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Freie Tribüne · 1920-02-21 · 8 (21.2.1920) · page 4

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Journal
Freie Tribüne
Volume
2 (1920)
Issue
8 (21.2.1920)
Date
1920-02-21
Page
– (sequence 4)
Language
German
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SEITE 4 NR. 8 Kreisarbeiterrat Wien. Die Vollversammlungen am 10. und 17. ds. waren der Konstituierung (und dem Kampfe um die K o m p e t e n z des Arbeiterrateswewidmet. Zur Konstituierung wäre mitzuteilen, daß auf Vorschlag unsere- Parteileitung Ge.i. Zloczower "kooptiert wurde, somit unsere Fraktion im K. A. R. 5 Mann stark sei. Die Debatte über den Bericht de.- Sitzungen der Obmänner-Konferenzen, die die sog. „große Verlrauensmännerkonferenz" einzuberufen beschlossen haben, ergab die vollständige Ablehnung des „Unionsgedankeis" von allen Seiten. Es wurde nachdrücklichst unterstrichen, daß der Arbeiterrat allein kompetent sei, Massenaktionen des Proletariats zu beschließen und durchzuführen. In der Debatte sprach auch Gen. Sokal, der eingehend die rechtliche Basis der Umonsve.sammlung in Verhältnis zur (Kompetenz des Arbeile-rates beleuchtet und nachgewiesen tiat. Wie verfehlt die Politik de: Koa'ition des A. R. mit den Gewerkschaften sei. Zur Frage der Durchführung der Massendemonstration des. Proletariates gegen die Reaktion und für eine racikal? Vermögensabgabe'wurde de- Antrag der Kommunistischen Fraktionen auf s o f o r t i g e Durchführung abgelehnt; der Antrag der rev. Arbeitsgemeinschaft: ,\den Kei ^Vollzugsausschuß aufzufordern, unverzüglich die Massenaktion durchzuführen", zum Beschluß erhoben! Glossen und Notizen. Ein Frontbericht. i Moskau, 7. Februar. (Funkspruch des Telegraphen-Korrespondenz-Bureaus.) [ Bericht der Arbeitsarmee vom 1. bis 3. Februar: Die zur Arbeitsarmee umgewandelte Reservearmee mit dem Standorte Kasan arbeitet an der Verbesserung der Transportverhältnisse auf der Linie Moskau- Kasan. 250 Monteure arbeiten in den Kasaner ßa'Jhnwerkstätie:* bei der Wiederherstellung von Lokomotiven, 10090 Mann haben Schnee weggeräumt und die Wiederaufnähme des Verkehres P e n s a — R j a s a n ermöglicht, 100Ü Mann arbeiten auf dem Bahnhof Kasan und 303 auf der Station Judin o. Die Ersatzbataillone werden zur Beschaffung von B r en n h o l z verwendet. Im Hafen von Swijak arbeiteten 100 Mann, in der Sägemühle von Selemydol *250 Mann. Nach seoh^ Jahren Weltkrieg, nach sechs .Tahre-n, Blut und Grauen, Tod und Vorderben, Zerstörung und Vorivüsttmg; nach sechs .Jahren 'Verbrochen über Verbrechen, Drahtverhau und" Flammenwerfer, -12 wn-Mörsern und Gasgranaten, nach sechs Jahren Entmenschung und Kulturveriiiehlung — ■-- -- ein nen.er F r n ji t b o r i c Ii t — — — Liest, man richtig PJIeil.it es da nicht mehr: „Tausendo Tote liegen vor uunorerr* Linien," .,din zerfetzten Loiber unserer Feinde hängen, an. unseren. Drahtverhauen." Nicht mehr: Gefangene, Verfolgung, Besetzung, Einnahme, Rückzug, strategische Linie? - - — *Soll maus glauben?, — — Erwacht mau endlich aus dem TCutselv.eu und 'Wahnwitz der Abschlachtung und Verderbnis?. . Ist endlich die neue M e n s c h h e i t im Anmärsche? — — ' Eine neue Front hat sich aufgetan! Eine Front gegen •die Vernichtung, gegen den Hunger, die Pest, eine Front der Arbeit und des Aufb.aues! Der eherne Schritt der Arboiterbatuillone erschallt und kündet der Menschheit Wioderauferstehung! . . . „Jetzt beginnt ein neuer Krieg ohne Blutvergießen. Vorwärts zum Siege über die Hungersnot und die