Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 10 (26.3.1921)
- Date
- 1921-03-26
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2827798-2827799-2827807--491-2828580- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
SEITE 6 FREIE TRIBÜNE NR. 10-11 Dar patriotische Gremzrutnmel. Brat ror kurzem haben wir es in Polen miterlebt: (Heien nach seinem Erwachen hat sich der poln sehe Imperialismus zur Aufgabe gemacht, die Grenzen Polensau erweitern. Er war unersättlich und hätte gern die ganze Welt in Besitz genommen: Oberschlesien, Teschen, ftromsk, die Zips, Wilna, Danzig und sogar Kiew einverleibte 3S sfoh. Seine Losung war: Wiedergewinnung des historischen Polens ron Meer zu Meer. Und die wahren, antisemitischen Soztairerräter, die P. P. S. opferten alles, was sie besaßen, und sogar, was ihnen schon lange verlorengegangea war (ihren guten Namen) aujf dem Altar der imperialistischen Begierden ihrer Bourgeoisie. „80 wie es sich christelt, so jüdelfc es sich." In der kleinen jüdischen "Welt nimmt diese Länderjagd etwas komische Formen an. Das jüdische Bürgertum ist noch nicht imperialistisch, sondern strebt nur nach einem inneren Absatzmarkt, der natürlich möglichst groß sein soll. Da est aber ein eigenes Gebiet, den Ausgangspunkt dieses Strebens, nicht besitzt, nimmt der Kampf um die Grenzen andere Formen an als bei den anderen Völkern. . Die polnische Bourgeoisie mobilisiert eine Armee Seddaten und erobert Länder, die jüdische Bourgeoisie mobilisiert eine Armee von Diplomaten und Wanderpredigorn und erobert die Wartezimmer der diplomatischen Salons. Die polnischen Sozialisten (P. P. S.) unterstützen ihre Bourgeoisie bei der Werbung eigener Truppen, unsere P. P. S., die hochaktiven r e c h t e n Pfftle-Zion „kämpfen" mit Interviews und Artikeln. —» Jeder wie er kann. ~ Untere „Bechten" wollen die Diktatur in der zionistischen Organisation ausüben und ihr Führer „genießt" das Glück, aus Weizmanni's höchst eiganom Munde zai hören, „er beginne das Vertrauen zumVolko KU reriieren8.. Genosse Ben-Zwi wieder vergießt Tränen über das Grenzabkomnren und schreibt weitläufige Artikel über die „bJsiorisohen Grenzen Erez-Israels" unter der einstigen Herrschaft unserer Altvordern. Die Sehnsucht nach den „historischen Grenzen" wiederholt sich eben überall. England und Prankreich raufen um das nördliche Gebiet Palästinas, zu welchem auch die vier jüdischen Siedlungen: Metullah, Kfar-Giladi, Tel-Chaj und Ohamarah gehören. Der schlaue englische Imperialismus benützt die zionistische Organisation als Helferin für seine imperialistischen Zwecke und diese fährt nach Frankreich, um ein Stückchen Baden eu erbetteln. Man raunt s ch geheimnisvoll zuj, daß in den hohen Kreisen der französischen Diplomatie Sokol«w zu verstehen gegeben wurde, daß Frankreich sofort bereit wäre, der zionistischen Organisation) den strittigen Bodan zu übergeben, wenn es sicher wüßte, daß sie ihn zu kolonisatorischen Zwecken benötige' aber es sei überzeugt, daß' die zionistische Organisation bloß der Strohmann seij. (wie z. B. ein Judo, der in den alten guten Zeiten in Bußhüttd Land kaufen wollte, einen " Christen als Käufer vorschieben mußte). So wäre es auch in Erez-Israel und dieshalb zögerten die Franzosen, uns den Hauraa und den Bfaoholan abzutreten. loh begreife sehr, daß das die ernste und wahrhafte Meinung Frankreichs ist; — ob es seine Meinung nicht ändern würde, wenn es sich wirklich darum handelte, den Juden, den Boden zu übergeben; — auch bin ich von der Wahrheit deser ganzen Geschichte nicht überzeugt; — Aber wann es auch eine Lüge ist, sie ist gut erfunden. Wenn es sich tatsächlich nur um den schmalen Paß zwisohen den Bergen Kanaan und Hermon