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Freie Tribüne · 1920-03-27 · 13 (27.3.1920) · page 4

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
13 (27.3.1920)
Date
1920-03-27
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SEITE 4 Die.sc Kampflust der polnischen Bourgeoisie stützt sich r.r.ÜrHch nicht auf ihre« eigenen Sumpf. Hinter ihr steht; ci-. SnwjetruBlanc! unversöhnlich Endliche Ententekapital, das, rtf.'/W-m';uich Rumänien angesichts seiner inneren Zcrrütk> <j tien Kampf aufzugeben im Begriffe ist, mit allen Kräften .'••olexi a!-. letztes Kriegr.instrurnent gegen Sowjetrußland zu «•'arten und auszuspielen bestrebt ist. Doch selbst i.n. gewissen bürgc.Iic';^n Kreis sn Polen-; stellt sich ein starker Widerspruch gegen den offenkundigen .mocrialistnus <ier polnischen Regierung bemerkbar. So wird de.-- revolutionären Arbeiterschaft Polens vielleicht doch r.ocV; QC'ingen, den Frieden mit Sowjatru.'jia^d zu erzwingen. Von den schwedischen Minist^riaiisten. Sie haben also gar keine Soziahsierungs-, radikale KeJoa.i- oder ähnlichen Absichten. Sie haben die „Regierung" «aiifycn", um ihre Reform des Gemeindesteuergesetzes durchzv; »ringen, nach der die steuerfreie Einkommengrenze, die »i her' 1800 Kronen betrug, erhöht werde. Sie sind in beiden Kammern stark in der Minorat, ■ts. der zweiten haben sie z. ß. von 230 Mandaten nur W!. Neben ihnen gibt es aber noch eine Gruppe vor, Linksso«,iii!i«teii, die natürlich mit dem „Regieren" n.clits zu tun habe«. " $ Die neue Leitung ckr itah SoziaHstenpartet Saht in einem Leitartikel des „Avauti" ihre Aufgaben folgendermaßen zusammen: Die sozialistische Propaganda innerhalb ihrer Einflußsphäre immer mehr erweitern und die Kritik de. bürgerlichen Regimes verschärfen. Sic muß die Klassen- (,eger; ätze immer stärker hervortreten lassen, um im Proletariat einen Zustand revolutionärer Dynamik hervorzurufen. Hi e Weitere wichtige Mufgabe ist die Varbcre laug und tin!- wLklu.ig der proletarischen Machtmittel, welche zur Proklami grusig (br Diktatur des Proletariats notwendig sind. -- Das Ve.ii^tfiii zu den Arbeiter-arleicn anderer Landta-, welche an die Dritte Internationale angeschlossen sind, muß ein vo (kommen brüderliche:, werben. In Presse und Broschüre soll nVauf hingewirkt werden, daß die sozialistischen Parteien1,, weiche aus der zweiten Internationale ausgetreten sind, den. Weg nach Moskau finden. Dia dänischen Linksscziaiisten In der 3, Internationale. Der Kongreß der dänischen sozialistisch«« Partei, der i; Kopenhagen tagte, beschloß dtn , direkten Anschluß an <.ii? driüe ulernationale und die Teilnahme an den kommenden Wufeiei im Parlament. Aus der Poaie-Zaon Bewegung, Der Aufstand in Palästina. Seit .Wochen ist in Palästina ein arabischer Aufstand ■entbrannt. Unsere Genossen in ObergaHIäa, die nördlichsten Vorposten des palästinensischen Siedlungswerks haben schwere Einbuße erlitten: außer den drei Genossen, die vor einiger Zeit i;n Verteidig ungskampfe gegen Ueberfälie beduinischer Banden zum Opfer gefallen sind,' kommt jetzt die Nachricht' vom neuen Todesopfern, sechs Genossen, vier Männer und *wet Frauen, haben im Kampfe den Tod gefunden. Die Kolonien Chamarah