Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 2 (1920)
- Issue
- 6 (7.2.1920)
- Date
- 1920-02-07
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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(T) ITTE1LU176 E n DES ORGANISATIONSBÜROS DER LINKEN POALE ZION BEIBLATT ZUR „FREIEN TRIBÜNE". IL Jahrgang Wien, 7. Feber 1920 Nr. 6 Einigung nach Links! Umschwung innerhalb unserer tschechoslowakischen Bruderpartei. Noch vor einigen Wochen mußten wir an der Haltung unserer Bruderpartei in der Tschechoslowakei Kritik üben. Wir mußten auf ihre schwankende Haltung, ihre Unentschlossenheit in allen praktischen Fragen, auf den Widerspruch zwischen revolutionären Gedanken und Parolen und ihrem opportunistischen Handeln hinweisen. Wir übten Kritik, weil wir wußten, daß wir es mit einer in ihrem Wesen doch revolutionären Bewegung zu tun haiben, die vor die Entscheidung gestellt, ihre von uns bedauerten Irrtümer ablegen und sich auf den richtigen Weg stellen wird. Nun, die Entscheidung ist gefallen! Sie ist gefallen, wie wir sie erwartet haben. Die Partei hat durch den Beschluß ihres Vorstandes vom' 18. Jänner endgültig das Band, das sie an das Bürgertum knüpfte, zerrissen und sich auf den Weg des1 Klassenkampfes gestellt. Vor allem hervorzuheben ist an dieser Sitzung, daß sie nach allen Richtungen politischer Stellungnahme Klarheit gebracht hat. Den Anstoß hat wohl die Notwendigkeit gegeben, bei den bevorstehenden Wahlen zur tschechoslowakischen Nationalversammlung Farbe zu bekennen. Da eigene Kandidaturen zufolge der Wahlrechtsbestimmungen keinerlei Aussicht auf Erfolg hatten, konnte es sich hur darum handeln, den Schwanz der jüdischen Bourgeoisie bei ihrem Wahlschacher zu bilden, oder die nur dem äußeren Änsditen nach bescheidene Rolle einer Vorkämpfrein des jüdischen Proletariats innerhalb der Reihen der Internationale zu spielen. ' f Der Parteivorstand hat nun beschlossen, die prinzipielle Weisung zu erteilen, daß nur für Kandidaten sozialdemokratischer Parteien gestimmt werden darf. Aber auch hier wurde, was am deutlichsten die tiefe Wandlung der Partei kennzeichnet, die Einschränkung gemacht, daß die Lokalorganisationen gegenüber nicht wirklich internationalistisch denkenden Kandidaten das Reicht haben, die Parole zur Abgabe weißer Stimmzettel auszugeben. Es ist schwer zu sagen, was das Erfreulichste a,« diesem Beschlüsse ist. Wir müssen bedenken, daß unsere Bruderpartei in ihrem ungeahnt raschen Aufschwung seit den Novembertagen 1918 eine große Zahl von kleinbürgerlich gesinnten Elementen mitgerissen hat, die in ihrem Innersten nationalistisch gestimmt sind und zur Partei teils deshalb kamen, weil diese auch die nationalen Forderungen am klarsten formulierte, teils weil auch der Sozialismus eine gewisse Zeit modern war. Sie ha;ben dank ihrer Klassenlage mit höherer politischer Intel.igenz beejabt, und deshalb zur geistigen Beherrschung der Partei geeigneter, wie ein Schwergewicht in der Entwicklung gewirkt. Noch bei den letzten Gemeinderatswahlen haben unsere „Poale Zion" mit den Zionisten gemeinsame Kandidatenlisten aufgestellt. Und jetzt dieser außerordentliche Umschwung, dieser herzhafte Entschluß, den der Parteivorstand mit der seltenen Majorität von 17 gegen 3 Stimmen faßte! Diese klare politische Entscheidung mußte natürlich auch Folgen für die bisher aufrechterhaltene