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Freie Tribüne · 1920-06-13 · 25 (13.6.1920) · page 4

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
25 (13.6.1920)
Date
1920-06-13
Page
– (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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SEITE 4 FREIE TRIBÜNE NR. 25 euihettlidtung der Partes- und gewerkschaftlichen Taktik ist. fius ^em 9. Parteitag geht die Partei genau so gefestigt hervor, wie früher. Die geeinte, stählerne, heroische, kanipfesfreudige und arbeitsfreudige Partei bereitet sich zu einem neuen — dem schwierigsten — Feld zu ge vor, dem Feldzuge gegen den Zerfall, und mit ihr marschiert die lebendige Verkörperung ihrer Einheit, ihres eisernen Willens, der Genosse Lenin, der Mann, der an der Schwelle des sechsten Jahrzehnts seines Lebens die Millionen Proletarier, die sich erhoben haben, führt und leitet. . Der Empfang der englischen Arbeiterdelegation in Moskau. Moskau, 18. Mai. (Rosta.) Die Moskauer Sowjet, der Rat der Moskauer Benufsverhände und der Allrussische Zentralrat der Gewerkschafben veröffentlichen ein Manifest am die Arbeiter und Soldaten Moskaus, indem sie sie auffordern, den Delegierten des englischen Proletariats einen warmen Empfang zu bereiten. Alle Zeitungen bewillkommnen die englische Delegation im Namen der russischen Arbeiter. Die „Prawda" schreibt, daß der Besuch der englischen Delegierten die internationale Solidarität des Proletariats fester knüpft, die durch sechs Kriegsjahre und durch die Blockade gebrochen wurde. „. . . . Wir werden unser Lebein zeigen, ohne Irgendetwas zu verbergen. Wir sl.id überzeugt, daß die Tatsachen laut genug für sich selber sprechen werden und sagen werden, wer recht hat Ln dem großen Kampf, den wir zur Aufrichtung des Kommunismus führen. Aber wir wissen, daß ihr noch nicht ganz an unserer Seite steht. •Wir wissen aber auch, daß die unerbittliche Logik des proletarischen Klassenkampfes zur Einigung aller Proletarier der Welt unter dem roten Banner der Weltrevolution führen wird. Euer Besuch in Sowjetrußland ist eine der Etappen dieses großen Prozesses." „Alles, was diese Delegation bei uns an Traurigem« und Fröhlichem sehen wird, wird den einen Erfolg haben, die Bande zwischen dem englischen und russischen Proletariat fester zu (knüpfen und das revolutionäre Bewußtsein des engischen Proletariats zu wecken. Weit entfernt, den englischen Arbeitern die Schwierigkeiten unserer Lage und die Leiden der Arbeitermassen verbergen zu wollen, wollen wir ihnen im Gegenteil alles das zeigen, damit sie wissen, welche Schwierigkeiten sie auf dem unerbittlichen Wege der Geschichte erwarten. Wir werden ihnen alles zeigen, was wir an Schönem und Ermutigendem besitzen, damit sie daraus Kraft schöpfen und zu begreifen beginnen, welch gewaltige Macht ein kampfentschlossenes Proletariat besitzt. Das russisiche Proletariat begrüßt in dien Vertretern der englischen Arbeiter die Truppen der internationalen Armee der Revolution, die ihm zu Hilfe kommen werden." Bei ihrer Ankunft fet Moskau wurden die englischen Delegierten von den Vertretern des Moskauer Sowjets, der Gewerkschaften und der kommunistischen Komitees empfangen. Nach der Begrüßungsansprache Kamenews dankte der Präsident der Delegation für den brüderlichen Empfang des freiestea Landes der Welt, das wühiend Jahrhunderten unter dem Joch der Sklaverei geseufzt hatte. Die Redner erklärten, daß sie während ihres kurzen Aufenthaltes jn der Sowjetrepublik schon überall eine Ordnung und Disziplin bemerkt hätten, von der man sich im Auslande keine Vorstellung macht. Schon auf dem Bahnhof