Freie Tribüne
- Journal
- Freie Tribüne
- Volume
- 1 (1919)
- Issue
- 1 (10.1.1919)
- Date
- 1919-01-10
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2827798-2827856-2827857--006-2828007- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Seite 4 Freie Tribüne Nr. 1 k "teirzunehmen, verließen sie mit dem' Bewußtsein', dab hier tatkräftige und gläubige Menschen am) Werke sitid, die das Vertrauen der jüdischen Arbeiterfeehaft in Pöfcen nach allen Richtungen hin rechjttertigen werden. Die BegrüBnngsansprache des Vertreters der jüdischen Sozialisten anf dem Parteitag der tschechoslowakischen Sozialdemokratie. Arn' 27. Dezember wurde der diesjährige Parteitag der ts'eheeho-sfowakischen Sorafdemokratie durch den Präsidenten f^ernee eröffnet. Ais Gast nahm der VoVsitzende des }üdischen SoÄ'artstenrates Rudolf Kofm an dien Kongresse teil, der, von dem1 Präsidenten gfeich den Vertretern der Sozialisten der anderen " Völker begrüßt, namens der all weit lichten jüdtsth-sozialistrschen Arbeiterpartei '„Poafe Zion" eine Ansprache hielt, in tier er unter anderem' äagte: Wir jüdischen Sozialisten, die vaiS stofz zu unserem wiedfergehorenen jüdjisdiien Volke bekennen, stehen unerschütterlich auf dem Grundsatz des internationaler! Sozialismus und des SelhstbesTimmuingsredites ^der Völker. Für dieses Selibstbestimmungsrecht kämpfen wir schon jährefang; auf den verschiedjejnen sozialistischen Tagungein und wir gedenkjein in Dankbarkeit, daß die tschechischen Deliegierten', die Genossen Nemec und Soukup uns in diesem.1 Kampfe vor dem .infernja,- tionaFen' Forum stets werktätig unterstützt haben. Die Ereignisse der Fetzten Zeit brachten unseren « Bestrebungen! d$fll vollsten Erfolg. Ebenso hat die Siegreiche Entente dem! Anspruch unseres Volkes auf ein eigenes Leben anerkannt und der Präsident unserer Republik, Prof. Masaryk1, verkündete in sfeiner Botschaft an; die amerikanischen Zrpnisten, 'dafo er im' Ztonis'müs d;eni besten1 Weigi zur geisttjgen, moralischen un'd ökonomischen Regeneration unseres Volkes: erblickte. Ebenso fordern wir vollkommene nation^Te, politische und kulturelle Gl'etchb'erechtigüng fni jenen Staaten, in denen unser»Volk schon seit ranjg|eM Jahrhunderten wohnt. Dies erstreben wir auch in der tschechoslowakischen Republik und wir ersuchen, "den Kongreß, unsere 13e- ^streib't'^agen1 gefreiu seiner internationalen Tra - ditton zu «nnter$tü^t21e!n,. ' Wie,EuCh1 bekannt ist, verbregtet ein Teil' der Bourgeoisiepressei sChbn se|t Fähigerer Zeit etue antisemitische Hetzpropaganda! uind fällt das1 Jiu- . dentuim ata Gainzes an. Wir jüdische Soz^alistein! haben keinen Grunjd, jenen TeiF der jüdischen Bourgeosie, der stdiUmi.Krtege versündigt hat, in Schutz zu neWmen. Im! GegenteiF, wir verlangen, daß aflte SChiujrdigien stremig bestraft werden, ohne Rücksicht darauf, zu weiteten Volke sie sich bekennen', TOr protestieren hur 'dagegen, djä'ß die Süniden des .|e&n|- zeCnen Jufden dem Judentume als! Ganzem1 zur Last gelegt werdejn. Wir stellen mit Dank fest, .diaß Ihr EuCh durch Euren Sprecher in der NationalVersammlütng gegeni die antisemitische Hetze verwahrt habet. (Die Interpellation! Stivtn in der Nationalversammlung, auf die Min^isterpräsidJqht Kramar dte bekannte Antwort über die Judenfrage gab, erfolgte über VeranlaSsumig des Jüdischen Soziailistem!