Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 65 (1921)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zur hebräischen Sprachforschung
- Date
- 1921-01-01
- Page
- 246 (sequence 1)
- Language
- German
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Zur hebräischen Sprachforschung. Von Josef Mieses, בתי הנפש .1 ... ... - *• T ביום ההוא יסיר ה׳.... ובתי הנפש והלחשים jes. in, 18—20. Die Bedeutung dieser Worte ist bis nun eigentlich nur erraten worden. Bereits die LXX haben diesen Ziergegenstand in Wirklichkeit nur umschrieben durch 1a mtptde&a, etwa Schulterumwurf, beide Arme umfassend. Auch das Targum Jonathan hat denselben Weg der Umschreibung beschritten durch aramäisches Aequivalent für ממים Ohr- und Nasenringe. R. Saadia in seiner arabischen Uebersetzung des Jesaias (ed. Derenbourg) übersetzt ebenfalls, allerdings nur dem Zusammenhänge nach, vermutungsweise durch ואלבדנאת, Leibchen אל״יבדן/ך. Aber auch das danebenstehende לחשים ist auf eben dieselbe Art umschrieben worden in den Uebersetzungen der Alten und bei den älteren jüdischen Kommentatoren. Die LXX: za ivcozta, Ohrringe (ebenso Rasi und R. David Qimchi in ihren Kommentaren z. St.), Targum Jonathan: חליפזרחא^ Aequivalent für das allgemeine hebr.חל״? (Hals)geschmeide. Vgl. ibid.v. 3. חכם חרשים מבון לחש, dazu die lxx, Targ. Jon. und R. Saadia. Die etymologische und ursprüngliche Bedeutung ist jedoch offenbar eine zauberhafte. Es ist klar, daß in diesem Vorgänge der Uebersetzer Methode liegt. Die Zauberei war strenge verboten und verpönt; vgl. Exod. XXII, 17 u. I.Sam. XXVIII,9. Die Bibelübersetzungen trugen Rechnung den Anschauungen, Vorschriften und Lehren des Judentums — durch Vornahme entsprechender Aenderungen und Verbesserungen im Texte. Bei Targum Jonathan