bekamen alle englischen Delegierten Karten, die zum Besuch aller staatlichen Miitär- und Zivilinstitute iin Moskau berechtigen. Die Delegation erklärt, daß sie darin das beste Zeichen sieht, daß die Sowjetmacht nichts zu verbergen hat. Ein russischer Redner sagte: „Während wir das neue Leben in- Rußland aufbauen, geben wir den ausländischen Arbeitern ein . Beispiel. Wenn ihr nach England zurückkehrt, müßt ihr diese Lehre verbreiten und darin werdet ihr in naher Zukunft uns den gleichen Empfang bereiten können, wie wir heute euch.'' 1 Der Vertreter der. Independent Labour Party erklärte: „Wenn wir "nach England zurückkehren, werden wir alle - Lügen dementieren, die über Sowjetrußland verbreitet 'sind. iWenn man es uns nicht erlauben will, werden wir es dennoch tum und auch das Gefängnis nicht scheuen." Darauf fand im Großen Theater eine Galavorstellung in Gegenwart von Tausenden von Moskauer Arbeitervertretern statt. Trotzky wurde bei seiner Ankunft während eines Zwischenaktes durch eine Ovation für die Rote Armee und die .Westfront begrüßt. Zur selben Zeit wie die englische Delegation ist in Moskau eine Delegation skandinavischer Metallarbeiter, bestehend aus sechs Schweden und Norwegern, angekommen, außerdem mehrere englische und italienische Journalisten. Die norwegischen Sozialisten für Sowjets. Der in Christiania abgehaltene Parteitag der norwegischen Sozialistenpartei hat mit 285 gegen 30 Stimmen eine Entschließung angenommen, in welcher besagt wird, daß der einzige Weg zur Macht der geistigen und manuellen Arbeiter das Rätesystem ist. Der Kongreß beschloß einstimmig einen Appell an die Industriearbeiterschaft sofort die Fabrikation von Ammoniaknitraten einzustellen, welche zur Erzeugung von Munition gegen So\vjet>Rußland dienen Aus unserer Weltbewegung. Der zweite Parte'tag der Jüdischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei (Poale Zion) Polens. Zwischen 14. und) 18. Mai tagte die II. Jahreskonferenz unserer polnischen Bruderpartei. Dieser Tagung haben wir mit Spannung entgegengesehen. Unsere Bewegung in Polen ist eine Massenbewegung des jüdischen Proletariats. Sic bildet auch die stärkste, am tiefsten in dem jüdischen Massen verwurzelte Partei unseres Weltverbandes. Und wenn auch ihr politischer Einfluß und ihre politische Führung nicht dem entsprechen, was der Bewegung ihrem Einfluß in der jüdischen Gasse nach, zukommen würde, so konnte man hoffen, daß der Parteitag den Blick duiür haben und die richtigen Wecie weisen wird zum Ausbau eiier aktions- und kampffähigen Einheit des proletarische.! Klassenkampfes in der Zeit der sozialen Revolution. Die Bewegxig ist stets im .Wachstum begriffen. Die vom nationalen Illusionismus erfaßten Massen überfluten, von Tag zu Tag immer mehr desillusioniert, ihre Reihen. Und nur eine klar gerichtete, auf grundsätzlicher Plattform aufgebaute Bewegung kann in der Lage seL:i, diesen Zustrom rasch zu erfassen, einzureihen und kampffähig «u machen. Eine Pflicht, die doppelt empfunden werden muß, wenn anaa bedenkt, auf welch exponierten Posten der weltrevolutionären Bewegung unsere polnische Bruderpartei gestellt ist. Die Taguna hat in dieser Richtung ihre Aufgabe nicht erfüllt. Sie hat nach unserer Ueberzeugung nicht den Weg eingeschlagen, der zum Ausbau der Partei in ideologischer und taktischer Hinsicht notwendig war. Im Brennpunkt der Debatten standen natürlich die' Fragen der sozialistischen Taktik und der Internationale. Die Ziclunsicherheit der politischen Führer offenbarte sich schon darin, daß einem Referate (der Gedanken der sozialdemokratischen Taktik, Färbung: rechte Unabhängige