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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 2 · p. Seite 173

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1924-01-01
Page
Seite 173 (sequence 5)
Language
German
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173 In allen diesen und ähnlichen Fällen wäre dann selbstredend eine volks etymologische Auffassung dieser JPluräle als Singulare anzunehmen» weil inzwischen die pluralbildende Funktion der Endung außer Gebrauch und in Vergessenheit geraten sein müßte. Josef Mieses. Anton JIrku: Altorientalischer Kommentar ־zum Alten Testament. Leipzig 1923. A. Deichert. XIV, 254 S. Von der Neubearbeitung des bekannten Schräders eben Werkes ,,Die Keilinschriften und das Alte Testament“ durch H. Winckler und H. Zimmörn unterscheidet sich Jirkus Buch schon dadurch, daß es wieder zu der von Schräder ursprünglich gewählten Anordnung zurückkehrt und sich der Reihenfolge aes biblischen Textes anschließt. Weiterhin beschränkt sich Jirku nicht auf die keilinschriftlichen Parallelen, sondern berücksichtigt die ägyptischen Texte in gleichem Maße und nicht minder das inschriftliehe Material, das aus dem semitischen Altertum überhaupt bekannt geworden ist; so daß in der Tat die Denkmäler des Alten Orients in vollem Umfange ausgenutzt sind, mit Ausnahme vielleicht der nordarabischen Quellen, wie sie Wellhausen in seinen Resten arabischen Heidentums gesammelt und neuere Funde sie ergänzt haben. Während aber in Bezug auf die Heranziehung des Stoffes Jirkus Ziele weiter gesteckt sind, ist seine Absicht in anderer Hinsicht eine bescheidenere, als sie Winckler und Zimmern im Auge hatten: er will weniger überzeugen, als die Zeugen selbst zum Reden bringen und Kern beser ein eigenes Urteil ermöglichen. So legt er den Hauptwert auf möglichst vollständige und übersichtliche Darbietung der Texte, wenn er auch mit seiner eigenen Meinung keineswegs zurück־־ hält. Das Ergebnis im Ganzen ist, daß der Umkreis von Vorstellungen und Einrichtungen der sich als Gemeinbesitz aller Völker des alten Orients erweist, zwar außerordentlich weit reicht, die Eigenart der religiös-sittlichen Lehren der Propheten aber nicht berührt. — Wenn es S. 19ל heißt, das Aramäische als Verkehrssprache Vorderasiens sei in hellenistischer Zeit durch das Griechische abgelöst worden, so wird dabei übersehen, ־ daß das Griechische doch immer auf einen kleinen Kreis beschränkt blieb und die Herrschaft des Aramäischen als der allgemein verstandenen Sprache erst durch das Vordringen des Arabischen beendet wurde. — Zu.WPlp I Chron 15דב (S. 24ל ) hätte auf arab. Qaus verwiesen .werden sollen, zu welchem auch die zu Genesis 2530 und Numeri 2127 angeführten keilinschriftlichen Namen gehören werden, vgl. Wellhäusen Reste 6ל; Smith, Religion der Semiten 31. Ebenso hätte zu Genesis 36! יעייש Jagüt genannt werden sollen und in den Ausführungen über Baal 138 f. auch *das Baalsland der Araber (Wellhausen 1.'c. 146). — Die Gleichsetzung des Namens אמר Jerem 20! mit akkad. Imeruli bestünde nur dann zu Recht, wenn feststünde, daß der Vater des Paschhur ein Babylonier gewesen wäre; akkad. Imer entspricht doch hebr חסיד, während in אמד vermutlich das aramäische Wort für ,,Lamm“ steokt. — Die sorgfältige und übersichtliche Bearbeitung des weitschichtigen Stoffes verdient höchste Anerkennung und der Verfasser kann des Dankes der Benutzer seines Wer^es gewiß sein. J. H. רעיונית מדקום אברליום אנמוניגדם, תרגם מיונית ד״ד אהרן קמינקא הוצאת שפויבל, ירשי. תדל-ג. Der Titel der vorliegenden Schrift sagt von seinem Uebersetzer und Bearbeiter viel zu wenig. Schon die erstmalige Uebersetzung des Marc Aurel ins Hebräische stellt eine hervorragende Schöpfung dar, da es K. gelungen ist, kraft glänzender Beherrschung der hebräischen Sprache mit wunderbarer Kunst die passenden Termini zu finden und den nicht leichten Text des wort־־ kargen und mitunter recht dunklen ,,Philosophen auf dem Kaiserthrone“ in einem feinen, verständlichen und fließenden hebräischen Text wiederzugeben. K. wird mit dieser Leistung und den Uebersetzungen aus Seneca (im ״Hatoren“) ohne Zweifel bahnbrechend sein. Ueberdies hat er der Uebersetzung .eine mit Liebe geschriebene Einleitung vorausgeschickt, die die Lebensschicksale seines Helden schildert und den Zwiespalt einer Seele widerspiegelt, dje in dem Körper des kämpfenden Fürsten und des denkenden Stoikers ruht; anschließend vergleicht K. schon hier die Aeußerungen M. Aurels mit zeitgenössischen in der talmudischen Literatur und urteilt zumeist richtig über Verschiedenheit oder Uebereinstimmung. In M. Aurel sieht er den mit Rabbi befreundeten

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