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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1922-01-01 · Heft 2 · p. Seite 166

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
66 (1922)
Issue
Heft 2
Article
[Nachricht]
Date
1922-01-01
Page
Seite 166 (sequence 1)
Language
German
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166 Bficherschäu. Die Bemerkungen stammen vom Herausgeber, soweit nicht der Name der Verfasser in Abkürzung hinzugesetzt ist. Georg Beer, Die Bedeutung des Ariertums für die israelitisch־jüdische Kultur. Heidelberg 1922. 36 S. Der sehr gelehrte Vortrag behandelt die Zeit bis auf das Neue Testament und stellt unter Verwertung der Hethiterausgrabungen den Einfluß arischer Völker, namentlich auf die äußere Lebensgestaltung, dar. Auch die Prophetie soll durch arische Ekstatiker äußerlich angeregt sein; doch ist ihre Eigenart erst in Israel entwickelt worden.. Der Nachweis, daß der Jude vieles dem Arier, ,,das Ariertum noch mehr dem Judentum“ (24) verdankt, ist leider heute nicht ohne aktuelle Bedeutung. WalterBloem, Brüderlichkeit. Roman. Leipzig und Zürich 1922. 380 S. Beachtenswert wegen seines Kampfes gegen die antisemitische und unsoziale Gesinnung der Korps. Rabb. Philipp Fischer, A talmudröl, a talmud ellensegeinek es nem ellensdgeinek, s egyeb dolgozatok. Särospatak 1922. Eine Reihe von apologetischen Aufsätzen über Talmud und Judentum. M. G. Robert Arnold Fritzsche, Hermann Cohen aus persönlicher Erinnerung. Berlin 1922. 45 S., 12 Mk. Ein vielseitiges, feinsinniges und geistvolles Charakterbild, das jedem Verehrer Cohens den menschlichen Unterigrund seines Denkens und Wirkens näher bringen wird. Dr. Isidor Goldberger, Ghacham Cebi Budän (Chacham Zewi in Ofen) 0. O. u. J. Das ungarische Heftchen ist ein in sechs Gesängen ge״ schriebenes Epos, das den bekannten Zewi Aschkenasi zum Helden hat. Aus Salonichi nach Altofen, in die Heimat seines Großvaters Ephraim Hakohen zurückgekehrt, widmete er sich ausschließlich den talmudischen Studien. Hier verheiratete er sich und genoß ein ungestörtes, glückliches Familienleben. Doch sein Familienglück war nicht von langer Dauer. Während der Belagerung Ofens im Jahre 1686 drang eine Kanonenkugel in sein Haus und tötete seine junge Frau und die einzige Tochter. Diesen tragischen Abschnitt seines Lebens wählte G. zum Gegenstand seines Epos. Der schriftstellerisch auch sonst tätige Rabbiner hat in diesem Werkchen auch poetische Gestaltungsfähigkeit verraten. Die Sorgfalt in Sprache und Ausdruck und die Lebendigkeit der Schilderung machen das Epos zu einer interessanten Lektüre. M. G. Eduard Her t lein, Prof. Dr., Heilbronn, Was wissen wir von Jesus? Ein Beitrag zur Orientierung in der Frage der Geschichtlichkeit Jesu. Stuttgart-Cannstadt 1922. 39 S., 6 Mk. H. antwortet: nichts! Denn nichtchristliche Zeugnisse gibt es nicht; für zahlreiche Neutestamentliche Schriften ist die Unzuverlässigkeit von der kritischen Theologie zugegeben, für andere, sogar für Markus, ist sie nach H. zu erweisen. Mit den stärksten Stützen des gegnerischen Standpunkts, denBerichten über menschliche Schwächen und Mißerfolge Jesu, setzt sichH. nicht auseinander; der Wert seines klar und streng sachlich geschriebenen Büchleins liegt in dem Nachweis, wie wenig das liberalprotestantische Bild vom Idealmenschen Jesus geschichtlich bezeugt ist. Eduard König, Die moderne Babyionisierung der Bibel in ihrer neuesten Erscheinungsform (Delitzschs Babel und Bibel, 1921). Stuttgart 1922. 44 S. Die Neuauflage von Delitzschs ״Babel und Bibel“ gibt seinem unermüdlichen Gegner König Anlaß zur Abrechnung unter besonderer Beachtung der in der Neuauflage hinzugetretenen Angriffe.

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