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Freie Tribüne · 1920-12-04 · 43 (4.12.1920) · page 4

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
43 (4.12.1920)
Date
1920-12-04
Page
– (sequence 4)
Language
German
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sF.rn: 4 freu: triböne NR. 48 nü .Heschimpii krau 'oetricix :ohis< östpvnMr.hisohen. Goch klagt die So;-äaiutn rll lpomiininci-: IH'dO, /.II IT 1 hübent;rr"i<-.l\i,schei KLmente s Mloradoir- •tjivhri n:-;aii(i'.' (lenio Yorc eluui i.l ^' kiiunro i'gou sie ii reui;- ' Suk/.i Verhöhnung t kons mir al knie raten an: „den dessen großer Inhal Kangenhoit ausreiche kindischer »Sohmiilimi .,Ks ist höchst» Zeit, kraten unddie i reihe,i schließen, die Kruge der . Kt'iioniineiiheil suid nlijckiA dazu kommen, dJUl die J'"raf tionärem Winne gelöst wird! Dio Arbeiifi'.schah ai! nicht nur die Arbeilerschait. seilen .Schichten, die nie ...» Herz druckt — verwahren sich gegen jeden GedunKeu elneb neuerlichen Douaustaates,' in welcher Gestillt immer.; nie ..AlorgerrzeHung'- preist, den siubenhundertjührigen. geaciticht- Jiciien Inhalt dieses Stjialsgedankeus. Die arbeitenden Völker des oheinaligon Dunausiaaics wollen zeitung" will sie voreinigen, iüderalioji — eine .DiMKumioiuirclue föderauon — eine i .'imiiuiiiioikiivIüi: mit Horthy-Ungarn. Wie wissen es und dennoch. . sie den kaiser-königiieiieu Uedankou .»Staaten ~ und ruerlieh-deinokiaU [/.cittingga •aussetzt, aussetzt. ,Morj dennoch propagieren hier Donuutöderuüou. Herunter die Maske i Iis gibt ein einziges Land aui Erden, iu dem jede An von AntiseJiii'üsjnus, jeder Versuch judeiuieindlicher Propaganda von {Staats wegen bekiimpu und unterdrückt wird. H ußiaud. 14s gibt ein einziges Land aui der Welt, in deui jeder Versuch eines .1 uuonpugroms mit allen Machtnüueai des {Staates im Keime blutig niedergeschlagen werden würde. U,ii ß laud. Und es gibt eine Weltorganisation des .ludenlums. in der der irommo Kabbiuer, ilor reiche ltothsoiiilu unU der Hii-mo Arbeiter, (/) sich zusammengetan, die Interessen des Juden tu jus ohii.iV Unterschied der Klasse au verteidigen. Was wäre natürlicher, wenn diese zionistische Weltorganisation JtuManil. geradezu verherrlicht.! Man bedenke docli: in der ganzen Welt werden Juden unterdruckt; in der einen oder in der anderen Weise, in Ungarn; —iJogrome, in Polen — systematische Ausrottung uer Juden, iu Uicraiua - iiunderttau^endo üirmordete und Oepoinigie, iu der Tschechoslowakei — ein Pogrom aui das jüdische Umbaus,;n jüeutscnösterreich — Judenausweistingon, in Amerika, Jüugiand usw. überall werden die Juden so oder ganz anders geschmäht, an der Urenze, am Schifte, im Haien. -Nur in liui.Uaud gibt es iceine politisch-geseilocuaiciiclie organisierte Judenhetze. Man aoüiu nuu glauben:) die Zionismen als „wahre Volkspartei ~, werden sich gar nicht darum Ii Ummern, welch ein wirtschaftliches System, welch ein politisches Kegime in iiußlaud herrscht, Hauptsache Ihr einen Zionisten — sj sollte man meinen, ist die gesellschaftliche Stellung der Julien in einem Staate. In dieser Beziehung ist Bußland eine Ausnahme; eine erfreuliche Ausnahme. In SovvjetruIUand ist ein Pogrom undouiebar. .Das aollto einen Zionisten verpflichten. Und doch. Schon die russischen Zionisten haben konspiriert mit. der Entente gegen Sowjetrußland. Und unsere Wiener /donlsten können schon kaum den Tag erwarten, an dem die Sowjetrepublik einem Zarengeneral oder einem Kadettenprofessor Platz macht. So jubcit die „Wieifer Morgenzeituugr'-•-am ÜÖ. i\rov<jmber) .