handelte, den Paß, in welchem sich das Sumpfgebiet der Huleh itnd die jüdischen Siedlungen befinden, so, wäre es, man mag sich «um englischen Mandat wie immer stellen, sogar vom Arbeiterstandpunkt aus, viel günstiger, wenn ihn England okkupieren würde. Von zwei Uebeln muß man das kleinere wählen. Wenn dieser Paß in den Besitz Frankreichs käme, wären die hier meistenteils proletarischen jüdischen Siedlungen, die schon viel Blut und Schweiß jüdischer Arbeiter getrwjnken haben, kulturell und wirtschaftlich von der ganzen jüdischen. Arbeiterschaft losgetrennt Di» Widerwärtigkeiten, die die jüdischen Arbeiter eu nrdulden hatten, weil die. sogenannte englisch-iranzösisohe GVeaz© sie von ihren Brüdern in Erez-Israel trennte, stehen nach immer ror unseren: Augen. Tatsächlich befindet sich dieser Paß schon jetzt innerhalb' des von England besetzten Gebietes. Aber den Zionismen und unseren rechten Genossen genügt das nicht. Am Hermon befinden sich nämlich die Jordanquellen, welche im Bewässerwngsprojekt Ruthenberg eine große Rolle spielen. Nun muß ich zwar gestehen, daß ich kein FachjaaniJ bin — trotzdem kenne ich viele Beispiele von Flüssen, an deren Ufern mehrere Staaten liegen, ohne Ihr friodhoheß Einvernehmen dadurch im geringsten zu stören. Stellen wir uns z. B. den Trubel vor, der in Europa anhaben würde, wenn es einem der Donaureiche einfiele, die DocaauqueUen für sich zu beanspruchen. Und ebensowenig, wie in Huropa ein Staat den zweiten an der Ausnützung der Wasserkräfte stört, ebensowenig wird Frankreich die Pläne liurthenbergs durchkreuzen; im Gegenteil, es hat auch schon in dieser Beziehung seine Zusicherung gegeben. Bleiben also Hauran und Dscholan; wozu benötigen wir diese Teile des alten Palästina? Ich leugne nicht, bin im Gegenteil davon überzeugt, daß das Land mit der Erweiterung der Grenzen immer aufnahmsfähiger wird. Aber das ist Zukunftsmusik. Einstweilen aber hat die zionistische Organisation eine so, kolossale Ungeschicklichkeit im Kolonisieren entwickelt, daß mir das Gejammer Kaplanskys und Bon,-Zwis über den Verlust des Hauran und Dscholan völlig unbegreiflich ist. Drei Jahre befinden sich schon die Zionisten im Lande, halben hunderttausende von Piundön für Verwalter, neue hebräische Wörter und Polizeispitzel ausgegeben, aber keine einzige wirtschaftliche Position geschaffen- Sie bemühen sich mit allen Kräften, die Einwanderung aus der Welt zu schaffen — in ihrer Sprache ein „MißivierstäAdais" (siehe dien „Bericht der PalästüuloommissiO'T!; des Verbandes") aber sie, unsere rechten „Helden", verfangen Palästina „von Meer zu Meer", den Hauran und Dscholan — warum nicht auch Damaskus? Nun glaubt zwar die Bourgeoisie, daß der jetzige Status-quo ewig dauern wird und orientiert sich nach „Llorytd George". Darum auch wollen sie möglichst viel erraffen, um nach fünfzig bis hundert Jahren, wenn sie erst in Judäa, Samaria und Galiläa festen Fuß gefaßt haben, sich „ausdehnen* zu können. So denkt eben unsere Bourgeoisie. England wieder ist vergnügt: denn für morgen wird eben Gott sorgen, heute aber^ wollen ihm die gescheiten Juden helfen, neue Landstrecken, immer näher an Mesopotamien heran, erobern. Abler was Suchen die „rechten Poaie-Zion" in dieser Gesellschaft? Sie reden ja, scheint es, auch von Weltrevolution, von proletarischer 'Diktatur, sie sind sogar zur Konferenz der' 2</a Internationale nach Wien gefahren (— und das iit ja doch um etwas mehr als die zweite, um die Halbheit) d— warum haben sie sich mit solchem Ungestüm in diesen Heiligen Krieg um die Landesgrenzen geworfen. Sie sollten sich doch wenigstens darüber klar sein, daß die Jahre des Imperialismus gezählt sind, daß der Untergang der kapitalistischen