Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- 4 (29.1.1921)
- Date
- 1921-01-29
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
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SÄTE 4 ERP.IF TRIBÜNE NR. 4 Munitionsfabriken. Die Exploitation der Naphthagruben und •Bergwerke wird von fremdem, ineist französischem und amerikanischen! Kapital betrieben. In Bälde soll auch das gesamt« Eisenbahn- und Verkehrswesen an holländische Gesellschaften verpachtet werden. Auf diesem wüsten Trümmerhaufen der polnischen Wirtschaft fe;ert der Militarismus der Pans seine wildesten Orgien. Marschall Pilsudski fährt nach Paris, um die ,,U:i~ «biiängSgkeit" Polens und dessen.nahe Verwandtschaft zum französischen Imperialismus zu feiern. Es wird größenwahnsinnige „Außenpolitik'' getrieoen, während sich über das Land die Streikbewegung der dem Hunger und der Kälte ausgesetzten Massen ergießt und die von wilden nationalen Kämpfen begleiteten Separationsbewegungen der Bestandteile des Reiches schon dahin gelangt sind, daß in Posen z. B. eine' Versammlung veranstaltet wird, um „gegen das drohende Pogrom auf polnische Patrioten zu protestieren". Die P. P. S. (Polnische sozialdemokratische Partei), die bis nun jdie Regierung unterstützt hat, zum Zwecke der .»Vaterlandsverteidigung" nationale Einigkeit gepredigt und die KlassenInteressen ihrer Arbeiter tapfer verraten hat, muß nun endlich den Bankrott ihrer Politik eingestehen umd läßt ihren Genossen Daszynski das Mnndat des Ministervize- Präsidenten niederlegen, „da ja das Vaterland von der bol- | schewistischen Gefahr frei sei". \ * Die gärende Unzufriedenheit im Lande wächst': von Tag zu Tag. Auch d/ie national gesinnte Intelligenz, die - durch das Phantom der politischen Unabhängigkeit Polens Tange Zeit geblendet war und in ihrem chauvinistischen Treiben von der Großbourgeoisie und dem Adel als Werkzeug mißbraucht wurde, erkennt, langsam, daß ihr gefährlichster Feind — der Entsntekapitalismus sei, der den nationalen Besitz langsam aber sicher aufsaugt und erdrosselt. Die von den Sozialpatrioten irregeleitete Arbeiterschaft und das hungernde Kleinbürgertum spüren am eigenen Leibe, daß alle „Reformen" und Zusagen der Regierung keine Erleichterung bringen. Das Proletariat beginnt zu verstehen, daß die Ueberwindung der kapitalistischen Krise nur im Anschluß an die Weltrevolution liegt. Die russische Friedensdelegation gegen Polens Antisemitismus, Aus Riga wird gemeldet; In den Besprechungen über di« redaktionelle Formulierung des Paragraphen des russisch-polnischen Friedensvertrages über die Rechte der nationalen Minderheiten, lehnten die Polen in kategorischer Form ab, die Juden ju das Verzeichnis dieser Kategorien aufzunehmen, Während sie bereit waren, die Weißrussen als nationale Minderheit anzuerkennen. Sie behaupteten, daß Üaut Zusatz zum Friedensvertrag zu Versailles die Juden in Polen Begünstigungsreehte genießen. So enthält u. a. dieser Paragraph das Verbot, Wahlen an Samstager. zu Vollziehen. Öbzwar die Redaktionskommission in ihren Sitzungen: kein Protokoll führt, ließ es die russisch-ukraiuiische Delegation doch nicht fehlen, von der Tatsache der hartnäckigen und entschiedenen Weigerung seitens der polnischen Delegation, die Juden in das gesamte'Verzeichnis der natio- 'nalen Minderheiten einzutragen, besonders Vermerk zu nehmten, („Rosta", Wien.) Polen gegen den Schutz der