Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 46-47 (30.12.1920)
- Date
- 1920-12-30
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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SEITE 6 l-REIE TRIBÜNE NR. nu i/ Das einzige Land, das d^n jüdischen Wandeiem y o - J i t i s <■ h offen, steht, ist P a i a s t i n a. Die Einwanderung jüdischer Arbeiter nach Palästina .sieigt von Tag zi\ Tag. trotz aller Schwierigkeiten, denen die jüdischen Wanderer zu überwinden haben. Die Kolonisation, landwirtschaftliche und industrielle, steht also auf <l<>r Tagesordnung der jüdischen P o! i t i k. 'Ist aber Palästina auch ökonomisch den jüdischen Arbeitenuasst-n oben;' »Sind auch Arbeitsuioglicukeiten für die einwandernden jüdischen Arbeitermas^eu vor- Iiaudon . l.ier bürgerliche Zionismus, der sich bis jetzt in Palästina breit geniaehl hat. hat sieh als unfähig erwiesen, das Land zu produktiver Kolonisation vor/.nbereüun. •Seine Klasseniu("iessen und seine telafessenpsyehologje steht in Widerspruch y.u den 1 iiieiv.-u.-u einer jüdischen Arbeiterkolonisalion. . Sie haben ein System der Kxj/I"iDemoralisation und des (Je.schii homachens aufgericutei. da> sie mit. /hebräischeu Schulen und allerlei zionistischen Klimbim auipubx'n. Die jiklische Bourgeoisie als Bäuerin und Uründerin eines neuen produktiven jüdischen -Üscnub hat v o 1 1 s t ä nd i g 1) a u k e r ottiert. Die Unfähigkeit der jüdischen Bourgeoisie hat sich besonders deutlich in den letzten Jahren; def englischen .,Deklaration" und des „Mandates" manifestiert. Zwei Jahre hohler Parade, diplomatischer Geheimnistuerei und Erlösuugspathos, aber keine einzige ökonomische Eroberung, kein einziger greifbarer kolonisatorischer Erfolg. Ihr ganzer Apparat ist auf die hohe llegicrutigsnolu.k eingestellt, sie liegen vor den. Füßen, der hohen Persönlichkeiten in Paris und London, während das Land brach liegt und incht einmal der Versuch gemacht -wird, für die neuunkommendeu jüdischen. Arbeiter Arbeit /Hi schaffen. Um sich vor dem 'Verhungern zu retten, sind sie gezwungen, die Notstandsarbeilen der englischen Uogierung zu verrichten. Die ..Kwtr/otlrsind infolge des Geldmangels dem Untergang geweiht. In <ier Periode des Unterganges der W'eltbourgeoi.sio ist die jüdische doppolt unfähig, die Einwanderung nach Palästina zu organisieren und dm Grundlagen eines freien, produktiven jüdischen Jischub zu schaffen. Diese grandiose Aufgabe liegt mit ihre r g a nztiu Sc h w e r e auf d e u Schulte r n d e r i ü d i s o h e n Arbeit o r k 1 u,s s e. Die jüdischen Arbeiter müssen nicht nur diu direkten Erbauer und Schöpfer der neuen sozialistischen Produktion im Lande, sondern auch die organisierende Kraft und Leite]' der Einwanderung und der Vorbereitungsarbeiten ^ein. Solange noch in der Welt die kapitalistische Ordnung herrscht, solange noch zur Organisierung der Kolonh'.ntio-n große Geldsununeii erforderlich sind, müssen diese Summen einzig und allein durch die tüdische Arbeite rschait aufgebracht werden. Mau muß nur den Weg zu den breiten jüdischen Massen finden, sie; müssen die großen Schöpferaufgaben der jüdischen Arbeitorkolonisaüon verstehen lernen, um diese Summen aufzubringen. Die Arbeiterinstitutionen in: Palästina müssen gonu - gende Geldmittel erhalten, um die notwendigen produktiven Arbeiten leisten zu können, die nicht eine Zufluchtsstätte du3 „nationalen ewigen Geistes"» einen Tempel für jüdische Ausbeuter und Spekulanten, sondern ein Heim der Arbeit und des Glückes für die arbeitenden jüdischen Ma.sseji 7.11 schaffen. . Genossen! Benützet die kommenden Tage der Sammlung für den Palastina-Arbeiterfonds zur Aufklärung dos jüdischen Arbeiters: Daß nur er allein berufen