und Tei-Chai sind niedergebrannt, Metulaii ist fast vernichtet. In der ersten Periode der Besetzung Palästinas durch die Engländer führten die Militärbehörden eine ausgesprochen antisemitische Politik. Es galt, die Araber für die Zerstückelung des türkischen Reiches zu gewinnen, indem man ihnen ein »eilbständiges arabisches Reich mit dem Emir Feisul an der feütze unter englischem Protektorate vorspiegelte. Diens schien mißlungen zu sein und die englisch Politik schul eine andere Richtung ein. Die jüdischen Elemente im Lande wurden begünstigt und zwar nicht etwa die jüdischen Arbeiter, die das Lind urbar machen und bebauen wollten — die englische Regierung wachte, unterstützt durch die zionistische Organisation, eifersüchtig darüber, daß nicht jüdische Bolschewik; ins Land kamen —, sondern die von der zionistischen Organisation empfohlenen Juden. Wie immer und überall, bestand auch hier die englische Kolanialpolitik dor n, eine Schicht der Bevölkerung zu begünstigen, um mit ihrer Hilfe die gesamte übrige Bevölkerung niederzuhalten. Zum Schutze des Suez- Kanals wurde die Grenze Palästinas bis zu diesem Kanal erweitert. Syrien und das nördliche alästina fällt hingegen m die französische „Sphäre" und ist von französischen Truppen besetzt. Die Franzosen stützen sich auf die christliche:! Effendis (Großgrundbesitzer). Diese bebauen nicht selbst die weiten Ländereien, die sich in ihrem Besitz befinden, sondern verpachten Parzellen an die Fellachen gegen Abgabe des fünften Teils des Ernteertrages. Nach der' letzten Ernte weigerten sich nun die Feilachem, die Abgaben an die Effendis zu leisten und diese wandten sich an die französischen Truppen mit der Bitte, ihnen zu ihrem „Rechte" zu verhelfen. Die hmizösiscben Militärbehörden fanden' sich natürlich sofort bereit, den Effendis zu ihrem arbeitslosen Einkommen zu verhelfen und mit Hilfe des französischen Militärs wurde den feliacheu das Getreide weggenommen. Dies war die Ursache für den Ausbruch eine;'» Aufstand« gegen die Franzosen. Die j feilschen Kolonisten fragten nun bei den Aufständischen an, wie ihr Verhältnis zu den Juden sei. Darauf antworteten sie Jhnen, daß sie gegen die jüdischen Kolonisten nichts haben, daß sie erwarten, daß die jaden neutral bleiben würden Miid erklärten. Banden, die etwa jüdische Kolonien überfallen sollten, als Räuber zu betrachten. Den Juden gaben sie di^ tfecht, sich gegen solche Ueberfälie mit allen Mitteln zu verteidigen. Inzwischen setzte unier Unterstützung der Franzosen «ine juden'hetze ei«, die sich letzLu Endes gegen die eng- S.crie Besetzung richten sollte. Christen und Mohameda.ntv fanden sich zusammen und agitierten gegen die Juden siit Ph.ra-.--eu, als ob ste bei den Wiener Ch.vistlic.hsoz'.;iaIfcn'> sn die Schule gegangen wär-cn. Unsere Genossen weigerten :k'h, Linen exponierten Posten zu verlassen und verteidigen ki heldenhaftem Kampfe jeden Fußbreit Boden, den sie bebaue«). Leider mußten sie vor der UeDermacht weichen und ließen Opfer auf dem Felde zurück. Wir bringen unser sn Genomen uie höchste Bewunderung entgegen und beklagen sait ihier: unsere lieben Toten. /Um« Parteitag der tschechoslowakischen Poaie Zion. Am %l. d. M. beginnt