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Freie Tribüne · 1920-05-28 · 22 (28.5.1920) · page 4

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
22 (28.5.1920)
Date
1920-05-28
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SEITE 4 FREIE TRIBÜNE NR. 22 ist lebensgefährlich. Der aus Galizien stammende Kantor Hornitzer wurde entmannt und verprügelt, bis er das BewuBtsöiö vertor. Iri diesem Zustande wurde er auch begraben. Dr. Marüfl Hirn ist seit 40 Jahren Gemekidearzt in Äbony. Er ist Besitzer einer in modernster Weise eingerichteten Anstalt, Hunderte armer Patienten werden von ihm behandelt. Während des Krieges hatte er die dortige Filiale des Roteji Kreuzes aus eigenem erhalten. Er erhielt vielfache Auszeichnungen und zählt zu den hervorragendsten Chirurgen und Diagnostikern des Landes. Seine beiden Söhne haben den .Weitkrieg durchgekämpft und sich säinlli:he erreichbaren Haszeichiiun'gen geholt. Dieser Dr. Martin Hirn wurde nun vor das Blutgericht des Hefijasdetachements gestellt. Er beruft sich auf seine Verdienste, pocht aber auch stolz auf sein Judentum. Der Vorsitzende fragt ihn, ob er jener Arzt sei, der so gut Operationen durchzurühren verstehe. Auf die bejahende Antwort des Dr. Hirn brüllt ihn die präsidierende Bestie in Offüiersgestalt an: „Du, Jude, bist ein Stümper. Wir werden dir zeigen, wie man Operationen machen muß. Doktor Hirn würde hierauf sofort ergriffen. Zuerst wurden ihm 25 Stockhiebe appliziert. Dann wurde er mit Stricken gefesselt. Hierauf wurde ihm 'der Schenkel mit einem «Bajonett aufgeschnitten und die Wunde mit Salz bestreut. Sein Schwiegersohn und seine Kinder wurden gezwungen, die schreckliche Tortur mitanzuseheh. Die Budapester Brachialoffiziere haben die Stadt unter sich rayoniert und verüben seit Monaten Raub und Erpressungen an den' Juden. Die Kampagne wurde vom Stadtkommandanten Heger, Leutnant Zombory, Toth und einem gekauften Juden namens Dr. Ludwig Fischer geführt. Die Raubzüge richteten sich ausschließlich gegen die Juden. Ende April machte nun Leutnant Solymossi die Entdeckung, daß der genannte Generalstab der Raubritter mit dem erbeuteten Gelde unredlich manipulierte und einen Teil einfach ehisteckte. Heger, Zombory und Fischer würden von ihren Kameraden in Haft gesetzt und bei ihnen eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Aus den vorgefundenen Aufzeichnungen ergab sich, daß diese Bande im Verlaufe 20 Millionen Kronen zusammengeraubt und erpreßt hat! — Ausschließlich von Juden I Dies den Staafslenkern der Entente, welche erklären, „in Ungarn herrsche vollkommene Ordnung", - ins Stammbuch. Ja, es herrscht dort Ordnung, die.den Schergen des imperialistischen Kapitals erwünschte Ordnung, die aber bald von der sich erhebenden Arbeiterschaft Mitteleuropas zürn Teufel ge-agt werden wird. Aus der Internationale. Konferenz der Linken der deutbösmischeir Sozialdemokraten. Pamstag, den 9. Mai, fand in Reichenberg ^unter dem Vorsitze' des GenT Neurath die Konferenz der deutschböhmisehen Linken statt,' in welcher über die nächsten Aufgaben Genosse Dr. Hahn und über die Prinzipienerklärung Genosse Kreibich referierten. Als Vertreter des linken Flügels der tschechischen Sozialdemokraten nahm Genosse Hula, Redakteur der Kladnoer „Svoboda", an der Konferenz teil. Der Prtnzipienerklärung entnehmei wir aachstehendes: Die Erfahrungen der letzten Zeil: haben vollauf bestätigt, daß der Sozialismus auf dem Wege der bürgerlichen Demokratie nicht erreicht werden kann. Von dei lauf angekündigten Sozialisierungen wurde" nichts verwirklicht. Alle Versuche, die wirtschaftliche Macht der Kapitalisten zu schmälern, sind gescheitert. Die sozialdemokratischen. Staatsmänner, die mit den Mitteln der bürgerlichen Demokratie die kapitalistische Produktionsweise auf friedlichem Wege in den Sozialismus hinüberleiteiiVfWollten, wirken, ob