Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 20 (15.5.1920)
- Date
- 1920-05-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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SEITE 4 FREIE TRIBÜNE NR. 20 Der Wahlkampf in Deutschland. Am 6. Juni wird der Reichstag gewählt worden und der Wahlkampf ist bereits im Gange. Die drei selbständig vorgehenden sozialistischen Parteien haben ihre Wahlaufrufe erlassen. Die Sozialdemokratische Partei (Mchrheithu) ± kommt mit den alten Wahlphrasen, nicht zuletzt mit der abgeschmackten Fiktion, daß „das arbeitende Volk, Üaiul- und Kopfarbeiter, wenn . . . , bei der bevorstehenden Wahl die Mehrheit gewinnenwird. Dabei setzt es faule Hiebe nach links die Menge, die Unabhängigen werden des Pulseuismus bezichtigt, mit Maschinengewehren und Handgranaten in Zusammenhang gebracht und die „Diktatur des Räte- Bystems" wird natürlich heftigst abgelehnt. Die Stellung der Unabhängigen charakterisier das Wort Crispiens: „Der Wahlkampf ist nur ein Gefecht; im Verlaufe der Revolution. "* In dem Wahlaufruf wird die Unmittelbarkeit des Kampfes um die Errichtung der sozialistischen Weltordnung betont, das ltätesystem als das Mittel aur i'Jrreichüng dieses Zieles bezeichnet. „Die arbeitenden, Menschen, die Träger der Wirtschaft, die Erzeuger des ge- " sellHchaftlich.cn Reichtumes, die Förderer« der Kultur sollen auch die verantwortlichen Träger aller staatlichen und geselischüftlichen. Einrichtungen und der politischen Gewalten sein . . . Die Diktatur des Proletariats ist der proletarische Ausdruck für die Uebernahmc der politischen Macht durch die Arbeiterklasse, ist ein Uebergangsstadiuni für die Zwischenzeit vom Kapitalismus zum Sozialismus Zum Schlüte kommt allerdings das unvermeidliche Janusgesicht zum Vorschein: es werden eine Reihe von Mindestforderungen aufgestellt, darunter die nach der berühmten „Sozialisier» ng", Ausbau der Sozialgesetzgebung usw. und deren Durchführung die Fähigkeit zugeschrieben, „Deutschland aus dem wirtschaftlichen und politischen Zusammenbruch horaiiBzuführen." Die Kommunistische. Partei Deutschlands (Spartakusbund) . betont in ihrem Aufruf ausdrücklich, zu dem alleinigen Zweck in den Wahlkampf zu ziehen, um „im Proletariat das Bewußtsein seiner Lage zu erwecken und ihm die Mittel, zu seiner Rettung zu zeigen," daß aber „die Entscheidung über dieses letzte Ziel außerhalb der Parlamente fallen'' wird. Ihre Losungen sind„Gegen die bürgerliche Demokratie! Für die deutsche Räterepublik! Für die Diktatur des Proletariats in Stadt und Land! Für dl» Bewaffnung der Arbeiterschaft! Für die Entwaffnung des Bürgertums etc.! Für engstes Zusammenwirken mit Sowjetrußland!'' usw. Der 1. Mai in Lemberg, Zum erstenmal seit G Jahren ist das klassenbewußte jüdische .''roletariat in Lemberg am 1. Mai auf die Straße gegangen. Vormittag wurde am neuen Fischplatz unter freiem Himmel eine riesige Mai-Versammlung abgehalten. Sodann formierte sich ein Demonstrationszug» der sich durch alle jüdischen Gassen der Stadt bewegte. Der Zug zählte acht- bis zehntausend Arbeiter, die unter dem Klange revolutionärer Lieder, unter Hochrufen auf die III. Internationale und die Soziale Revolution durch die Straßen zogen ■Voran gingen die kleinsten der Kleinen, die Kinder des Kinderheimes „Max Rosenfeld", nachher der Jugendchor, die Jugendlichen, die Parteileitung und der Arbeiterohor. Dann gingen efte gewerkschaftlich organisierten Fachgruppen,^wie die Metallarbeiter, Kellner, Handelsangestellten und Privalbeamten, Bäcker, Schauspieler, Schuhmaoher, Gläser, 'Friseure, Kürschner und Kappenmacher, Schildermaler, Chemische Arbeiter, Wein- und Metharbeiter und die Frauenorganisation. Der Zug löste sich beim Vereinslokal