in Prag der Parteitag unserer Pride*partei in der tschechoslowakischen Republik. Der Partei-- ta;i wird wichtige Fragen der Politik und Taktik zu entscheiden haben, darunter auch die Frage der Zugehörigkeit;;ur U und Iii. Internationale. Wach den Ereignissen der letzten Zeit ist zu hoffen, daß auch die tschechoslowakische« Genossen für den haschluß an die Moskauer Internationale & tsckclden werden. Wir wünschen den Genossen einen guten En'olg ihrer Beratungen. FREIE TRIBÜNE Die Parteileitung hat folgendes fkgrühung. ielegrs :;n abgesandt: R e i c h; p a r t e i t :> n P o?.! e Z i o(u , Prag f: "erst.?.? o. Genossen! Freunde' Euerer in bereut -smer Stunde tagenden Bor -Ling wün schen wir öu.< vo'rem He-'zcn frucistb.ringen-Jen En\);g. Möge Eure Arbeit nem Emanzip;2tibns.kampfe des' jüdischen Proletariats - der grof.'en sozialistischen Idee gewidmet sein. Es. lebe die völkerb-afrfcieode dritte Internationale! Es lebe der aflweUiiche, jinische, sozialistische Arbeiterverband Poale Zion! Parteileitung der jüdischen sozialistischen Arbeiterpartei Poale Zion Deut-ciiösterreichs. AUS DEN ARB EITER RÄTEN.;Kreh>arbelter-at Wien« Dienstag, den 23. ds. fand eine Vollversammlung des Kreisarbeiterrates Wien statt, in der zu den Ereignissen in Deutschland Stellung genommen wurde. Friedrich Adler referierte über diese Frage und schlug eine Resolution vor, in der das deutsche Proletariat aufgefordert wird, seine „Reihen zu schließen", einen Arbeiterrat zu bilden und äne Armee aufzustellen, die, wie in Oesterreich, nicht gegen das Prolelaiiat verwendet werden kann. Die Kommunisten sprachen sich sehr scharf gegen die Resolution aus, weil in ihr nicht klar ge-agt wird, daß die •leutschösterreichische Arbeiterschaft von den Rechtssozialisten entschieden abrücke, die au der Ermocflichung des Militärputsches und der gegenwärtigen Niederschlagung der revolutionären Arbeiterschaft Deutschlands die Hauptschuld tragen. Steinhardt bemerkte aucii, es sei eine Heuchelei!, daß die Sozialdemokratie dem im. schwerem Kampfe stehenden deutschen Proletariat die Sympatic ausdrücke während die sozialdemokratischen Staatssekretäre dasselbe tun, was die Rechts..-;oziaiisien in Deutschland, und damit ebenso in Oesterreich der Reaktion den Weg ebnen, wie es in Deutschland der Fall war. Wahrend die Ereignisse in Deutschland gezeigt haben, wohin es führt, wenn die Soldatenräte 'abgeschafft, das Heer einem reaktionären Klingel angegliedert wird, wird in Oeslerrech das Volksheer verschachert, werden die Rechte der Soldatenräte beschnitten, die Armee den Lünderu ausgeliefert, rriedländer begründet die Resolutionen der Kommunisten, in denen dem deutschen Proletariat die Grüße des Arbeiterrates entboten werden und dte Politik der Rechtssoziaüslen verurteilt und die Wahrhuftmachung des Proletariats und Einstellung der Warenlieferungen ai das Ausland gefordert wird. Die Redner der revolutionären Arbeitsgemeinschaft geißeln die Zustände bei der Polizei, der Gendarmerie und den Verwaltungsbehörden, und erklären, sowohl für die Resolution Friedender als auch für die Resolution Adler 1 stimmen zu wollet?: Im Schlußwort bemerkt Friedrich Adler, daß die beiden Resolutionen einender