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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 4 · p. Seite 299

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 4
Article
Die Purim-Komödie Mekirot Josef
Date
1922-01-01
Page
Seite 299 (sequence 6)
Language
German
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299 ein frisclien mut / es stet mit seine semptiiche kinder gut / das ist zwor nit alein / sondern noch gar vil mer / er tut ein kenig sein / un’ hot große ehr / als er is in Egipten regent / wert er er faren in diesem moment / sagt יעקב: mein kind, sing mir dises gesang noch ein mol / den es gefalt mir ganz wol / un1 weil du host er kwikt mein leib un’ leben / wil ich dir ein schene rekompenz geben / als der tot an dir sol haben kein gewalt / un’ sol in ebigkeit nit werden ver wandelt dein gestalt / Von hier ans eilt das Spiel schnell zu Ende. Der ganze Schluß der Novelle Gen 4525—4712 wird in 3 kurzen Szenen (Schudt S. 323—327) erledigt. Jakob spricht das Schlußwort: sagt יעקב: der got, der di ganze weit hot unter seiner hand / sol imer un* ebig sein ir bei stand / un’ sol si beschizen un’ beschirmen vor alem unglik / un’ si loßea beglichen in ale stik / er lebe, der kenig פרעה in ebigkeit / in eitel lust un’ Ireid / er lebe, der kenig פרעה zu lange jor / das winschen mir im ale ver wor / [Chorus:] er lebe, der kenig פרעה; er lebe, der kenig פרעה. Ein neues Dokument zur Geschichte der Jaden- Vertreibung aus Schlesien im Jahre 1453. Von Dozent Dr. J. Fischer in Wien. Nach erprobten Mustern war um die Mitte des 15, Jahrhunderts auch in Schlesien das Märchen von der Hostienschändung erfunden worden. Man bedurfte solcher Scheingründe, um den eigentlichen Zweck nicht erkennen zu lassen, den Zweck‘nämlich, sich in den Besitz von Hab und Gut der Juden zu setzen. In Schlesien aber war bei den traurigen Ereignissen des Jahres 1453 noch ein Umstand von mächtigem Einfluß: der Fanatismus des später heilig gesprochenen Minoriten Johannes von Capistrano, der seine Lebensauf gäbe in der Verfolgung der Ketzer sah, mögen es Hussiten, Türken oder Juden gewesen sein. Er hatte sich in Deutschland gerade Breslau zum Lieblingssitz erkoren, hatte den Boden daselbst so vorbereitet, daß sich der Glaubenshaß elementar gegen die Juden des Landes wenden mußte, was Capistrano umsomehr angestrebt hatte, als seine Erfolge gegen die Hussiten weit hinter aller Erwartung zurückgeblieben waren. Der Ablauf der Vorgänge ist mehrfach, zuletzt am eingehendsten von M. B r a nn in seiner ״Geschichte der Juden in Schlesien“ ,(Heft IV, Jahresbericht des jüdisch-theologischen Seminars, Breslau 1907, 125 ff.) geschildert worden. Brann hat alle einschlägigen Urkünden verwertet und darauf hingewiesen, daß nur Nikolaus von 20*

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