nationalen Minderheiten. Djfe polnisch-russische Konferenz begann die Untersuchung des Uebereiinkommens bezüglich der Garantie für die nationalen Minoritäten beider Länder im Präliminarfrieden. Die rassisch-ukrainisch? Delegation hat vom polnischen Projekt festgelegt, daß es nicht ein Projekt bezüglich der politischen kulturellen Garantien für den Schutz der Minoritäten sei1, sondern ein Schema für die. Unverletzlichkeit der Kirchen, Schulen und Wohilfahrtsejnrichtungen. Die souveränen Rechte der Minoritäten werden dabei vollständig ignoriert. Im polnischen Projekt werden Polen, Russen und Ukrainer erwähnt, aber der Juden wird keine Erwähnung getan1, die im Sinne des Vori'riedens Polen werden. Aus diesem Grunde hat die russisch-ukrainische Delegation Gegenprojekte ausgearbeitet, in denen statt der seichten Reden von den souveränen Rechten der Minoritäten bezüglich Kultur und Kirche die Bedingungen zur Unterstützung der Schulen und: kulturellen Institutionen der Minoritäten festgesetzt werden, die ihnen von beiden Seiten gewährt weiden sollen. Die russisCh-ukraimische Delegation hat die Juden als Minoritäten anerkannt. Von polnischer Seite wurde im allgemeinen das Verlangen, die Frage bezüglich der Garantien für die souveränen Rechte der Minderheiten und spezieil der Juden, zu behandeln, zurück gewiesen. („Rosta", Wien.) AUS DER BEWEGUNG. Ostgalizien. Die zweite Parteikonferenz, die vor kurzer Zeit hier stattfand, h'at -unseren Rechten wieder um Gelegenheit gegeben, ihre diplomatischen Künste vollauf spielen zu lassen. Bekanntlich hat die ostgalizisöhe Delegation, die sicherlich einen der bestorganisierten und geschlossensten Teil unserer Bewegung vertritt, auf der Weltkonferenz sich für das linke V. B. ententschieden, da sie sich dem Exodus der Rechten nicht ansdhloB. Ihr rechtsorientierter Teil, vertreten durch den Gen. Reis, harte hiebei „die Farbe der Entschließung" nicht gefunden und stellte sich von Beginn ab auf den Standpunkt der „ wohl wollenden" Neutralität. Wie sich freilich dieses Wohlwollen in . der Folge entwickelte, wie sich diese Neutralität auswirkte und schließlich doch Farbe bekannte, lehrt der Verlauf der Konferenz: Die Zusammensetzung der Konferenz ergab für die „Linken" 17 Mandate, für die Neutralisten — 16, für die Rechten 8 Mandate. Die dreitägigen Verhandlungen hatten bloß einen Punkt zum Gegenstand: Die Spaltung in unserer Bewegung". Unsere Genossen hatten eine Resolution eingebracht, die sich in der Hauptsache auf die Uebereinstimmung der von der Partei bis zur Weltkonferenz befolgten Taktik und den ihr zugrunde liegenden Programmprinzipieii mit den Gnnidthesen des Linken V. B. als der Repräsentantin der revolutionären poale-zionistischen Bewegung bezog. Si? betonte auch insbesondere den „fait accompli", der durch das Verbleiben der Delegation hei unserer Weltkonferenz geschaffen worden war. Die Spaltung wird als die notwendig cFoIgc der gegensätzlichen, grundlegenden Auffassung des Poaic- Zionismus betont. Es ist selbstverständlich, daß auch diese juristischen Argumentationen auf die Neutralisten'' nur geringe Wirkung ausübten und keinen einzigen Fail der ,.Bekehrung" erzielen konnten. So erhielt die Resolution der Linken nur 17 Stimmen, wogegen die ,,der Neutralität" mit den vereinigten Stimmen der Neutralisten und Rechten zum Beschlüsse erhoben wurde. Der neue Parteivorstand setzt sich nun aus 3 Linken, 