ist, das Problem der sozialistischen, jüdischen Kolonisation zu lösen, daß nur die jüdische Arbeiterklasse geschichtlich berufen ist, das Schicksal des ganzen jüdischen Volkes zu schmieden. vRiiIt die jüdische Arbeiterschaft zur Sammlung für diu jüdische Arbedterkolnisation in Palästina aui! Sammelt für den Paliislina-Arbcitcrtoud! Verbaudsbureuu den all weltliehen jüdisch-soziulisiiscUen Arbeiterverbandes Poalc-Zion. ' Palästina. Unser V erbandsbüro an erkennt die S. A. P. als unsere Landespartei Palästinas. Im Sinne des .Beschlusses der V. WcltkonEoienz hat das 'Vorbaiiu'sburoaii sofort nach der > Weltkont'ereir/ eine bu- Tollmächtigto Delegation nach Palästina geschickt, welche die Verhältuisso an Ort und Stelle studieren und sich mit Genossen der S. A. P. P;dästinas (Poale Zion), den linken Genossen der „Adulatflv'lIaawoda'h" und den poale-v.ioni- .nisoheu Genossen, welche außerhall) der beiden Parteien «tehon, über die Konstituierung' der Poaie-Zion-PurteL Pu.1 lästinas, die unserem Verbände angeschlossen ist, verstandigen sollte. Die Delegation, Avelche Anfang Oktobor abgereist ist, und aus drei Genossen bestand: Benjamin, Gorsehun und Sehnjur, hat vom Y. B. die Instruktion erhalten, im Einverständnis mit den dortigen poalc-zionistischen, Elementen, die passendsten Formen der Parteiarbeit im Lande festzustellen und dem V. B. sofort seinen Bericht über die Lage in Palästina einzusenden, damit das V. B. in der. kürzesten Zeit in. der Lage ist, sich über diese Frage ein klares Bild zu machen. Es soll in kürzester 'Zeit mit der unnormalen« Erscheinung aufgeräumt werden, daß das V. ,B. an seine Arbeiten herantreten müßte, ohne sich auf eine 'Lttudespartäi in Palästina zu stützen. Noch bevor die Delegation in Palästina eintraf, tagte in Ilaila die II. Konferenz der S. A. P. Poa e Zion. Ueber die Zusammensetzung der Konferenz und die auf derselben gefaßten Beschlüsse haben wir bereits in der vorigen'Nummer der „Fr. Tr." berichtet. Zur selben Zeit, als der Länlerungsproze!.) in der S. A. P. (Poale Zion) zur Tatsache geworden war und diese Partei ein klar umschriebenes poale-zionistisches Programm annahm,, dais seinen besten Ausdruck in den Beschlüssen der f L. Konferenz gefunden hat, wurde in Palästina unter der Führung einiger alter poale-zionistischer Genossen oine Initiativgruppe der Poale Zion in Palästina gesehaium- Als ihre lluiiptprinzipicn hat diese Gruppe folgende Punkte formuliert: / 1. Anerkennung der Plattform der III. Internationale und Anschluß an dieselbe als autonomer Wcltverbanrl der jüdischen Arbeiter. 2. Keine Teilnahme am Zhuüstunkongref,;. 3. Aktive Arbeit in Palästina zum Aufbau eines indischen-sozialistischen Zentrums. 4. Streben nach Zusammenfassung aller poale-zionistischen Kräfte der Galuth für die gemeinsamo Arbeit in Palästina.. 5. Schaffungeines arabischen Bunde« aller Arbeiter in Palästina, der alle gewerkschafilielu-n und genossenschafttichen Organisationen umfassen soll. Di? Meldung über die iviuvstimierung an dr.s \ . V,., weich«? von den Gen. Be.rut/.ki und Kphrossi gezeichnet 1-1 weist darauf hin, daß ihre Prinzipien vollkommen nut der Plattform des WfItvcrbandes übereinstimmt, wie sie aal der Fünften Weltkonferenz formuliert .. wurde. Die Korn; der Initiativgruppe ist eine vorläufige und zurzeit des Ai beiterkougresses (der am t:i. November stattiiuden -oi.i v soll auf einer Konlerenz der Genossen, die zur Initiativgruppe gehören, beschlossen werden, ob sie sieh der S. A. P. Poalu Zion anschließen oder eine neue Partei g.