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Freie Tribüne · 1920-04-17 · 16 (17.4.1920) · page 4

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
16 (17.4.1920)
Date
1920-04-17
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SWTE 4 FREIE TRIBÜNE NR. 16 im Zustand des Produktionsreichtums, der Ueberproduktien. .Was; dies bedeutet, wird jedem klar, wenn mau bedenkt, daß es sich um die Aiüschlieüung eines Landes handelt, wo außer dem Boden und der Arbeitskraft fast alle Produküojsemittel fehlen. Wenn es trot-sdem der zionistischen Bourgeoisie nicht gelang, in den Vorkriegsjuhren iremaes Kapital Aach Palästina zu bringen, aus Palästina eine groDe Kolonie irgendwelcher jüdischer Groij-Bo-urgeois, oder iLgend- Mrelcher Imperialisten, trotz des sdnerzeitigen Ueberllasse3 an Kapital zu machen, so lag dies insbesondere an der Drosselung der Einwanderung jüdischer Arueitokrafc durch die Türkei und noch in anderen Ursachen, auf die ich hier nicht weiter eingehen kann. Nun wissen wir, daß der Weltkrieg eine riesige Verminderung der Produkte und Produktionsmittel zurückgelassen hat, daß deren i'olge eine immer anwachsendere Unterproduktion ist, uie wieder riesige Massen arbeitslos macht, sie verelendet, und die schließlich den unmittelbaren Anlaß zum letzten Anstürme gegen Pnvatherrschaft bilden wird. Doch nicht nur der Mangel an Produktionsmitteln, sondern auch die daraus resultierende Teuerung iühren zu einem großen Mangel an Kapital. — Soweit aber Finanzkapital verfügbar ist, entscheidet im kapitalistischen Wirtschaftswesen für seine Investition nur die Rentabilität als aileinherrschendes Gesetz und eine solche ist in Palästina nur zum geringen Teio gegeben, steht sicherlich in keinem Verhältnis zur Rentabilität in den industriell entwickelten Staaten. ' 2. Die politische Seite der Frage. Nach dem Zusammensturz der türkischen Herrschaft brach ein Fronlocken innerhalb der zionistischen Reihen aus; nun glaubte man, sei der Weg nach Palästina offen, das Hindernis für die Immigration sei nun unter Englands Schutzherrschaft beseitigt. Man übersah jedoch, daß sich ein weit größeres /Hindernis eingestellt habe, das des internationalen *wirt- ' echaftlichen Zusammenbruchs, den ih cbm besprochen habe. Englandslmperialisfen haben in richtiger Einschätzung Palästinas als Brücke zwichen ihren Mittelmeer kolonien und Indien schon im Jahre 1917 durch ihren Sprecher Lord Balfour verkünden lassen, daß England Palästina zum Heimatland der Juden erkoren habe, respektive, daß die Juden die Holfers heller Englands in seinen Expansionsgelüsten im Osten zu bilden haben. —• Die Entwicklung, die in der letzten Zeit in Syrien vor sich geht, wo es die Engländer meisterhaft verstehen, die Muslamim gegen die Christen — die unter Frankreichs Patronanz stehen — aufzuwiegeln, um von dieser Kolonie Frankreich zu vortroibon und sich auch dort politisch zu verankern, was auch ein Beweis, — wenn es überhaupt eines Beweises bedari — dafür ist, welches Schicksal Palästina durch Englands Herrschaft erwartet. — Mir scheint aber, daß England heute — selbst den guten Willen vorausgesetzt — den Aufbau Palästinas nicht fördern kann, da ihm der Atem hiezu nicht ausreicht. — Für Amerika, als dem einzigen Staat mit-Produkfionsrelchtum" bildet Palästina kei >erl;i Rent sbilitä'smöglichkeit.. Es mutet fast grotesk an, wenn trotzdem die zionistische Bourgekisie alles vom hohen Rate, resp. seinem Willensvollstrecker England, erwartet; ein Beweis ist es nur, Kit die Oberflächlichkeit und echt bourgeoise Donkungsart aller kapitalistischen Klassen. ■ ( (Fortsetzung folgt.)j Parteiberatung der Poale Zion in Ostgalizien. Sonntag, den 28. März' fand in Lemberg eine Tarleiberatung unserer ostgalüisehen Bruderpartei statt, an der sich die Mitglieder des Parteisekretariates undx der. Parteileitung, Vertrauensmänner der größten Organisationen und ein Delegierter des Z.