Mannheim
Compact Memory

Freie Tribüne · 1920-07-24 · 27-28 (24.7.1920) · page 6

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
27-28 (24.7.1920)
Date
1920-07-24
Page
– (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2827798-2827816-2827842--371-2828439
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

SEITE 6 FREIE TRIBÜNE NR.X3 Der* Parteitag befaßte sich sodann eingehend mit aktuellen theoretischen und praktischen Fragen und faßte nachfolgende Beschlüsse, durchwegs mit Einstimmigkeit: Zu Fragen der jüdischen Polilik der Partei (Antrag Brunner): 1. Die Partei sieht in den Kultusgemeinden rein konfessionelle Institutionen und beteiligt sich nicht an den Wahlen in diese Körperschaften. 2. Die Partei verpflichtet ihre Delegierten zur Weltkonferenz gegen die Beteiligung des Weltv2rbandes an einem alljüdischen Weltkongresse zu stimmen. 3 Die Parrtei erstrebt in der Diaspora die Erlangung der kulturellen Autonomie der jüdischen (proletarischen) Nation und betrachtet die Schaffung von Volkskommissariaten und Arbeiterräten für jüdische Angelegenheiten im proletarischen Klassenstaate als die geeignete Form der Konstituierung der jüdischen (proletarischen) Nation. Als kulturelles Instrument erstrebt sie die Schaffung utraqtiislischer^ jüdischer Staatsschulen. Zur Frage der palästinensischen Parteien (Antrag Volk): „Der 2. ordentliche Reichsparteitag (2. Tagung' am 27. und 28. Juni 1920) erklärt, daß er vsich in den Fragen der poale-zionistischen Arbeiterpartei Palästinas kein ab* schließendes Urteil bilden kann, bevor nicht die Weltkonferenz die Entscheidung trifft, ob die Achdulh Haawodah, mit deren Taktik sich der Reichspartei tag nicht einverstanden erklären kann, als politische Landespartei anzusehen ist. Um Klarheit in allen damit zusammenhängenden Fragen zu gewinnen, ist es notwendig, daß auch die Sozialistische Partei Palästinas (Poale Zion) bei der Weltkonferenz &u Gehör komme. Der Parteitag billigt nach jeder Ri.htung die diesbezüglichen Anträge des Parteivorstandes an dte Weltkonferenz, protestiert gegen das Verhalten des Verbandsbureaus gegen die S. P. P. (Poale Zion), welche als einzige Arrbeitergu:ppe in Palästina das Banner des marxistischen Sozialismus hochhält und fordert nochmals nachdrücklichst die Zulassung der S. P. P. (P. Z.) zur Weltkonferenz unter denselben Bedingungen wie der Achduth Haawodah."! Zur Palästinafrage (Resolution Fischl): „Der am 27., 28. und 29. März tagende Parteitag konstatiert, daß die Erfahrungen der bisherigen, von der' zionistischen Bourgeoisie geleiteten Kolonisation Palästinas den Beweis erbracht haben, daß die Kolonisation mit kapitalistischen Methoden nicht nur das Kolonisationswerk nicht zur Entwicklung bringt, Sondern das bisher in Palästina Erreichte aufs Aeußerste gefährdet und zur Entfachung nationaler Leidenschaften im Lande führt. Der Parteitag lehnt schon mit Rücksicht auf -peinen streng auf der Grundlage des revolutionären Sozialismus stehenden Standpunkt, mit "Rücksicht auf den Gang und die Entwicklung der sozialen und ökonomischen Kräfte in der ganzen Welt und nicht zuletzt im Hinblick auf die Stellungnahme der bürgerlichen Zionisten zu allen akuten Fragen der Kolonisation und der Palästinapolitik jede Mitarbeit" in gemeinsamen, seien es lokale oder zentrale Körperschaften ab und verpflichtet seine Delegierten zur künftigen Weltkonferenz dahin zu wirken, daß der Verband den formalen und faktischen Austrritt aus der zionistischen Bewegung beschließt. & Der Parteitag sieht nur in einer selbständig vom jüdischen Proletariat im Anschlüsse an das unter der Fahne der III. Internationale vereinigte Proletariat geleitete und verwaltete, das Endziel des kommunistische!