-iutd-'-n sollen. Das Ziel ist jedoch die Vereinigung ailer po.ue-i.iun. Genossen und darum weiden sich die Genossen alle Mühe geben, es zu keiner Zersplitterung .kommen zu lassen, Cu\ aber diese Vereinigung niehi zu erschweren, schlägt die Initiativgruppe dem V. B. vor, "vorläufig weder die S. A. P. bis zum. Arboiterkongreß, hoch die Initiativgruppe anzuerkennen, da bis dahin die Lage und die Moglnideellen der Schaffung einer einheitlichen Partei geklärt sein illiiben. Der Bericht unserer Delegation. In ihrem Bericht an das V. B. teilt die Oeiega'.ine mit, daß sich die Lage seit der V." WTeltkonferenz geändert hat. Die immer wachsende Em.gration und die Aibeit->- losigkeit, welche eine Folge der organisatorischen, wiit - schahlichen Unfähigkeit der bürgerlichen Zionisten ist, einerseits, andererseits die Wirkung der V. Weltkonfereivi haben dazu beigetragen,-eine Klärung' und richtige Orientierung in wichtigen,, prinzipiellen Fragen zu zeitigen, die von der Achduth Haawodah systematisch' und geflissentlich verwirrt wurden. Der Bericht weist eingangs auf die allgemeine Lage der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina hin. Die Achduth liaawodah hat an _ Popularität eingebüßt, weil ihr Orgauisationsprinzip, die einheitliche, politisch-gewerkschalt - lich-genostjenschaftliche Partei den Verhältnissen des Landes nicht entspricht. Die wirtschaftlichen, kolonisatorischen Aufgaben des jüdischen Arbeiters im Lande und sein Existenzkampf machen eine einheitliche, profossionell-kooperativo Organisation zur unbedingten Notwendigkeit, während eine einheitliche politische Partei heute unmöglich ist. So hat beispielsweise eine Chaluzzimkouferenz, auf der mehr als 1000 neuangekommenc jüdische Arbeiter vv:ttoten, waren, einstimmig eine Entschließung angenommen, die eine zwischeup a r t e i i s 0 Ii e Vereinigung alle r paiasuuonsi - sehen Arbeiter fordert. Diese Frage wird auf dem Avbei - terkongreß behandelt werden und ihre positive Lö.;uug würdje den Zerfall der Achduth liaawodah bedeuten. Die Delegation, hat .sich gleich nach ihrer Ankunft mit den Genossen der S. A- P. und der Initiativgruppe in Verbindung gesetzt. Innerhalb der S. A. P. ist in der letzten Zeit eine Aenderung in ihrer Stellung zum Palästinapro Wem eingetreten, da der Zustrom neuer Elemente aus Polen und der Ukraine die Partei der ausschließlichen Einwirkung der Intellektuellen entzogen, hat und ihr einen icin poalezionistischen. Charakter gegeben hat. Dies hat sieh am deutlichsten in. den Beschlüssen der II. Konferenz der S. A. P. dokumentiert. Die Partei hat sich in. den, letzten Monaten auch zahlenmäßig entwickelt und gewinnt, dank ihi-cr revolutionären, sozialistischen; Arbeit, immer gräßere Sympathien bei der jüdischen, Arbeiterschaft. Die Partei ist sowohl ihren Prinzipien, als auch ihrem Milgliederst.md nach eine poalezionistische, ergo auch die einzige sov.ia - listische Partei Palästinas. Die Initiativgruppe, welche den Zweck verfolgt, die alte poalezionistische Partei Palästinas wieder ins Leben zu rufen, hat bei den ersten Unterhandhuagen mit der -Delegation erklärt, daß sie nun nach den Beschlüssen der 11. j Konferenz der S, A. P. nicht mehr an der Gründung chier neuen Partei festhalten. Zur Vereinigung mit der S. A. P. stellen sie drei organisationeile Bedingungen: 1. Aenderung des Namens auf Jüdisch - sozialistische Arbeite.r-Paitei Poale - Zion in Palästina. 