Kälte, den Typhus und den Zusammenbruch, über die Unwissenheit und die Zerrüttung. Dieser blutlose Krieg ist uns aufgedrängt von der Zerrüttung, der Folgeerscheinung von drei Jahren imperialistischen Krieges und zwei Jahren Bürgerkrieges. Um das Eloftd, die Not, den Hunger und alles von diesen aufeinanderfolgenden Kriegen heraufbeschworen« Unheil zu überwinden, müssen wir uns in unserem Gehirn einprägen, müssen wir uns die Idee vollsländig zu eigen machen, müssen wir .darnach trachten, um jeden Preis im täglichen Leben stets uns nach dem Grundsatz zu richten: Da es nun einmal Krieg gibt,. so müssen, wir ihn führen, wie eben ein Krieg geführt werden muß. Die Arbeiter und Bauern haben es verstanden, ohne Kapitalisten \ind Besitzende eine Kote Armee gegen, die Kapitalisten und Besitzenden zu schaffen, sie haben es verstanden, ihre Ausbeuter zu besiegen. Die Arbeiter und Bauern werden auch verstehen, Rote Armeen der friedlichen Arbeit zu schaffen, sie werden es verstehen, durch die Wiederherstellung der Landwirtschaft und Industrio sich ein neues Glück zu orringon. Der erste und wichtigste Schritt hiezu besteht darin, soiorl, ohne Versäumnis, um jeden Preis, mit revolutionärer Energie, einer i wahrhaft ' militärischen Entschlossenheit, Schnelligkeit und Selbstverleugnung den Transport instand •m\ serzon. Arbeitskameraden! Wir werden beweisen, daß auch auf dem Gebiete der friedlichem Arbeit wir imstande bind, Wunder an Heldenmut zu wirken und noch größere •Siege davonzutragen, als diejenigen im Kriege gegen die Ausbeuter."*) "'j^Aus dem Aufruf Lejuns vom 8. Februar 1920. Es lebe die Demokratie! Marx: „...einmal in drei oder sechs Jahren zu entscheiden, welches Mitglied der herrschenden Klasse das Volk im Parlament ver- oder zertreten soll, ..." Zusammensetzung der ungarischen Natio.- nal versammln'.ig: von den 6'4 Abgeordneten sind 25 Aliticl- und K.'eiugriiudbedtzer, 25 Großgrundbesitze-, 22 Geistliche, 21 Advokaten, 12 öffentliche Beamte, 11 Professoren und Lehrer, '10 Journalisten, 5 Aerzle, 'l Ingenieure. 3 Fabrikanten. 1 Kaufmann, kein Arbeiter, kein Privatbenüter, keine Frau ... * Huszar: „Die Räteregierung hat auch die'Diktatur proKtemiert. Wir dagegen vertrete! jeder Diktatur gegenüber eine auf gesunder moralischer Grundlage fußende "D e m o - kratie." (Lebhafter Beifall.) . Wohl, die Sozialdemokraten hatten Wahlenthaltung proklamiert. Demokratisch bis ins Innerste ihres Heraens, war es ihnen trotz allerbesten Willens wegen der unausgesetzten Fußtritte der auf gesunder moralischer Grundlage füllenden Demokratie Huszars oder vielmehr wegen der rein technischen Schwierigkeit, daß ihre Kandidaten glei.di nach Nominierung eingesperrt wurden, war e; ihnen also unmöglich, sich die Lehren der Demokratie direkt, sozusagen schriftlich, durch Zählung ihrer Stimmenzahl zu holen. So müssen sie es sich indirekt durch die Christlichen bestätigen lassen, daß die Zahl desleer abgegabenen Stimmzettel eine Herausgeber und verantworTlbhe** Redakteur: Dr. Hersch Nagier. verschwindende war. Kurz, die Mehrzahl der ehemaligen ittitglicder der ungarischen sozialdemokratischen Partei hat — christlichnational gewählt. Wer ist schuld? Der — Kun? Gemach! Schuld ist die Ideologie einer Partei, die das Schicksal cfcs Sozialismus von den Stimmzetteln der Kleinbürger und Lumpenproletarier abhängig macht. Dieselben Kleinbürger und Halbproietarier, welche die Ausrufung 'der Rätediktalur mit Jubel begrüßt hatten, weil sie sich von ihr sofortige Erlösung erhofften, sie waren die ersten, die sie