über die „Bolschewikjsche Selbstwideriegung". Sie hofft, daß das genvge, was dio wirtschaftliche liiockado und der Krieg nicht erreichen konnte, der Friede und die Heile der Zeit zustandebringen werden — nämlich dio Vernichtung des Bolschewismus. Also freuen sich dio Zionisten, und wissen dabei ganz gut, daß der Tag, an dem ihre lioil'nug sich erfüllen sollte, das jüdische Volle in iiußiand und Ukraina der völligen Vernichtuagausgesetzfc wird. Die Zionisten wissen t nur allzugut, daß der Zusammenbruch der Sowjetrepublik den Untergang• von Millionen Juden in Osteuropa bedeutet. Trotzdem hetzen sie gegen die Bolschewik!, weil nicht das j ii d i s o h e V o I k, sondern der j ü d. i sehe Cr e I d - s a e k ihnen teuer ist. Möge das jüdische Volk iu Rußland zusammen mit den .Bolsehewiki zugrunde gehen, wenn nur die jüdischen. Bankiers und Fabrikanten zusammen mit den russischen Klassenbrüdern in den Vollbesitz ihrer Privilegien eingesetzt werdon. Kino l'amose Volkspartei, diese zionistische Weltsatioh. Der „M'orgenzeitung" gebührt unser Dank, dafür, daß sie solbsfc die Maske lüftet und den jüdischen Arbeitenden das Avahre Antlitz des bürgerlichen Zionismus zeigt. Herunter dio Maske! " »rgo-ni- Aus unserer Bewegung. Palästina. Vom 2. bis zum 'l. Oktober d. J. tagte in Haifa die Zweite Konferenz der S. P. P. (P. Z.) An derselben beteiligten sich 18 Delegierte, welche 300 organisierte Genossen aus Jaffa, Jerusalem', Haifa, Petach Tikwali, Kawi.sch-TivvrioW und Alexandrien vertraten. Auch ein Vertreter des Verbandsbüros war anwesend. Auf der Tagesordnung standen folgende Punkte: 1. Eröffnung. 2. Bericht über die V. Wellkonferenz. 3. Bericht des Z. K. 4. Die politische Situation. 5, Kolonisation und Emigration, 6. Professionelle Bewegung. 7. Organi- Vatiionsi'rageu, 8. Kulturarbeit und Presse. 9. Finanzen. 10. Wahlen. 11. Eventualia. Es wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Zum Punkte Eröffnung: » 1. Die Zweite Konferenz der S. P. P. (P. Z.) übersendet ihre herzlichsten Grüße dem heldenhaft kämpfenden Proletariat Sowjetrußlands und drückt ihren festen Wjllen aus, gemeinsam mit ihm für die allgemeine Befreiung des internationalen Proletariats zu Tkämpfen. 2. Die Konferenz übersendet ihre wärmsten Brudergrüße den Poale Zion-Genossen Rußlands, welche in dein Reihen der Roten Armee kämpfen. 3. Die Konferenz begrüßt das S. D.-Propagandakomitee in Amerika, welches dort e ne linke P. Z.-Parlei organisiert. 4. Die Konferenz protestiert schärfsten* gegen' die unmenschliche Verfolgung der Arbeiterschaft in Polen. Zum Punkte Bericht über die V. Wellkonferenz; f. J. Den Bericht von der V. Wellkonferenz der P. Z. in Wien entgegennehmend, konstatiert die Zweite Konlerenz der S P. P„ daß d<e Hauptprinz.pien des linken P. Z.