-K. aus Warschau beteiligten. Auf der Tagesordnung stand: 1. Bericht des Parteisekretaiiates, 2. Organisationsfragen (politische* gewerkschaftliche, genossenschaftliche); 3., Presse und Druckerei; 4. die nächst« Weltkonferenz; 5. Allfälliges. Aus dem Berichte des Parteisekretärs Gen. Buchsbaum ist zu entnehmen, daß die Partei trotz der schwingen politischen Verhältnisse im Wachsen begriffen ist; in der Stadt Lemberg hat die Partei 11 Fachgruppen mit ziika 3ÜÜ0 Mitgliedern. Auch in anderen Städten bestehen eine Reihe von Fachgruppen. Zur i\euregistrierung der Mitghe* der sind bis jetzt über 4000 angemeldet. Die Partei verfügt über folgende Institutionen: 10 Konsumvereine, 3 Arbeiterküchen, 3 Kinderheime, 1 Teehalle und 7 Produktivgenossenschaften. Ueber Organisationsfragen referierte Genosse Wachmann, der feststellte, daß gegen eine Vereinigung der ostgalizischen Partei mit der gesamtpolnischen Poale Zion politische und taktische Bedenken bestehen. Bei der Behandlung der Frage der nächsten Weltkonferenz nahm die Debatte über die Stellung zum Organisationsbüro der liikon Poale Zion einen ziemlich breiton Raum ein, wobei die Diskutanten dem O. B. nichts anderes vorzuwerfen wußten, als daß es einen ungehörigen Ton in den Debatten verwendet. Schließlich wurde zu dieser Frage folgende Resolution angenommen: „In Anerkennung der Notwendigkeit der Propaganda für den revolutionären Poalezionismus erklärt die Beratung, daß das Ziel des Organisationsbüros der Linken Poale Zion, Beziehungen mit einzel.ien Genossen und Gruppen anzuknüpfen, Fraktionen innerhalb der einzelnen Landesparteien zu bilden sowie der T o n, dessen sich das 0. B. in seiner Polemik befleißigt, geeignet sind, die Einheit unserer Bewegung zu gefährden. Deswegen erklärt s ch die Parteiberatung gegen jöde organisatorische Beziehung zum O. B.M AUS DEN ARBEITERRÄTEN. Kreisarbeiterrat Wien. In der Vollversammlung des Kreisarbeiterrates vom 10. ds. Alts, kamen die Ange e^enheit der Freilassung der am Steinhof internierten Kommunisten und die Verhaftungen in Neunkirchen zur Behandlung.'Friedrich Adler berichtete über die Unterredung des von der Obmünnerkonferenzeingesetzten Ausschusses mit den Kommunisten am Steinhof und verlas die Erklärung die die^e Genossen nach dem Abbruch des Hungerstreiks an den Kreuarbeiterrat gerichtet haben. In seinen Ausführungen kontierte der Referent, daß das bisherige positive Tätigkeit der A-Räte und stellte den Antrag auf Realisierung des Beschlußes des K.-A.-Rates. Der Sprecher der-poale-zionistischen Fraktion, Gvn. Steinig, begründete den Antrag, indem er sagte, daß wir Errungenschaften auf dem Wirtschaftsgebiete nicht kampüo3 aus der Hand geben dürfen, daß wir vielmehr bestreot sein sollen, die Vertreter der Bürgerlichen aus den Wucher- und Wohnungsstellen zu verdrängen. Der Antrag der kommunistischen Fraktion, der diese Meinung zum Ausdrucke bringt, wurde angenommen und die Vertreter des B.-A.-Ratus Im K.-A.-Rate wurden beauftragt» diesen Standpunkt zu vertreten. Aus der Poale-Zion Bewegung. Die Poale Zion-Partei zu den Wahlen in Mähren und Schlesien. Anläßlich der bevorstehenden Parlamentswahlen erläßt die Exekutive unserer Brudorpartei in Mähren und Schlesien einen Aufruf, mit folgendem Appell an die Wähler:! „Am IS. und 25. April habt Ihr Eure Slimmen abzugeben. Wir sind der Ueberzeugung, daß der bürgerliche Parlamentarismus und die bürgerliche Demokratie nur Etappen auf dem Wege des Befreiungskampfes des Proletariats sind, die' überwunden werden müssen. Wh wissen, daß das