Deutschlands, und des ,,Ausbaus der Internationale", frei nach StraBburg, vertrat), dfei Korreferate folgten: 1. „reiner" Wiederaufbau" ureigenster Prägung (Internationale 2Ä), 2. kommunistischer Standpunkt und schließlich 3. Anschluß an die III. Internationale mit ,.sozialdemokratischer Begründung", das heißt bedingungsloser Beitritt mit Vertrag. Die Debatte brachte keine Klärung. Die Aostimmuing allseitiges Mißbehagen und den in Leipzig mit Erfolg, aoer ohne Aussichten, auf Verwirklichung (echt unaDhängig!) praktizierten Versuch, nach Sföcker, die Konferenz auf Ueberrumpelungswege zum Anschluß an die III. Internationale zu treiben. Es half nichts. Die Resolution, die in den nachstehenden Sätzen ausklingt, wurde mit 42 gegen 54 Stimmen angenommen. Hiebei ist zu verzeichnen, daß die scharf pointierte und zielklare kommunistische Resolution elf Stimmen auf sich vereinigt hat. Wir glauben, daß diese elf Stimmen der geeignete Faktor sein werden, politische Klarheit in der Bewegung, die revolutionär ist, ihrem Wesen nach, zu erzwingen! Die Resolution endigt mit folgenden Sätzen: „Die zweite Konferenz der jüdischen sozialdemokratischen Arbeiterpartei (Poale Zion) Polens stellt fest, daß sich die Partei in ihrer revolutionär-sozial ^tischen Taktik auf die Kampfes- und Schaffungsbedürfnisse des aliweltlichen jüdischen Proletariats stützt, Rechnung tragend dessen eigenartiger objektiver Wirkungssphäre in dem exterritorialen wirtschaftlich abhängigen jüdischen Leben. Die Konferenz anerkennt die 'Hauptgrundsätze der Plattform der Moskauer Internationale in der Form des Rätesgstems für die Interessen der sozialen Revolution, sieht in ihm den einzigen fruchtbaren Keim der dritten Internationale, der sich die revolutionär-sozialistischen Parteien Westeuropas anschließen müssen, ,um deren revolutionäres ' Aktionsprogramm durch unsere revolutionäre Auffassung des nationalen Problems in Bezug auf das Proletariat und auf die Aufgaben der sozialistischen Gesellschaft vervollständigt werden soll. Die zweite Konferenz forciert daher unseren Weltverband auf, sich sofort mit der Moskauer Internationale und mit den revolutionären Parteien Deutschlands, der Schweiz, Frankreichs und Englands in Verbindung zu setzen, um den Moskauer Anfang auszubauen und ihn in den dritten aktionsfähigen internationalen Organisator und Führer der Weltrevolution umzuwandeln." Die Debatte über die Palästinafrage brachte keine neuen Gesichtspunkte. Aus den Beschlüssen, die gefaßt wurden, möchten wir . noch hervorheben den über die Zulassung der palästinensischen Poale Zion, den wir schon veröffentlicht haben, und Nachstehendes zur Frage des zionistischen Kongresses: „Den Klassencharakter unseres Palätinaprogramms und die Selbständigkeit der proletarischen Palästinaarbeit anerkennend, 'bestätigt die zweite Konferenz dar J. S.D. A. P. (Poale Zion) Polens den gemeinsamen, auf der Konferenz im Jahre 1919 gefaßten Beschluß wegen Nichlanteilnahme am Zionistenkongreß." Der Parteitag hat keine Klärung gebracht. In der Beweguna gärt es. Wird es zur Klärung bis zur Weltkonferenz kommen? AUS DEN ARBEITERRATEN. Leopoldstadt. * - Die Vollversammlung am 10. d!. M. befaßte sich mit dem Berichte über die Tagung des Reichsarbeiterrates und und mit dem Boykott gegen Horthy-Ungarn der internationalen Gewerkschaftskommission. Zur erten Frage spraoh im Namen unserer Fraktion Gen. Na gl er, der auf das Wesentliche des, Rätekongresses einging, das sich darin äußerte, daf3 die Arbeiterräte erhalten und ausgebaut werden müssen "als Klassenkampfinstrument des Proletariats, insbesondere in der Zeit der ständigen