¬ Verbandes vollkommen mit denen der eiqenen Purlei übereinstimmen. Infolgedessen erklärt sich fr;e Partei als ein Peil des Verbandes und erstrebt, gemeinsam mit den übrigen .kommunistischen Elementen den P Z.-Verband in einen iein kommunistischen umzugestalten. 2. In Zusammenhang damjt 2rklärt die Parle: ol; Haupt- Prinzipien ihres Programms: a) Verwirklichung des Sozialismus. Als Weg hiezu: Revolutionärer Klassenkampf, Diktatur dei Proletariats durch das Rälesystem. b) Anerkennung des allweitlicheu Charakters des jüdischen Arbeiterproblems, welches in der Exterritorialität und Abnormalen ökonomischen Struktur des jüdischen Volkes besteht, und des Prinzips, daß e,ne radikale Lösung dieses Problems nur durch d;e Organisierung und Produktivierung tler jüdischen Massen in der ganzen Welt und derea territoriale Konzentration in Palästina möglich ist. c) Die Anerkennung des Klassencharakters der zionistischen Organisation und der Schädlichkeit jeder Koalition mit dem bürgerlichen Zionismus und der Teilnahme an allgemeinen zionistischen Institutionen. II. 1. Die Konferenz bestätigt den Beschluß des Z. K., wegen der Nichtanerkennung der Partei durch die V. VV. K. Protest zu erheben, und fordert das V. B. auf, unsere Partcii sofort als die einzige Poale Zion-Partej in Palästina anzuerkennen. 2. Die Konferenz stellt fest, daß die Aeußetungen des Gen. JWeuerson auf der W. K. (h-jeht dem in der Partei herrschenden' Geiste entsprechen. 3 Gleichzeitig protestiert die Konferenz gegen die Ausschließung ihres Delegierten bei der V. W. K. Zum Punkte Bericht des Z. K.: 1. Die Konferenz anerkennt die schweren Bedingungen, Hinter denen das Z. K. gearbeitet hat und drückt ihm jdir Vertrauen aus. i 2. Die Konfeienz drückt ihrjg Befriedigung darüber aus, daß die Partei am zweiten Kongreß der III. Internationale Vertreten war, und fordert das Z Kauf, gemeinsam mit dem V. B. den Kampf für die Aufnahme unserer Partei in dieselbe energisch zu führen. Zum Punkte Politische Lage: Die Konferenz drückt ihre feste Ueberweugung aus, daß die jetzigen „freundlichen" Beziehungen der englischen Administration zur jüdischen Bevölkerung nur eim momentaner Ausdruck ihrer imperialistischen Politik sind und daß dieselben sich bei der ersten Aenderung der allgemeinen politischen Situation in feindliche verwandeln werden. Die Konferenz erachtet als einzige Garantie für den . Aufbau einer Arbeitersiedlung in Palästina die sozialistische Revolution in und außerhalb Palästinas. Die Partei muß deshalb einen energischen Kampf gegen d:e englische Administration führen 'und ebenso die falschen Illusioncin, welche durch die zionistische Organisation und die sozial-chauvinistischen 'Arbeiterparteien vcrbreilet werden, vernichten. JI. Die Partei erklärt, daß die Kolonisation der jüdischen Massen .in Palästina auf sozialistischer Grundlage nicht in Widerspruch mit den Interessen der örtlichen arabischen Arbeiter- und Bauernmassen steht, sondern sich mit diesen deckt. 2. Die Konferenz konstatiert, daß die Einleitung einer revolutionären Bewegung unter den arabischen proletarischecf und halbproletarischen Massen nur das Werk der arabischen Arbeiter selbst sein kann. \ 3. Die Konferenz erklärt aber, daß es Pflicht der Partei islt, bei der Schaffung der Bewegung mitzuhelfen. . ti. Die Konferenz erachtet es als notwendig, die arabischen Massen über den proletarischen Zionismus aufzuklären. 