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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1923-01-01 · Heft 4 · p. Seite 141

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
67 (1923)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1923-01-01
Page
Seite 141 (sequence 5)
Language
German
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141 zu y. 15־, die Procop aus Gaza (527 ~|־) mitteilt, und die von der heutigen Massora abweicht, setzt nach ד!ךכ einen Punkt, sodaß קין zu שבעתים gezogen wurde. Diese Auslegung, die übrigens auf die älteste hebräische Akzentuierung ein neues Licht wirft, mochte eine starke Stütze für die agaäischen Auffassungen sein, die Kain eine siebenfache Strafe erleiden lassen. * ׳ ׳■ * * Es war bei der großen Fülle des Materials nur möglich, die wichtigsten Gedankengänge des Buches wiederzugeben, nicht aber auf die Menge Einzel- Untersuchungen einzugehen. Die Bedeutung der Arbeit A.s besteht vor allen Dingen• darin, daß sie keine bloße Materialsammlung ist, sondern über den Charakter der Sagen und ihrer Gedanken grundlegendes zu sagen hat. Manches allerdings beeinträchtigt den Wert der Arbeit, A. verspricht Kain und Abel nicht nur nach derAgada, sondern auch nach christlicher und muhammedanischer Säge zu schildern. Da aber der Verfasser für die christliche und muhammedanische Literatur sich in der Hauptsache mit sekundären Quellen begnügt hat, konnte die Aufgabe ihrem ganzen Umfange nach nicht gelöst werden. Die Hauptquelle für die herangezogene muhammedanisehe Literatur ist hier neben einer Arbeit Bachers (,,Zwei jüdisch-persische Dichter“) t die Arbeit Grünbaums: ״Neue Beiträge zur semitischen Sagenkunde“, Leiden. Grünbaum bat aber ״nur solche Sagen berücksichtigt, zu denen sich Parallelen nachweisen lassen“ (pag. 54) und konnte unmöglich in dem vorliegenden Bande das ungeheure Material zusammenfassen. Allerdings hat A. das nichtjüdische Sagengebiet vorwiegend benutzt, um zu zeigen, wie Agadoth (klingt besser als ״Agadas“, ״Halachas“) einwanderten, auswanderten und wieder zurückwanderten (pag. V). Es sollte festgestellt werden, daß jüdische Sagen, ״durch Tendenz und Polemik bewirkt“ (pag. V), in früher Zeit verschwinden, in der muhammedanischen oder christlichen Sage erscheinen, um schließlich bei spätj üdiseben Erklärern aufs neue aufzutauchen. Darum hätte der Titel der Arbeit richtiger nur von Kain und Abel in der Agada gesprochen. A. hat manche geistreiche Erklärung geboten, die aber bei näherem Zusehen doch gezwungen erscheint. So wird S. 46 die Meinung R. Simon b. Gamliels, daß Kain den Abel mit einem Rohrstab getötet hat, damit begründet, daß Simon nach dem Gesetze der Talio Kain auf. dieselbe Weise sterben lassen muß, wie er gemordet hat. Nun kommt Kain nach einer Sage in der Sintflut um, dies entspricht nach der Baraitha der Todesstrafe der Erdrosselung (חנק), also hat Kain den Abel durch eine ״chenekähnliche Todesart“ ums Leben gebracht. Nun ist es nicht schwer einzusehen, daß der Tod durch eine Beule eine Art Henek ist, ״dort Verhinderung der Luftzufuhr, hier Hemmung der Blut Zirkulation“ (46). Aus der Verschiedenheit der Auffassung über den. Tod Kains erklärt sich auch (77) eine halachische Kontroverse. Die Strafe, die der Noachide für die Uebertretung der noachidischen Gebote erleidet, ist nach einer Ansicht Tod durch Enthauptung (ם־יף), nach der Ansicht der Schule Menasches der Tod durch Erdrosselung. Für die erste Ansicht spricht Gen 96. Für die zweite Ansicht gibt es aber keinen plausiblen Grund. Mit einer gewaltsamen Erklärung von Gen % begründet die Schule Menasches ihre Ansicht. Und warum?' Weil sie die Lernechsage ablehnt und Kain in der Sintflut umkommen läßt, war die erste von Gott an Menschen vollzogene Strafe — Sintflut — Tod durch Erdrosselung. S. 75 ff. sucht A. zu zeigen, daß die Sagen über den Tod Kains mit anderen Sagen und halachischen Bestimmungen im Zusammenhang stehen. Unter anderem führt er aus: Zu Gen % שופך דם, האדם באדם ךם1 ישפך bemerkt Levi (Gen v. 34h): הרי סוהרג ולא נהרג אימתי הוא נהד־נ לכשיבוא אדם und erklärt diesen dunklen Spruch: ,,wenn jemand einen Mord begeht, ohne . . . bald nach der Tat selbst getötet zu werden, so darf dies nicht als ein Erlassen der Todesstrafe gedeutet werden; der Mörder wird seiner Strafe nicht' entgehen, er wird getötet werden, wenn die Menschen alle drankommen, d. h. er wird in einer allgemeinen Katastrophe den Tod finden . . . Levi spielt auf die von ihm tradierte Sage an, daß Kain . . . in der Sintflut umge.kommen ist.“ Vor allen Dingen scheint der Agadist das ihm vielsagende באדם als באי אדם interpretiert zu haben (vergl. מהדז״ו z. St. Auch Sabbat 89a, Ja1 kut Exod 32! erklärt.ähnlich בשש als בא שש . Tradent: Josua b. Levi. . [נבאר שש בושש. Siehe noch Gen r. 18s), und was .er darunter verstanden wissen

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