sie wollen- oder .nicht, überall für den'Kapitalistischen Aufbau, der zerrütteten Wirtschaft. Die Prolitinteressen der Bourgeoisie werden als einzige Triebkraft des wirtschaftlichen Aufbaues anerkannt und demgemäß wird alles vermieden, was die Profitmacher beunruhigen .könnte. Die geringen Ansätze, die die Neubelebüng der kapitalistischen Produktionsweise aufweist, enthüllen der Arbeiterklasse die schrecklichsten Aussichten für den Fall, als es gelingen sollte, die kapitalistische Restauration durchzuführen. Die wenigen neu erzeugten Waren werden ungeheuer verteuert. Die Schröpfung der Massen erfolgt in einem Maße, wie sie früher nicht möglich gehalten wurde. Die Staatsaus gäben wachsen ins Ungeheuerliche. Zu ihrer ' Deckung wird nicht das Kapital herangezogen, sondern die iMassen des arbeitenden Volkes, denen der kapitalistische Staat ungeheure Verbrauchssteuern autbürdet. Hand in Hand mit dem Erstarken der wirtschaftlichen Lage der "Kapitalisten geht auch die Erstarkung ihrer Machtstellung im Staate. Sie haben nicht nur die Mehrheit der gesetzgebenden Körperschaften für sich, sondern der ganze Beämtenapparat steht in ihrem Dienste, nicht minder wie die bewaffnete Macht, die Gerichte, die Schulen, mit einem Worte: die ganze materielle und geistige Macht des Staates. Je mehr die ökonomische und politische Lage der Kapitalisten gefestigt wird, um so größer wird der Druck sein auf die arbeitenden Massen, um so mehr werden diese für die Schäden aufkommen , müssen, die der Weltkrieg und die durch ihn ausgelöste .Wirtschaftskrise verursacht haben. Ebenso wie sie untauglich war für den sozialistischen Aufbau, hat die bürgerliche Demokratie auch bei der Schaffung des Friedens versagt. Alle Verheißungein von Selbstbestimriiungsrecht, Abrüstung, Völkerbund und Abschaffung der GehetondiplomatLe haben sich in Dunst aufgelöst. Tägliche Vergewaltigung von Völkern, Verschacherung von Ländern, militärische Besetzung fremder Gebiete, die heuchlerische Umigehung der den Massen gegebenen Versprechungen, mit Sowjetrußland Frieden zu schließen, neue Kriege, das sind die Taten der Siegreichen Demokratie. Offen und im geheimen gehen die Vorbereitungen zu neuen Kriegen vor sich. Zugleich tun sich die Gegensätze zwischen den siegreichen imperialistischen Staaten immer krasser auf. Sie rüsten zu neuen Abrechnungen, zu neuer Teilung der Erde. Das bedeutet zunächst neues Wettrüsten, neue Milliardenausgaben für den Militarismus, für die die Massen aufkommen müssen und für später einen neuen Weltkrieg, der noch schrecklicheres Elend zur Folge haben müßte, als der letzte Weltkrieg. Wenn die . Massen all das heutige und das noch viel schlimmere, Li der nächsten Zukunft dtohende Elend ■ hinnehmen und die mit der kapitalistischen Restauration verbundene neue noch är- , igere Versklavung erduldeten, dann würden sie für die Interessen ihrer Ausbeuter nur sehr bald wieder auf die Schlachtbank geschleppt werden. Die Proletarier wollen das nicht. Wohin wir blicken, überall sehen wir Unruhe, Auflehnung, Ausstände und Aufstände. Je mehr das Elend zunimmt, um so erbitterter gestalten sich die Kämpie. Diese Bewegung in die richtigen Bahnen zu leiten, ihr das Ziel zu weisen, den Massen als swirkliche Führer zu dienen, das ist die Aufgabe der marxistischen revolutionären Sozialisten. In Erkenntnis dieser Aufgaben erklären wir: 1. Der Neuaufbau der Wirtschaft muß auf der Grundlage des Sozialismus erfolgen. Nicht der ausbeuterische Profit der Kapitalisten, sondern die Interessen der arbeitenden Massen müssen zur Triebkraft der Produktion werden. 2. Der sozialistische Aufbau kann nur im proletarischen Staate erfolgen. Dieser kann nur erreicht werden, wenn das Proletariat die politische Macht erobert und 'seine Herrschaft aufrichtet. 