3 Neutralisten und 1 Rechten zusammen. Auch unsere Genossen fraben die Einheit der Partei ais höchstes Gesetz" betrachtet und sind in ihr verblichen. Ueber die Richtigkeit der von ihnen befolgten Taktik werden wir noch zu urteilen Ge- |legenheit finden.;i Polen. Die Tätigkeit unserer polnischen Partei ist sehr intensiv, Unsere Genossen gaben ein wöchentliche-; Organ A.Unser Leben" haraus, das jedoch seh an bei der zweiten Nummer „wegen der staatsfeindlichen Tendenz" konfisziert wurde. Der Parfeiverlaci wurde neuerdings eröffnet und gab Lenins Broschüre in indischer Uenersetzung heraus. Das Z.K. arbeitet m der Gründung eines Arbeiteremigrationskonaresses in Polen. Die Mimerarneit. der Rechten endigte überall mit einem großen Fiasko. Bloß in Westgalizien gelang es Schipper, emige Leute um sich zu sammeln, die ehemals Genossen waren. Die wenigen Genossen, die an Schippers westgaliz!- sther Köpenikiade teilgenommen hatten, wurden van dem Krakauer Komiiec aus der Partei ausgeschlossen. AHweltlfcher jüdischer Arbeiterkongreß. Das V. B. hat die Vorbereitung eines allwcltlichen jüdischen Arbeiterkoogresses übernommen. Demnächst erscheinen besondere Aufrufe an alle Landesparteien zwecks Aufklärung dar irischen Arbeiterschaft über die Notwendigkeit und Bedeut-ino nuer allweltlichen jüdischen Arbeiterkonfereuz. Das V. B. hat «uch bei den Unterhandlungen mit anderen jüdischen Arbeiterparteien die .Initiative er - griffen.; Deutschland, Äuf Noskes Pfaden. (Briief aus Breslau.) Die Berl-ner Neutralitätserklärung unseres letzten Parteitages, zu der unsere Breslaucr Delegierten, trotz der bindenden Beschlüsse, die sie zur Stimmenabgabe für den linken Verband verpflichteten; ihr Scherflein beitrugen;, hat bei uns letztens ihre Früchte gezeitigt. Als sie nach Hause zurückkehrten, bemühten s;e "sich, eine nachträgliche Sanl-Tonierung ihres DiszipÜnbiuches zu erwirken. Zu der Parteiversaminlmig, die sich mit dieser Frage beschäftigen sollte, wurde Chazanovitsch in höchsteigener Person ,.be- "ogen'', um für das deutsche Z-K. zu plaidieren. Da jedoch die Rechten trotz der fieberhaften Propaganda auf keine Mehrheit rechnen konnten, setzten sie bei der Versammlung den Beschluß einer ..Urabstimmung" durch. Eine Kontrollkommission wurde mit großem Geldautwonde ins Leben geuifen, die sich zwei Tage lang der Identifizierung der ,.legitimen" Mitglieder widmet?. Solche wurden auch in Autos herbe'geschafft, um dann unter Patronanz eines beeidetem Notars ihre Wahlrechte auszuüben. Unsere Genossen durften selbstverständlich keinen Einblick in d;e aufliegenden Wahrsten tun. Nachdem nun die Walilkomödie mit solchen; Pomp :ns-.en:ert wurde, blieb auch der erwünschte Erfolg nicht :uis: die Rechten bekamen 53 Stimmen, wir bloß 27. Der neu gewühlte Vorstand legte sich nun nach preußischer Feldwebelman'er ins Zeug. Es wurde uns bündig erklärt: „Wer d'e Resolution des Z.-K. nicht unterschreibt."" werde aus der Partei herausgeschmissen.'' Diese Resolution Iordert bekanntlich den sofortigen Abbruch der Beziehungen zum linken V. B. im krassen Widerspruch zu den Beschlüssen des Berliner Parteitages. Auch sollten wir uns vernfliehten, keine Agitation gegen das Z.