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Esra · 1919-01-01 · Heft 3 · p. 84

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Esra
Volume
1 (1919-1920)
Issue
Heft 3
Article
Zur Geschichte der Juden Rumäniens
Date
1919-01-01
Page
84 (sequence 7)
Language
German
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Element vorwärts. Die heilige Pflicht zwingt uns, gegen dasselbe eine Wehrmacht ohne Aufschub zu organisieren und in der Not auch eine verzweifelte wilde Resistenz anzustreben." Interessant ist auch ein Ausspruch der rumänischen Studenten* schaft: „Wir fürchten, daß, falls den Juden doch Rechte gewährt werden sollten, ihnen Rumänien gegea* Rußland mit seinen Pogromen wie das heilige Land vorkommen wird". Demgegenüber besagte das Memorandum der Juden an die Regierung; „Wir halten es für unsere Pflicht, bewaffnet uns zu verleidigen, was nun auch geschehe. Niemand wird bewußt die jüdische Bevölkerung zum Äußersten treiben dürfen, denn die unterdrückten Minoritäten, welchen man die primitivsten Menschen* rechte verweigert, werden gezwungen werden, sich mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mittel zu verteidigen." Die vorliegende Arbeit kann nur einen kleinen Ausschnitt aus dem ungeheuren Leiden der rumänischen Bevölkerung wiederspiegeln. Es liegt soviel Anklagematerial gegen die verschiedenen rumänischen Regierungen vor, daß es, würde nicht noch immer europäisches Faustrecht' herrschen, genug wäre, sie zu Boden zu schmettern. Daß die Juden Rumäniens noch immer leiden ist nicht allein Schuld einer rumänischen Bojarenkaste, sondern gleicherweise die ungeheure Schuld Europas, des grausamen, berechnenden Europas, das Gerechtigkeit und Mitleid nur kennt, wenn es die Kalkulation erfordert. ZWEI HYMNEN AUS DEM BUCHE RASIEL 1. ünd seine Diener singen Weisen, künden Wunder Des Herrn, der kreist mit seines Reiches Kronen, Umkreist von den Herrschern der Sphären. Mit seines Glanzes Flug umhüllt er Himmel, Vor seiner Pracht erglänzt der Himmel. Abgrund entflackert seinem Mund — Er zertrümmert Urwelten, verzerrt Herrlichkeit. Stolze Himmel entfunken seiner Gestalt. 84

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