3. Diese Herrschaft, die Diktatur des Proletariats, die Marx als das notwendige Uebergangsstadiitm zum Kommunismus bezeichnet höt, muß die Diktatur der Mehrheit des Proletariats sein Sie i st nichts anderes als die proletarische Demokratie. Den Kapitalisten und ihren Bannerträgern bestreiten wir das Recht, mitzubestimmen, ob die Ausbeutung der Massen aufrechterhalten werden soll oder nicht. Die Form, in der die proletarische Demokratie ausgeübt wird, ist das Rätesystem, gestützt auf das bewaffnete Proletariat. Dieses allein ermöglicht das innige Zusammenarbeiten der Organe der Staatsmacht mit dem Proletariat. Die Räte verrichten alle Autgaben sowohl der Gesetzgebung als auch der Verwaltung.' 5. Der inmitten von kapitalistischen Staaten befindliche proletarische Staat hat einen überaus schweren Stand. Wir müssen daher trachten, daß die Errichtung der proletarischen Diktatur womöglich durch eine internationale Aktion des Proletariats erfolgt oder von einer solchen begleitet wird. In Staaten, die von mehr als einer Nation bewohnt werden, ist der innige Zusammenschluß der Proletarier aller Nationen im revolutionären Klassenkampf die unerläßliche Voraussetzung der Eroberung der politischen Macht. 6. Die Gewähr dafür bietet nur jenes Proletariat, das auf dem Boden der III. Internationale steht. Wir forderit daher den Anschluß an die III. Internationale. Italien. Wie „II Sovlet" meldet, hat die antiparlamentarische Fraktion der italien. sozialistischen Partei am 8. Mal in Florenz eine Konferenz abgehalten. Der, alte Gegensatz zwischen den Anhängern des Parlaments und den Propagandisten der „direkten Aktion" wurde durch diese Tagung besonders augenfällig. Der sozialistischen Partei wurde der Vorwurf gemacht, daß sie Reformisten in ihren Reihen dulde und trotz des Bekenntnisses zur III. Internationale das Parlament als Bollwerk des bürgerlichen Staates stütze. Ein Beschluß aus der Pa-tei auszutreten wurde nicht gefaßt. Die Redner betonten die Notwendigkeit innerhalb der Partei gegen Parlamentarismus zu wirken und in diesem Sinne auch bei a'len der dritten Internationale angeschlossenen Parteien zu agitieren. Vorwärts in den Kafmpf für die revolutionäre Einheit unserer Partei, unserer Partei unter dem Banner der III. internationale! VorwärtsindenKampffürden kommunistischen Poate-Zionismus! Prag, im Mai 1920. Der Zentralansschuß der „Linken Fraktion". Aus unserer Weltbewegung. Mitteilungen der linken Fraktion der „Poale Zion"in der tschechoslowakischen Republik. Die erste Nummer liegt vor. Kaum zwei Seiten stark und doch wie inhaltsreich. Noch als BeÜage zum „Jüdischen Sozialisten". Aber welche Entwicklungsliefe kennzeichnet dieses Beiblatt im Vergleiche zur Entwicklung des ersten Jahrganges des Hauptblattes. Wir beglückwünschen unsere Genossen, unsere tapferen Mitkämpfer zu diesem weithin sichtbaren Erfolg ihrer rastlosen Aufklärungsarbeit. Die junge tschechoslowakische, Bruderpartei hat ein tüchtiges Stück Weg zur revolutionären Durchbildung zurückgelegt. Die „Mitteilungen" legen beredtes Zeugnis darüber ab. Freudig und voller Anerkennung' bringen wir den Aufruf des Zentralausschusses der '„Linken ■ Fraktion" zum Abdruck. Die Red. Genossen und Genossinnen! Auf dem II. ordentlichen Parteitag am 29; April d. J. hat sich die „Linke Fraktion" der tschechoslowakischen Poale *Zion konstituiert. 