Gemeinbürgschaft mit den jüdisch-bürgerlichen Parteien in den Nationalräten zeitigen. Die Partei hat endlich begriffen, daß sie nicht mit Vertretern der jüdischen Bourgeoisie zugleich in einer Körperschaft sitzen kann, die für irgendwelche „gemeinsamen" nationalen Rechte ,.kämpfen" soll. Und so hat der Parteivorstand seinen Austritt aus dem jüdischen Nationalrat und den Vo 1 ksräten für das ganze tschechoslowakische Staatsgebiet vollzogen. Die Enunziation des Parteivorstandes sagt darüber: „Die Volksräte.. .haben sich überlebt und haben ihre Berechtigung voll und ganz verloren." und weiter: „Das jüdische Proletariat hat schon seit längerer Zeit das Vertrauen in die Volksräte verloren und diese haben als Vertreter des Volksganzen bloß eine Scheinexistenz geführt. Heute haben die Volksräte und der Prager Nationalrat durch den Austritt der poale zionistischen Vertreter auch den letzten Rest von Existenzberechtigung eingebüßt und sind in Hinkunft nicht mehr ermächtigt, im Namen des jüdischen Volkes zu handeln." Damit ist der Bruch mit den Parteien des jüdischen Bürgertums durchgefhrt. Die Seifenblase der Möglichkeit gemeinsamen „Kampfes" der beiden feindlichen Klassen ist geplatzt, bevor allzu viel^ Unhejil geschehen ist. Wohl wird jetzt das jüdische Bürgertum, wohl werden seine journalistischen Klopffechter ein mächtiges Geschrei erheben, vom „nationalen Verrat", „In-den-Rücken-fallen des jüdischen Volkes" und ähnlichen Dingen winseln und heulen. Begreiflich! Verlieren sie doch in unseren Genossen die tapfersten und selbstlosesten Kämpfer! Droht doch jetzt die Gefahr, daß sich der „nationale Kampf" des Bürgertums, entkleidet des idealistischen Glanzes, mit dem ihn die Teilnahme unserer Genossen umhüllte, aller Welt als feile Miandatenjagd und Rauferei um den Futtertrog erscheinen wird! Unsere Genossen werden also ruhig ihren Weg gehen, unbekümmert um alles Geschrei! Zug'eich mit diesen Beschlüssen erfahren wir aus der Nummer .12 des „Jüdischen Sozialisten" von der Stellungnahme des Parteivorstandes zu der Frage der Internationale. In einem Aufsatz „Um die Einheit unserer Weltbewegung" teilt die Redaktion mit, daß die Parteivorstandssitzung vom 4. Jänner ihren prinzipiellen Standpunkt hinsichtlich des gebotenen Austrittes unseres Weltverbandes aus der zweiten Internationale präzisiert hat, und setzt hinzu: „Die Frage der zweiten Internationale existiert für uns nicht mehr, nachdem' sich die Aussichtslosigkeit erwiesen hat, dieselbe zu revolutionieren, bzw. von dem sozialpolitischen Ballast zu befreien." Bezüglich der dritten Internationale stellt sie sich auf den Standpunkt der Unabhängigen in Deutschland. Wenn nun auch diese Beschlüsse einen gewissen Mangel an Klarheit und Entschlossenheit beweisen, so wissen wir doch den Weg zu schätzen, den unsere Bruderpartei in der Tschecho-Slowakei aus ihrem ehemaligen Zustande eines ungeklärten, ungeordneten Gemenges radikal-zionistischer und national-sozialistischer Elemente und Ideengänge bis zur gegenwärtigen Entwicklungsstufe einer klassenbewußten, wenn auch von opportunistischen Eierschalen noch nicht ganz befreiten, in ihrer Masse revolutionär gerichiteten Arbeiterpartei zurückgelegt hat. (Wir beglückwünschen unsere Bruderpartei umso uneigennütziger, als wir unserem propagandistischen Wirken wohl nur das geringste Verdienst an