Wtelt bevorsteht. .Noch warten Strecken Landes auf den Anbau; — wozu also der Kampf um die „historischen Grenzen" — wozu Haiiian und Dscholan? Mag die Teilung des Landes zwischen Frankreich und England wie immer ausfallen; — in dem Moment, da die Arbeiterschaft die Macht ergreift, wird der ganze Odten. zürn Kolonisatioiisgebiet für die europäische Räteregierung und dann haiben dip gestrigen Grenzen, für üas gar keine Bedeutung außer jenem kleinen Gebiet, dessen; Losreißung von Palästina schon jetzt den jüdischen Arbeitern an jenem Orte Schaden brächte. Davon müßten die rechten Poaie-Zion üuerzeugt sein, falls 6s ihnen mit ihren Worten, auch ernst wäre. Aber Worte und Ueberzeugungen sind zwei verschiedene Dinge. Eine alte Jüdin zog einst verstohlen linter dem Poister ein Kreuz hervor und küßte ed. ihr Enkel erwischte sie dabei. Da gab sie ihm folgende Erklärung: „Weißt du,mein Kind, ich bin alt." Woher weiß man? Vielleicht haben sie recht." Infolgedessen betet sie und küßt auch das Kreuz. Vielleicht behält doch Lloyd George Recht? Vielleicht ist die Aussicht auf die Diktatur bloß ein Bluff? Jedenfalls kann es nicht schaden, wenn wir den Hauran und Dscholan in der Tasche haben. Nicht wahr, Genosse Ben-Zwi?, A. ßchawski. Die „Partei" der Exportakademiker. Die Partei der blau-weißen Exporiakademiker, Sozialdemokratische Poaie-Zion genannt, hat es in der letzten üeit wiederholt versucht, in Wien und im Auslande den Eindruck zu erwecken, als wäre sie in Deutschösterreich die Partei des jüdischen Proletariats. Mit einer erstaunlichen Sophistik versuchte ihr Organ „Der Jüdische Arbeiter" nachzuweisen, daß wir, die kommunistischen Poaie-Zion nach der Spaltung eigentlich in die Minorität geraten sind. In getreuer Nächäffung ihres Heim und Meisters Fritz Adlers wollten sie dies insbesondere an Hand der Resultate der Arbeiterratswahlen anschaulich machen. Einen besonderen Beweis dafür, daß sie tatsächlich eine jüdische Arbeiterpartei sind und daß sowohl ihre Mitgliedschaft, als auch ihre Anhänger aus denselben proletarischen Elementen, wie die der kommunistischen Poaie-Zion bestehen, wollten sie durch folgende Gegenüberstellung erbringen : rechte Poaie-Zion wurden in den Arbeiterrat in folgenden Betrieben gewählt: in der jüdischen Kultusgemeinde, im jüdischen Nationalrat, im jüdischen Pädagogium, im jüdischen Kinderhort, im Joint Distribution Committee, in der Exportakademie, linke Poaie-Zion wurden' in den Arbeiterrat in folgenden .^Betrieben gewählt: in der jüdischen Arbeiterküche, im jüdischen Arbeiterkonsumverein, im jüdischen Arbeiter-Abendneim_ (gemeinsam mit dem Parteisekretariat), bei den Arbeitern und Kellnern der Wurstu. Selonwarenfabrik „Wienea", bei den Kellnern des Ausspeisebetriebes Anitta Müller, bei den Angestellten der sozialen H lfsgemeinschait Anitta Müller. . Wir konnten mit dieser Gegenüberstellung vollkommen zufrieden sein. Hat sie doch jedem Unbefangenen deutlich veranschaulicht, daß wir, die Poale-Zion-Kommunisten tatsächlich die Partei des jüdischen Proletariats, sie, die rechten Poaie-Zion aber ein Sammelsurium der zionistischen Beamtenschaft und der blau-weißen Exportakademiker darstellen. Zur besonderen Ergänzung wäre noch hervorzuheben, dau, während unsere Arbeiterrats-Fraktion tatsächlich aus jüdischen Proletariern und alten Parteigenossen zusammengesetzt ist, bei den rechten Poaie-Zion die überwiegende Mehrheit aus Leuten besteht, die mit der Arbeiterbfewegung niemals auch nur in Berührung gekommen, ja es sind so gar welche darunter (so z. B. der Vertreter des Nationalrates, der zweite Vertreter des Joints und der Delegierte der Palästina Transportgesellschaft^ die bis zu ihrer Wahl in den