- ratst — RedL) Wir sind stets gerne beredt, gemeinsam! mit EuCh -gegen 'die M5ßst!än;d(e; der kapttatöstisChen Gesellschaft zu kämpfen un'd wünschen Eurem' Kongresse nochmals! vollen! Erfolg zuim Kampfe für die Freiheit des! Volkes und die Verwirklichung des Sozialismus!. ' Berlin. „Mit der Niederlag« des monarchistischen Riesen Ist eine der größten Zitadellen des Antisemitiismus und der nationalen Unterdrückereien zerstört/' Diese Worte leiteten - die Proklamation des Sekretariates der jüdisch-sozialdemokratischen Gruppen „Poale- Zion" in Deutschland an die jüdischen Arbeiter cini^ afe das verheißungsvolle Morgenrot der siegreichen Revolution über dem Reiche aufleuchtete. Indem es das deutsche sozialistische Proletariat zu seinem Siege beglückwünschte und die freie sozialistische Republik Deutschland begrüßte, rief «9 das jüdische Proletariat -zum' Kampfe lum die eigene Freiheit auf: „In den blutigen Jahren/des Weltkrieges trat der deutsche Militarismus in den zerstörten Städten und Städtchen des östlichen Kriegsgebietes von Angesicht zu Angesicht-den breiten Massen des jüdischen Volkes gegenüber und durch sehie blutdürstigen und judenfeindlichen Knechte uud Satrapen wurde der letzte Lebenssaft unserer Brüder, den der teuflische Krieg übrig gelassen hatte,, ausgesogen. Mit roten Buchstaben wird diese Begegnung in unserer Chronik! aufgezeichnet werden. Von Hunger und Not getrieben, mußten Zehntausende jüdischer Arbeiter ihr Heim verlassen, und Sicheheit' fclnd Brot jeenseits der einzig offenen Grenze) suchen. Die'kurze Zeit ihres- Lebens im alten Deutschland ist eine lange Kette der Versklavung und des Zwanges, der Sorge und Quälerei! Und als der immer wachsende Hunger und die korrumpierte Herrschaft der deutschen militärischen Befehlshaber neue Arbeitermassen zur seilten Wanderung trieben, erneuerte die gestürzte Regierung d'«| Gesetze des mittelalterlichen Ghettos uhd verschloß die Grenzen des Landes speziell für die jüdischen Arbeiter, indem sie zugleich jedem: den Mund, schloß, der die Verwegenheit hatte, in seiner Bedrängnis zu stöhnen, auf daß keiner draußen von ihren teuflkhen Taten erfahre. Der antisemitische Grenzschhiß war das letzte Geschenk, das das sterbende Regime noch kurz vor seinem Tode seinem Opfer, dein von ihm ruinierten jüdischen Arbeiter, gegeben harte! Und noch jetzt werden Klänge aus der alten Zeit vernommen, daß beim Aufbaudes Landes auf neuen wirtschaftlichen Grundlagen als erstes Opfer der eingewanderten Arbeiter fallen wird. Mit festem Vertrauen ,u nd mit Hoffnung sieht die jüdische Arbeiterklasse, organisiert unter der Fahne der jüdischen Sozialdemokratie „Poale-Zion", in Deutschland und in der gesamten Welt auf seine deutschen sozialistischen Genossen in der Regierung. Die ganze fluchwürdige Erbschaft der alten Regierung verbrennend, wird das sozialistische Proletariat auch das schwere Bündel jüdischer Bedrückungen und Beschränkungen mitverbrennen. Abgeschafft sollen werden alle Gesetze und Praktiken, die die Zehntausende eingewanderter Juden in Deutschland wirtschaftlich, politisch und national unterdrücken. Möge im neuen Staatswesen, das von den Trägern und Dienern des sozialistischen Ideals geschaffen wird, kein Andenken mehr bleiben an die Ideologie, die einen Unterschied zwischen Arbeiter und Arbeiter macht und die Interessen des einen denen des