Esra
- Journal
- Esra
- Volume
- 1 (1919-1920)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Über Hechaluz in Deutschösterreich
- Date
- 1919-01-01
- Page
- 94 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Um den herrschenden Mangel an Lehrmitteln und entsprechender Lektüre wenigstens teilweise abzuhelfen, wurde die Grundlage für eine Bibliothek geschaffen. Sie umfaßt 170 Bände. Gleichzeitig wurde die Schaffung einer Bibliothek für das neugegründete Hechaluzheim in Angriff genommen* Eng verknüpft mit dieser Tätigkeit war die Aufklärungsarbeit, die insbesondere mit Rücksicht auf die bezüglich der Aufgaben des Hechaluz herrschenden Meinungsdifferenzen und Unorientiertheit besonders wichtig ist. Erst in der letzten Z'eit haben sich von Seiten der Chawerim selber Ansätze zur Betätigung in dieser Richtung bemerkbar gemacht Neben diesen für den Hechaluz essentionellen Aufgaben konnte sich die Organisation auch der Notwendigkeit des wirtschaftlichen Schutzes und der sanitären Fürsorge für ihre "Mitglieder nicht verschließen; die in dieser Beziehung unternommenen Aktionen (Bekleidung, Verköstigung, Unterstützung der Arbeitslosen, ärztliche Untersuchungen, Hilfe in Krankenfällen, Unterbringung in Spitälern etc.) konnten trotz vieler Mühe und beträchtlicher Erfolge bei weitem nicht allen Anforderungen gerecht werden. Der hauptsächlichste Nutzen dieser Bestrebungen liegt in der Erwirkung des Gemeinsinnes der Chawerim. Viel haben dazu die Institutionen des Sparfondes, an den 20 Prozent des Arbeitslohnes zur Deckung der momentanen Ausgaben der Chawerin abgeführt werden und des gemeinsamen Reisefondes, für den 10 Prozent des Ertrages entrichtet werden, beigetragen. Von besonderer Bedeutung, hauptsächlich für die Arbeit in den kommenden Wintermonaten wird das in Wien gegründete Chaluzheim sein, welches erst die Möglichkeit gegeben hat, an die gewerbliche Schulung der Chaluzim in größerem Maße heranzutreten. Mit dem Entstehen des Heimes ist auch die Gründung der „Kwuzah Wien", die in den letzten Wochen ihre Tätigkeit aufgenommen hat, verbunden gewesen. Imv allgemeinen sind durch die bisherigen Arbeiten die Hindernisse beseitigt worden, welche die Organisation von ihren Hauptaufgaben abgelenkt haben und es wurden die Grundlagen geschaffen, welche die weitere Verfolgung der vorgesteckten Ziele ermöglichen. M. MENKES. Artur Ruppin einer der wenigen ganz klaren Köpfe unter den Palästmatheoretikern dieser Tage,, hat ein Buch geschrieben das eine wertvolle Bereicherung der. Palästinaliteratur darstellt. Statistiker von Beruf, Wissenschaftler also, dabei aber jahrelanger Palästinapraktiker, der das Land mit jener ungeheuren Liebe erlebte, die 94