Arbeiterrat ausgesprocheneGogner der Arbeiterbewegung, ja, organisierte bürgerliche Zionisten waren. Nun sollten die rechten Poaie-Zion die Freude erleben, auf der Wiener Konferenz eine -— wonu auch nur bedingte, so doch „gleichberechtigte" Vertretung zu erhalten, nun sollton sie aber au»ch der Oeffentiiohkeit beweisen, daß sie eine Arbeiterpartei sind, und so beriefen sie „alle jüdischen Arbeiter und Arbeiterinnen zu der am 13. März um halb IG Uhr vormittags im Saale der „freien jüdischen Volksbühne" stattfindenden Versammlung zum Proteste gegen die Schandtaten des Imperialismus und zur Bekundung der proletarischen Solidarität. Redner; Kaplansky, Locker, Bubasehow." Dies sollte die mächtige internationale „Tat" der Antikommunislen sein. Richtig erschienen an die vierzig Leute. Wir könnten sie alle namentlich anführen. Sie hätten wahrscheinlich wunderschöne Reden gehalten und noch schönere Resolutionen im Namen des jüdischen Proletariats gefaßt. Aber ein Teil unserer Genossen), der schon seit langem neugiexig war, die rechten Poaie-Zion iu ihrer gesamten Parteistärke versammelt zu sehen, erschien und fühle den leeren. Saal. Die Rechten wußten nicht, ob sie dien freuen oder ärgern sollten. In sichtlicher Erregung versuchte Dr. Sternberg die Versammlung zu eröffnen. Als sien einer unserer Genossen vor Eingang in die Tagesordnung zur Geschäftsordnung meldete, stieg seine Verwirrung dermaßen, daß der gute Mann erklärte, es wäre eine Paitciversammlung, in der Fremde nichts zu reden hätten, auch nicht zur Geschäftsordnung. Unsere Genossen hielten dem ahnungslosen Vorsitzenden sein eigenes Parteiorgan mit der oben zitierten Einladung, ano alle jüdischen Arbeiter und Arbeiterinnen vor. Der Vorsitzende geriet nun völlig aus der Fassung und stammelte ... es sei eine „ölfentliche Parteiversammlung". Die Kunst der gewiegten Juristen) reichte jedoch nicht aus, unseren Genossen das jedem Versammlungsteilnehmer zustehende Recht, einjea Geschäftsordnungsantrag zu stellen, zu rauben. Im selben Maße als der Vorsitzende seine Pflicht verletzte und die Worterteilung verwei« gerte! stieg die Erregung in der Versammlung. Großer Lärm entstand als der erste Referent das Wort ergreifen wollte, ohne daß vorher die Geschäftsordnung beraten und beschlossen worden wäre. Da der Vorsitzende den von den Rechten so verherrlichten . parlamentarischen Weg nicht gehen wollte, stellte einer unserer Genossen den Antrag, Ginen Vorsitzenden zu wählen. Drei Viertel der Versammelten erhoben ihre Hände für diesen Antrag und so wind» unser Genosse Kandel zum Vorsitzenden gewählt. Vergebens bemühte dieser sich Gehör zu verschaffen. Die Rechten fühlten ihre Ohnmacht und tobten in unbändiger Wut. Genosse Kandel erklärte nun, daß er als ersten Referenten dem Gen. Kaplansky das Wort erteilen werde, er schlug |odoch vor, daß nach dessen Referat einem unserer Genossen die Möglichkeit geboten werde, zu opponieren; wir wollen lins in aller Ruhe und allen Ernstes mit den rechten Poaie-Zion darüber auseinandersetzen, ob' sie das Recht hatten, das jüdische Proletariat auf der Wiener Konferenz zu vertreten. Trotz des kräftigen Zugreifens unseres Genossen Kandel gelang es ihm nicht, sich in dem Lärm der Rechten Gehör zu verschaffen, die Rechten verachteten auch anscheinend unter diesen Umständen, einen Referenten -vi steilen. Sie kamen eben, gehört zu werden und nicht m hören. Nach kurzer heftiger Auseinandersetzung der beiden, Parteien erschien Polizei im Saale und die Versammlung ging auseinander. Wer die Polizei gerufen hatte, die Einberufer der Versammlung oder der Inhaber des Lokals konnte nicht festgestellt werden- Nun haben die Rechten es erfahren, wie es roi* ihrer Größe