dem' Erfolge beimessen können, wir vielmehr unsere Anschauung bestätigt finden, daß jede Partei auf dem1 Wege ihrer eigenen Entwicklung zu dem gleichen Ziele gelangen muß. ' Wozu wir aber am meisten Glück wünschen, ist eine Folgeerscheinung, die von unseren Genossen im Augenblicke recht schmerzlich empfunden Avird. Wir meinen die durch die Parteibeschlüsse herbeigeführte Reinigung der Partei von allen rechten, kleinbürgerlichen Elementen, die sich nur dank einem historischen „Zufall" unseren Reihen angeschlossen haben. Wohl begreifen wir den Scjhmerz der führenden Genossen, eine größere Zahl bisheriger Kameraden abfallen zu sehen, aber sie mögen sich trösten! Was verloren geht, ist nur der Ballast, der jedes entschiedene, selbständige Auftreten als Klassenpartei verhindert hätte. Was die Partei also vielleicht an Zahl und Gewicht nach außen verliert, gewinnt sie an innerer Gleichartigkeit, Festigkeit, Anziehungskraft auf die außenstehenden jüdischen Sozialisten und Tatfähigkeit. Die allzuhäufig wiederholten Bitten an die sich sammelnde recjhte Minorität, die ja deutlich unter dem Einflüsse bürgerlicher Hetze steht, um Besonnenheit und Ausfeqhtung der Gegensätze (innerhalb der Partei werden hoffentliiqh nicht die Wirkung haben, diese unsicheren Kantonisten festzuhalten. Die so notwendige Klärung soll eintreten. ' » Nun hat sich wieder eine Landespartei gegen dasVerbleibeninder II. Internationale ausgesprochen. ,Was maciht demnach das Verbandsbüro? Schwankende Gestalfen. Unter diesem Titel erhalten wir von Gen. Efroußi folgenden Brief: In Nr. 3 der „AVitt." habe ich mit Verwunderung über ein „längeres Schreiben" von mir gelesen, obwohl dieses selbst nicht veröffent kht wurde, was Mißverständnisse hervorrufen mußte. Mein Schreiben will ich nicht wiederholen. Wenn die Redaktion es für nötig erachten wird, wird sie es selbst veröffentlichen. Jetzt will ich nur auf den Aufsatz „Zum Kapitel .Schwankende Gestalten"' erwidern. Erstens ist das ukrainische Hauptkomitee an dem „Ministerialismus-' unschuldig, weil es damals nur zum Teil in Kiew lebte, während sich seine anderen Mitglieder in Charkow, Odessa und Mariupol befanden. Damit entfallen auch die weUeien Beschuldigungen, wie aus dein Folgenden ersichtlich ist. An Genossen Rewutzkis „Ministerialismus" ist nur die provisorische Parteileitung schuldig, an der — was ich nochmals betone — mehr als e i n Bolschewik teilnahm (damals bezeichnete sich noch niemand in unseren Reihen als Bolschewik). F ü r stimmten die Genossen ßesderzski, Schewalenko u. a., während gegen den „Ministerialismus" nur ein dermaßen Rechter wie Pinski nebst dem Bolschewiken Adamski, der al.erdings jetzt in der Partei geblieben ist, gestimmt hat. Ist aber vielleicht eine Parteiberatung ebenso unmaßgeblich wie ein Zentral- oder Hauptkomite? Ihr schreibt, es handle sich um Systeme und nicht um Personen. Natürlich! Und die Meinung der Partefiberatung zu Ende 1918 war es, daß der Aufstand des Direktoriums gegen den Heimann ein revolutionärer Schritt ist und deshalo von uns aktiv unterstützt werden muß. Ich selbst war, obwohl ich zu den Rechtesten in der Partei gehöre, gegen einen P.-Z.