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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1921-01-01 · Heft 4 · p. Seite 130

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
65 (1921)
Issue
Heft 4
Article
Ein Beitrag zur Methode der vergleichenden Religionsforschung
Date
1921-01-01
Page
Seite 130 (sequence 24)
Language
German
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130 Ein Beitrag zur Methode der vergleichenden Religionsforschung. die Höhe ־and die oberen sinken leer hinab; darum ist nicht jeder, der heute reiqh ist, es auch morgen;' ־und nicht jeder, der heute arm ist, ist auch morgen arm“ (Semöt R. P. 31). Im Neupersischen bedeutet carx ,Radf auch ,Schicksal‘ (vgl. J. Darmesteter, Ormazd et Ahriman 321). Das Schicksalsrad ist aber bei älteren neupersischen Dichtern nicht zu belegen. Auch im Neuarmenischen kommt die Vorstellung von dem Schicksalsrad (carxi falak)* 1 2) vor, das sich immerumdreht und den Menschen ihr Schicksal verteilt (Abeghian p. 51). Da das Armenische stark unter dem Einflüsse Persiens stand, kann es aus dem Persischen entlehnt sein. Ebenso ist es möglich, daß das Judentum den Anstoß zur Bildung der Vorstellung vom Rade des Schicksals, dem es eine eigene Ausprägung gegeben, unbewußt vom Griechentum erfahren hat, dessen Kultur ja um jene Zeit in Palästina eingedrungen war. Jedenfalls konnte dieses Bild unter dem wechselreichen Schicksal, das über die Juden im 1. Jahrhundert hereinbrach, auch selbständig entstehen. ergießen, nach oben gelangt, ihren Inhalt in eine Rinne, die ihn den Feldern zuführt (vgl. Deussen, Sechzig Upanisads 1921, 670 A. 3. In dem jüdischen Vergleich ist der Begriff ״Schicksal“ absichtlich vermieden, damit es nicht als eine neben Gott bestehende Macht angesehen werde. ג) Beide Wörter stammen aus dem Persischen, von denen aber das letztere eigentlich arabisch ist. Inhaltsverzeichnis’der behandelten religionswissen'schaf 11 ichen Beispiele. 1. Im Derek eres zuttä ist nichts Persisches enthalten. — 2. Die Bezeichnungen ״Himmel“ und ,,Ort“ für ״Gott“ stammen nicht aus dem Parsismus. — 3. Der Weinstock als Sinnbild Israels und des Messias. — 4. Das, Umwandeln einer Gottheit, ein indogermanischer und semitischer Brauch. Eid-Fluch. —5 ־. Uebereinstimmungen zwischen indischen und jüdischen Schöpfungserzählungen. — 6. Das Gleichnis vom Lahmen und Blinden. Aehnliche esehatologische Vorstellungen bei den Indern und Juden. — 7. Das Glücksrad.

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