ande.en zum Opfer bringt." Hinsichtlich der jüdischen Genieindepolitik in Deutschland heißt es in der Proklamation: „Zusammen mit der befreienden Umwandlung im ganzen Lande muß auch die Organisation der jüdischen Nation im Lande gereinigt, umgewandelt und demokratisiert werden. Sich .auf die reaktionäre und germanisatorische Politik der alten Regierung stützend, hat die volksfeindliche deutsch-assimilatorische Plutokratie die Gemeinde — das Erbe der alten jüdischen Selbstverwaltung — beherrscht und sie in eine verkrüppelte konfessionelle und tote Karrikatur verwandelt, indem sie alle Volkselemente fernhielt, die mit ihrem Lebenshauch die Friedhofstille hätten stören können. Der einigende und aufbauende Prozeß der Demokratisierung und des Kampfes für nationale Freiheit^ der jetzt alle Teile des jüdischen Volkes in allen befreiten Ländern beherrscht, soll auch unter den Juden des freigewordenen Deutschland seinen Geist verbrjeliten. Die jüdische Gemeinde muß auf demokratisehenGrundlagen neu aufgebaut werden, unter Beteiligung der weitesten Volksschichten der eingewanderten Juden, die die Möglichkeit haben sollen, ihre nationalen Kräfte auf al en Gebieten ihres Lebens, wie Gleiche unter Gleichen frei zu entwickeln! ■ 1 Zugleich mit der Proklamierung der nationalen Freiheit für alle unterdrückten Völker muß die jüdische Nation die politischen Rechte erhalten, um ihr eigenes H|ejim' in Palästina zu schaffen. Möge jeder Teil der sozialfsti-, sehen Internationale den anderen im Kampfe für seine Befreiung brüderlich unterstützen. Es lebe das freie jüdische Heim in Palästina!" In den Logen-Festsälen Berlin haben unsere Genossen eine Massenkundgebung der jüdischen Arbeiter veranstaltet. Der Hauptredner S. Rubaschow sprach über die Gegenwartsaufgaben des jüdischen (Sozialismus; Er zeichnete die Entwicklung des Sozialismus unter den Juden. In seinen Arjfangsstadien unterschied sich der jüdische Sozialismus vom nicht jüdischen nur dadurch, daß sein Objekt, das jüdische Proletariat war. Im Lauf seiner Entwicklung nahmer aber immer mehr auf die ganz besonderen Bedürfnisse der jüdischen Arbeiterklasse Rücksicht, deren Situation durch die besondere Lage des jüdischen Volkes bestimmt ist. So nahm der jüdische Sozialismus zum Kampf um die eigene nationale Sprache Stellung und führte zu jüdischnationalen Forderungen in der Diaspora und zum Kampf um die selbständige jüdische Heimat in Palästina. Die sozialistische Bewegung des Poale-Zionismus erscheint so als die reifste Entwicklungsstufe des jüdischen Sozialismus, der gegenüber die Strömungen des „Bundes und der S. S. (Sozialisten-Zionisten) als Uebergangsstufen anzusprechen sind. Von diesem Gesichtspunkt schilderte der Redner die Situation, mit der die jü ischsozialistische Bewegung gegenwärtig zu rechnen hat. Die Revolution in Rußland, Oesterreich und Deutschland macht die Bahn für die Beseitigung von Hindernisse« frei, die der Erfüllung der nationalen jüdischen Forderungen entgegenstanden. Ebenso wird der auf dem Sclbstfbestimmungsrechte der Nationen aufgebaute Weltfriede dem jüdischen Volk und unter diesem vor «allem den .arbeitenden Klassen die nationale Heimstätte in Palästina schaffen. Zu der Versammlung hatten unter anderem zwei bekannte Mitglieder der sozialdemokratischen Partei Deutschlands, der Herausgeber der „Sozialistischen