Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 13-14 (23.4.1921)
- Date
- 1921-04-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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SEITE 4 FREIE TRIBÜNE NR. 13-14 SOWJETRUSSLAND. Fortschritte der Produktion. fin März sind 782 Lokomotiven aus der „mittleren Remante'' entlassen worden, gegen 691 im Februar. ftje be ten Resultate sind bei den wichtigsten Bahnlinien erreicht worden, so z. B. bei der Mloskau-Kursker Bahn, wo das Programm um mehr als d e Haltte überschritten wurde, oder 'bei der Mfoskau-Woronescher Bahn:, die um 15 P.ozent Mehrlesutng aulweist. Noch besser simd die Ergebnisse be' der Waggonreparatur. 716 Waggons über das Programm sind instand gesetzt worden. Die Atoskau- Woronßidie* Bahn hat tast das Doppelte des Programms geleistet. Belm Verladen ist eine Steide ung der Leistung ♦von 3 bäs 442 Prozent über das Vor geschriebene zu verzeichnen. Nach e;ner genauen Aufstellung des Volkskommissariats iiir Verliehrswe en sSnd bei den 27 Netzen der russischen Eisenbahnen 2,196.900 Personen angestellt. Wertkampf zwischen Kolomna und Sormowo. In der „Iswestia" wird von dem Wettkampt berichtet, der set langem zwiischen den Werken Kolomna umet Sormowo geht. Trotz aller möglichen Schw:eri.gkeiten hat Kolomna 16 Prozent über de Friedensleistung produziert. Sormowo aber ist aui dem Sprung, dies zu überholen. Sieg der Kommunisten bei den Sowjetwahien. ^Prewda" schreibt: Rm 15. flpril haben die Wahlen in den ALo-kauer Sow'et begonnen. Bisher wurden 433 Delegierte cewählt, davon 389 Kommunisten und 44 Parteilose. In den e sten zwei Tagen haben also die Kommunisten 90 Prozent der Mandate erlangt. Das ist noch nicht das Endergebnis, denn der Moskauer Sow'et wird 1500 Delegierte zählen; jedenlalls aber sind die bisherigen Ergebnisste auBerorden 1 ch charakteristisch. Die kommunistische Partei ersehe nt w eder einmal als Verkörperung der Arbeite-klasse. In allen schwe igen Augenblicken, bei allen entscheidenden Wendungen der Revolution hat sich die Sowjetmacht, geführt **6n den Kommunisten, an de Arbeiter gewandet, indem sie zu Neuwahlen in die Sowjets autforderte. Und jedesmal gewann d,:e Sow'etmacht aus dieser Erprobung des Volkswillens neue Kiatt und neue Energie. Die neue Agrarpolitik der Republik des fernen Ostens. Ä'Nflvüi Alk** berichtet: In der Sitzung der Konstituante der Republik des Fernen Ostens vom' 5. April wurde das neue Agrarre-etz angenommen, dessen Grjindbestimmungen die iolgendei sind: 1. Der Privatbsitz aesi Land wird autgehoben. 2. Alles Land geht in den Besitz des Staates über. 3. Das Nutztii'eßungsrecht der Ländereien wird durcW ein besonderes Gesetz testgelegt. 4 Kur persönliche Arbeit gilbt ein Recht auf Nutznießung. , 5. Das Land kann von einzelnen Personen oder aucli kollektiv bearbe tet we"den. 6. Zurr Beearbelbjng werden auch Ausländer und Städter zugelassen. T Die Aufklärungsarbeit in Moskau. In Moskau funktionieren 3921 Schulen, in denen 360.000 Kinder unterrichtet werden. Kiinderheime gibt es 273 gegen 12 unter dem zaristischen Regime. Außerdem hat der Moskauer Sowet 293 proiessionelle Schulen eingerichtet. Kulturarbeit in Weißrußland. .Nowfj Mir" (meldet: In Wie'ßrußland sind iiir erwachsene Analphabeten 22.000 Schulen errichtet worden, in denen 2i0.0Ü0 Pe sonen der Elementarbildung te.'Jhattig werden ' ol'en. In Minsk allein lunktionierten 85 Schulen für Analphabeten. Die „Privilegien" der Kommunisten, ,t/Prawda" vom 22. März schreibt: Man spricht immer über d;e Privilegien der Kommunisten. Solche Privilegien existieren in der Tat, obgleich die Partei ge en sie einen energischen Kampf führt und obgleich sie unvrglee chll h geringfügiger sind als jene Privilegien, d;e jede andere Regierung ihren Anhängern gewähren würde. Wir fordern aber alle auf, über folgendes nachzudenken. Ais unser Parte Kongreß stattland, der Kongreß der Regierungspartei, trugen sich gerade die unglückseligen Kronstädter Ereignisse zu. Was machte der Kongreß? Er schickte en Dritlel seiner Mitglieder als einfache rote Front oldaten auf die allergelährlichsten Posten. iBiis jetzt ist bekannt geworden, daß drei von ihnen getötet und 17 verwundet'wurden, es ist aber möglich, daß d;e wirkliche Zahl der Getöteten und Verwundeten weitaus größer ist. Wo und wann hat eine Regierungspartei so gehandelt? Wo und wann gab es in der Geschichte je etwas Aehritiches1? Nirgends und n'emals. Jeder, dein Kronstadt war, weiß und kann erzählen, wie heldenhaft die Delegierten des Kongresses in Kronstadt kam pl ten. Welche Parte; hat je ihre besten Söhne so ins mörderische euer gesendet? Ueber d.e.e Tatsachen sollte jeder ehrliche Arbeiter nachdenken. 