verrieten, als ihnen der christlichnationale Terror mehr Hoffnungen zu bieten schien. Oder zweifelt vielleicht jemand, daß in jenen überschwänglicheti Tagen der Ausrufung der Rätediktatur die ,,Mehrheit der Bevölkerung" für diese war? Doch wir sehen und hören nichts. Wir rufen unentwegt mit Huszar: ,.Nieder mit jeglicher Diktatur! Es lebe die Demokratie!'' Die Martern der polnischen Revolutionäre. Nachstehenden Aufruf erlassen die Kommunistischen polnischen Arbeiter in Wien: Die Orgien der Reaktion haben in der polnische l Republik einen erschreckenden Grad erreicht. In der polnischen Republik regiert das fmpnett, die Knute und der Kerker. In der Hauptstadt schmachten hinter dem Gitter 250 politische Häftlinge Warschaus, in den Gefängnissen. In den Folterkammern der Provinz verkommen -'fO0 Genossen. In den Gefangenenlagern um Krakau und Bialystok werden Hunderte von Kameraden gehalten, nl den Grenzstädte! Wilna, Minsk und Brest-Litowsk schmach'en weitere Hunderle unserer Genossen und Brüder. Im Oktober, als die Strafexpeditionen die Agrarstreiks gewaltsam unterdrückten, schleppte man 8000 Landarbeiter ins Gefängnis. Irn Namen des Proletariats Polens und im Einverständnis mit den Genossen in Warschau fordern wir Euch auf, zur Organisierung einer machtvollen rotestaktion. Unsere Kameraden in den Gefängnissen griffen zur bekannten Waffe im Kampfe mit dem Zarentum: Zum Hungerstreik. Genossen! Verhindert die'Munilionstransporle finden verbrecherischen Krieg Polens, welcher die letzten Güter des verwüsteten Landes aufzehrt. Nur so schlägt ihr die Gewalt aus den Händen den polnischen Henkern, we'che durch den Krieg das ganze Land in den raüei der militärischen Diktatur halten. Schaffet materielle Hilfe für die polnischen Opfer im polnischen Lande, sammelt Ge'.d. Jede Krone, jede Mark, jeder Francs für Brot der Gefangenen, verlängert das Leben eines Kämpfers für unsere gemeinsame Sache. Das Proletariat Polens und Rußlands wifl keinen Krieg! Das Proletariat unseres Landes will, daß die polnische Regierung den Friedensvertrag SowjetruBlands annehme. Wir bitten die Arbeiterblätter alier Länder, unseren Aufruf zu wiederholen und Sammlungen zu eröffnen. Zur Hille, Brüder und Genossen! Die Redaktion des „Swit". :• Spenden sind an unsere Administration zu rhhten, und werden periodisch ausgewiesen. Herr Mendh 703.00t) hungernde Menschen bekamen zwei Tage keiti Brot, weil e< dem Herrn Handelskarnmerrat Fritz Mendl, Besitzer der Ankerbrotwerke, beliebte, die Gelegenheit wahrzunehmen, sich mit kühnem Schwung auf den Nabel der öffentlichen Meinung zu erheben, den süßen Becher des „Genanntwerdens'1 bis zur Neige auszuschlürfen, durch Tage der Wonnen zu genießen, "erklärter Held der kapitalistischen Weltjchuridpresse zu sein — und gleichzeitig 'den verhaßten Arbeitern eins au'fzuflioken. Wir kennen 'die breitestgetretenen Einzelheiten zur Genüge aus dem öden Sem'sationsgevväsch der Tageszeitungen. Wir wissen, daß derselbe Mendl, welcher rioc'ff vor einigen Jahren jeden Organisationsversuch seiner Arbeiter mit härtester Rücksichtslosigkeit verhindert hat, plötzlich der Verteidiger der Koalitionsfreiheit wurde, an dia Seile enes Arbeiters oder vielmehr hinter einen Arbeiter tritt, der sich weigert, die Mitgliedsbeiträge der Organisation zu zahlen, obwohl er an allen durch diese erkämpften Vorteilen tedln nimmt,'der sjcli auch sonst unbeliebt macht, so daß .1800 Arbeiter nicht mehr mit diesem einen zusammenarbeiten wollen. Wir wissen, daß der Meudt die Angelegenheit bis zum Streik