Monatshefte" Dr. Josef Bloch und der Schriftstelter Julius Kaliski Begrüßungsschreiben gesendet, die nachstehenden Wortlaut haben: , De ersten Versammlung der Poale-Zion in der freien deutschen Republik m,:!ne herzlichsten Glückwünsche! Diese Kundgebung des Willens der jüdischen Arbeiterklasse zur Selbstbestimmung ihres Volkes ist auch eine Angelegenheit des internationalen Sozialismus. Das Recht des jüdischen Volkes auf Palästina folgt aus der Pflicht zur produktiven Arbeit, bedeutet also die Erfüllung einer auf hohe Menschheitsziele gerichteten Aufgäbe. Daher müssen die Sozialisten aller Länder,' müssen insbesondere auch die deutschen Sozialisten dafür eintreten, daß dieser Gedanke seine Verwirklichung findet. Josef Bloch." „Zu meinem Bedauern bin ich verhindert» der ersten Versammlung der Poale-Zion auf deutschem Boden beizuwohnen. Ich halte es für meine Pflicht, auch an der Arbeit teilzunehmen, die die sozialistische Organisation der jüdischen Arbeiterklasse sich zu ihrem Ziel gesetzt hat. Das Recht des jüdischen Volkes auf Palästina, von den sozialistischen Parteien des Auslandes 6ereits anerkannt, muß auch von der deutschen Sozialdemokratie in seiner allgemeinen Bedeutung erfaßt werden. Dafür zu sorgen, werden die deutschen Parteigenossen aufgerufen. Julius .Kaliski." In begeisterter Weise sprach sich der Führer der un abhängigen Sozialdemokraten Oskar Cohn für den nationalen , Freiheitskampf der Juden aus, der seine Rede mit folgeuJen» Worten schloß: „Zünde, jüdisches Volk, das Licht der. Selbsterhaltung an, auf daß ein neuer Frühling dem Juden* tum erblühe." Wien. Die aktive Anteilnahme unserer Genossen am Jännierstreik, diesem ersten Sturme gegen die reaktionären Kräfte der österreichischen Regierung, gegen die Weiterführung des sinnlos gewordenen Völkermordens und für den FrieÜen hat alle finsteren Mächte des Polizeistaates gegen unsere Parteitätigkeit mobilisiert. Der jüdische Arbeiterverein wurde aufgelost, alle Genossen standen unter polizeilicher Kontrolle zwei mußten beinahe ein Jahr lang im Gefängnis der siegreichen Saat ihres opferfreudigen Witrkcns für die Sache des Proletariats, die ihnen die Tore der Freiheit öffnete, flntgegenharren. Lahmlegen konnten sie jedoch unsere Arbeit nicht. Sie mußte nur, gleichsam von der sichtbaren Oberfläche verschwinden und im engeren Kreise dio Kräfte stählen, die heute die Triebkraft unsener Bewegung geworden sind. Hiebei unterstützte unsere Tätigkeit erfolgreich das Organ unserer österreichischen Partei „Der jüdische Ar-, beiter", als das wirksamste geistige Bindeglied. Mit dem Zusammenbruch der Dynastie, des Staates, der morschen reaktionären Ordnung, mit der siegreichen revolutionären Welle, der sich befreienden Völker und des um seine wirtschaftliche Befreiung ringenden Proletari^.t^i wuchs auch unsere Bewegung aus dem engen Kreise LjCfr^* Der „jüdische Arbeiterverein" wurde mit einer Rjtrut. * von Vorträgen und Diskussionen über die brennenden"Fragen wiedereröffnet, die' jeder neue Tag dös Kampfes um die Befestigung der revolutionären Errungenschaften aufwarf. So z. B. über die Notwendigkeit einer Revolutionsarm.ee, einer „Roten Garde"i über , die „Diktatur des Proletariats'^, über .die „Jüdische Repräsentanz" u. s. f. Die einsetzende Werbetätigkeit brachte so gut« Erfolgje, daß sich die Notwendigkeit ergab, neue