« Palästinas streng im Auge haltenden Kolonisation die einzige' Möglichkeit einer eventuell stark einsetzenden Emigrationsbewegunci nach Palästina, den Weg zu öffnen. Er akzeptiert zu diesem Behufe den Vorschlag jder Schaffung starker und wirksamer eigener Finanzinstrumente, insbesondere einer Arbeiterbank, und beschließt, mit allen zu Gebote stehenden Kräften für den Ausbau des Institutes als auch die Sammeltätigkeit für den Palästina-Arbeiterfonds durch Einführung reaeimüßiaer Beiträge seiner Mitgliedschaft innerhalb derselben in der tschechoslowakischen Republik zu wirken. <>. Der Parteitag erkennt in der Genossenschaftskolonisation die einzige mögliche Methode einer breiten Ansiedlungspolitik Palästinas. Indem der Parteitag der Ueberzeugung ist, daß nur durch den Sieg der Revolution auf der" ganzen Linie Palästina zu einer kommunistischen Siedlung werden kann, und damit seine historische Aufgabe, die Lösung der ludenfraeje, zu Ende führen kann, erachtet er es als eine unbedingte Notwendigen;, in Palästina selbst mit der größten Auiklämngstätigkeit unterr dem jüdischen und arabischen Proletariate?J» Sinne des Klassenkampfes zu beginnen, das Proletariat einheitlich zu organisieren und derart Grundlagen zu schlaffen für die Uebernahtne der proletarischen ökonomischen Macht durch das internationale .Proletariat im gegebenen historischen Augenblicke." Wir hßarüßen es mit Freude, daß dieser i^artejtaa wie aus dem Gange der Verhandlungen und aus den Beschlüssen errsichtlich ,die Einheit der Idee ues kommunistischen Poate Zionismus in der rscnechoslowakischen Bruderparlei so klar zum Ausdrucke brachte. Er bedeutet einen wichtigen Schritt vorwärts in der Entwicklung unserer Bewegung. die ohnedies von Natur aus zum Kriege geneigt sind. Die Juden waren auf diese Art gezwungen, sich abwechselnd bald an die englischen, bald an die französischen Behörden zu wenden, mußten sich aber entweder mit schönen Versprechungen oder mit so unzulänglicher Hilfe zufrieden geben, die nur die Wut der Nachbarn noch steigerte Erst nach vielen übermenschlichen Anstrengungen verließen die Juden ihre besteilten Felder und der erste Anschauungsunterricht der Anarchie unter den Einwohnern wurde erteilt. Dann kamen die Oster - Ereignisse in Jerusalem, welche bekanntlich bis zu einem gewissen Ausmaß von den Behörden inszeniert waren. Die Plünderer waren frech genug, zuzugeben, ..die Regierung steht hinter uns." Es findet sich keine Paralelle zu einem solchen Progrome in Jerusalem seit dem Mittelalter und sogar die türkische Regierung legte Protest ein. Die jüdische Selbstverteidigungstruppe wurde mit Hilfe von Majschinengewehren entwaffnet, während zur selben Zeit die andern, unterstützt von der „christliche!" Polizei, ihr Schwert schwangen. Dann folgte die schmachvolle Justiz, daß Leute, die sich verteidigt hatten, zu jahrelangem Kerker verurteilt wurden, während den Progromhelden nichts geschah. Die letzte und blutigste Zusammenrottung fand in Galliläi statt, wo von den Arabern, die von den Alliierten bewaffnet worden waren, hunderte christliche Dörfer ausgerottet wurden. Jeder Besucher, der in das Land kommt, kann viele einst fruchtbare Dörfer von Granaten zerstört und zuletzt von den Einwohnern verlassen finden. Es waren französische Geschütze, die sie zerstört haben. Jetzt lebt die ganze jüdische Einwohnerschaft Palästinas unter der Angst neuer Konflikte und die Haltung der Behörden hat sich nLh't geändert. Wie ihr nun seht: das Netzwerk des Kapitalismus breitet sich auch über das „Hei'ige Land" aus. ebenso wie über Irland und Indien. Aber wo immer es ist, die Aufgabe der Arbeiter ist es, den internationalen Kapitalismus zum Sturze zu 'bringen I * Juden als Freiwillige in der roten Armee. Die Wochenschrift der schottischen Kommunisten „The Socialist" schreibt: Die polnischen Progrome treiben die Juden in die rote Armee. Die russische Armee hat sich an der polnischipjn, Grenze rasch ergänzt. Viele Freiwillige haben sich, besonders in Südrußlan/d, gemeldet. 