ausschließen, weil in der einen die Arbeiterschaft Deutschlands zur Einigung aufgefordert wird, in der anderen die Rechtssozialisten 'verurteilt'werden. Deswegen werde er seine Resolution zurückziehen, wenn die Resolution Friedender angenommen würde. Die Abstimmung ergibt die Ablehnung dür Resolution Friedländer mit 72 gegen WO Stimmen und die einstimmige (bei Stimmenthaltung der Kommunisten) Annahme der Resolution Adler. Ebenso" wurde der Antrag Friedländer auf Wehrhaftmachung des Proletariats einstimmig angenomn'.'dn, die Resolution betreffend die Waffenlieferungen der Exekution zugewiesen. I eopoldstadt. Die Sitzung des Arbeiterral.es Leopoldstadt vom 2!l d. M., die sich mit der politischen Lage befaßte, ist — w-e es im zweiten Bezirke bisher öfters der Brauch — nach der Sitzung -des Kreisarbeilerrates einberufen worden, wodurch die Beratungen jede Aktualität und die Möglichkeit, auf die Beschlüsse irgendweichen Einfluß zu üben, verloren hatten. Die Diskussion, die sich nach den einleitenden Referaten der Gen. Dr. Trebitsch (Soz.) und Schur a (Komm.) entwickelt hat, ließ' zwar an Ruhe und Sachlichkeit nichts zu wünschen übrig, konnte aber auch kein lebhafteres Interesse erwecken. Der Sprecher unserer Fraktion, Gen. Ser p o w, wies in seinen Ausführungen auf die Erfahrungen und Lehren hin, die sich aus den letzten Ereignissen in Deutschland ergeben, insbesondere verurteilte er jede Gewaltanwendung nach links. Der Antrag der Kommunisten, nun möge künftig dem Bezirksarbeiterrat Gelegenheit geben, vor der Beschlußfassung durch den Kreisarbeiterrat zu allen wichtigen Fragen Stellung zu neihrnen, wurde einstimmig angenommen. Döbimg. Donnerstag, den ltf. d. M. fand eine Vollversammlung des B.-A.-R. Döbling statt. Vor Eingang in die Tagesordnung wurde die Kooptierung des Gen. Koritsclioner (Komm.) vorgenommen. (Bekanntlich hat sich die sozialdemokratische Melirheit des B.-A.-Rates geweigert, das den Kommunisten zustehhende Kooptierungsmandat durch Gen. Koritsclioner besetzen zu lassen. Die angerufene Obmännerkonferenz entschied nun zu gunsten Koritsohoners). Auf der Tagesordnung standen die Berichte des Approvisionierungsausschusses (Cz apka) und-' des Lnterrichtsausschusses (Kra hlen). Der Bericht des Aprovisionierungsausschusses wies eine außerordentlich große Tätigkeit auf diesem Gebiete nach. Es wurden unter anderem 20.000 Zigaretten, 11.000 kg Leder, ■t Schweina, 'l Kälber usw. beschlagnahmt. Der Bericht des Unterrichtsausschusses gipfelte in einer Reihe von Vorschlägen auf dem Gebiete der Schnire'b'.'in, insbesondere der Volksschule. Als erster sprach in der Debatte Gen. Z i l z (Poale- Zion), der dem Plenum neue Anregingen bezügi. der Schulreform, insbesondere des Musbaues der Eiternräteofg-iniiiatiosi darbrachte. Er beleuchtete eingehend den traurigen Stand unseres Schulwesens von der Volks- bis zur Hochschule und verlangte vom Arbeiterrut, daß er seineu Einfluß auch auf diesem Gebiete .intensiver ausübe, damit die Statten des Geistes, des Wissens und der Erziehung nicht zum Kampfmittel der Bourgeoisie werden. Außer ihm sprachen u. a. noch unsererseits die Gen. Steinig und Lamm. Gen. Steinig erörterte die Verhältnisse an der Hochschule für Welthandel. Er berichtete über die Ausbeulung der Dienerschaft, der Professo« entlud der Hörerschaft durch ein privates Kuratorium und verlangte rasche aber vollständige Abhilfe durch die Verstaatlichung der Hochschule. Gen. Lamm betaute die Notwendigkeit der Schaffung einer z>ntra!tn Unlerrichtsbehörde der Arbeiterschaft und regie die Gründung eines Unterrichtsaus-- schusses des K.