nach einer Ansprache auf. Um 1 Uhr wurde im geschmückten großen „Jad Charuzim"-Saale an 1000 Arbeiter ein Mittagessen verabreicht. Nachmittag fand im Saale des „Arbeiterkinderheime" ein großes Kinderfest und imSario der Handelsangestellten ein Jugendfest statt. Den S'*1™ . der Maifeier bildete ein Kommers im. Parteisaale, Sj'kstuska Nr. 19, wo die ganze Parteilung wie auch sämtliche Funktionäre tvn'd Leiter der Parteiinstitutionen und Gewerkschaftsgruppen vertreten waren. der Sozialdemokratie und führt, indem es damit in die internationale sozialistische Familie eintritt, einen ökonomischen politischen und nationalen Befrciuneskampf gegen die herrschende Gesellschaftsordnung. . ■ ■ , . Aber die Beschränktheit seines Arbeitsplatzes und seine uiwjünstige Kampfbasis stellen es hart vor das nationale und das Emigrationsproblem und es nimmt in sein Programm entsprechende nationale und territorialishsche Forderungen auf Auch in Palästina erhebt sich der Klassenkampf zwischen Arbeit und Kapital, der die Demokratisierung der palästinensischen Gesellschaft herbeiführt. In Zusammenhang mit der wachsenden ökonomischen Autonomisierung der jüdischen Siedlung in Palästina wird die fernere Demokratisierung der Türkei auch die territorial-politische Autonomie Palästinas im Gefolge haben: so wird durch den Klassenkampf des jüdischen Proletariats der Territorialismus als politische Kevolution im Leben der Juden.verwirklicht. Dies gelangt in der Entstellung und Entwicklung einer allweltlichen proletarischzionistischen Bewegung zum Ausdruck, die danach strebt, auf dem Wege zur sozialen Revolution, das nationale Problem der Juden durch die territoriale Autonomie m Pa last in a zu lösen. . . . . i. Die j S D A P. (P.-Z.) macht es sich, indem sie alle genannten Tendenzen der geschichtlichen Entwicklung der sozialen und nationalen Verhältnisse, die Rolle frnd den Anteil des organisierten Proletariates in und an deser Entwicklung voraussieht, indem sie sich de Interessen der jüdischen Proletarier aller Länder und die Interessen des Proletariats aller Völker klar macht, zur Aufgabe, das judische Proletariat zu organisieren und in de Reihen der internationalen Sozialdemokratie zum Kampf für die soziale und nationale Befreiung, für politische Demokratie, für bürgerliche und nationale Gleichberechtigung, für die soziale Revolution zu fuhren. Sie bemüht sich, indem sie das jüdische Proletariat über alle seine historischen Aussichten aufklärt ihm seine historischen Wege zu erleichtern. In ihrem Kampf um die nächsten und weiteren, ökonomischen und .politischen, sozialen und nationalen Interessen des jüdischen Proletariates wird die J. S. D. A. P,(P.-Z.) stets scharf die Selbständigkeit seiner Interessen hervorkehren und diese der ganzen bürgerlichen Welt im Allgemeinen und der jüdischen Bourgeoisie im Besonderen entgeqen.stellen. Unterstützend alle Freiheitsbewegungen der Bourgeoisie sowohl politisch-soziale, als auch nat onale, wird jedoch die J. S. D. A. P. (P.-Z.) das Proletariat stets über die Halbheit und den Opportunismus der bürgerlichen Demokratie in allen ihren Schattierungen aufklaren und es im Sinne klaren Klassenbewußtseins und selbständiger Klassen-Aktivität erziehen. Erster Mal in Warschau. Der Erste Mai wurde von unserer Bruderpartei in Warschau durch einen Demonstrationszug unter ungeheurer Beteiligung der begeisterten Genossen gefeiert. Alle waren erfüllt von den Gedanken: „Nieder mit dem Krieg', „Nieder mit dem Militarismus", „Hoch die soziale Revolution", „Hoch die Diktatur des Proletariats-, „Hoch die proletarische Internationale". Tags vorher wurden die Redakteure unseres Bruderblattes „Arbeiterwort" und der beiden anderen jüdischen sozialistischen