kämpfende Proletariat sich neue Fo'rmen des politischen Klassenkampfes schaffen wird. Trotzdem begrüßen wir jedoch auch diese unter dem Schlagworte der Demokratie geführten Wahlen. Wir begrüßen sie vor allem als Kraftprobe zwischen Bourgeoisie und Proletariat und es darf kein Zweifel darüber bestehen, daß jeder jüdxsohe Proletarier und jeder Jude, dem es mit dem Sozialismus ernst ist, seine Stimme nur sozialdemokratisch abgeben kann. Lasset Euch nicht durch nationale Schlagworto beirren. Wisset, daß auch ' dem jödischnatioualen Bürgertum die Wahrung semer kapitalistischen, wirtschaftlichen Interessen vor jedes nationale geht, daß aber Eure sozialen, wirtschaftlichen und nalionalkulturellen Interessen (Minaerhoitsrechte) von jedem internationalen und revolutionären Sozialdemokraten und nur von diesem gewahrt und vertreten sein werden. Wo Ihr zwischen deutschen und tschechischen Sozialdemokraten zu wählen habt, gehet nicht von dem Gesichtspunkte Eurer Sympatldo für diese oder jene Nation oder Sprache, sondern nur von dem Standpunkte aus, jene Liste zu wählen, an deren Spitze Personen stehen, welche Gewähr dafür bieten, daß sie im bürgerlichen Parlamente wirklich oppositionolle Klassenkampfpolitik in international lern und revolutionär-sozialistischem Geiste führen werden." Parteitag in Polen. Das Sekretariat der Jüdischen Sozialdemokratischen Partei „Poale Zion" teilt mit, daß die Plenarsitzung dos Z.-K. beschlossen hat, "für die ersten Tage des Monates Mai einen Parteitag mit folgender Tagesordnung- Eiölfnung, Begrüßungen, Berichte des Z.-K. und der Parlaraentsfraktion, Diskussionen über die Berichte, die sozialistischen Aufgaben und die Taktik des Proletariates in der gegenwärtigen Zeit (proletarische Diktatur, Parlamentarismus, Internationale), die politischen Verhältnisse in Polen und die Taktik der Partei, Grundlagen des Weltverbandes. Palästinaarbeit, Zionistischer Kongreß, die nächste Emigra- . tionsarbeit, Allweltlicher jüdischer Kongreß und jüdischer Arbeiter-Kongreß, nationale Politik in Polen (jüd.sche Gemeinden, jüdischer Arbeiterkongreß, Hilfsarbeit, Gewerk» Schaftsbewegung, Senossenschaftsbewegung, Bildungs- und Kulturarbeit, Organisationsiragen [Organisationssiatut, Vereinigung mit der Ostgalizischen Partei u. a.]), Jugend, Verlag und Presse, Finanzen, Wahlen* Asylrecht im Sinne der bürgerlichen Demokratie in Oester reich noch nicht verwirklicht ist und verurtelt die Einh mischung fremder Mächte in die innere Verwaltung und Rechtspflege der österreichischen Repub.ik. Nachdem Koritschoner (Korn.) und Tomann (Korn.) über die Inter- , nierung, bezw. die i\eunkirchner Vorfälle gesprochen hatte, gelangte eine Resolution zur einstimmigen Annahme, n der gegen die Beeinflussung der Verwaltung und der Rechtspflege seitens auswärtiger Mächte protestiert, die Arbeiterschaft der entsprechenden Länder aufgefordert wird, dagegen einzuschreiten und von den österreichischen Organen verlangt wird, daß sie sich nur an die Gesetze der Republik hallen. Leider ist von der Annahme dieser Resolution für die Freilassung der betroffenen nicht viel zu erwarten, da der Inhalt verschieden interprediert werden kann. Dann kam die Frage der Beteiligung vdh Bürgerlichen in den Bezirkswucherstellen und Approvis'ionicrung^ausschüssen zur Sprache. Der Referent Klein (Soz.) trat für das Verbleiben in und die Zulassung von bürgerlichen Kons umenten zu den Approvisicn.erungsausschüssen ein. Ihm entgegnete Kleinl (Soz.), der gegen jede Beteiligung von Arbeiterräten als Exekulivorgane auftrat und ein? Vertretung des Arbeiterrales in den Zentralen und die Kontrolle durch den Arbeiterrat verlangte. Der kommunistische Redner Friedländer trat für das Verbleiben der Arbeiterräte in den Apprgvisioniemngsausschüssen en aber gegen die Zulassung von Bürgerüchen. Sollten Bürgerliche aber doch zugelassen werden befürwortet der Redner deren Entfernung durch Brachialgewalt. Bei der Abstimmung wurde der Antrag K I e i n I '(Soz.) auf sofortige Zurückziehung aller Arbeiterräte aus den Approvhionierungsausschüssen angenommen, die anderen An-' träge abgelehnt. B.