2. Eine Vertretung im Z. K. 3.) Anweisung an das V. B., vor der Vereinigung die Partei'nicht anzuerkennen. Die letzte Bedingung hat die Gruppe mit gewissen taktischen Belangen motiviert, die mit der Fortsetzung ihrer inneren, organisatorischen Arbeit zu sammeuhängen. Die ersten zwei Bedingungen hat die Delegation zur Weiterleitung an das Z. K. der S. a. O. zur Kenntnis genommen, während sie sich bezüglich' der dritten auf den Standpunkt gestellt hat, daß „die Anerkennung der o. A. P. im jetzigen Moment, da sie den Erwartungen der poalezionistischen; Welt entsprochen hat, und da die Weltbewegung und die palästinische Partei vor wichtigen Aufgaben stehen und die Partei immer größeren. Einfluß gewinnt, eine unbedingte Notwendigkeit ist." Auf Grund clor geschilderten Tatsachen und der fortgesetzten, erfolgversprechenden Verhandlungen; zwischen der S. A. P. und der Initiativgruppe, hat die Delegation einstimmig beschlossen, dem Verbandsbüro die sofortige A u 0 r k e u 11 11 11 g d e r S- A. P. (P o nie- Z i o u) x 1 s L a 11 d e s p a r t e i P a 1 ä s 11 n a vorzuschlagen- Im Sinne dieses Antrages beschließt das V.-Bi.r die S. Pi. P. als unsere Landespartei anziierkeiHiein und sie aufzufordern, ihren Vertreter ins V.-B. zu nominieren. Der ArbeiterkongreÄ. Wüc ernst die S. A. P. Aufgaben und Ziele des Landes- Kongresses der palästinensischen Arbeiterschaft auffaßt, soll folgende programmatische Deklaration bezeugen; Genossen und Genossinnen! Von Tag zu Tag wird die Lage der Arbeiterschaft im Lande schwieriger. Mit jedem neu angekommene!! Schiff, mit jedem neuen Emigrantentransport wächst die Arbeitslosigkeit und erschwert so den Arbeitern das Dasein. Die offiziellen zionistischen Institutionen sind nicht imstande, den Einigratronsstrorn zu beherrschen; er ergießt sich ohne jede Ordnung über das Land und unterwühlt auch jene schwachen Positionen, d:c sich der Arbeiter durch jahrelange, mühsame Arbeit erworben haben. Der Augenblick ist gefahrvoll... Es müssen die Reihen geschlossen werden. Doch statt Organisation und Geschlossenheit sieht man Desorganisation und Zersplittcruag sogar bei den wenigen gewerkschaftlichen und wirtschaftlichen Organisationen, die im Lande geschaffen wurdeol. hi einer Stadt zwei Arbeitsvermittlungen, zwei Krankenkassen und gegeneinander koalturrierejide Arbiter - luiclien. Das klingt wie Irotre für die kleine, schwache palästinensische Arbeiterschaft. Die traurigen Resultate einer solchen Zerrissenneit liegei klar zulage, . > Durch die gegenseitige Konkurrenz geschwächt, sind die Gewerkschaffen und Arbeitsvermittlungen nicht imstande, die gehörige Kontrolle über de Arbeitskraft äusfcuübe:], hafcen nicht den rVM-gen K!n''hiß auf die Ärf>e<tsi.uwjhiirig und auf d.e Bestimmung der Arbeitsbedingungen. Die zweier!:; Krank.nkisscn, von d^-ieii sich keine auf d;e ganze Arbeiterschaft stützt, sondern bloß auf c:nige parteiische Gruppen, stehen nicht r.uf der erforderlic-h'en Hohe, erfüllen daher nicht im vollen A\aßc hre Funkuonen; es iehlt im Lande jegl.che Arbeitervarsicharung gegen Uniall und gegen Arb^tsi'JsigKeit. So erscheint dar palästinensische Arbeiter, besonders der Verheiratete, völlin 1; lflos gegen Unbill und Arbe tshsigkeit. h\ gleichem, wenn nicht jii noch höherem "AV.iße le'dn durch die Zerrissenheit die /'uibnnarbeit im Laude Fast der ganze Kolon;?.atiousaufba,i ist auf Sand bekundet. Die landwirtschaftlichen „Kwuzoth" sind mit Deilziten belastet und hängen in der Luft. Sollte der „Waat! i)a-:rim" heute ode• morgen" d e Unlerstntznngen verweigern und &2 Resultate jahrelanger hinqcbiings- und aufopierungsvoller ^rbeü weiden vernichtet. D;e städtischen „Kooperativen" sind kle.n und unbedeutend und leiden unter dem ewigen Mangel eimger Pfund. Dieser Zustand verursach! immer Reihungen, es verschwindet der^ sozialistische, ja allzu oft auch der genossenschaftliche Geist, der anfangs alle beseelt hatte, und es droht die Gefahr, daß sie bei der ersten Gelegenheit in kapitalistische Unterneihmiinge.n umgewandelt werden. Zu groß und wichtig sind die Ziele, die vor der Palästinenser Arbeiterschaft stehen, zu schwer' die Verantwortlichkeit, als daß dieser Zustand weiter geduldet werden könnte. 