Blätter verhaftet. Wir fühlen uns eins mit den Genossen in Warschau wie mit denen der ganzen Welt. Wir empfinden stärkste Sympathie für sie in ihrem Kampf gegen die polnische Reaktion. Die landwirtschaftlichen Kommune« in Sowjetrußland. < (Radio Rosta.)J, Im Februar 1919 wurden in Rußlaad 39.000 Hektar gemeinschaftlich in der Form von Sowpt- ■ kommunen bearbeitet. Jetzt bestehen über 2000 solcher Kommunen mit einer Bodenflüche von über 1 Ntillion Hektar. Wie wir bereits nach der R. S. K. mitteilten („Freie Tribüne" N"r. 15). sind von der jüdischen Arbeiterorganisation „Hechaluz" viele landwirtschaftliche Kommunen organisiert worden. Das Volkskommissariat für Ackerbau und seine lokalen Organe zeigen volle Bereitwilligkeit, diese Bewegung zugunsten der jüdischen Landarbeit zu fördern. Zur Sprachenfrage. Diskussionsa rtikel. *) Das Sprachenproblem ist zwar nicht die wichtigste Frage für das Proletariat,, aber immerhin doch eine der wichtigsten. — Die heißen Sprachendebatten des Vorkrieges gehören schon lange der Vergangenheit an. Der Weltkrieg und seine Folgen haben ungeheure, wirtschaftliche, politische etc. Probleme vor dem jüdischen Proletariat aufgerollt, so daß die Sprachen frage fast gänzlich zur Seite geschoben wurde. Erst in der letzten Zeit haben Ereigniisse in Rußland und in Palästina die Sprachenfrage wieder vorgeschoben und aktuell, gemacht. Auch bei uns, nach einer langen Pause, scheint der Artikel „Die Sprachenfrage" in der Serie „Probleme der jüdischen Arbeiterbewegung" nur ein Anfang zu sein für eine frische und vielleicht auclTneue Auseinandersetzung und Erörterung dieser Frage. Und es liegt sicher im Interesse der Klärung und Verständigung, daß alle Strömungen und alle diesbezüglichen Meinungen innerhalb der jüdischen Arbeiterbewegung zum Ausdrucke (kommen. So glaube ich, werte Genossen, daß Sie auch meinen Artikel, als der Meinungsäußerung einer anderen Strömung innerhalb der poale-zSonßsüschen Bewegung, Ihren Raum nicht verschließen werden, .nachdem die Sprachenfrage in der „Freien Tribüne" schon einmal prinzipiell angeschnitten und von einem extremen Standpunkt beleuchtet wurde. Und dies, wie gesagt, im Interesse der Klärung und Aussprache in unseren eigenen Reihen. Der Genosse, der den Artikel geschrieben hat, machte sich die unzweifelhaft schwere Aufgabe ganz leicht. Er dekretiert einfach gleich am , Anfang des Artikels, daß es für das jüdische Proletariat weder hier noch in Palästina, eine. Sprachentrage gibt. Schön gesagt, Genosse! Nur ist damit die Frage reicht erledigt und die Tatsachen sind damit noch lange nicht aus der Welt geschafft. Mit Dekreten schafft man eben Tatsachen nicht ab und wer den Artikel zu Ende gelesen hat, der gewinnt die Ueb erzen gung, daß es — leider eine Sprachenfrage für das jüdische Proletariat gibt. Der Genosse kommt auch selbst darauf, denn er greift sich voll Entrüstung an den Kopf und fragt: wie kommt es, daß Genossen in Rußland, die jahrzehntelang die leidenschaftlichsten und extremsten Verfechter der ' jiddischen Sprache waren, zu ebensolchen Hebraisten in Palästina werden. Alle ohne Ausnahme!! Daß sie in ihrem hebräistischen liebereifer so weit gehen, daß sie Genossen, die aus Europa kommen, am jiddischen Reden sogar hindern. Darüber aber will sich der Genosse keine Gedanken machen. Und mit efinem ironischen Lächein über eine Schiffskarte Odessa-Jaffa lassen sich diese Tatsachen nicht erklären. Da muß etwas njeht stimmen! Auch ich glaube nicht, daß diese hebraistfechen Wunder mit einer Schiffskarte zu erreichen sind und am allerwenigsten werden Sie an das altjüdische Sprichwort glauben: „Awira d'erez israel machkim", d. h. die Luft in Palästina macht die Leute schon gescheit. Da