-A.-R. Döbling. In der Mittwoch, den 14. d. M„ abgehaltenen Vollversammlung des B.-A.-R. Döbliag wurde zunächst der Antrag der Exekutive über die Uübernähme sämtlicher freiwerdenden Wohnungen durch den Wohnungsausschub des B.-A.-.Rates einstimmig angenommen. Die Ausarbeitung näherer Bestimmungen und Modalitäten wurde dem Wohnungsauwschuß zugewiesen. Nachher kam che Einberufung einer Massenversammlung in Döbling zur Sprache. Bekanntlich hat unsere Fraktion im Döblingor B.-A.-R. in einer der letzten Vollversammlungen die , Anregung zu einer Massenversammlung gegegeben und einen diesbezüglichen Antrag gestellt, der damals angenommen und der Exekutive zugewiesen wurde. IMun kam die Exekutive mit Vorschlägen. Es zeigte sich jedoch, daß auch Ateinung^verschiedenheit n vorhanden sind. Ein Teil der Sozialdemokraten wollte nur einen liedner, wogegen unsere Fraktion, deren Sprecher Gen. Z i t z war, sich auf den Standpunkt stellte, daß der A.-R. drei Parteien enthalte und daß es daher notwendig wäre, die Bejahung des A.-R .und die Tatsache der gemeinsamen Mitarbeit im A.-Rate durch Aufstellung je eines liedners für jede Partei zu bekunden. Nach längerer Debatte wurde der Antrag auf Aufstellung von 3 Rednern (1 Sozialdemokiajen, 1 Kommunisten, 1 Poale-Zionisten) angenommen. Hierauf erstattete der Obmann des politischen Ausschusses, Gen. Zelenka, den Bericht über die Resolution KoritschonerO, bezüglich der Wehrhaftmachung des Proletariates und beantragte deren Ablehnung. In der Debatte ergriff unsererseits Gen. Lamm das Wort und begründete die Notwendigkeit der Bewaffnung und befürwortete den Antrag Koritschoner auf Rückverweisung des Antiages an den politischen Ausschuß. Der Autrag des Genossen Koritschoner wurde angenommen. Es kam auch der Beschluß des K.-A.-Rates bezüglich der Abberufung der A.-Räte von den städtischen Wohnungs- und Wucherstellen zur Sprache. Gen. Czapka besprach die Aus Literatur und Kunst. Eine Perez-Feier. Sonntag den 11. April, hat die Bezirksorganisatioa Brigittenau anläßlich des füniten Todestages Perez' in der Toynbe-Uadle eine Gedenkfeier des Dicntera veranstaltet. Der Saal war bis auf das letzte Plätzchen noch laa^e vor beginn der heier gefüllt. Diese selbst gestaltete sich überaus inhaltsreich: Verständnis für das Schaffen Perez', Lioba und Dankbarkeit für den eigenen Dichter keniizei hneten. die ganze Veranstaltung. — Mendel Singer sprach uegeistert die Gedenkrede, in der er den besonderen Nationalwert Perez' hervorhob und unsere Pflicht seinem großen dichterischen Vermächtnis gegenüber' betonte./— Jakoo Schapira, der auch alle Mime der Veranstaltung auf sich nahm, las aus den „Volkstümlichen Geschienten" die berühmten „Drei Matunes", in ueuen Weltwdb. und tragisches Geschick des eigenen Volkes einander durchdri igeu. — Dia jung-jüdischen Dichter Melech Ra witsch und. Beer Ho« rowitz entpuppten "sich in ihren emdr.ngachen vortragen aus Perez' Gedichten als verstänunisvoUe Rezitatoren. Das möchten wir mit besonderer Freude konstatieren, angodiohts jener mechanisch-lexikalischen Auffassung unseier SpLache, die sich jüngst in Wien auf dem Rezitationsgebiet kund gibt und jeden zur jüdischen Rezitation befähigt, der sich eine entsprechende Anzahl jüdischer Vokabeln angeeignet hat; daß es sich im Jüdischen um seine ganz eigene öpruchmethode, um einen