und Macht bei der jüdischen Arbeiterschaft bestellt ist. Ihre Versammlungen, die immer unter Ausschluß der Oeffentiiohkeit tagen, werden in ihren Preßorganen viel oesungen, in dem Momente aber, wenn die jüdischen Prolötarier Wiens* bei ihren Versammlungen erscheinen, da bleiben die Rechten in verschwindender, unbedeutender Minderheit, es sei denn, sie ließen die ganze blau-weiße Studentenschaft, die Jünglinge vom jüdischen Pädagogium und die Exportakademiker aufmarschieren- Die sonntägige Versammlung hat es, wenn überhaupt noch notwendig, abermals bewiesen, daß die einstige Partei des jüdischen Proletariats die jüdisch-kommunistisente Poale- Zion-Parlei ist MhfasQi\a\\st\tätiRtbiit2t4m, PoaleZion itiDitutsdrösterwidi Genossen! Vor fünfzig Jahren erhob sich das heldenmütige Pariser Proletariat zum Kampfe gegen Kapitalisten und Krautjunker, um auf den Trümmern der morschen und verfaulten Gesellschaftsordnung eine sozialistische Kommune aufzubauen. Das Andenken des heroischen Kampfes und. des tragischen Endes der Pariser Kommune wollen wir wachrufen. Heute in der schicksalschweren Stunde des entscheidenden Ringens zwischen Arbeit und. Kapital gilt es, unsere ruhmvollen Vorkämpfer zu ehren und aus ihren Erfahrungen zu lernen. Wir rufen Euch daher zu unseren Veranstaltungen zu Ehren der Pariser Kommune. Mittwoch, den 30. März, um 7 Uhr abends, findet im großen Saale des Hotel „Bayrischer Hof" eine unter Mitwirkung d. H. Staatsopernsänger Fritz Krenn, Oberregisseur Egon Brecher, der Genossen Beer Horowitz, Ignaz Kandel, des Jüdischen Arbeiterchores unter Leitung des Herrn Prof. Ulanovsky. w © t n A ~G 3 z V "k L Ü ä : Samstag, 26. März: Der Fall der Kommune. Samstag, 2. April: Kommune und Sowjet. Beginn haüto 8 Uhr abends. Inhaftierten-Fond. 1. Ausweis. Oesterreich:, Wien: Sammelbogen Nr. i (gesammelt durch Gen. Serpow): S. 11. u. A. D. a 1000 K; Serpow, D., J. Neiunaiin, Brüder Knoll K., a 500 K; Ehrmann 300 K, Bieiaezewsiü, Kandel, Geschwister Sigall, Schorr a 200 K; Hindler, Bosenblatt, Zabludowski a 100 K; K. Pell, E. Ladenheim, Gesund a 50 K. S. B. Nr. 7 (g e s. durch G 'a n. Zitron): Zitron, Haiperu, K. Goldberg, Knöbii, Kandel a 200 K; Weideubaum 150 K; Wachstein, M. Müller, A. Katz, Salz, B. Berger, S. Bibring, Friedinann, M. Wilhelm, Bosenberg, Ii. Gutstein! Marie Tomanek, Bursztyn, Korn a 100 K; Tepper, Borowski, Küthe Kaspar, Hartenstein, Stettner, Goldschmidt, Blum, Heftmann, Drucker a 50 K; Türkei, Meyer, Sperber, Scheuermann, Seüert, llubin a 40 K; Bosenzweig 30 K; Bosenfeid 20 K. S. B. Nr. 11 (g es. durch Gen. Zitron): B. Sehlamm 200 K; Guttmannt Keil, Sohwed, Breslei a 100 K; Perlmutter, Anker, Schubert, Fuchs, ßüßkind, Weisser, M. K., Niedzwiecki, Moschenberg Tschechowski, Kalischer a 50 K; M. 40 K; Fisohel Betheü 30 K. S. B. Nr. 26 (ges. durch Gen. Neuss): Schuhmaom Zuckermann, Neuß, Weißer Ehrlich, Silber - mann a 50 Kronen; Weiß, Giensberger, Oskar a 40 Kronen; Schermann, Hacker, Lerner, Distenfeld, N. Müller a 20 K; Freund 30 K; Sternüeb, Safi6r, 2i. N., Glaser, Tomaszow, N. N. a 10 K. B. B. K. 10.000 K. 1 < Gesammelt durch die Gen. Baschkewan u. Pais 800 K* . ij^y.i. . Jüd. Arb. Dramatische Sektion: Beineitrag von einer Veranstaltung 450 K. Schweiz. Durch das Sekretariat Poaie-Zion: Geni: Ortsgruppe Poaie-Zion: CO Schw. Frcs. ~ 6600 K. Biel; Ortsgruppe Poaie-Zion: 40, Schw. Frcs. — 4680 K. Tschecho-Slowakei: Gesammelt bei d\;r Parteiberatung unserer Bruderpartei 190 tschech. Kronen ~ 1900 K. Preß bürg: Gesammelt durch die Gen, W. u. ü. 900 K. Gesamtsumme 36.400 K. Herausgeber und verantwortlicher Bedakteur: Bubin Glüoksmann. „Adrla", Drv<£- und Verlagsgesellschaft m. b. H., Wien, IL, Taborstraße i>l B.