'Die ..Achduth liaawodah", die doch die itewoikschoithebe und wirtschaftliche Vereinigung verteidigen sollte, hat aus „ünparteilichkeil", in Wahrheit' aber ihren kleinlichen vsektanten Interessen zuliebe, den Gedankein. der Vereinigung verraten und statt Einigkeit Zwietracht gesät. Diese Spallungsarbeit muß so scharf als möglich verdammt werden. ' Die kleinliche parteiische Politik, das „Scelenfangen" muß ein Ende nehmen! Die Zersplitterung, Zerbröckelung und Demoralisation müssen einmal aufhören! Genossen und Genossinnen! Am 14. November soll die allgemeine Landeskonferenz der palästinensischen Arbeiterschaft stattfinden, S;e wird ein für allemal über unsere Organisaiionslormen;.u entscheiden haben. 'Euer Wille w,lrd der Wille der Konferenz se,n. Wir iul'cn euch, eueren Delegierten aufzutragen, daß sie eueren W.llen erfüTleu: eine unparteiische gewerkschaftliche und wirtschaftliche Vereinigung und ein ii b e r - parteiisches politisches Organ jn der Form v on A r b e|i t er r ä t en zu schaffen. Ein Teil der Initiatoren will aus verständlichen Grün- Gründen die Vorbereüungen zur Konferenz verschleppen, damit die Arbeiterschaft keine Möglichkeit erhält, sich entsprechend vorzubereiten und sich über Aufgaben und Ziele der Konferenz zu orientieren. Bis heute gibt es noch keine ordentliche Einberufungskommlssion. Dagegen müßt ihr energisch 'protestieren. Es soll sofort veröffentlicht werden, wann die Konferenz endlich stattfindet und welche Vorbereitungen erforderlich sind. 1 Die palästinensische Arbeiterschaft muß endlich ihr Schicksal in ihre eigene Hand nehmen. Genossen, seid auf der Hut! Das Zentralkomitee der S. A. P. Poale Zion in Palästina. Wahrlich: frischen, lebendigen Geist und zielbewußte Tal kraft atmet dieser Aufruf. i Vortrags-Kalender, Montag, 3. Jänner: N. Die Oekonomik 7 Uhr abends mr Palästinas. Montag, 10. Jänner: 7 Uhr abends Die politischen Parn teien in Palästina. Montag, 17. Jänner: 7 Uhr abends Die Sprachenfrage » in Palästina. Mittwoch, 5. Jänner: 7 Uhr" abends , , Die Lage in unserer Chaschin Bewegung. Samstag, 8. Jänner: 7 Uhr abends Serpow Rechts oder Links. Allgemeine jüdische Arbeiterbibliothek. Ii., Blumauergasse 1._ 'Donnerstag, den Iii. .liiimor 1921, luilb 8 Uhr abends, findet im Säule des „Bayrischen llojr, iL, Taborsti*. :W, eiu Liter aristiber Äbead. statt, welcher dem (ieclonkeu des jüdischen, Dichten J. L. I1 uro '/., gewidmet ist. P v o g ia m m : Eröffnung. Vortrag Alexander (Jh.: Jehuda Laib i'erez. Ausgewählte Szenen von J. L. Pere// Werken. Dargestellt von den Herren Direktor ittelsmann. Bell, Preis, Iva oll, Mitgliedern der Jüd. Bühne. Liedervorträge des Herrn .Tolowies. Cltafcsidisohe' Tänze, ausgeHUm von Herrn Direktor Um*- mann und Silberniann. Preis der Eintrillskarte K 15.—. Karten sind zu haben hei Uen. BjelaczeWisky im „Konsum". An der Kassa der jüdischen ArbeUerktiche und im Arbeiterheim, Iii., Blmnauergasse i. Konsumgenossenschaft der jüdischen Arbeiter und Angestellten. 11., Blumauergasse 1 — Telephon 44189._ In der Woche vom 2. bis S. Jänner 1921 gelangen zur Abgabe: ' Beis, Teigwaren, Unsen, Bohnen, Hier, Kailee, Frankkal'fee, Ciowürz, Kii.se, Rum, Liquenre. Marmelade, Nüsse, Houigbutter etc. Ferner liefern wir an unsere Mitglieder richuho, WoU- und Wirkwaren, Käitesehulzuntlel joglicher Art m b UiRsten Preisen. Wir maciieu unsere Mitglieder nochmals auf dfcnou« IOinl;aufszeit aufmerksam: An allen Wochent.ageuj. mit Ausii ii h m e von Samstag und Sonntag, findet der Verkauf in der 'Zeit von S--l/'-d2 Uhr vormittag und. von,'.) - '/-r> Uhr iiachjiiiitagö statt. ck- und Verla»sfrespll^chafl m. b. Ik. Wiou. TT., TaborstraBe 52 Ii.