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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1924-01-01 · Heft 2 · p. Seite 150

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
68 (1924)
Issue
Heft 2
Article
Probleme der talmudischen Dialektik
Date
1924-01-01
Page
Seite 150 (sequence 25)
Language
German
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:150 mit dem ein Meister des Denkens, mit dem Hermann Cohen (Logik, II. Aufl., S. 21) jede Dialektik gefeiert hat: ״Das Denken kommt in Gegenbewegung und in Kampf. Und der Sieg aus diesem Kampfe ist die Klarheit, die das Denken über sieh selbst erlangt, über die Voraussetzungen seiner Grundlagen und über die Mittel, die ihn! zu Gebote stehen. Wahrlich, die Dialektik ist keine bloße Gebahrung des dialogischen Stils; sondern sie spiegelt den Wogenkampf der Gedanken ab; das Gegeneinander und die Durchführung der Dianoia.“ Mitteilungen zur Geschichte und Literatur aus der Geniza. Von A. Marmorstein in London. (Fortsetzung) 4. Fragmente einer alten Gebetordnung• R. Nathan ha-Kohen beschreibt den feierlichen Gottesdienst, welcher bei der Amtseinführung der Exilarchen stattgefunden hat, und teilt uns mehrere wichtige Einzelheiten über Sitten und. Gebräuche der Gaonimperiode mit. Unter anderem berichtet Nathan, daß nach der Predigt der Vorbeter das Kaddischgebet verrichtet habe וכשמגיע בחייכון ובייומיכון אומר בחיי נשיאינו ראש גלות ובחייכון ובחיי דבל ישראל וכשגומר הקדיש מברך ראש גלות ואח׳־כ מברך ראשי ישיבות, וכשהוא גומד את הברכה עומד ואומר מדינה פלוני כל בנותיה כך וכך יבא מהן וכר. Wenige Zeilen später berichtet derselbe Berichterstatter, daß man auch nach der Vorlesung aus der Thora einen Segensspruch für den Exilarchen und für die Gaonim der zwei Akademien rezitiert hat (Neubauer, M. J. Ch. II, 84). Die Worte Nathans wurden mit vielen alten und neuen Beispielen bekräftigt. Schechter hat in einem Kaddisch, gefunden in der Genizah, ähnliche Einschaltungen entdeckt.und bekannt gemacht (s. D. Kaufmann, Gedenkbuch, H. Abt. p. 52 f.). Diese Belege wurden von D. Sola Pool vielfach erweitert (TheOld JewishAramaic Prayer the Kaddisch, Leipzig 1909, pp.!?ff.)1. Wir sind aber jetzt in der Lage, den Forschern und Lehrern der jüdischen Liturgie die ganze Gebetformel vorzulegen. Fragmente Adler Nrr. 4053 und 3564 ermöglichen uns heute den Gottesdienst in der Synagoge, die der Schauplatz dieses feierlichen Aktes gewesen, genauer und deutlicher kennen zu lernen. Das Fragment ist heute in zwei Teilen erhalten. Ursprünglich waren die einzelnen Teile zusammengenäht. Seite 1 hat 48 Zeilen, Seite 2 nur 47, von denen die letzten 10 arg verstümmelt sind, Seite 3 hat 42 Zeilen (die ersten 8 Zeilen sind stark beschädigt) und Seite 4 hat 39 Zeilen. Die ersten 2 Seiten bilden ein Gegenstück zu den in alten gaonäischen Kompehdien und in späteren Kodizes vorzufindenden פדל הפלשיות והפטלות, Ordnung der Bibel und Prophetenlektionen für die Festtage. In unserer Ordnung sind nur noch die Lektionen für den zweiten Neujahrstag, für den Versöhnungstag, für das Laubhüttenfest und für die Schlußfeste, wie für das Weihefest erhalten. Die wichtigen Nachrichten und ״Lehren, die diese uns bieten, lassen den Verlust 1- W• jetzt auch D. S. Sassoon ]&T1מגילת, im Hazofeh VII (1912) p. 2.

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