Esra
- Journal
- Esra
- Volume
- 1 (1919-1920)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Zum jüdischen Kulturproblem
- Date
- 1919-01-01
- Page
- 172 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2828641-2828642-2828648-2829002--287-2829032- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Überwucherung des Ästhetischen, Überbildung und letzten Endes zum Literatenhaften, zum jüdischen Ästhetentum geführt, zu Überschwemmung der Konzerte und Theater durch Juden, zu einem Überbetonen des Sinnlichen in modernen jüdischen Kunst- Schöpfungen usw, — zu einem Paroxismus der so lange vermißten ästhetischen Anschauungsweise, die brüderlich vereint mit dem früher abgelehnten Hyperintellektualismus die ausgiebigsten Quellen des Judenhasses sind---Hier nun liegen weitere Möglichkeiten jüdischer Umwertung : im harmonischen Ausgleich zweier Anschauungsweisen der ästhetischen und der ethischen Stellungnahme gegen den Paroxismus des Ästhetischen, seinem Überwuchern in der Pseudokultur moderner Westjuden einerseits und Stellungnahme gegen den Paroxismus des Ethischen im Ghettojudentum mit seiner Natur- und Lebensfremdheit anderseits — Rückführung zur Harmonie einer spezifisch ethisch eingestellten, aber auch ästhetisch freien jüdischen Kultur. (Der zweite Teil dieses Aufsatzes folgt im nächsten Heft.) DR. N. M, GELBER AKTENSTÜCKE ZUR. JÜDENFRAGE AM WIENER KONGRESS 1814/1815 Noch vor Ausbruch des Weltkrieges faßte Schreiber dieser Zeilen den Plan zur Jahrhundertfeier des Wiener Kongresses (im Jahre 1914/1915) eine größere Darstellung der Judenfrage am Kongreß zu veröffentlichen. Im Jänner 1914 wurden die archivalischen Vorarbeiten in Angriff genommen und im Juli d. J. sollte mit der Darstellung begonnen werden. Leider konnte der Verfasser infolge seiner ununterbrochenen Frontdienstieistung die erwähnte Monographie nicht fertigstellen. Im nachstehenden folgen einige Aktenstücke, die auf die Judenfrage am Wiener Kongreß Bezug haben. Die hier publizierten Aktenstücke sind dem Wiener Staatsarchiv (früher Haus-,* Hof- und ^Staatsarchiv) entnommen und sind bisnun unserer Historiographie völlig unbekannt geblieben. 172