-Minister in der ukrainischen Regierung, *) anderseits hätte auch, wie Ihr selbst schreibt, „die späteren, Kommunisten damals diesen Fehler mchen können" (d. h. auch s i e konnten mit der Parteiberatung übereinstimmen). Der Fehler liegt also nicht an der „rechten" oder „Hinken" Auffassung, sondern in etwas anderem. Was ist aber dieses „Andere'«? Vorher wollen wir noch die Schuld des ukrainischen *) Ich befand mich damals in der Provinz und beteiligte mich nicht an der Parteiberatung. Hauptkomites erörtern, das den Genossen Rewutzki mit seiner Vertretung im Verband betraut habe. Nun, dies ist durchaus nicht richtig! Er war vielmehr als Mitglied des gewesenen gesamt-russischen Z.-K. bis zu einem neuen Parteitag auch Mitglied des Verbandbüros. Wozu also die Angriff« auf das ukrainische Hauptkonntee? Nur, weil wir durch unser« taktischen „Fehler'* dem „Jüdischen Kommunistischen Verband'1 Raum gegeben haben, der, wie Ihr selbst zugebt,; die kommunistische Massenstimmung ausbeuten wollte? Aber erstlich: wo wart Ihr zu Ende 1918, warum habt Ihr damals f eschwiegen und seid erst auf der Treppe klüger gewordent Zweitens: Wer vertrat denn damals int jüdischen Volke überhaupt eine derartige Anschauung? Als aber unsere Genossen auf unseren Konferenzen sozusagea klüger wurden, wars ja schon zu spät — der „Kommunistische Verband" hatte die besten politischen Plätze belegt und wir hätten, bestenfalls, für unsere schöne „Unke" Resolution, ein freundliches Lobeswort von Larik erhärten l Das ist ja aber der Wesensunteischied zwischen uns und dem „Kommunistischen Verband", daß diseer nur ein Verband ad hoc zur Erreichung politischer Augenblickszwecke ist, während wir „Paole Zion" un.s immer dadurch auszeichneten^ daß unsere Politik den Kräfteverhältnissen im jüdischen Lebeu innerhalb der internationalen Arbeiterbewegung angepaßt war. Deshalb waren wir jederzeit und sind bis zuletzt geblieben die einzige jüdische Arbeiterbewegung; Deshalb eben trug unsere Polüik auch keinen schwankenden Charakter, war sie stabil, weil sie von „Orientierungen" frei war. Der „Kommunistische Verband" hat es bewiesen, daß die Bezeichnung „Jüdischer" nicht genügt, um jüdisch (ohne Gänsefüßchen) zu sein, daß man vielmehr ein treues Spiegelbild, und daß die Politik eine logische Konsequenz zu sefta hat des jüdischen ökonomischen Lebens. Möge die Tatsache des „Kommunistischen Verbandes" einigen unserer Landesparteien als abschreckendes Beispiel dienen! Abgesehen von hysterischen Schreien und Losungen — wer hat mehr als wir Paole Zion, rechte und linke, für dis Revolution getan? Wer hat mehr als wir der Sowjet-Macht an Ort und Stelle und mit den Waffen im Felde geholfen? Wo steckt also unser Opportunismus? Offenbar nur darin, daß wir es wagen, nicht immer mit der Taktik der allgemeinen kommunistischen Partei einverstanden zu sein? Nunmehr zur Frage, ob ich an die Rechtmäßigkeit von; Mehrheitsbeschlüssen unseres' diversen Zentral- und Hauptkomitees glaube. Ja, wie sind wir denn zu solchen Komitees gelangt? Sind sie der Ausdruck der herrschenden Meinung in den Parteien, so muß sich die Minderheit unterwerfe?» (wie auch in der deutschösterreichischen Partei) und innerhalb der Partei für ihre Uebexzeugung kämpfen. Drücken sie nicht mehr die herrschende Meinung aus, so muß eben ein« Konferenz zusammentreten, die ein neues Komitee wählt und frische Weisungen erteilt. Ein anderes Mittel schließt die Möglichkeit einer einheitlichen Volksbewegung aus, da es in jeder lebendigen Gemeinschaft eine unzufriedene Mbir derheit