-A.-Rate* an, dessen Aufgabe es wäre, unter anderem auch die heute so reaktionären Hochschulen zu wirklichen Volkshochschulen auszugestalten. Nach dem Bericht des Obmannes Gen. Stroh in ayer über die politische Lage, kam die von der kommunistischen NR. 13 Fraktion eingebrachte Kesoiution betreffs Wehrhaftmachrng de rArbeiterschaft zur Verlesene, die dann dem politisch» .'■usschuB zugewiesen wurde. Kail; der Vornahme der Wahlen in den politisch*..} /'uss'!m:> (unsere Fraktion ist durch Gen. Zitz vertre' -nv.ur.'cdiv Sib:-:,ig geseniossen. MiTTEivMJNGEN- An die BezirksorgEnisationen! Bit wachsende-/! Kasten ai?f »Wen Cebüete« der Parteiarbeit zweigen die PaKetteKu"?: den moüstlic'ütm P.'-irteist.«iKrrbeitfa«r von H IC kmI £, & zu «erhöhen. Laut Besch!k£ dsr i-'arta-ISeUujig iv:rd die .Purtdsteuer ab IL mit 35 & festes>."Ut. *»&rtJ$si«?mg« An die Mitglieder der Bezirksc^-;, IS feie Bez.-Org. I hat sich Mittwoch, den 2'\- -'l- A\. ais „jüdische sozialistische Arbeiterpartei Poale Z.on,!Bezirk;- gruppc I/II (deutschsprachig)" neu konstruiert und ihrsn, Sitz in das lud. Arbeiterheim, IL. Blumauergasse 1 (Eckhaus Taborstraße) verlegt. Daselbst steht uns der kleine S-iai dauernd zur Verfügung.. Es wird ein Lesesaal eingerichtet, überdies werden an Mitglieder kleine Imbisse zu müßiger* Preisen verabreicht. Als Versamrnlurigstage wurden Mitiwocs, und Samstag festgesetzt. Jeden AlUtwoch Vortrag bev.. Diskussion. Mittwoch, den oi. d. M. wird um '7 Uhr Gen. /'Aiciie! Kohn - Eber über: „Hauptprobleme des Poale-Zionisnuis" sprechen. Wir ersuchen die Genossen und Genossinnen, sich von nun an regelmäßig bei den Vorträgen und Versanuni-Jtngen einzufinden und eifrigst unsere Ideen zu propagieren. Der Ausschuß der Bez.-Gruppe I Jf (deutschsprachig;. J. S. ä. P. Poale?;iott, B<zi?fcso?ganisatir>n Ii, Sa ni s tag, den 27. d. A\. gemeinsam mit der B.v-fO. I: 2. Vortrag Prof.W a i d e.n h a m m e r s aus dem Zyklus „Weltkrieg, Revolution und die heutigen russischen Verhältnisse". (In deutscher Sprache.) Die.ustag.den 30. d. M., 7 Uhr, Vortrag Gen A 1 e - xander Serpow: „Der Weltverband und das iüd. Pr letariat''. •> Samsta g , den 3. A p r i I, halb 7 Uhr: 3. Vortrag Prof. W ä i d e n h a m m e r's. Ort: II., Blumanergasse Nr. 1 (jüd. Arbeiterheini;. / * Äfcad. Verb. ]üd. Soeia Isten Poale Zion. Souniau. d er; 28. d. M., 5 Uhr, im Lokal des Exportakademikervereüies: Michael K.olwi „Tendenzen der jüd. Arbeiterbewegung". * J. S. Ä. P. PoalzZioß, Btzirksorffamsatioii SX? 2t). ßez.. Waüensteinstraße 62. Donnerstag, den 1. April, halb- 7 Uhr/Vortrag Michael Kohn:'„Die Allweltlichkeit des jüd. Proletariats". Freitag, 2. April, halb 7 Uhr: Schapira, Kurs: „Jiddisch schreiben und. lesen". ü Jüd. Ärbeiter-Espera.aio-E«id, Wien. Am Montag, den 22. ds. fand im großen