treibt, erinnern uns, daß dies derselbe Scharfmacher ist, der auf der Industriekonferenz "den Ausspruch tat, er wäre froh, wenn wir hier schon den offenen Bolschewismus hätten (womit er meinte, daß wir 'dann auch schon unseren Horthy besäßen). Wir sind endlich Zeuge, wie die bürgerliche Presse, die jeder „Klassenverhetzuag" feindliche Presse, die Angelegenheit zu einer wüsten demagogischen. Hetze gegen die Arbeiterschaft ausschrotet. Und wir sehen schließlich, wie der Jude Alendl die Deutschnatiorialen und Christlichsozialen in der Nationalversammlung aufmarschieren läßt und. ihrer Parade von der Journalistenloge aus, durch einen frechen Zwischenruf übrigens ein weitere; ..Genanntwerden" erzwingend, beiwohnt. Wir haben dies alles von Ekel erfüllt milerlebt. Und haben daraus ergehen, wie ungerecht eine Ordnung ist, die 1800 (Arbeiter als nicht einmal gleichberechtigte Subjekte einem einzigen, parasitischen Unternehmer gegenüberstellt, diesem die 'Möglichkeit gibt, 700.000 Menschen zwei Tage lang hungern zu lassen, und schließlich, wie kraß die Klassengegensätze unter dem Schleier brodeln, den die Sozialdemokraten über diese breiten möchten. Lenin, Vorsitzender des Komitees zur Bekämpfung des Antisemitismus, Der Newuorker „J e w i s h Daily Forwa r d", vom 31. Dezember 1919 bringt folgendes Telegramm seines Pariser Korrespondenten: Die Moskauer Regierung organisierte ein eigenes Komitee zur Bekämpfung des Antisemitismus. An der Spitze des Komitees steht N. Lenin; außerdem nehören ihm noch Maxim Gorki, L u n ats eh a r sk y, Bucharin, Gorbunow und Posadow an. Georges Sorel über Lenin. Georges Sorel, der berühmte französische Theoretiker, dessen Anschauungen über die Rolle der Gewalt im Gesellschaftsleben die Grundlagen des französischen Geistedebens in den letzten zwei Jahrzehnten revolutioniert haben, an den sich im schärfsten Ideenkampf die „großen Geister" der Sozialopportunisteu nur mit hämischen Angriffen heranwagten, sagt in der Vorrede zur 4. Auflage seines Buches „Reflexions sur la violence" (Bitrachtungen über die Gewalt) über Lenin: „Ich habe keinen Grund, anzunehmen, daß Leun aus meinen Büchern Anregung zu seine l Ideen geschöpft habe. Aber wenn dem so wäre, würde ich nicht wenig stolz sein, zur geistigen Bildung eines Mannes beigetragen zu haben, welcher mir gleichzeitig der größte Theoretiker des SozialismusseitMarx und ein Staatsoberhaupt, dessen Genie an das Peters des Großen erinnert, zu sein jdieint" Avantgarde Zentraforgan des Organisationsbüros der Unken Poate 2lo*. {in jiddischer Sprache.) Aus dem Inhart: Nr. 1: Aufruf des Org.-Büros; Zur Frage der Weltkon ferenz. Nr. 2: Probleme der jüdischen Arbeiterpolitik; Orgafiisationsfragen; Palästina in unserem Pror;ramm; Das Org.-B. d. 1. P.-Z. (was man darübersagt, und was es ist); Kor- _respondenzen; Litauen, Amerika;etc. Vortragskalender. Die Genossen werden aufmerksam gemacht, daß di« Veranstaltungen und Vorträge der Bozirksorganisationao. IT und XX in jiddischer, der Bezirksorganisatioa I in deutsche r Spracht» abgehalten werden Nagier Kohn Nagier Samstag, 21. Februar, Bez.-Org. II. Sonntag, 22. Februar, halb 3 Uhr nachmittags, Akad. Verband jüd. Soz. Lokal der Vereinigung jüdischer Handelschüler, II., Tab#rs raße I Sonntag, 22. Februar, ' 3 Uhr nachmittag, . Bez.-Org. XX., (Wallensteinstraße 62) Sonntag, 22. Februar, 3 Uhr nachmittags Verband d. jüd. Soz-Ar- beiterjugiiid Sonntag, 22. Februar, 6 Uhr abends, Riwa Rawicz V. lkslicder-Abend B.z.