Rüstungen der Reaktion. Er besprach ferner die Ausweisuingsfrage der jüdischen Arbeiter und Angestellten. Der' eingebrachte Antrag wurde einstimmig angenommen. Zur zweiten Frpge wurde die Maßregel der Durchführung des Boykotts gegen das Ungarn des weißen Terrors besprochen. Antrag Nagler und Genossen: „Der Bezirksarbeiterrat Leopoldstadt unterstützt den an den Reichsarbeiter rat gerichteten Antrag Nr. 19 des Bezirksarbeiterrates Innere Stadt, der, lautet: „Der B. A.R. Innere Stadt hält es für eine Pflicht des Reichsarbeiterrates, die Ostjudenhetze als reaktionär zu brandmarken und im Sinne des Beschlusses des Kreisarbeiterrates Wien strikte zu fordern, daß unter keinen Umständen, insbesondere nicht unter dem falschen Vorwande des Schutzes der bodenständigen Proletarier, jüdische Arbeiter und Angestellte ausgewiesen werden dürfen", welcher dem Reichsvollzugsausschusse zur Behandlung zugewiesen wurde. Der B. A. R. II fordert den R.V.A. auf, ehestens den vorliegenden Antrag zum Beschluß zu erheben und die reaktionäre Maßregel der Ausweisung produktiv arbeitender Proletarier zu verhindern." Btichereinlauf. „Jüdisch-sozialistische Monatsschrift des sozialdemokratischen Propaganda-Komitees (Poale Zion) in New York", jiddisch (Nr. 4/5, April-Mai 1920). „Ynser Emes", jiddisch (Nr. 1, April 1920). Organ der Sozialistischen Arbeiterpartei Palästinas (Poale Zion). Preis 4 Kronen. „Auf dem Vorposten", jiddisch (Nr. 1, Mai 1920). Verlag: „Der nahe Osten". — Kairo-Egypten. Preis 2 Kronen. „Ynser Emes" und „Auf dem Vorposten" sind zu beziehen durch die Administration der „Freien Tribüne" und .„Avantgarde" Wien. II., Glockemgasse 6/17- Verband der jüd.-soz. Arbeiterjugend. Montag, den 14. Juni, um 7 Uhr abends, im Lokale, IL, Glockengasse 6/17, Vortrag des Gen. Dr. Bloch: „Ueoer wirtschaftliche Krisen". Mittwoch, den 16. Juni, um 7 Uhr abends: Gemeinsamer Ausgang zum Strand. Sonntag,'den 20. Juni, um 9 Uhr vormittags: Gemeinsamer Besuch der Ausstellung der Alkohol- und Geschlechtskrankheiten. — Nachmittags um 2 Uhr; Ausflug. Treffpunkt im Vereinslokal. Zwei Monteure für Gas, Wasser und Elektrizität, arbeitslose Genossen, übernehmen jede Ln dieses Fach einschlagende Beschäftigung. Gef. Zuschriften an die Konsumgenossenschaft für jüd. Arbeiter und Angestellte (Il.,% Blumauergasse 1), für Monteure. Jüdischer Arbeiterverein „Selbsthilfe". Die Reaktion in Polen und Ungarn zwingt die jüdischen Arbeiter zum vorübergehenden Aufenthalt im Westen, wo sie, aller Geldmittel bar, nicht in der Lage sind, die primitivsten Lebensbedürfnisse zu befriedigen. Hungernd und obdachlos sind sie dem sicheren Verderben preisgegeben. An uns Genossen liegt es, ihnen zu helfen. Sie vor dem Untergange zu retten und produktiven Berufen zuzuführen, ist unsere Pflicht. Diese gewaltige Aufgabe zu erfüllen hat sich der Jüdische Arbeiter-Verein „Selbsthilfe" zum Ziele gesetzt. Durch Errichtung von Heimen, Ausspeisestellen, Emigrationsbüros und Kooperativen wollen wir die fürchterliche Not lindem. Die vorhandenen Geldmittel sind klein und gering. Ein jeder muß beitragen, was ihm möglich ist. Jüdische Arbeiter, wollt ihr nicht für das entsetzliche Elend und die furchtbare Lage Eurer Brüder verantwortlich gemacht werden, dann schaffet Abhilfe 1 Spendet den Lohn eines halben Arbeitstages. Sammelt bei allen Euren Bekannten! Stellt der Aktion freie Wohnräume und Schlafgelegenheit zur Verfügung. Genossen! Wartet nicht, bis die bürgerliche Fürsorge und Wohltätigkeit zum vernichtendem Schlage ausholt, helfet selbst, denn Selbsthilfe allein kann die Not bekämpfen. Spenden sind zu richten an den Jüd. Arb.