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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 5 · p. Seite 282

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1921-01-01
Page
Seite 282 (sequence 2)
Language
German
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282 Besprechungen das Judenviertel dieser Stadt herauszufinden und zu veröffentlichen. Dieser Urkundenveröffentlichung schickt der Verfasser eine Reihe von für die Geschichte der Juden im Mittelalter wichtigen Untersuchungen voraus, so zunächst über den Grundbesitz der Juden in den deutschen Städten des Mittelalters. Er kommt hier zu dem Resultat, daß in den ersten Jahrhunderten des Mittelalters ,,rechtliehe Hindernisse dem Erwerb von Grund und Boden durch Juden weder in Deutschland noch in Frankreich entgegenstanden“, während vom Jahre 1300 ungefähr an ,,Verordnungen über Einschränkungen des jüdischen Besitzes“ nachweisbar sind. ,,Judengassen, Judenviertel und Judendörfer im Mittelalter“ werden im nächsten Abschnitt behandelt. Es ist zu bedauern, daß dieses Kapitel nicht weiter ausgebaut worden ist zu einer umfassenden Darstellung des Lebens in der mittelalterlichen Judenstadt. Gerade die Sachkenntnis des Verfassers hätte hier eine den wirklich vorhanden gewesenen Tat- Sachen entsprechendes Bild entwerfen können, Immerhin werden die Ergebnisse zusammengefaßt: ,,Spärlich kam Licht und Luft in die Judengassen. Zusammengepfercht saßen die Juden in ihnen, ohne die Möglichkeit, für ihre zunehmende Zahl ausreichenden Platz zu finden, ansteckenden Krankheiten und Feuersbrünsten preisgegeben.“ — Es folgt ein Verzeichnis־von Judengassen, das gleichzeitig ein Bild gibt von der wesentlichen Verbreitung <Ier Juden in Deutschland. ־ Die Nachweisung der ,, Quellen über den jüdischen Grundbesitz, besonders in Köln“, gibt die interessante Tatsache, daß eine große Anzahl hebräischer Urkunden in den Akten der Schreinsbehörde aufbewahrt sind, deren Genauigkeit eine außerordentliche ist. Es wird sodann das Judenviertel in Köln bis zum Jahre 1349 topographisch untersucht, und zwar zunächst auf seinen Namen, seine Lagen, seine Straßen und seinen Umfang hin, sodann werden* die Beziehungen von Christen zum Juden viertel klargestellt und ,,die Abschließung des Judenviertels“ wird einer näheren Betrachtung unterzogen. Der Verfasser kommt hierbei zu dem Resultat: ,,Trotz der strengen Abschließung flutete aber anscheinend ein reger Verkehr durch die Straßen des Judenviertels, da es einen Durchgangsort nach verschiedenen Richtungen, zumal nach der״ Östlich angrenzenden Rheinvörstadt,* dem Sitze des Großhandels und der reichen Kaufleute, bildete.“ Die rechtliche Untersuchung bringt uns die Darstellung des Grundbesitzerwerbs und -Verkehrs im Juden viertel bis 1349, auf die wir im einzelnen hier nicht näher eingehen können, aus der wir aber den interessanten Abschnitt über jüdisches und deutsches Recht

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