-Org. II. Prof. H. Ehrlich , ni „ , Das jüd. Proleta- Dienstag, 24. Februar, Kandel riat'In dersozialen Bez.-Org. II. rt" c Arbeiterf-age in England und die O Jentpolitik. Tendenzen innerhalb der jüd. Arbeiterbewegung. % Krise des politischen Zionismus, Revolutionärer Kunstnachmittag, Mittwoch, 25. Februar, Bez -Org. I. Donnerstag. 26. Februar, Bez.-O g XX. (Wallenstelnstraße62) Samstag, 28. Februar, Bez.-Org. II. Sonntag, 29. Februar, Schüler Revolwton III. Sozialismus und Kommunismus. Sozialismus und Kommunismus Palästina in der englischen Orientpotitik. Aulorena1 end HdH, reumar, m„j.„„u rj^.,.:„-, ^uuncu« cum Bez -Org. V. Mej ech Raw.cz Couf6r,ncier: Nagier Wo sonst nichts angegeben, Ort: Arbeitorheim, II. Bezirk, Blumauergasse 1;. Zeit: 0 Uhr abends. "HJe^irks^^ Sonntag, den 22. Februar, um 5 Uhr abends, findet im großen Saale des Arbeiter'tieimcs, II., Blumauergasse 1/1, ein M Volkslieöeraben unter 'Mitwirkung von Frau Riwa Rawiüz und Herrn Prof. Ehrlich statt. Konsumgenossenschaft für jüdische Arbeiter und Angestellte, II., Taborstraße 41 [Eingang Blumauergasse]. Fernsprecher Nr. M.189. Fernsprecher Nr. 14.189. Verkaufszeit von 8—Vsl2 Uhr und von i/22—y.,5 Uhr. An Samstagen und Sonntagen findet kein Verkauf statt. In der Woche vom 23. Feber bis 1. März 1920 gelangen folgende Waren an die rayonierten Mitglieder zur Abgabe: Heringe, Bohnen, Marmelade, Feigen, Zwiebel, Frankkaffee, Gewürze, Suppenmasse, Weine, Rum, Kognak und verschiedene ande e Artikel. Ab lp. Feber 1920 kommt an unsere Mitglieder Gänseschmalz oder Oe.l zur quotenmäßigen Verteilung. Der Preis des Holzes wurde wegen der großen "Zufuhr- und Verarbeitungsspesen von der Verteilungsstelle auf K 1.20 per Kilo erhöht. Anmeldungen für Holzbezug werden nach angenommen. Textilien. An unsere Mitglieder ge'angcn noch Herrensocken, Sweater, Anzugstoffe, Trikotagen, ferner Gebrauchsgegenstände wie Fußmatten und Reibbürsten zur Abgabe. * Wir erwarten vom Sol.daritälsgefühl der Mitglieder für die Angeiteliten, de-en Arbeitszeit sich sonst Iis Ungemessene ausdehnt, daß sie J rechzeitig erscheinen. Nach Einlaßsperre Erscheinende werden n i c Ii t eingelassen! Wir .ersuchen alle Mitglieder, die noch ausständigen Anteile ann unsere Kassa zu erlegen, damit im Warenbezug keine Unterbrechung e'ntritt. 19. Preßfonds-Ausweis. *- Dem Gen. Deutsch und Frau gratulieren herzlichst zu Ihrer Ruth: Dr. Nagier 20.—, Kandel 10.—, Schorr 10.—. Dem Gen. Dr. Nagle.- und Frau zu Ihrer Ruth: M. Schorr 40-.—, Kandel 10.—, Menkes 10.—, Klipper 5—, Lamm 4.—. Familie Roscnfeld anl. der Gedenkfeier für den unvergeßlichen Dr. Max MRosenfeld 20.—. Gesammelt durch Wlllne:: Willner 12.50, Kraschkowski 2.—, Diverse 0.50, Rosenreich 2.—, Wachsmann Kr. 1.50. A. Steinfeld, Biel (Schweiz) K 238.—; Gen. Neumann K10Q.—; Gen. London K 117—; Pinkas Czaczkes, zur Wiederkehr des Todestages seiner unvergeßlichen Mutter K 20.—; Löwenkron, anläßlich der Jahrzeit seiner in Proskurow und Felsztjn als Opfer der Pogrome gefallenen Verwandten K 20.-. Margulies (inn.l teilt allen Freunden und Parteigenossen mit, daß seine Hochzeit mit Gen. Kesten Sonntag, den 15. ds., um 3 Uhr im Pazmanitentempel stattgefunden hat K 20.—; Gatt. Rottenstreich K 20.—; Gen. Ehrmann (Blocksainml.) K 100.—; Gen. Gkin K 20.—; Gen. Keßler K 5.50; Gen. Klipper K 2.50; Gen. Keßler K 5.50; Gen. Klipper K 2.50; Gen. Preuß K 2.50; Gen. Blaustein K 10.—. — Zusammen K 803.00_ _Bisher ausgewiesenn K 6207.10 __ „Adria", Druck- und Verlagagesellschaffc m. b. H., Wien, II., Taborstraße

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