muß mau eben diese Tatsachen etwas ernster nehmen, man muß darüber ein bißchen ruhig und logisch nachdenken, um sie zu verstehen und zu erklären. Und dann, Genosse, werden Sie sich schon selber sagen müssen: Vielleicht haben doch diese alten und treuen Vorkämpfer des Sozialismus und der jiddischen Sprache, die man doch absolut keiner nationalistischen Ueberspannung und Spielereien verdächtigen kann, im Grunde genommen Recht?!!! Denn, Genossen, es ist leicht, von Wien aus alle Probleme zu lösen, nur beurteilt und löst man sie fast immler — — falsch. Und wenn manche Genossen von Wien aus z B. der englischen oder italienischen Arbeiterklasse Direkten für Ihre politische und sozialistische Taktik geben wollen, so ist es gerade so falsch und lächerlich, wie wenn wir von hier aus der jüdischen Arbeiterschaft in Palästina vorschreiben wollten, wie sie die Sprachenfrage zu lösen hat. Jedes Land und jedes Volk hat andere wirtschaftliche, kulturelle', politische, geographische etc. Bedingungen, und. um etwas zu beurteilen, muß man die Verhältnisse" an Ort und Stelle genau studieren. Und wie wir zum Beispiel die sozialistische Politik der Arbeiterklasse in jedem einzelnem Lande überlassen müssen, so sollen wir auch konsequent die Lösung der Sprachenfrage in Palästina der Arbeiterklasse dort übergeben. Denn, Genosse, man kann die hebräische Sprache beurteilen nach den Verhältnissan in GaSizfien, in Rußland--aber auch nach den Verhältnissen in Palästina. Da wird man eben gezwungen, durch das Leben gezwungen, zu revidieren. Und wer weiß, ob Sie, Genosse, nach einer kurzen Zeit des Aufenthaltes in Palästina nicht als Hebräist zurückkehren werden?!!! Alles schon dagewesen. (Vide Tatsachen, die Sie selbst bezeugen.) Denn wenn Sie einmal in Jaffa oder wo anders einer Arbeiterversammlung beiwohnen werden, wo sich ostjüdische, jemenitische, sephardische, bucharische etc. etc. Arbeiter verständigen wollen und müssen, da werden Sie gleich gründlich revidieren. Da werden Sie, (wie alle, die mit Ihrer Ueberzeugung nach Palästina gekommen sind) einsehen müssen, daß um diese babylonische Masse zu einigen, man zuerst das Allernotwendigste. eine gemeinsame Sprache haben muß. Und wenn Sie nicht Esperanto einführen wollen, so müssen Sie, eben ein Vorkämpfer der hebräischen Sprachen werden. Da liegt das Geheimnis des Rätsels. Denn 'Jiddisch wird kein einziger jemenitischer oder sephardischer Arbeiter als seine Sprache annehmen wollon. Es ist ihnen gerade so fremd wie uns das spanische oder arabische Idiom der Jemeniten. Da wird Hein Hinweis auf die Prozente und das arithmetische Verhältnis der Sprachen helfen. (Schluß folgt.) *) Siehe „Freie Tribüne" Nr. 16. Jüd. sozialistische Arbeiterpartei Poale Zion Bezlrkgorgatiisation XX (Wallensteinstr. 62) II. literarischer Abend (Jüdisch-proletarische Dichtung) Samstag, den 22. Mai 1920. 6 Uhr abends, im Saale der Toyabeehalle (XX Denisgasse 33) Unter Teilnahme der Genossin Nagler, der Genossen Bei Horowitz, Melech Rawicz, Mendel Singer und des Jüdischen Arbeiterchores" Aufführung des Dialogs von D Edelstadt: 9,Q®r Maler*' durch Herrn und Frau Bei» Reg! beifrag & 5.- Veranstaltungen. Dienstag, den 18. Mai, 7 Uhr abends, fhdä Im jüd. Ärbeiterheim, II., Blumauergasse 1, ein Vort ra o des Gen. Singer statt. — Thema vorbehalten! Freitag, den 21. Mai, findet eine wichtige MitqKederversa mm iniig des II. Bezirkes statt. ParteUegitimattoa mitbringen. Erscheinen Pflicht! Jüdisches Arbeitenheim, 11. Blumauerg 1, Wochenprogramrn vom 17. bis 24. Mai 1920. Montag:- 7 Uhr abends: Arbeiterchor, (Großer Saal) 7*8 Uhr abends: Kurs des Gen. Zioczower: Staut und Sozialismus (Kurszimmer). Dienstag: 7 Uhr abends: Diakussionsabendi(Großer Saal); ß