Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 67 (1923)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Die Genuß-Symbolik in den rituellen Bräuchen
- Date
- 1923-01-01
- Page
- Seite 209 (sequence 5)
- Language
- German
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- Pius VI 1× ep/1025467
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dieses Brot anschneiden will und so gilt es, als hätte er das abgeschnitten, Worüber et Berocho macllt. : Man legt die bei d e h H a n d e auf das Brot, während man den Segen spricht1. Die beiden Hände mit den 10 Fingern entsprechen den 10 Geboten, die an das Brot geknüpft sind2, weshalb die Segensformer über Brot 10 Worte zählt; ebenso enthält Vers 14 des Ps. 104, Vers 15 des Ps. 145 und Vers 8 des Cap. 8, Deut, und Gen. 27, 28 je 10 Worte. Am Roschhaschoho taucht man die Mozi in Honig und gibt jedem davon 3. Das ist טוב p’D, soll eine gute Vorbedeutung fürdas neue Jahr darstellen. Maharil verweist darauf, daß man Bieneinhonig wählen soll, da die Bienen ein Symbol für das Gericht sind, sie üben Vergeltung, aber schaffen auch Gutes, sind ein Symbol dafür, daß wir bei Gott ממרת הדין zu מדת הרחמים gelangen. Von Roschhaschono bis Schemini-Azereth pflegt man runde Barches zu machen, damit das Jahr ״keine Ecken“ habe, als ein glückverheißendes Symbol. (Schluß folgt.) Zur Geschichte der Juden in Terracina, Nachträge zu Jahrgang 66 (1922), S. 149—155, 814—315. Erklärung des Herrn Prof. Dante Lat t e s in Rom: ״Herr Dr. Zoller wie Herr Prof. Elbogen ,haben mir die Gleichung Ana-Donato zugeschrieben. Es ist klar, daß diese nur aus einem Schreib- oder Druckfehler in der betreffenden Anmerkung hergeleitet werden kann, da niemand in Zweifel stellen wird, daß ich weiß, was die Bedeutung des hebräischen an i, sowie des Verbums und Nomens natfc kn ist. Sich hierüber aufzuhalten, verlohnt nicht der Mühe. Herrn Dr. Zoller in seiner Auslegung der Vokabel י? zu folgen, ist nicht möglich. Tatsächlich enthält der italienische Text derselben Urkunde den Zunamen in lateinischen Buchstaben, und dieser Beiname läßt sieb, nach Herrn Prof. Loevinson nicht anders als Grini oder Gini lesen. Also ist יני die hebräische Umschrift des italienischen Gini und kein Wortspiel. Daß bei der hebräischen Umschrift das italienische g von jod dargestellt wird, ist sehr häufig;“ Herr Prof. Ermanno Loevinson schreibt: Folgende drei Nachrichten über Juden in Terracina erscheinen umso wertvoller, als das alte Stadtarchiv, welches noch gegen Ende des 18. Jahrhunderts vorhanden war, nunmehr wohl unwiderbringlich, verloren ist. Sie sind einem handschriftlichen Inventar desselben entnommen, welches unter der Regierung des Papstes Pius VI. (4775—99) angefertigt wurde und sich gegenwärtig im Archivio di Stato in Rom befindet. ־ Die Nachrichten besagen, daß in den Jahren 1802 und 1308 der getaufte Jude Boezio Russo von der Stadtgemeinde Terracina Steuerfreiheit erhielt, und daß . 1402 der Jude Abramo daselbst einen Weinberg verkaufte. Somit ist die Erwerbsmöglichkeit von Grundbesitz durch die Juden Terracinas für den Beginn des 15. Jahrhunderts urkundlich belegt. Die drei Nachrichten da lauten: Boetio Cristiano, una volta Ebreo, viene esentato daile gravezze publiche delia cittä. di Terracina, 2 settembre 1302. Fase. H, LXXXXIX. Esenzione daile gravezze accordaia dai Consiglio di Terracina a Boezio Russo, Ebreo convertito, 25 ottobre 1308- Ebenda CXI. Vendita di una uigna (vinealis) fatta da Abramo Ebreo, 22 ottobre 1402. Ebenda CGLXX. . , י .4ל16 .1 Or. ch לא תחרוש. זריעת כלאים. לק«. שכחה, רפאה. חלד.,) 211 .2 Siddur Raschi S .(תרומה. מעשר ראשון. ושני ועני 3 Magen Abr. zu Or. ch. 683!; Leket joscher S. 129.