Saale dc- Arbeiterheinis die g r ü u de n d e Vurssnimlung des ]. A. E. B. statt. Es sprach der bekannte Spruchgelehrte und Esperantist Gen. A. Siebenschein, der in knappen Worten aber eindringlich Bedeutung, Wesen,, Aufgaben und Ziele der „Espera n t o"-W e 11 h i 1 f s s p r a c he beleuchtete. Nach Schluß des offiziellen Teiles trat eine unerwartet große Anzahl unserer Genossen dem Bunde bei. Sämtliche Genossen und Genossinnen, die am Esperanto- Kurse teilnehmen wollen, mögen Samstag, abends u rn 6 Uhr der der im jüd. Arb.v-fleime stattfindenden a ä h er e;i B e s p r e c h u n g erscheinen. Spendeji-Änsweis: „Jüd. Arbeiter küc he": Gen. Schön Hans (Mähr.. Ostraul K 20.-. „Arbeiterheim": Halber Ertrag der Sammlung der Gen. Dora Rindner auf der Hochzeit Ritter Seftel K 170.— P. A. F. (vierter Ausweis): Für Marken: „Jüd. Arb.- Küche" K 400.—. Bisher ausgewiesen (s. Nr. 12): K 2848.30. Zusammen:'K 32-18.30. ■ I n h a f t i e r t e n f o n d s der polnischen Genossen (II. Ausweis): Gesammelt durch Gen. Mania Bermaasu Gen. .Willner 10.—; Gen. Lcnczner 20.--; Gatr. Bonat 10.......; Gen. Gottlieb 5.—; Gen. Spicqsi 2.—; Gen. Gutsiein 2. —; Gen. Korn 2.—; Gen. Hausner 2.—; Gen. Rosenberg 10.—; Gen. Scheuermarin 10.—; Gen. Rsmelstein ö.—; Gen1. Dubno 1.—; Gen. Margulies Schm. u. R.; Gen. Straßmann \ Gen. Rüber 2.—; Gen. Gokischmidt 2.—; Gen. Feuerste.n 2.--; Gen. Goldfischer c?.—; Gen. Hindlci- 10. —; Gen. Feidschuh 2.-; Gen. Goldschmidt; Seh. 2.—; Gen. Ziokiu 5.—; Gen. Watteibera 20.—; Gen. Apfelschnitt 5.—; Gen. Kretschmer j.--; Gern Schattner 20.—; Gen. i^osenbaum 3.—; Gen. :':ückhaus Sch. 2.—; Gen. Sorger 10.—; Gen. Salzer 3.—; Gen. Kiruiajei 3.—; Gen. Rosiniak 5.--; Div. (unles) 15.—. 22. Pfeßt'oniIan;weis. Gesammelt durch Gen. Wilheifn Zucker auf der Hochzeit Blum—flriiold: Schreier 10.—; Brüder Matzner 10. — : Imbermann 10.—; Glasberg 5.—; Risner 5.—; Heiitzer 5.—; Trerer 5.—; Matler r\—; Roll -t—; Steinmanu 4.— , Himbermann 2.—; Sarchen- 2.—; Melzer 2.—; Schert 2.—; Salpeter 2.—; Hermann 1.--; Zusammen Ii 74.—. Ges. durch Gen. Willner: K 60.—. Ges. durch Gen. Dora Rindner auf der Hochzeit Ritter— ei'tel: J. Settel 30.—; Bend 50.—; Kirschner 20.—; Sperling 5.—; Ritter S. 20.—; Wenkerl M. 4.—; Fenagel b.—; Wenkext J. 6.—; Drassen 10.—; Wenkert \. 10.—; i-r&aeerf iO.—; Seftel 30.--; orcsijner 20.—; Ritter 10.—- Fränk-al 4—; Adler 'i—; Roseuberg 10.—; Kammerling 20.— Mager 20.—; Div. (unles.) öl.—. Zusammen K 340.—. Davon K 170 - für '„Arbeiterheim", bleibt K 170.—. Gen. Löweukron (Blocksammlung) 100.—; Ehruiann js. 6.—; Grätzer B. 1.50; Gen. f ischel Samuel gratuliert a-ar. Gen. Markus Leitner (Kolomea) zu seiner Vermählung mit Gen. Dora Ginsberg 10.—; Gen. Schneider Fanny 1.40. Zusammen iii dieser Nummer K '422.90. Bisher ausgewiesen K 7186.10. Zusammen K 7609.—. Zusammen K 209.—. üä'/on in der Nr. 10 (ohne Spe,:J bereits ausgew. K 122,—; bleibt K 87.—. In der Nr. 10 insgesamt ausgewiesen K 700.— . Zusammen bisher Ii 767.—. l!>.vaus;,«ber" iuifl" ¥traBtw«flictfctr K««taktaur: Dmt."' Hcrscfc iVägter. " „Adri«", " Drm<*^' ud'YÖrUgBgOBelbcVtaft in. b. H., II., TaburwraJa 52 b

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