Uhr abends: Kurs des Gen. Mesteb Leinte Periode jüd. Literatur (Kurszimmer); 7 Uhr abend«: Kurs dös Gen. Sohapira: Jiddisch (Kurszimmei >. Mittwoch: 8 Uhr abends: Naturwissenschaftliche'- Lichtbildervortrag (Großer Saal); 7 Uhr abends: Kurs dea Gen. Singer: Scholem Aiejchems Gestalten (Kur.szimmer); 8 Uhr abends: Kurs des Gen. Bloch: Einführung in den Sozialismus^ (Kurszimmer). < Donnerstag: 7 Uhr abends: Arbeiterchor f(Großor Saal);, 7 *Ühr abends: Kurs des Gen. Ing. Schüler; Elektrotechnik (Kurszimraer). Freitag: 8 Uhr abends: Mitgliederversammlung des Ii. und XX. Bezirkes (Großer Saal); 7 Uhr abends: Kurs des Gen. Serpowi Die jüd. Arbeiterbewegung ' (Kurszimmer). Samstag:. 8 Uhr abends: Lichtbildervortrag: Die Revolution 1848; Klaviervortrag "Gen. Adelina Pjatigorsku; Regiebeitrag K 2.—. Der angekündigte literarische Abend: „Jüdische Romantik" kann aus technischen Gründen nicht stattfinden. Anstatt dessen findet um Samstag, den 15. Mai, ein ,,Bun ter literarischer Abend" statt, unter Mitwirkung von. Gonossin Serpow, Frau Weintraub-Graf und andere. 25. PreSfondauswets. Gen. Dr. Nagler gratuliert herzlichst dem Gen. Zipkia und Röttenstreich zur Vermählung 10.—; der Ausschuß der Beziriksorganisation II. gratuliert herzlichst dem Genossta Ziplkin zu seiner Vermählung 50.—; Gen. M. Margulies gra- ,tuliert herzlichst dem Gen. Rottenstreich und dem Genossen 'Zäpikin 10.—; Gen. Rika Müller gratuliert herzlichst dem Gen. Ziplkin zu seiner Vermählung 10.—; Gen. Dr. S. Sokai i gratuliert herzlichst dem Gen. Zipkin zur Vermählung 20.- I Gen. ]. Kandel gratuliert herzlichst dem Gen. Zipkin zur Vermählung 10.—; Gen. M. Schorr gratuliert herzlichst dem j Gen. Zipkin zur Vermählung; Gen. Josef Klügler gratuliert ' herzlichst dem Gen. Aron Grünberg zu seiner Vermählung mit Frl. Salomea Ellenberg 10.—; Gen. M. Bahr (2. Rate) 50.—; N. N. am Ball des „Jüd. Arb.-Sport-Kl." 10.—; Leib Tannenbaum 10.—. \ Zusammen in dieser Nummer K 200.—. Bisher ausgewiesen K 11.342.30. Insgesamt K 11.542.30. 26. Preßfondausweis. , Farn. Weißmann gratuliert dem Gen. Licnfmam zu seiner Vermählung K 100.—; Farn. WeiBrnann gratuliert dem Gen. Zipkin zur Vermählung K 100 —; der Gen. Ätna Katz und dem Gen. Bielaczewid zu ihrer Vermählung gratulieren: Menkes K 10.—; Wachsmana K 10.—; Judith Henig (Sammlung) K 100.—, Gen. Grätzer K 2.—; Gen. Schattier Markus anl. seiner Verlobung K 100.—; den Gen. Michl und Ester Kohn gratulieren anl. der Geburt einer Tochter: Schmiel und Rosa Margulies K 20.—, Kandel K 20 —, Schüler K .10.-, Menkes K 10.—. Gesammelt am 1. Mai: Durch Gen. Seidmana K 163.-, durch Gen. Babad K 156.-, durch Ehrmann K 81.-. gesammelt durch Klipper K 26.—. — In dieser Nummer K 1108.-; bisher ausgewiesen K 11 342.30; zusammen Krone« 12.W0.30. Konsumgenossenschaft für jüdische Arbeiter und Angestellte. IL Binmaügpg. 1. In 'der Woche vom 17. bis 23. Mai werden an unsere Mitglieder abgegeben: Pflanzenfett, Salz, Eier, Bohnen, Kartoffel, Erbsenmehl, Kartoffelflocken, Norwegische Fettheringe, Konserven, Weine, Rum und Kanditen. liehe Für unsere Mitglieder wurde eine genössensohafteröffnet, welche Arbeiten jeder Art von Mitgliedern entgegennimmt und mit vorzüglichem Material zu billigsten Preisen ausführt. Jeno Mitglieder, welche ihre neuen Eiiikaufsbücher noch nicht behoben haben, wollen dieselben in unserer Kanzlei ehestens abholen. Mitglieder, welche Anspruch auf die Zubuße der Internationalen Gewerkschaftskommission haben, wollen ihre Adresse nebst Nummer des Gewerkschaftsbuches und bisherigen Bezugsoites an unsere KanzLn bekanntgeben. Herausgeber und veraotwortücber Redakteur: Dr. Hersch Nagler. „Adria", Druck" oad Verlagegeseüachaft m. b. H., Wien, IIn Taborstraße 5'.