Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 66 (1922)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 321 (sequence 2)
- Language
- German
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321 י Die Nr. 349a genannte Jutta Emmerich gehört wohl, dem hebräischen Text der Grabschrift nach zu schließen, zum Frankfurter Zweig dieser Familie. Bella Emmerich in Nr. 619 ist, wie die hebräische Grabschrift zeigt, die Tochter des Rabbi Wolf Emmerich, d. i. wohl des Wiener Sohnes von Marx Lion.— Die unter Nr. 982 und 1016 genannten Mitglieder der Familie Bunzlau sind Brüder, die Annahme Wachsteins hinsichtlich der Abstammung ihrer Mutter wird dadurch bestätigt. — Nr. 301 bringt Daten über den Nachfolger des R. Meir b. Isaak im Rabbinate, R. Benjamin Wolf b. Ahron. Ein Sohn dieses R. Wolf Eisenstadt, namens Jehuda, stand als Jüngling in Diensten des Loeb Warburg in Halberstadt, ertrank bei Quedlinburg am Freitag, 27. Tebeth (512) 1752und wurde in Halberstadt am Donnerstag, den 4. Schebat begraben. — Nr. 568 Abraham Loeb Reitlinger mag wohl ein Enkel des in Nr. 349a genannten Abraham sein, der 1774 bereits verstorben war, so daß der Name wiederkehren konnte. — Hock erwähnt in den Prager Inschriften S. 258 Rebekka, Tochter des R. Kalman, des Rabbiners von Eisenstadt, die hochbetagt 1739 als Frau des Benjamin Poppers verstarb. Sie reicht in die Zeit zurück, die vor den im Inschriftenwerk behandelten Daten liegt. Aus dieser früheren Zeit stammen auch die aus Eisenstadt in die Welt hinausgezogenen Flüchtlinge, die das Schicksal ihrer Wiener Brüder (1670) teilten. Berlin nahm wie die Wiener Exulanten so auch solche aus Eisenstadt auf. Frau Simcha, Tochter des ermordeten Jehuda aus Eisenstadt, starb in Berlin am Freitag, den 10. Kislew (449) 1688. Ebenda Hendele, Tochter des Jakob aus Lackenbach, Frau des Aberle aus Bernau, von den Vertriebenen Oesterreichs aus Eisenstadt) am Sonntag, den 12. Tebeth (459) 1698. Ferner David b. Jechiel Michel von den Vertriebenen aus Eisenstadt und Wien am Sabbat den 24. Ijar (466, 1706; seine Kinder Zörel und Jechiel Michel verstarben in Berlin schon vor ihm. Frau Hanna, Tochter des Itzig aus Frankfurt an der Oder von den Vertriebenen Eisenstadts, Frau des Secharja Mendel b. R. Raphael, starb 1716 in Berlin. Eine angesehene Berliner Familie war die des Jehuda Jüdel b. Israel von den Vertriebenen Eisenstad ts. Er war Armen Vorsteher für die Berliner Gemeinde und für die Armen im heiligen Lande und starb Sonntag, den 27. Tammus (468) 1708, seine Frau Rebekka, Tochter des Isaak, am Sabbat, den 7. Nissan 1700. Seine Tochter Libusch war die Gattin des angesehenen Salomon Zebi Neumark, über dessen Haus und Abkömmlinge Landshuth, Toldoth Ansche haschem S. 64 berichtet; er war gleichfalls ein Eisenstädter Flüchtling. — So birgt die Geschichte der alten Gemeinde Eisenstadt noch manches Material, das der Veröffentlichung harrt. Die harte Zeit, in der wir leben, wird freilich die Herausgabe solcher wissenschaftlicher Spezialwerke fast unmöglich machen. Es ist erstaunlich genug, daß sie noch das Erscheinen eines Werkes wie des vorliegenden gestattete, das auch in seiner äußeren Ausstattung, an Druck, Typen und Bildern nichts zu wünschen übrig läßt. Die außerordentlicla hohen Kosten einer solchen Ausgabe verhindern von selber jeden materiellen Nutzen für die Herausgeber. Möchten sie wenigstens außer der wissenschaftlichen Anerkennung die Freude eines reichen Absatzes ihrer mühsamen und verdienstlichen Arbeit haben I F r e u d e n t h a 1. Zum gleichen Werk wird uns vom kunstges chicht liehen Standpunkt geschrieben: In dem vorliegenden Werke wird m. W. zum ersten Male eine durch Angäbe zahlreicher Quellen belegte Zusammenstellung der wichtigsten Phasen