knenens Nachweis, daß dieser Name der in Nehem 9,f. geschilderten Versammlung zukommt, von der in der Tat die gesamte spätere Entwicklung ausgeht, bleibt m. E. bestehen. : Recht unbehaglich ist der Sprachstil des Werkes. Er strotzt׳ von Austriazismen, verstößt oft gegen die Gesetze guten deutschen Stils und zeigt׳ wiederholt unrichtige Anwendung von Fremdwörtern. Nur wenige, besonders krasse Beispiele seien herausgegriffen. S. 378 nennt Krauss die Frauen, die den Tempelvorhang webten, eine jüdische Art von Hierodulen [sic] . — S. 135, . 398, 412 funktionieren statt fungieren. — S. 71. Die Idiosynkrasie [sic] עדה. Synagoge. . —׳ ־ S. 422 daß eine Synagoge in der nächsten Nähe einer Kirche, so nahe, daß der Gesang und das Gebet in jener gehört wird in dieser, nicht stehen dürfe. S. 312 ob das Weihegesckenk von der ursprünglichen Form verändert werden dürfe ist eine im Hebräischen, Griechischen und Englischen, nicht aber im Deutschen zulässige Konstruktion. — S. 358 nennt Krauss die Türen und Fenster ,,die Träger des Kunstsinns der Erbauer“ [sic] . Das. Verzeichnis der Ausstellungen ließe sich mit Leichtigkeit.verdoppeln, ja verdreifachen. Bedenklicher als die Einzelausstellungen sind die methodischen Einwendungen, die der an sich wertvollen Arbeit, die eine fühlbare Lücke aus zufüllen sucht, viel von ihrem Werte nehmen. Um so freudiger möchte Ref. der großen Gelehrsamkeit und Belesenheit und dem unermüdlichen Fleiße des Verfassers, der auch'weit entlegenes Material herangezogen hat, uneingeschränkte Anerkennung .aussprechen.; Breslau. ._■ Hermann Vogelstein. Moritz Spanier, Geschichte der Juden in Magdeburg. 1923. Die Geschichte der Juden in Magdeburg, welche bereits 1866 von Güde,- mann und 1911 von Forcliharnmer bearbeitet ist, wird hier noch einmal in Kürze für Laien zusammengestellt. Deshalb sind allgemeine Dinge, wie z. B. Wucherzins, Emanzipation, Reform breiter behandelt, während lokale Dinge im Mittelalter ganz kurz gestreift werden. Die inhaltreiche mittelalterliche