'Di'e Kommunisten starben in den ersten Reihen. Ihr Beispiel wirkte anieuernd auf die anderen und die Revolution siegte. Vergebens waren die Bemühungen Miljukows in den ^Posledii'a Nowosti" und die nervöse Geschältigkeit der Kauileute und Fabrikanten. Es gelang ihnen nicht, ihren gierigen Wunsch nach Erlangung der Mache zu beiriedigen; denn d.e Revolution siegte. Ehre den Toten! Ehre den ruhmvollen Kämpfern der Weltrevolution! Vortragskalender. (Arbeitern eim.) Dienstag, d-30 26. Hprif 1921, 7 Uhr abends: Begrüßungsabend zu Ehren des Gen. Dr. Nagler. * Mittwoch, den 27. flpriT, pünktlich 6 Uhr abends: Wichtige Parteiversammlung. — Legitimationen mitbringen! * Samstag, den 30. Äpril, 7 Uhr abends: Vortrag des Gen. Dr. Nagler: „Der Kampf des polnischen Proletariats". .Achtung Vertrauensmänner! Dienstag, den 26. April, halb 7 Uhr abend: Sitzung im Arbeiterheim. — Pünktliches Erscheinen Pflicht! Mitteilung! Wir teifen unseren Genosse^ Genossinnen uutl Freunden mit, daß die Produktivgeuosseaschaft de? KföidÄrmacher, Wien, It., Heinestraße Nr. 15 | eröffnet wurde. In dieser Genossenschaft werdet» Männer- und Frauenkleider neu und Reparaturen aller Ar tangefertigt. Wir fordern unsere Genossen und Genossinnen auf, diese Institution zu unterstützen und alle ihre Kleider dort machen zu lassen. Im Namen des Zentralkomitee der Palästinas Partei begrüße ich den aus der Gefangenschaft zurückgekehrten Genossen Dr. Nagler. Arjeh., wllllllll..allllllll,..^ Nach zehnmonatlicher Haft, eingekerkert durch die Willkür des polnischen Polizeistaates, ist Gen. Dr. Hers dl Nagler zurückgekehrt. Aus diesem Anlasse findet am Dienstag, den 26. April, 7 Uhr abends, im Arbeiterheini II. Bezirh, Blumauergesse Nr. 1, ein Begrüssungsabend statt, zu dem afile üenassvn eingeladen werden. r'«iiiiii»»::"*iiiiiii»:;*>iiiiiii»-*»*ffiifii*;;»»iiiifijp-- i jöii Wien, IL Bezirk, Taborstrasse Nr. 44 HUI, EINLADUNG zu der am Mittwoch, den 27. April 1921, um 7 Uhr abends, im Saale des Hotel „Bayrischer Hof", II., Taborstrasse stattfindenden TAGESORDNUNG: 1. Bericht des Aufsichtsrates, Vorstandes und der Revisoren. 2. Beschlußfassung über den Rechnungsabschluß. 3. Beschlußfassung über Aenderungen des Statuts. 4. Ergänzungswahlen in den Vorstand und in den Aufsichtsfkt. 5. Allfälliges. _ _ s! Sollte oie einberufene Generalversammlung nicht beschlußfähig sein, so findet die nächste Generalversammlung am selben Tage um halb 8 Uhr abends statt. — Mitgliedsbuch nebst Legitimation ist mitzubringen.---~ fikfiua Küanz-Konto Passiua 1. Warenlager..........K 2,234/84*55 2. Kassa . 3. Debitoren: Postsparkassa Unianbank 6. ö. C. Bareinlage Kautions-Konto lüä. firbeiterküche , Schuhmacherei Verbanösbüro Hausuerwaltung 4. Inuentar ...... 5. Gehaltuorschüsse . . 92.419-48 111G-71 74.329'QG 50.000'- 140-— 8000-— 63.029-53 4500--- 5225-— 1. Kreditoren: G. ö. C. UJaren-Konto „ „ „ Konto-Korrent „ „ „ Holz-Konto Hammerbrotwerke 7oint Distrib. Committee Konto pro äiuersi l,781.'876-70 471.529-03 2600- 1-175-40 lOO.OnO'--- 990*52 206.341-25 62.927-35 22.627-45 K 2,619.00008 Z. Reseruefonö........... 3. Anleihe.............. 4. Darlehen............. 5. Gewinn pro 1919......... G. Gewinn pro 1920.......... . „ 5o.9- K 2,358.1 21J „ 122.<. 4O.0( 20. ü ßeu/innunö Uerlust-Konto Gehalte..............K ß05.507-91 Spesen..............„ 173.230-59 Frachten.............• » 74-?65'r: Zinsen............... Qi^'2i Abschreibung—Inuentar-Konio .... „ 6.991*93 Gewinn ............. ■ » 55.947-24 K 981.017-91 Bruttogewinn aus dem Warengeschäft K 2.619J K 981.011 K 98 101 Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Rubin Glüoksmauu. „Adria", Dri'-Je- und Verlagsgosellsohafl m. b. H., Wien, II., Taborstraße 59 p».