20 Delegierte aus verschiedenen Ortsgruppen Böhmens, Mährens und der Slowakei haben ihren festen Willen kundgetan, unsere Bewegung auf dem Boden der unverfälschten marxistischen Lehfe in die III. Internationale zu führen! Nicht um die Partei zu spalten, haben wir uns zu einer Fraktion zusammengeschlossen, denn wir wissen zu gut, daß eine der wichtigsten Prämissen des Klassenkampfes, der proletarischen Aktion, die Einheitsfront des Proletariats ist. Auch wir wollen die Einheit unserer Partei, die revolutionäre Einheit unserer Weltbewegung, aber nicht die Einhielt um jeden Preis, auf Kosten der Idee! Wir wissen, daß der Kampfplatz des jüdischen Proletariats in der III. Internationale ist, von der wir glauben, daß sie die fnte-naHonale der Menschheit sein wird Unser Programm heißt Gegenwart. Es muß Fleisch! vom Fleische, fc.ui vom L>iu,e der ui.Dotischen Epoche sein, die wir jetzt durchleben, der proletarischen Weltrevolution. So wie diese Revolution die Welt in ihren Grundfesten erschüttert, so darf auch unser Programm, wenn es der. lebendigen Wirklichkeit entsprechen soll, sich nicht an Buchstaben halten. Denn dieses gerade ist das Zeichen der Lebensfähigkeit und der historischen Möglichkeit der Verwirklichung unseres Programmen, welches stets die besondere Anwendung und Uebertragung der marxistischen Grundsätze auf die Oekonomik des jüdischen Lebens war, daß es im Höllen- und Fegefeuer des Weltkrieges von allen Schlacken bürgerlicher Ideologie und der Anpassung an die ökonomischen Vorausset ungen der kaoita'ntischen WeU befreit, nunmehr in der sozialen Revolution sein echt proletarisches und revolutionäres Gepräge erneut Die Begriffe der Nation, der Allweltlichkeit und des Territorialismus, die innerhalb der bürgerlichen Demokratie als Grundpfeiler unseres Programme* die soziale Befreiung des jüdischen Proletariats verbürgen sollten, sie müssen jetzt im Flusse der soiialen-Revolution die Aenderüng erfahren, welche der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzung Rechnung trägt! ' So wie die „bürgerliche Nation", jetzt im Endkampfe des Proletariates gegen die internationale Bourgeoisie, ihre heuchlerische Maske angestreift hat, um nach dem blutigen Maskenball des Weltkrieges im „Völkerbunde" der Kapitalisten aller Länder sich gegen das Proletariat zu wenden, so beginnt jetzt die proletarische Nation, die nicht in Klassen zwiegespaltene, durch die Volkskultur, die sie geschaffen, zusammengeschweißte Arbeitsgemeinschaft, sich als Keimzelle der proletarischen Internationale zu konstituieren! Dies ist die Plattform, auf der wir Angehörige der „Linken Fraktion'^ uns fanden, und wie innig und organisch die Neubildung der Begriffe Allweltlichkeit und Territorialismus mit ihr zusammenhängt, dies zu zeigen, soll eine der vornehmsten Aufgaben unseres Blattes sein. Daß dies eine unausbleibliche Folge unserer allgemeinen Auffassung, die Entwicklung der sozialen Revlution, welche sich nanx auf den Prinzioten der III Internationale aufbaut, ist, aas wollen wir vorerst und zunächst betonen. Genossen und Genossinnen! Unsere Bewegung steht nun am Scheidewege ihrer weiteren Entwicklung. In der letzten Entscheidungsstunde — vor der Weltkonferenz — gilt.es, für uns Angehörige der „Linken" alle unsere Kräfte zu organisieren und zusammenzufassen. Die kurze Zeit, die uns übrig bleibt, fordert von uns das Maximum der Propagandaentwicklung in Wort und Schrift! EINGESENDET. Wir werden gebeten Nachstehendes zu veröffentlichen, daß die bürgerlich-zionistischen Blätter die „Wr. Morgenzeitung" und die „Morgenpost" nicht abdrucken wollten: „Bei der am 9. Mai 1920 unter Vorsitz des Dr. S. Beer im Bothause „Ahawath Szulom" XVI., Lindauergasse 5, stattgefundenen Versammlung der demokratisch gewählten Vertreter dar galizischen Bezirke wurde folgende Resolution gefaßt. Die Versammlung nimmt die Gelegenheit wahr, gegen das Gebahren der Leitung im „Am. Joint distrib. Committee, Abteilung Wien«, I welche unzählige Fälle vön Ungerechtigkeiten aufweist/schärfsten Protest zu erheben und beschließt ein Rechtschutzkomite einzusetzen, dem die Aufgabe zufallen würde seitens ungerecht benachteiligter Parteien vorgebrachte Beschwerden entgegenzunehmen und dlesselben an geeigneter Stelle zur Erörterung zu bringen. Ferner forderten die Versammeitert Vertreter die Änderung des bisherigen Recherchensystems auf diese Weise, daß in allen Fragen von jeweiligen Unterstützungsaktionen die gewählten Vertreter entscheiden sollen". Im Auftrage der Versammlung 9 XV., Löhrgass 4/5. S. W. Katz, Delegierter des Bezirkes Zborow. Jüdisches Arbeiterheim, 11. Blumauerg 1, Wochenprogramm vom 31. Mai bis 6. Juni 1920. Montag: 7 Uhr abends, Arbeiterchor (Grosser Saal): 7—9 Uhr abends, GenosseSchapira: Jiddisch.1^Uhr abends: Kurs des Gen. Zloczower: Staat und Sozialismus (Kurszimmer). Dienstag: Va 8 Uhr abends, Bezirksorganisation II: Vortrag des Genossen Dr. Bloch. (Gr. Sial). 