eigenen Tonfall, ein eigenes Tempo handelt — das wird da ganz mißachtet. — Konzertsänger herr Jolowitsch sang — von Frau Serpow am Klavier begleitet — mit schöner Stimme und innigem Gefühl Perez' „Gebet" in Roskins Vertonung und andere jüdische Lieder. Das überraschendste der Feier war aber die Aufführung von Perea „Verrückten Baden" mit Herrn Bell von der „Volk^büh.io" als Batten und Herrn Friedmann als Hintergrundsügur. Das Batlentum ist da zur erschütternden Tragik des Bewußtseins der Zerns, eaheit verdichtet — zur Selbstvernichttng n der qualvollen Ungewißheit: „Wer bin ich eigentlich V" Herr Bell hat diese Verdichtung mit allen Nua.icen der Tragik und der Pathologie zum Ausdruck gebracht. Es war eine ausgezeichnete schauspielerische Lei ,tu ig. Herr Bell wird uns diesen Ballen noch mehr als einmal sehen lassen müssen. Vortragskalender. Jtid-sozialst. Arbeiter-Partei Poate-Zioa Samstag,de nl 7. April, 7 Uhr abends, wird Gen. Alexander Serpow im Arbeiterheime (IL, Blumauergasse 1) eine Aussprache über die Weltkosiferenz und die durch dieselbe zu lösenden Probleme der jüdischen Ar b ei ter politik einleiten. Zutritt haben nur Parteigenossen! Erscheinen Pflicht! Die Mitgliedskarte ist unbedingt m tzubriugen. Die Parteileitung. Dienstag, den 20. April findet im Arbeilerhem, II., Blumauergasse 1 die Fortsetzung der DLkussion über den Vortrag des Gen. Singer: „Palästina in unserem Programm" statt. Bez.-Org. XX. Wallensteinstr. 62. Montag, 19. April, / Uhr abends, Vortrag des Genossen J. Kandel: Kampfmethoden. Donnerstag, den 22. April, 7 Uhr abends: Mitgliederversammlung: Tätigkeitsbericht, anschließend Vortrag Genosse Menkes: „Das Wesen der jüdischen Arbeiterbewegung." frei tag den 23. April, 7 Uhr abends, Kurs: Jiddisch schreiben und lesen. Leiter: Gen. Schapira. Sonntag den 25. April: Aus flu g. Treffpunkt: Wallensteinstraße 62 um halb 2 Uhr nachmittags. Ächtung! Poale-zion.' Arbciierräte! Freitag, den 25. April, 6 Uhr abends im Arbeiterheim, IL, Glockengasse 6/17, wichtige Vollversammlung. Pünktliches Erscheinen sämtlicher Arbeiterräte Pflicht! Achtung, Genossen! Ein Arbeiterchor ist in Gründung begriffen. Es liegt sehr im Interesse unserer engen Gemeinschaft, daß wir einen jüdischen Volkschor besitzen, bewährte Leitung ist dafür gesichert. Wer stimmbegabt ist, melde sieh sofort! Anmeldungen werden den ganzen Tag in der Kanzlei des Arboiterheimes entgegengenommen, sowie persöiili^h bei Genossen Rotstein, Schapira und Gildener.___|_ Ich lade alle Genossen und Genossinnen zu meiner Vermählung mit Gen. Ruchel Henig, die Sonnlag, den 18. ds., 5 Uhr nachm. im Pazmanitcntempel (II., PazmanUengasse) stattfindet, ein. Cöaim Rottenstreich. 23. Preßfondsausweis. Markus Schattner gratuliert herzlichst dem Gen. Aron Grünberg zu seiner Vermählung mit Frl. Sabmea Ellcnberg K 20.—. Gen. Anna Katz und Gen. M. Bielaczowski gratulieren herzlichst dem Gen. Zipkin zur Vermählung K 2ü.—. Gen. Dr. Bloch gratuliert herzlichst dem Gen. Zipkin zur Vermählung K 10.—. Gen. Glücksmann gratuliert herzlichst dem Gen. Zipkin zur Vermählung K 10.—. Der Ausschuß der Bez.-Org. XX gratuliert dem Gen. Zipkin zu seiner Vermählung mit Frl. Merdler K 50 —. Dem Gen. Zipkin gratulieren herzlichst zu seiner Vermählung mit Frl. Gusti Merdler: Gen. Dr. Bloch K 10.—; Gen. Glücksmann K 10.—. Reichler Wolf K 20.—, gesammelt bei dem Perez-Abend der Bez.-Org. XX durch Gen. Breßler K 2Q.30. Zusammen K 150.30. In der letzten Nummer ausgewiesen (s. Berichtigung K 11.192.-. Insgesamt K 11.342.30. Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Dr. Herscb Nagler, „Adria", Druck- und Verlagsgesellsehaft m. b. H., Wien, II., Taborstraße 52 H

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