gibt. Oder träumt Ihr vielleicht von der Diktatur einer Minderheit in der Partei? Seid Ihr denn überzeugt, daß Euere Minderheit keine weitere Minderheit enthält? Ä. EfcoaiäL Diesen Ausführungen wollen wir nur wenige Bemerkungen entgegenhalten, mit denen wir die Debatte für beendet betrachten. In welches Netz von Widersprüchen man sich bei einem Versuche formeller Behandlung dieser Fragen verstrickt, wölk man an E.'s Darstellung der VeFtreterschaft Rewutzkis im Verbandsbüro ermessen. Wir stellen demgegenüber fest: Rewutzki war in Stockholm nicht Vertreter irgend eines Z.-K. (das gibt es nach dem „unantastbarem" Verbands-Statut gar nicht!), sondern als auf der ietzten Weltkonferenz von 1913 igewählies Mitgicd des Verbandsbüros anwesend! Uebrigens konnte er auch nachträglich kein „legales" Vertretungsmandat erhalten, da der mittlerwei e stattgeiundene gesamtrussische Parteitag in Minsk den auch für die ukrainische Partei verbindlichen Beschluß gefaßt hatte, aus dem Verbandsbüro auszutreten. ( Wir haben aber auch keine Lust, uns auf ein leeres Gezänke einzulassen, wer denn nun eigentlich für den „Ministerialismus" der ukrainischen Partei die Verantwortung zu tragen habe, ob Zentral- oder Haupt-Komite oder eine „provisorische" Parteiberatung. Formell würde ja die Feststellung genügen, daß diese Beratung, die so „provisorisch" war, daß eine ganze Reihe von Organisationen, ja sogar das Hauptkomitee, nicht anwesend sein konnte, nichtsdestoweniger die schweiwiegendsten Entscheidungen zu treffen gewagt hat! Auf alle die „Fragen" bezüglich Majorität und Minorität, warum wir nicht klüger waren, worin denn nun der Opportunismus lfege usw., wollen wir nur kurz erwidern: Erstens gibt es Fälle, in denen die Minorität ein "V e rb rechen begeht, wenn sie sich „unterwirft". Wenn ein Grundprinzip clor Weltanschauung oder der Zukunftsbesfcand der Bewegung bedroht erscheint, ist es Pflicht der Minderheit, über alle jüdischlich-heiiige „Achdeß" hinweg selbständig vorzugehen, eventuell die Partei zu sprengen. Welche Meinung die russischen Genossen hatten, haben sie durch den Ausschluß der „Minister" aus der Partei bewiesen, und wir in Wien haben nur mit bangem Schauder dem waghalsigen Seiltanz der ukrainischen Partei zugesehen. Die Gründung der kommunistischen Fraktion und der kommunistischen Partei scheinen uns für die Zukunft ,,G o 1 d e 1 m a n n - A b e n t e u e r" unmöglich zu machen. Es nützt auch nichts, daß die Partei später Rote Bataillone aufgestellt hat. Die erzwungene Erfüllung unausweichlicher Notwendigkeiten beweist nichts; daß es zum Opfertode so vieler Genossen kam, daran war schließlich auch die Unterstützung Petljuras schuld. Wesentlich vor allem ist, daß das Bewußtsein des Notwendigen sich rechtzeitig einstellt. Dieses Bewußtsein kenn aber nur aus einer klaren Einstellung auf Klassenpolitik erfließen. Statt dessen ließen unsere Parteünstanzen das Parteischiff auf den so bequemen Gewässern allgemein-nationaler Freiheitsideen dahinschwimmen und ihr Segel von den kleinbürgerlichen Hoffnungen auf jüdisch» Volksautonomie schwellen. Darin liegt der Opportunismus! Der Wendepunkt, an dem sich revolutionäre und opportunistische Politik scheiden, ist bezeichnet d,urch die Begriffes Gegen nationalePolitik, nationale Autonomie, nationalen Kampf: Klassenpolitik, Klassenautonomie, Klassenkampf!