-Verein Selbsthilfe, IL, Glockengassc 6/17. Jüdisches Arbeiterheim, II. Blumauerg 1, Wochenprogramm vom 13.Juni bis 20.Juni 1920. Sonn tag: 9 Uhr vorm., Englisch-Gruppe l GIookengasse6/17 Montag: 7Uhr abends, Arbetterchor (Grosser Saal). 7—9 Uhr abends, Genosse Schapira: Jiddisch. Dienstag: V28 Uhr abends, Diskussionsabend. 7 Uhr abends: Englisch-Gruppe l „ f G,ockengasse6/17 Mittwoch: 8 Uhr abends, Lichtbildervortrag mit musikalischen Einlagen. 7 Uhr abends, Kurs des Gen. Singer: Scholem Aleichems Gestalten (Kurszimmer). ys 8 Uhr abends, Kurs des Gen. Bloch: Einführung in den Sozialismus (Kurgzimmer). Donnerstag: Halb 8 Uhr abends: Jüdischer Arbeiterchor (Gr. Saal). Freitag: 7 Uhr abends, Kurs des Gen. Serpov: Die jüdische Arbeiterbewegung (Kurszimmer). Samstag: Bezirks-Organisation II, Vortragsabend. Genossen und Genossinnen der XX. Bezirksorganisation Laut Beschluß der Ausschüsse des XX. und IL Bezirkes, gehören die im XX. Bezirke wohnenden Mitglieder automatisch der Bezirks** Organisation XX an. Die Genossen und Genossinen werden ersucht, die rückständigen Mitgliedsbeiträge an . Genossin Seidmann (jeden Mittwoch und Donnerstag zwischen 7—9 Uhr abends, im Parteilokale Wallenstein~ straße 62), an Genossen Schapira und Knöbel täglich im Büro der üdis dien Arbeiterküche IL, Blumauergasse 1, einzuzahlen. Der Ausschuß der XX. Bezirksorganisation. Akad. Verband Jüd. Sozialisten „ Poale Zion". Samstag, den 19. d. M., 7 Uhr. abends findet im Jüdischen Arbeiterheim {Kleiner Saal), IL, Blumauergasse 1, eine Mitglieder» Versammlung statt. Tagesordnung: Llniversität. Organisationsfragen. Mit Rücksidit auf die Wichtigkeit der Tagesordnung werden alle Mitglieder um pünktliches Erscheinen ersudit. Konsumgenossenschaft für jüd. Arbeiter und Angestellte, IJ, Blumauergasse 1. In der Woche vom 13. und 20 Juni 1920, gelangen folgende Waren zur Ausgabe: Bohnen, Erbsen, Erbsenmehl, Paprika, Rum, Sardinen, Heringe, Kanditen, Teigwaren, Konserven, Kakes, Kunerol; ferner in beschränkter Menge Herrenhemden und Schuhe. * In unserer Schuhreparaturwerkstätte werden Reparaturen jeglicher Art nach foldengem Tarif bestens ausgeführt; Doppler und Absätze für Herrenschuhe per Paar K 130.— „ „ „ » Datnenschnhe „ ,, K 110.— „ „ „ „ Knabenschuhe „ „ K 70.— „ „ „ „ Kinderschuhe „ „ K 50,— Absätze „ Herrenscbuhe „ „ K 35.— „ „ Damenschuhe „ „ K 25.— „ „ Knabenschuhe „ „- K 15.— „ „ Kinderschuhe „ „ K 10.— Vorschübe für Männerschuhe per Paar K 380.— „ „ Frauenschuhe „ „ K 350,— „ „ Knabenschuhe „ „ K 200.— „ Kindersche „ „ K 180.— Die Produktlvgenössenschaft jüdischer Spängier hat bei uns eine Verkaufstelle 'errichtet und werden Btechgeschirre aller Art, wie Weidlinge, Waschtöpfe, Kübel und Milchkannen in bester Ausführung zu billigsten Preisen abgeben. Genossen Installateure und IleltSriker welche an einer Arbeitsgemeinschaft auf genossenschaftlicher Grundlage teilnehmen wollen, mögen sich in der Kanzlei der Konsumgenossenschaft für jüdische Arbeiter und Angestellte, II., Blumauergasse 1, melden. Tüchtige Serviererin, die auch in der Küche aushelfen kann, melde sich in der Jüdischen Arbeiterküche, II., Blumauergasse Nr. 1/3. ~ Von der Administration, Die üenossen und Genossinnen, die seinerzeit die „Freie Tribüne" beim üen. J. Feldmann im „Arbeiterheim" abonniert haben, werden ersucht, ihre Namen und Adressen der Administration bekanntzugeben, da das Verzeichnis verloren gegangen ist. — Herauscjeüei "und verantwortlicher Redakteur: Dr. tferscb Nagle/. „AdiuV\ Druck- und VerlagsgeseUfich fe. B ( Wien, II., Taborstraße 62 b.

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