5. Die Konferenz verurteilt die bisherige Taktik der 5üdiischen Arbeiterparteien, welche d[e Errichtung von gemeinsamen politischen und ökonomischen /Institutionen mit den Arabern perhorresziertc, und beauftragt das Z. K-, die Jn[itiat;ve zu dieser Arbeit zu ergreifen. 6. Die Konferenz anerkennt die Notwendigkeit, daß eine revolutionäre Landespartei auf dem Pritnzip der nationalen Sekttonierung aufgebaut w;rd und beauftragt das Z. K-, an die Schaffung einer solchen sofort zu schreiten, wenn die Möglichkeit der Errichtung einer arabischen Sektion gegeben sein wird. Bis. dahfln sieht die Partei sich als Stellvertrelerin der revolutionären Landespartei an. 1 III. Die Konferenz anerkennt die Notwendigkeit eiaer Föderation der revolutionären Kräite im nahen Osten an •und /beauftragt das Z, K., sich aktiv an der Gründung einer solchen zu beteiligen.; c IV. Die Konferenz erachtet die Vereinigung der Arbeiterschaft in Palästina nicht nur auf dem gewerkschaftlichen und ökonomischen, sondern auch auf dem politischen Gebiete in Form von Arbeiterräten für ein Gebot der Stunde und beschließt, daß die Parte' auf der nächsten Arbeiterkonferenz in diesem Sjinne wirken "soll. 1 ' Zum Punkte Kolonisation und Emigration: 1. 1. Die Konferenz stellt fest, daß die bisherige Kolonisation Palästinas infolge ihres pbilantropischen und kapitalistischen Charakters mißlungen ist und daß auch der bisherigen Arlbeiterkolonisation infolge des Umstandes, daß sie ■ nicht auf praktischen und sozialistischen Grundlagen aufgebaut war, kein Erfolg beschieden war. 2. Die Konferenz ist der Ansicht, daß die freie Entwicklung und vollständige Verwirklichung der jüdischen soi'Calistischen Kolonisation nur durch den Sieg der sozialen Revolution in und außerhalb Palästinas ermöglicht wird, aberkennt aber dje unbedingte Notwendigkeit des baldigen Beginnes einer möglichst umfangreichen Kolonisation auf koojperatjv-sozialistischen Grundlagen. . 3. Wenn die weitere Kolonisation Erfolg haben soll, muß sie auf folgende Grundlagen gestellt werden: a) Die ganze Kolonisation muß nach einem planmäßigen System geführt werden, welches in enger Beziehung zum Lande und seinen spezifischen Wirtschaftsformen steht. b) Die Kolonisation muß zentralistisch und nicht dezentralistisch geleitet werden. / c) Die Kolonisation soll auf kooperativ-sozialistischen Grundlagen aufgebaut werden, d. h. der juridische und tatsächliche Eigentümer aller Betriebsmittel, Produkte und Gewinne soll das ganze Proletariat und nicht einzefne Gruppen! fceän!. 1 t 1 d) Die Kolonisation soll auf . dem Principe der Selbsthilfe der jüdischen Arbeiter und der Hilfe des allweltliehen Proletariats aufgebaut und vom guten Willen der Bourgeoisie und der z;onistischen Organisation vollkommen unabhängig sein. e) Die Kolonisation muß rationell und ökonomisch Zweckmäßig sein und darf auf keinerlei idealistische Bestrebungen, welche mit dieser Art der Bewirtschaftung in Widerspruch stehen, Rücksicht nehmen. 