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Esra · 1919-01-01 · Heft 5 · p. 146

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Esra
Volume
1 (1919-1920)
Issue
Heft 5
Article
Die Zionisten und die hebräische Sprache
Date
1919-01-01
Page
146 (sequence 8)
Language
German
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Zionisten sollen ihren Schulen einen gesetzestreuen Geist geben, da es ein Plus an »Jüdischkeit« bedeutet, auch vom nationalen Standpunkt und weil die zionistische Schule allen Juden dienen soll, aus einer nichtreligiösen Schule aber die orthodoxen Kinder ausgeschlossen wären. Der Förderung der hebräischen Sprache sollen auch hebräische Büchereien dienen, wo hebräische Literatur erhältlich sein soll. Zionisten, welche hebräisch verstehen, sollen sich ihrer Pflicht bewußt sein, den Zusammenhang mit der hebräischen Literatur zu wahren und stets hebräisch zu lesen. In der Diaspora ist dies <ein Ersatz für das Hebräischsprechen. Hebräische Klub sollen Räume und Stunden schaffen, in denen man sich in völlig hebräischer Atmosphäre befindet Hebräische Vorträge und Diskussionen sollen Gelegenheit zum Sprechen geben. Außer den Sprachkursen auch Lernkurse für die Bibel, Mischna, Agada und Talmud. Für Fortgeschrittene: in der mittelalterlichen jüdischen Philosophie: Halevy, Maimonides, Kreskas, Albo. Spezielle hebräische Ausgaben für westliche Verhältnisse würden viel nützen. Ein gutes Unterrichtsbuch für Selbstunterricht, ein Lesebuch für die Erwachsenen sind nötig. Es würde viel bedeuten, wenn auch hier hebräisches Schaffen erwachte, wenn auch die westlichen Juden ihre Note in die hebräische Literatur hineintrügen und es würde auch für die Verbreitung des Hebräischen im Westen viel bedeuten. Es wäre die Vollendung des westjüdiscben Wesens in hebräischer Sprache. Bloß hingewiesen sei darauf, daß man hebräische Sprache nicht als Gefäß, als leere Hülle sehen darf. Jüdischer Feingehalt^ jüdischvölkisches Wesen geben dem Hebräischen seine eigene Krönung, seine rechte Weihe. So soll der Westjude wieder sein hebräisches Judentum, sein* Judentum sich erringen. ttlCHfl BIN GOR ION bflS nflRTYRIUn DER SIEBEN (NACH ELIA RABBA) Der römische Kaiser Adrianus Heß eine Witwe mit ihren sieben Söhnen greifen. Er sprach zu ihr: Was bist du für eine? 146

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