9000 davon sind Juden. In den Teilen der Ukraine, die von polnischen Truppen besetzt sind, stehen Judenverfolgungen auf der Tagesordnung. Die Judenverfolgungen der polnischen und ukrainischen Soldaten waren so ibrutal, daß selbst die Juden, die am schärfsten gegen die Sowjetregierung aufgetreten sind, dieser jetzt ihre Dienste angeboten haben, um eine Gelegenheit zu finden, ihre ermordeten Reiigionsgenossen zu rächen. Die russischen Gefangenen erzählen, daß in den Dörfern, durch die sie zogen, hunderte Leichen ermordeter Juden gelegen sind. Freie jüdische Volksbühne. „Der jüdische König Lear" ist ein Machwerk schlimmster Sorte. Die aufdringlich gezwungene Reminiszenz an Shakespeare wirkt hier wie eine Geschmacklosigkeit, der anspruchsvolle Titel selbst — geradezu verletzend. Durch Streichungen im Texte, die die Regie vorgenommen hat, ist die Sache im Wesentlichen nicht besser geworden. Das „Stefanie"- Variete hat übrigens das Stück in seinem Repertoire und wer danach Sehnsucht hatte, der konnte es ja dort immer wieder sehen und hören. Es sei zur Ehre Gordins gesagt: er hat Erträglicheres geschrieben. Herr [ungwirth hatte natürlich die „Bombenrolle" des Lear. Er bot im allgemeinen eine schöne Leistung. Das ^elbstherrische des ersten Aktes scheint ihm sflerdings weniger zu liegen-als das Lurische der fol^anden ' Akte. Unter den jua&iidlichen Mitwirkenden kam der Gordischen Intention am nächsten Herr Reichmann als SchJamai: er hat es nicht ärjjer gemacht als es. Podzamcze in der „Stefanie" macht. — herr Preis und Frl. Weißberg haben sich ihrer sehr undankbaren Rolle nmit gebührender Diskretion entledigt. — Die übrigen Mitwirkenden waren leider etwas zu farblos. — Mangelhaft erschien auch manches, was in das Gebiet der Regie fällt Die Familie um Lear nahm sich so aus, wie die Zwerge um den Riesen, im Märchen,, in Hinsicht dekorativer und statuarischer Büdwirkuna ,Iitt die Aufführuna an auffallender Unbeholfenheit. Dr. L—tz. Wir hatten un Vorausaecianaenen einen Aufriß des .IVLarkstcines, welchem fcisnun der Prozeß des jüdischen Sozialismus in seinen verschiedenen Schattierungen und. Besonderheiten, in den eioentümlichen taktischen und p.roarammatischen Reflexen der Jetztzeit angelangt ist, zu zeichnen versucht. Ob dieser Markstein für uns zum Sprungbrett des Aufstieges des jüdischen Proletariates in der sozialen Revolution werden wird, das wird uns erst die Weltkonferenz 7ehren. Notizen. Imperialistische Hilfe» Im „The Call", einem britischen kommunistischen Blatte, finden wir folgenden interessanten Brief aus Palästina: Jaffa, Tel-Aviv. Genossen, es scheint mir der A\ühe wert, die englischen Arbeiter über die Rolle, die der britische Imper'iaüismus in Palästina spielt, zu informieren. Es ist bekannt, daß unter den Eingeborenen hier eine antizionistfsclie Bewegung erwachte, daß die jüdischen Kolonien in Palästina teilweise zerstört wurden und es in Jerusalem sogar zu Progromen kam. Ich will versuchen, dies alles historisch darzustellen, um leichter die wahren Antreiber zu linden. Als die britischen Truppen im letzten Winter Syrien räumten, da wurde zwischen der britischen und der französischen Besetzungszone eine Art neutraler Zone geschaffen. Diese- Zone umfaßte die nördlichen Grenzgebiete von Palästina, wo einige jüdische Kolonien unter den arabischen Dörfern verstreut liegen. Die sonst