4, Zur Durchführung dieser Kolonisationsarbeit ist die Schaffung einer zentralen kooperativen Gesellschaft des jüdischen Proletariats der ganzen Welt nötig. Die Grundlagen für diese Gesellschaft soll dje palästinensische jüdische Arbeiterschaft schaffen. 5. Alle bereits vorhandenen kooperativen Unternehmungen, :nd'ustrielle als auch ländliche, sollen in das Eigentum dieser Ge>ellschai! übergehen. { 6. Die Kometens beantragt das Z. K., sich auf dem (totmmendan Arbeiterkongrcsse für die restlose Lösung de> Problems dieser kooperaiiven Gesellschaft e.nzusetzen'. II. Die Konferenz enrhU; e_-> für nötig, daß auf dem kommenden Arbeiterkongreß dn> Emigratiansproblem und der Autbau der zur Regulierung der Emigration notwendigen Institutionen besprochen werde. III. Die Konferenz begrüßt die Anregung zur Errichtung einer disz'plinjerlen, von revolutionär-sozialistischem Geiste erfüllten Arbeitsarmee und beauftragt das Z. K., aktiv an der Schaffung einer solchen m.txuaVbeiteu. Zum Punkte Professionelle Bewegung: 1. Die Konferenz beauftragt das' Z. K., der professionellen Bewegung im Lande d e größte Aufrnerksamikeit zu widmen, sämtliche noch n;cht organisierten Arbeiter der Verschiedenen Produktionszweige zu organisieren und am der Gründung einer interparteiischen Föderation aller professionellen Vereine im Lande Auteil zu nehmen'. 2. Die Konferenz beauftragt das Z. K., die energischesten Mittel anzuwenden, um die arabischen Arbeiter in die Prganisationen jhres Faches einzubeziehen, indem es in denselben nationale Sektionen gründet. 3. Die Konferenz anerkennt die Notwendigkeit, sich aktiv an dem kommenden Kongresse aller jüdischen Arbeiter im Lande zu beteiligen, um dort energisch Tür eine außerparteiliche Verenigung aller jüdischen Arbeiter zu kämpfen, da dies der einzige Weg zur 'Schaffung einer gesunden professionellen Bewegung ist. Zum Punkte Organisationsfragen: Die Konferenz beauftragt das Z. K., ein Parteistatut Buszuarbeiten und dasselbe durch ein Referendum der Mitfjliiedschatt vorzulegen. _ Zum Punkte Kulturarbeit und Presse: 1. Die Konferenz beauftragt das Z. K„ den Plan zu einer großzügigen Kulturarbeit und einer sozialistischen Jugendbewegung auszuarbeiten. ' Das Z. K. wird auf die Notwendigkeit einer intensiven Aufklärungsarbeit unter den Tajmunjm, Sefardjm und unter den Arabern aufmerksam gemacht. 2. Die Konferenz beauftragt das Z. K., so rasch als möglich mit der Herausgabe enes wöchentlichen Organes in jiddischer und hebräischer Sprache zu beginnen. ' 3 Bezüglich der Sprachenfrage bestätigt d:e Konferenz den Beschluß der I. Konferenz. Zum Punkte Finanzen:; Die Konferenz beauftragt das Z. K., ein Parte.budget auszuarbeiten. Es wird beschlossen, alle Genössen mit einer einmaligen Abgabe von 25 P.aster zu beseuern. „Jüdische Kamm erspiele", II., Untere Augartenstr. 