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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 4 · p. Seite 163

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 4
Article
Die Stellung der Juden in den 1793 und 1795 von Preußen erworbenen polnischen Provinzen zur Zeit der Besitznahme
Date
1921-01-01
Page
Seite 163 (sequence 13)
Language
German
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erworbenen polnischen Provinzen־ zur Zeit der Besitznahme. 163 aber etwa dahin, daß jüdische Lehrlinge bei christlichen Zunftmeistern in die Lehre genommen wurden. In Zirke mußten die jüdischen Schneider alle Gewerkslasten tragen1), in Peysem waren die jüdischen Kürschner zu einem Anerkenntnisgeld an die christliche Zunft verpflichtet, in Pinne mußte jeder jüdische Schneider ursprünglich 4, später 6 Pfund Wachs an die christliche Zunft entrichten, in Kobylin2) 15 Pfund Wachs3), in Schrimm 12 Pfund und 18 FL, in Santomischel jeder jüdische Schneider 1 Fl., 18 polnische Gr. und 12/ג Pfund Wachs. In Borek und Koschmin mußten die jüdischen Kürschner ebenfalls 10 Silbergroschen für Wachs bezahlen, in Obomik bezahlten die jüdischen Schneider 6 Fl. an die katholische Kirche laut Schneiderprivileg und in Gnesen4) 50 Tympfen5) an die christliche Schneiderzunft, und in Kalisch6) mußten die jüdischen Schneider dem Christliehen Gewerk ebenfalls eine Abgabe leisten. In Krotoschin7) wurde der Tuchmacherzunft für die Handelserlaubnis 1 Mark bezahlt. 1I G. T. 79. 2) G. T. 95. Lewin: Geschichte der Juden in Pinne (Kempen 1909) 6. G. T. 99. 3) Das Wachs wurde zu, kirchlichen Zwecken, für geweihte Kerzen, verwandt. 4) G־. T. 128, 115, 96, 100, 112 und 117. 5) Die Tympfe, unter Wladislaus IV. von den Gebrüdern Timpe (Tympf) hergestellten Münzen, erhielten in Preußen den festen Kurs von 18 Groschen und liefen in Polen noch bis zur Zeit Stanislaus Augusts um, wo die letzten für 27 Kupfergroschen eingelöst wurden. Max Kirmes: Einleitung in die poln. Münzkunde. Z. V. 151. 6) Complanation von 1753. A. VIII. 5 Bl. 5. 7) G. T. 106. (Schluß folgt) 1r

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