friedlichen Eingeborenen wurden so durch die drei rivalisierenden Mächte (das Königreich Serien als drittes) in Räuber verwandelt. Jede Gruppe bewaffnete und ermutigte sie heimlich, Der jüdische Arbeiterchor. Im größeren Rahmen einer literarischen 'Matinee, die am 18. d. M. im Saale des Hotel „Post" stattgefunden bat* konnte der kürzlich ins Leben gerufene jüdische Arbeiterchor zum erstenmale öffentlich auftreten. Alle Arbeit der künstlerischen Vorbereitung des Chores übernahm in besonders entgegenkommender Weise Aer bewährte Gesangspädagoge Rudolf Ulanowsky. Herr Ulanowsku ist uns als Lehrer von manchen Konzertvorträgen seiner zahlreichen Schüler her bekannt: so letztens vom jüdischen Liederkonzert von Frau Rawitsch, im hiesigen Konzer t-huus, deren schöner Vortrag noch in Erinnerung ist. Das Debüt unseres jüdischen Chores bestand aus vier jüdischen Liedern, die alle von Herrn Ulanowsky. speziell dafür musikalisch bearbeitet worden sind. Der Gesang trug alle Merkmale kultivierten Vortrages und fand freudigen Beifall der Hörerschaft. Wer die Schwierigkeiten kennt, die bei den gegebenen Verhältnissen zu überwinden waren, wer für den moralisoh-aesthelischen Wert eines geschulten jüdischen Volkschöres im Wiener Assfrnilationszentrum Sinn hat, — der wird all 'die Arbeit einzuschätzen wissen, die da aufgewendet worden ist. Es müßten hier allerdings auch manche Einzelmitglieder des vielköpfigen Chores erwähnt werden, die durch vorbildliches Beispiel stets vorangingen und so im Interesse des Ganzen wirkten; da sei besonders die jugendliche Cylli Karp genannt: immer sang- und klanglustig, stets die erste ^m Platze, ließ sie ihre hell tönende Stimme zum liebsten Akkord des Arbeiterchores werden. — Die Solopartie des Arbeitsliedes „Wus wet san der Sof", sangen Herr Michael Stricks (Mitglied der Staatsoper) gemeinsam mit den Schwestern Ivarp und dem Frl. Rindner. Außer der Chordarbietung enthielt die literarische Veranstaltung auch einiges andere Hervorhebenswerte: Frau Glücksmann von der „Jüdischen Bühne" trug unter großem Beilall jüdische Volkslieder vor. Sie sang mit der ihr allein eigenen Temperamentfülle und mit einem Raffinement der Pointierung, dessen nur die geborene Schauspielerin fähig ist. — Herr Neufe!d trat wieder einmal als Schalem Aleichem- Darsteller auf. Wir kennen seine Leistungen auf diesem Gelbiete schon von früher ht.n*: er trägt n'uht vor, sondern er> spielt Scholem Alejchein; diesmal galt das Spiel der Erzählung: „Naches fyn Kinder". Herr Neufeld scheint das Wesen der Scholem" Alejchern-Welt in sich zu tragen: die Rast- und Ruhelosigkeit dieser Welt, deren wurzelloses Luit* judenluin — den Menachem-Mendelismus, wenn man so sagen soll. — Noch eine andere Ueberraschuing der Veranstaltung ist ebenso Herrn Neufeld zu verdanken: Moris Rosenfelds „Golusmarsch"'wurde als lebendes Bild, von Gesang begleitet, dargestellt. Derartige Massenbilder auf der Bühne erlordern zuviel technische Vorbereitung und technische Mittel — besonders an Beleuchtungseffekten — um ledern Anspruch genügen zu kennen. Bei den (gegebenem Mitteln war das Bild 'über alle Erwartung gelungen. Bewundernswert erscheint allerdings der Eifer und das Feingefühl der meisten am Bilde Beteiligten, die — ohn2 jeqliche Vorbereitung und künstlerische Schulung — sich Cn ihre Buhnenrollen ganz überraschend einzufühlen vermochten. — Herr Preis von der „Jüdischen Volksbühne" trug Gedichte von Perez, Frug, Frischmann u. a. in wohldurchdachter Interpretation v0r. Herr Preis besitzt wohl vkefci machtig klingendes Stimmorgan im Sinne der „alten Schule", dafür aber — was uns wichtiger scheint r— ein Organ? von innerem Gehalt, das übrigens von intelligenter <fuffassungsfähigkeit getragen wird. Spenden-Ausweis Jüdischer Arbeiterverein „SELBSTHILFE", II., Btamauerg. 