Gruppen zu bilden, um die politische und Bildungs-Arbeit ungehemmt fortführen zu können. Neben dem alten „Allgemeinen jüdischen Arbeiterverein^ konstituiere sich eme'Gruppe in der Brjgttt£nau und eine für deutschsprechende jüdische Ai*beiter unfd Handelsangestellte. — Der Verein „Jugend" sammelte die jugendlichen jüdischen Arbeiter zu intensiver Bildungsarbeit. Durch systematische Kurse wird ihr Wisjsen erweitert, ihr Charakter gestählt und die proletarischen Kampftugendeh geweckt. ' Auch die jüdisch-sozialistische Hochschuljugend organisierte sich, zahlreich. Der akademische Verein „C'hetuth" hat ingroßangelegten öffentlichen Vorträgen, wie z. B. .|Die jüdische Autonomie in der Geschichte", ^Der Weg zur Volksgemeinde" u. s. f. öffentlich für ,unsere Ideen gewirckt. .In Kursen, Seminaren, Vereinsvorträgen werden die Theorie und Praxis des Sozialismus und die Probleme, jüdischer Kultur beleuchtet. Es sammeln sich hier Akademiker, die aus dem Osten kamen und die jüdische Sprache pflegen können. Eine Gruppe Hochschüler aus dem Westen sammelt Genossen zu einer zweiten Vereinigung, deren Gieschäftssprache deutsch sein soll. Im großen Saal des Hotels Kontinental fand am Samstag* den 9. November eine Massenversammlung mit der Tagesordnung: Unsere Aufgaben und der jetzige Moment" statt. Mit einem leidenschaftlichen Gruß an alle aus der ^lten österreichischen Zwangsherrs'chaft befreiten Völker, proklamierten unsere Redner das Selbstbestimmungsrecht des jüdischen Volkes und forderten die jüldische Arbeiterklasse auf, zum Kampfe für Gerechtigkeit und soziale Gleichheit. Den 16. Novemoer fand im Festsaal „König David" eine Arbeiterversammlung statt, in der die Prinzipien unseres Parteiprogrammes erörtert wurden. Am 20. November haben wir den jüdischen Arbeitern und Händelsangestellten zum Proteste gegen den reaktionären Entwurf zum Staatsbürgerrecüt in die Brigittasäle gerufen. (Ueber unsere Stellungsnahmte zum beschlossenen Gesetz sprechen wir an anderer Stelle.) Die Redner verwiesen auf die wirtschaftlichen Ursachen dejr Einwanderungen und auf die soziale Gefahr, die ein Raub der primitivsten Rechte nach' sich ziehen muß. Im „König] David" fand am 23. November eine Versammlung mit der Tagesordnung: „Palästina und die jüdische Arbeiterklasse" statt. Die Ausführungen unserer Redner suchten die Versammelten zu überzeugen, daß Palästina nur als Arbeitiisstätte des jüdischen Volkes aufgebaut weiden kann. Am' 30. November fanden in den Brigittasälen und am 7. Dezember im „König David" Werbeversammlungen mit günsti-; gern Erfolg statt. Am 14. Dezember veranstaltete der „Arbeiterverein" eine Gedächtnisfeier zum ersten Todestage unseres Ber üomehow. Auf dem vom jüdischen Natioualrate für Deutsch-Oesterreich veranstalteten 5 großen Protesuyersammlungen gegen die polnischen Pogrome sprachen unsere Vertreter. Mit der Aufforderung zum Kampfe für die jüdische Volksgemeinde und gegen die reaktionäre „israelitische Kultusgemeinde" treten wir am 2. Jänner vor die jüdischen Arbeiter in den Reichshallen. * Diese Fülle von großen öffentlichen Veranstaltungen werden in allen Wiener Gruppen unterstützt durch rege und intensive Aufklärungsarbeit der neuerworbenen Mitglieder. ' Herausgeber und Terantwortlicher Redakteur Arnold D u t s c h. Druck von Joief H o y e r, Wien, IX., Liechtensteinitraße 3