-K. zu treiben. Da wir darauf nicht eingingen, drohten unsere Führer ins mit dem. schärfsten Repressalien Es besteht für uns kein Zweifel, daß die Breslauer Bönzehen nach den strikten Weisungen der Berliner Zentrale gehandelt haben. " Wie die Rechten ihre Repressalien in die Tat umgesetzt haben, gibt uns Kenntnis der uns zukommende Protest der Berliner Ortsgruppe, „Wie man uns aus Breslau berichtet, veranstalteten dort die Rechte eine regelrechte Noskehetze auf die Genossen, die dem linken Weltverbande angeschlossen sind. Ais Montag, den US. Jänner, unsere.Genossen in die jüdische Arbciterküche. die eine unparteiische Institution ist, sich begeben wollten, wurden sie von drei fremden Subjekten, die eigens zu diesem Zwecke bestellt wurden, am Eintritte gehindert. Als sie zu protestieren versuchten, wurden sie von den Rechten mit Gummiknüppeln, die, wie sich später herausstellte, eigens auf Parteikosten dazu erworben wurden, blutig geschlagen. Am nächsten Tage wollten die üblen Schergen der Rechten ihr Handwerk 'fortsetzen, doch hatte die verständige Polizei ihrem Treiben ein Ende gesetzt. Gegen diesen schändlichen Ueberfall auf unsere Genossen erhebt die Berliner Partei schärtsten Protest. Sie gibt ihren Gefühlen der tiefsten Empörung gegen diejenigen Ausdruck, weiche nach den bekannten Orgeschmethoden sich ihrer politischen Gegner entledigen wollen. Sie findet in dem Bravourstückchen der Rechten eine Bestätigung ihrer Ueberzeugung, daß diese eigenartigen Agitations- und Werbemittel des ,,neutralen" Z.-K- Deutschlands der beste Beweis sei für den ideologischen Bankrott aller Rechten, die unter der Maske der Neutralität mit Gummiknüppeln der „Idee" zum Siege verhelfen wollen." Samstag, den 29. d. M„ und Mittwoch, 2. Februar: Parteiversammlunsen TAGESORDNUNG: Fortsetzung und Diskussion des Berichts über unsere Vertretung auf dem II. Kongreß der III." Internationale. f^itimarion mitbringen, SOnst kein Einlaß! Berlin, den 24. jänner. die jüdischen Arbeiter vogelfrei? Die Ausweisungspraktiken der Behörden, von denen hauptsächlich jüdische Proletarier betroffen werden, und dia Drangsale, welchen sie ausgesetzt sind, vor der gesamte" proletarischen Öffentlichkeit aufzuzeigen, erachtet unsere Partei als ihre vornehmste Pflicht. Es ist leider Tatsache, daß wir viel zu schwach sind, um qegen die bürgerliche A\aftia, weiche das Leben des jüdischen Arbeiters in Wien erschwert, erfolgreich anzukämpfen. Die Schwierigkeit ist um so größer, als die stärkste Arbeiterpartei, "die Sozialdemokratie, den reaktionären Arbeiter feinden die Mauer macht. Der neueste Bundesgenosse der Orel und Konsorten, der Sozialdemokrat Herr Dr. Danneberg, eröffnet ein brillantes Feuerwerk prickelnden Hohnes gegen die christlichsoziale Regierung, weil sie in der Internierungs- und Ausweisungstrage der Ostjuden allzu gefinde vorgehe. Herr Dr. Danneberg gehört jener Spielart der aus dem jüdischen Bürgertum hervorgegangenen Sozialdemokraten an, welche sich in Beschimpfungen und Feindseligkeiten ihrer eigenen Volksgenossen nicht' genugtun können. Daß die Arbeiterzeitung über Herrn Dr. Danneberg in maßloses Entzücken gerät und seinem genialen Versuch, ostjüdische Mauerbrecher gegen die Christlichsozialen zu verwenden, vollen Beifall zollt kann uns bei dem bekamt judäo-antisem'itischen Charakter des Blattes nicht wundernehmen. Das unsagbar Traurige an der Sache ist, daß unschuldige jüdische Proletarier für die Exzesse dieser „führenden Sozialdemokraten" büßen müssen, da die christlichsozialen Regierungsmänner ihren guten Auswcisumigswillen nur an wehrlosen ortsfremden Arbeitern