1. SELBSTHILFFONDS. Spendenausweis Nummer II. Reinertrag vom Literarischen Abend K 600.— Sammlung beim Literarischen Abend K 80.— Gesammelt durch Gen. Katz: Gen. Zuckermann 50 K; Israel Weiser, Mendel Neuß, Isak Weiß, Alter Bien ä 20 K; Schermann, Oskar Segal ä 10 K; Burkhaus 60 K; Aron Feldbach 10 K K 220.— Gesammelt d. Gen. Belaczewski: Gen. Brodhard 25 K; Zwi Katz 20 K; Spiegel, Krupp, ( Drucker, Bril, Mandel, Krainer, Engelmann, Liebreich, Edelstein, Fink, Blumenzweig, Gelblfoirt ä 10 K; Morgenstern 12 K; Tartakower, Weizenblatt, Spira, Preminger, Emer, Schattner, Schapira, Frischer, Ziegler, Marguües, Horowitz, Goldberg, Presser, Blum, Weingarten, Tanmenzapf, Fried- Imann, Ratner, Urwand, Jurmann, Kestenmann, Hendel, Stanzer ä 5 K; Nagel 6 K; Spazierer, Ziener, Meiseis, Neumann, Weiß ä 4 K; Grünstein 3 K; Fischer, Pefcner, Mandel, Emmer, Flach 2 K K Spenden: Simon Singer K „ Josef Schwarz K „ Pinkas Czaczkes K R. G. K „ Eugenie Neumann K Spende S. Hanflig <K Gesammelt d. Genosse Sigall: Sigall Heller 20.—, Josef Gregor 50.—, Alexander Löwinger 50.—, Czenczer K 20.— K Lohntag: Glücksmann 100.—, Neumann 30.—, Dick 100, Karp 20.—, Rüber 50.—, Lanner 50.—, Keßler 30.—, Czuczka 30.—, Sirokin 30.—, Rusin 50.—, Singer 70—, Pinkensohn 50—, Willi 30.—, Schachner 30.—, Rosenberg 10.— , K Gesammelt d. Genossin Seidmann 1 v K Gesammelt d. Gen. Kellmann: Simche Kellmanh 14.—, Ramler 10.—, Kürschner 10—, Mekler/ Rozmann, Zuckermann, Ziegler, Kanner a 10.—," Glaser, Reiß, Tirkisch, Albrecht a 6.—, Bodik, Mannheim 5.—, Winnik, Zämmt, Betler, Kellmann, Ben Zion Pinchos, Reinisch 4.—, Kreisler, Mann a 3—, Zweifler 2.— » K Lohntag: Sigmund 30.—, Friedmann 40—, Knöbil *Rest 20.—, Schapira Rest 40.— K Anna Katz 60—, Sorger 70.—, Kandel 80.—, Serpow K Panzerski 50.—, Risehek 100.—, 20.— 331.— 20.- 10Ü.- 20.— 20.— 12.- 100.— 140.- 710,- 209.,- 150 - 130.- 100.- Landler 10.—, Glücksmann Spende Weißmann „ Ernanuel Wolinski „ Schermann „ Bronia Fuchs „ Blaustein „ Blaustein Hermann Taler Goldfarb „ Feigenbaum Hermann N. N. Rosa Kümmel „ J- N. „ Schuster-Korporative. Moskowitz 20—, Karp 20. 10—, Brestüng 5.—, M'. B. Taglohn Spenden: Rückhaus Blecher Sigall Spendenausweis Nr. 1 K 280.- K 300 — 'K 300.— K 100.- K 50.— K 200 — K 100 — K 6.— K 5U— K 40.—. K 50.-» K 50.— <K 10.- K 10- ).—, Schwarz bermann 5.— K 60- K 100.— K 9.— K- 2Q- K 200.— K 4887 — K 1178.— K 6065 - Zur Verlobung des Genossen Wilhelm Straßmann mit Fräulein Erna Kleinmann aus Bolechow gratulieren herzlichst: Rosa und Erna Majer 5 K; Hantlig und Braut 5 K; Goldfischer 5 K; Ehrmann 5 K, Feuerstein 5 K; M. Hitnik und Frau 5 K; Pinkas Czaczkas 5 K; Cerata 5 K, Weinlos und Frau 5 K; Heitmann 5 K. Gen. Emil Feuerstein gratuliert herzlichst Gen. Isidor Hanflig zur Verlobung 10 K. Zur Verlobung des Gen. Isidor Hanflig gratulieren herzlichst Weinlös und Frau 5 K. Zur Vermählung des Gen. Apfelschmidt, zur Verlobung des Gen. Hanflig gratuliert herzlichst und spendet 20 K Preßfond: Margulies (sen.). Genossen Installateure und Elektriker welche an einer Arbeitsgemeinschaft auf genossenschaftlicher Grundlage teilnehmen wollen, mögen sich in der Kanzlei der Konsum* genossenschaft für jüdische Arbeiter und Angestellte, II., Blumauergasse 1, melden. Än unsere Freuade und Leser! Zufolge technischer Schwierigkeiten ist eine Nummer ausgefallen und erscheint das heutige Blatt als Doppelnummer. Herausgeber und verantworüichur Hedakteur: Dr. Hersch iNtaglzr. „Adria", Druck- und VerlagsgeseHsehvr„ fe. k' ^Jeu, iL. Taboratiaüö 62 b

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.