8. Am Samstag, den 1. Dezember, wird in Wien ein künstlerisch fundiertes jüdisches Theater unter dem Namen „Jüdische Kammerspiele" eröffnet. Es steht unter der Leitung des .Herrn Oberregisseurs Egon Drecher und des Herrn Deustch Ein eigenes Theater, ein eigenes Schauspieler - ensemble stehen zur Verfügung. Zur. Eröffnungsvorstellung geht David Pinskis „Jekel der Schmied". -— Im Anschluß an die Aufführungen der „Jüdischen Kammerspiele" ersdhefjnt — von Dr. Jesekiel Lifschütz herausgegeben — eine kleine Zeitschrift „Jüdisches Theater" für Fragen jüdischer Dramatik und jüdischen Theaterlebens. Es wird audi das jeweilige Programm der "täglichen Aufführungen enthiallen._■__ Der Dichter S. J. Imber als Verleger. Der jüdische Dichter S. J. Imber hat in Wien einen Verlag ..Neuland" gev gründet, in dem eine Uebersetzungsserie ans fremden Literaturen unter dem Titel ,,S. ). Imbers Bibliothek" erscheinen wird. Sämtliche Uebersetzungen wird Imber selbst besorgen. Außerdem werden im Verlage ,.Neuland" die Werke von Imber gedruckt werden. — Die ersten Bücher des neuen Verlages sind bereits erschienen. Es sind dies zwei neue Bücher von Imber ,,V i k t o r \ a" und „W a 1 d - 0 i s, W a I dein'4 (Neue Gedichte) und die Uebersetzungen von einer Auswahl aus Heines Gedichten und Oscar Wildes ,,Die Seele des Menschen und der Sozialismus". Die Adresse des Verlages ,.Neuland" ist: Wien, 9., Pichlergasse 4. Bezfjrksorganisat'on II. Mittwoch, den 8. d. M'., um 7 Ulhr abends, im ArbeiterheLtn Vortrag Nier: „Palästina- Probleme".;' 31. Preßfondsansweis. Zur Verlobung *des Gen. Gerber mit Frl. G. Becher gratulieren herzlichst die Genossen und spenden für PreBfonds: Friedenbach K 100.—, Auerbach K 50.— und Klipper K 10.—; Semiatzki-Halpern spenden (K 20.—, zusammen K 180.—; bisher ausgewiesen K 16.273, daher Gesamtsumme K 16.153. Verein sozialistischer Hochschüler „Poale Zlon", Wien II., Glockengasse 6/17. Alle Mitglieder werden ersucht, sich Miontag, den 6. Dezember 1920, pünktlich um halb 8 Uhr atbends zu einer dringenden Sitzung einzTtfinden. _'____Der Ausschuß. , Ächtung! Genossen! t Karten zu den Arbeitervorstellungen: Sonntag, den 12. Dezieniber, nachmittags, im Josefstädter-Theater und Mittwoch, den 15. Dezember, im Deutschen Volkstheater zu ermäßigten Preisen im Parteisekretariat, Wien, II., Glockengasse 6/17. Dienstag, den 21. Dezember, findet im großen Saale des Hotels „Bayrischer Hof" eine Borochow-Gedenkfeler , unter Mitwirkung der Genossen Chaschin, Deutsch, Jollowicz und des Zimbler-Quartetts statt. Eintrittskarten zu "tt 15.— sind zu haben im Parteisekretariat, Wien, II., Glockengasse Nr. 6/17, in der Kanzlei der Arbeiterküche, Wien, II., Blumauergasse 1, und bei allen Vertrauensmännern. Beiirksorganisatton XX. Moatag, den 6. Dezember 1920, 7 Uhr abends, im Vereinslokale, Wien, II., Waldensteinstraße 62: „Vortrag Gen. Glücksmann: „Der Kommunismus und das nationale Problem". Gäste willkommen! Jüd.-soz. Arbeiterpartei Poale Zion. _Beglrksorganisitlon Xff., WaIlensteinttraße 62_ Stnntag, den 12. Deiembtr 1920, 7 Uhr abends, im Saale der Toymbehalle, XX. Bezirk, Denisgasse 33 Literarisch - musikalischer - Abend 3 it reichhaltigem Programm. — Regiebeitag K 8.— Karten In dtr jüdischen Arbeiterküche, II., Blumauergasse 1 und bei den Vetrauensmännern. vJ "erHnrwon.'ichftr Itedakteur: Rubin ü I n c k s in a n u, ..AtiiU-''. ""Drriek- und Vortagsgßsettfloh«** rrv. V F WUns II,, T*borstra&9 52*

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