erproben. Gegen diese Machenschatten der vereinigten Reaktion berief unsere Partei auf den 22. Jänner in den Froß-Büssing-Saa! im XX. Bezirk eine Massenversammlung ein, in weicher unsere Redner, die Genossen Glücksmann und Kandol, (ferner Tür die kommunistische Partei Gen. Pfeffer und Gen. Rath für die sozialistische „Linke" das Vorgehen der Behörden und der Sozialdemokratie gebührend geißelten. Folgende Resolution gelangte einstimmig zur An - nähme : Die am 22. Jänner 1921 von der J. s! A. P. Poale-Zion im Froß-Büssing-Saalc, XX., Wallensteinstraße, e'-noerufena Versammlung drückt ihre Entrüstung über den Versuch der vereinigten Reaktion aus, den hier lebenden und werktätig schaffenden Proletariern den Aroeitsptatz zu rauben. Sie erhebt 'besonders Protest dagegen, daß die Sozialdemokraten in Landtag, Nationalversammlung und Bundesrat in die Hetze der Bourgeoisie und des reaktionären.Kleinbürgertums gegen schutzlose, ortsfremde Proletarier mit einstimmen und durch offenen und versteckten Druck auf das ßundesmiuisterium für Inneres die Abweisung von Op - fionen jüdischer Protetarier und ihre Abschiebung in Internierungslager bewirken woilen.' Sie appelliert an die internationale Solidarität der Arbeiterschaft Wiens und an' deren Vertreter, den Arbeiter - rat, zur gemeinsamen Abwehr des reaktionären Vorstoßes. 37. PressefondsausweiSi Gen. Gerber gratuliert dem Gen. Friedenbach zu seiner Verlobung 100.— , Gen. R. Glücksmann 120.—, Genosse S. Haipein gesammelt 416.—, Gen.-Rachela Rosenkranz32.— „ Gen Melzer 5.—, Gen. E. Kremsdorf und Salomen GiteJ au! ' ihrer Vermählung 50.<—, Gen. Zitron gesammelt auf dem literarischen Abend am 16. Jänner 424.—, Gen. E. M. 10—, zusammen 1157>~, bisher ausgewiesen 17.328, insgesamt 18.485. Vortragskalender. Dienstag, den 1. Februar: Kandel: Strategie der W e! t r e v o I u t i o n. Samstag, den 5. Februar; Serpow: „Rechts oder links." Allgemeine jüdische Arbeiterbibliothek. Eine große Zahl neuer wertvollster Buch- A u s g a b e n i s t a u s Warscha u und A m e r i k ae e l n<~ gelaugt und werden in kurzem verliehen werde:. Damit aber unsere Bibliothek den Nutzen bringe, den > r von ihr erwarten muß endlich ihr alter Bücherbestand vc'1 wiederhergestellt werden. Wir fordern deshalb alle Mitglieder auf, sämtliche entliehenen Bücher noch in dieser W o c h e z u r ü c k z u s t e 11 e n. Bibliothekstunden; täglich von 8—9 Uhr abends. Konsumgeflossenschaft für jüd. Arbeiter und Angesiel! e» rfeg. Gen. m. It., II., Taborstr. W (Eing. Blumaue?^). ______Telephon 11-1-89.__________________.....___________....... In der Woche vom 31. Jänner bis 6. Februar 1920 werden folgende Waren an unsere Mitglieder abgegeben: Ein halbes'Kilo A\ehl, Oet, Pihmzanfett, Reis\Marmelatle. Kunsthonig offen und in Paketen, Hülsenfrüchte, Käse, Heringe, Kiprler, Dörrpflaumen, Kanditen, Kakao, «Schokolade, Bohnenkaffee, Tee, Gewürze, Fem- und Blanksalz. Soda, Seifen, Zünder, Slibowitz, Likör, Kognak usw. — Ferner: Herren- und, Frauenschuhe, Strümpfe, Socken, Sweater, Jakken und Kälteschutzmittel jeglicher Art. Mitglieder, welche die Rayonnierungsabschnitte noch nicht abgegeben haben, werden ersucht, dies schleimigst, zu tun, damit sie die Wochenzuußen nicht verlieren. Gez.: Sekretär. »•ransfefer uarf rwantw«rtlickej- Redakteur: Rubin G 1 ü k s m a n n. „Adria", Druck- und Vwiagsgeseüschaft m. b. H., Wion, II.. Taboratvaße :>l V,.