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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 6 · p. Seite 354

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 6
Article
Harel und Ha-Ariel Ezechiel 43, 15-16
Date
1921-01-01
Page
Seite 354 (sequence 5)
Language
German
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354 Harei und Ha-Ariel Ezechiel 43,15 —16i Löwe, und das -ist die Stelle, welche Ariel heißt."״ Auch Raschi zur Stelle können wir heranziehen: ♦ .♦ 4 הוי אריאל ואף יחזקני קראו כן על־אש של״מפלה ׳שהיתה רובצת כארי ״ פל־גבי המוכחWehe Ariel! Auch Ezechiel nennt es so, wegen des Feuers vom. Himmel, das sich wie ein Löwe auf dem Altar hinzustrecken pflegte״. Hier muß die Aufmerksamkeit auf die symbolische Bedeutung des Löwen gerichtet werden. Bei den alten Ägyptern; war der Löwe eine Verkörperung von Horus und Tum zugleich. Seine Eignung, Majestät darzustellen, hatte zur Folge, daß sein Bild zur Verschönerung der herrlichsten ägyptischen Throndarstellungen verwendet wurde1). Im Bilde des Löwen stellten die alten Hebräer und später die Juden Kraft, geistige Größe, Schrecken und Majestät dar. Das Bild der Kraft finden wir in Prov. 22,13: מר עצל ^רי בחיץ>^ (vgi. 26,13), sowie 30,30: ליש נמר בבהמה ולא־ישוב מפני־כל Ebenso lesen wir Mischna Aboth 5,23: הוד. .נמר בארי לעשות ״ רצון אביך שבשמיםSei stark wie ein Löwe, den Willen deines Vaters im Himmel zu erfüllen.״ — Als Bezeichnung für seine geistige Größe finden wir den Löwen in Mischna Aboth 4,20: ״ הוד! ונב לאריות וכרSei eher der Schwanz unter den Löwen, als das Haupt unter den Füchsen.״ Sabathlllb stimmt Rabba Rabh’s Meinung zu und beruft sich auf dessen Bedeutung mit den Worten: ״ אני ואדיIch und der Löwe“. Gittin 83b finden wir den sprichwörtlich gewordenen Satz: ״ אין משיבין את הארי לאחר מיתהMan widerlegt den Löwen nicht nach seinem Tode.“ — Als Bild des Schreckens finden wir den Löwen in Esthers apokryphem Gebet: ״Leg mir eine beredte Rede in den Mund, gegenüber dem Löwen“ (Griech. Zusätze zu Esther 14,13). Ebenso gebraucht der Prophet, wenn er den Schrecken Gottes schildern will, das Bild des Löwen. ״Der Löwe hat gebrüllt, wer sollte sich nicht fürchten?“ ״Gott der Herr hat geheißen, wer sollte nicht als Prophet reden?“ lesen wir in , x) Rawlinson, Ancient Egypt. XI, S. 146.

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