Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 68 (1924)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Eine neue Darstellung des talmudischen Rechtes [Rezension]
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 202 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2829132-2829921-2829925-2832224--45799-2832273- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
einleitenden Sätzen absehen, bietet das Werk G.s eine systematische Darstellung des jüdischen Rechts in seinen durch die Codices und in der mittelalterlichen und späteren Praxis durchgeführten End־^ ergebnissen. Das Umgießen des Materials in neue Formen kann als besonderes Verdienst bezeichnet werden. G. achtete streng auf die ursprünglichen termini technici und die innere Eigenart des Stoffes, und ist bestrebt, das aus der allgemeinen Rechtswissenschaft Entlehnte so zu verwerten, daß die charakteristischen Züge des jüdischen Rechts nicht verwischt werden. Versuche moderner Systematisierung in deutscher und anderen Sprachen haben auch bisher nicht gefehlt, doch waren sie mehr auf das rechtsvergleichende Moment eingestellt u. z. in der Absicht, das hebräische Recht als historisches Material der allgemeinen Wissenschaft oder besonderen soziologischen und! politischen Interessen zuzuführen. Für G. ist die Darstellung des hebräischen Rechts Selbstzweck, die allgemeine Rechtswissenschaft aber nimmt er in Anspruch, um das nicht leichte Problem im wissenschaftlichen Geiste zu lösen, Das Buch G/s ist, wie die Ausgaben des Dwir im allgemeinen mit besonderer Sorgfalt ausgestattet. Der Druck ist schön und gut überwacht bis auf einige fremdsprachige Zitate. Vgl. bes. I, 109 Anm. 8 und II, 169 Anm. 9. Gott und Pharao. Von B. Jacob in. Dortmund. H. Stellen wir zunächst den Textbestand fest. Für die Herzensverhärtung Pharaos werden drei Verba gebracht: 1. 7 ,421 חזקj3.22, 815, 912.35, 1020*2712 17*8•1.14?1110 י mal, 2. 7!4> ^!1*28? ^7*34? 1Ql ® mal, 3. 73! >קעזה. Das Verbum ptfT ist entweder intransitives Kal mit dem Subj.ekt לב, so daß immer der Satz entsteht: רחוק לב פרעה v (nach der Verwandlung des Stabes in einen 22 (תנין (nach Blut), 815 (Ungeziefer), 935 (Hagel) 4 mal. Oder חזק ist kausatives Fiel, Subjekt ist Gatt und לב ist Objekt : 421 (allgemeine Ankündigung aller Plagen durch Gott: 9,2 ,(ואני אחזק(Aussatz), 1020(Heuschrecken), 27(Finsterhis), 1110 (nachträgliche Zusammenfassung), 144.8.17 (vor dem Untergang im Schilfmeer) 8 mal. Dabei ist zu beachten, daß Pharao niemals Subjekt ist; von ihm wird nicht חוק ausgesagt. Das Verbum כבל ist entweder intransitives Kal mit dem Subjekt 7 : לבU *בבד לב פ (vor Blut), 97 ויכבד לב פ׳ (nach Viehsterben) 2 mal. Oder es ist kausatives Hiphil, sei es, daß Pharao selbst;־sein Herz 8 :'הכבידU והכבד את לבל (nach Fröschen),': * ויכבד פ׳ את לבו (nach Wild); 984 ויכבד לבי (nach Hagel), sei es, daß Gott es tut,כי אני הכבדתי!10׳ (vor Heuschrecken) 4 mal. ואד אקשה 73 :קשה .את לב פ' י : Auf ויחזק■ und ויכבד folgt ferner regelmäßig ein weiterer Satz: und er hörte nicht auf sie (ולא שמע אלהם), wie Gott geredet, hatte (‘8 ,722 (כאשר דבל יU.1B, 9!2, oder: er entließ das Volk nicht 82s, 97.35,