6 Uhr abends, Kurs des Gen, Mestel: Letzte Periode jüd. Literatur (Kurszimmer). Mittwoch,: 8 Uhr abends, Lichtbildervortrag: Eine Reise durch die vereinigten Staaten von Nordamerika (Gr. Saai). 7 Uhr abends, Kurs des Gen. Singer: Schoiem Aleichems Gestalten (Kurszimmer). V28 Uhr abends, Kurs des Gen. Bloch: Einführung in den Sozialismus (Kurszimmer). Donnerstag: Halb 8 Uhr abends: Dr. Nagler und Serpow: Bericht über den Parteitag unserer polnischen Bruderpartei. (Or. Saal). Gen. Ing. Schüler: Elektrotechnik (Kurszimmer). 8 Uhr abends: „Esperanto" (Parterre-Saal). Freitag: 7 Uhr abends, Kurs des Gen. Serpov: Die jüdische Arbeiterbewegung (Kurszimmei). Samstag: 7 Uhr abends, Akademischer Verband Poale Zion: Versammlung mit Vortrag von Gen. Serpov: Partei-Konferenz, und Weltverband (Gr. Saal). Sonntag, den 6. Juni: Bezifksorganisation I und IX. Ausflug nach Sievering — Dreimarktstein — Pötzleinsdorf. Treffpunkt pünktlich 1 Uhr nachmittags beim Liebenbergdenkmal gegenüber der Universität. Gäste herzlichst willkommen. Akademischer Verband jüdischer Sozialisten „Poale Zion". Samstag, den 5. Juni, Vs^Uhr abends, findet im jüdischen Arbeiterheim, II., Blumauergasse 1, eine Mitgliederversammlung mit folgender Tagesordnung statt. 1. ) Parteitag und Weltkonferenz — Referent Gen. Alexander. 2. ) Universitätsfragen. 3. ) Innere Organisationsfragen. Mit Rücksicht auf die Wichtigkeit der Tagesordnung werden alle Mitglieder um pünktliches Erscheinen ersucht. Parteilegitimationen sind mitzubringen. Berichtigung. In den Anzeigen der vorigen Woche ist aus Versehen des Setzers ein, Irrtum unterlaufen. Es sollte richtig heißen: Mila Antlen (New-York) und Markus Schaffner (Wien) teilen auf diesem Wege, ihre V e r 10 b u n g mit. Genossen Installateure und Elektriker welche an einer Arbeitsgemeinschaft auf genossenschaftlicher Grundlage teilnehmen wollen, mögen sich in der Kanzlei der Konsumgenossenschaft für jüdische Arbeiter und Angestellte, II., Blumauergasse 1, melden. Konsumgenossenschaft für jüdische Arbeiter und Hn* gestellte. Wien, 11., Blumaucpgasse 1. In der Woche vom 31. Mai bis 5. Juni werden an unsere Mitglieder abgegeben: Pflanzenfett, Eier und Kartoffel (K 6.— das kg) ohne Marken ferner Salz, Bohnen Erbsenmehl, Lachs- und Fettheringe, Marmelade, Kanditen, Konserven, Rum und Weine. * Für ansere Mitglieder \\ urde eine genossenschaftliche Sdiuhrepsfflfur- Werkslötte eröffnet, welche Arbeiten jeder Art von Mitgliedern entgegennimmt und mit vorzüglichem Material zu folgenden Preisen ausführt: Doppler und Absätze für Herrenschuhe per Paar K 130.— „ „ „ „ Damenschnhe „ » K 110.— „ „ „ n Knabenschuhe „ » K 70.— „ „ „ „ Kinderschuhe „ » K 50.— Absätze „ Herrenschuhe » » K 35.— „ „ Damenschuhe „ „ K 25.— „ „ Knabenschuhe „ „ K 15.— „ „ Kinderschuhe „ » K 10.— Jene Mitglieder, welche ihre neuen Einkaufs-bücher noch nicht behoben haben, wollen dieselben in unserer Kanzlei ehestens Bbholen. * Mitglieder, welche Anspruch auf die Zubuße der internationalen Gewerkschaftskommission haben, wollen ihre Adresse nebst Nummer des Gewerkschaftsbuches nnd bisherigen Bezugsortes an unsere Kanzlei bekanntgeben, Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Herscn Nagler, „Adria". Druck- und VerlagsgesellsQhtfä a. k »f Wen, II., Taborstraße 63 U

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