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Der jüdische Wille · 1920-06-01 · Heft 6 (Juni 1920) · page 39

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
II (1919-1920)
Issue
Heft 6 (Juni 1920)
Date
1920-06-01
Page
– (sequence 39)
Language
German
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EINZELHEITEN 257 Verfchmelzung von Ehud und David handelt, die eine Muftertruppe von 700 Schleüderern fchuf. Dagegen wird Richter III 15 wie 2. Samuel XX 9 die Betätigung der linken Hand als außergewöhnliche Lift angewandt, und wie im Arabilcheh der Satan mit. der linken Hand trinkt, will die rechte als glückbringende, verbanden fein 1>. Zwar wird im babylonifilien Gilgamefifi-Epos 2> ein »Ehrenfitz zur Linken« erwähnt, aber Pfalm 1102 erweift dies als Ausnahme, und die Form8) »itter« für »linkshändig« deutet wie die Ausdrücke gleicher Bildung »gibber« —bucklig, »iwwer«—blind zweifellos auf ein pathologilcfies Moment hin. Göttingen HENNER VORWAHL DAS KARTELL DER TRANSKAUKA¬ SISCHEN JÜDISCHEN KORPORA TIONEN SCHREIBT AUS BAKU: Hiermit erlauben wir uns, Ihnen das Zuftandekommen eines Kartells der transkaukafifihen jüdifchen Korporationen, welches neun Verbindungen umfaßt, zur Kenntnis zu bringen. Dem Kartell find folgende Korporationen beigetreten \ Ivria-Tiflis, Hasmonäea-Baku, Girkania-Baku. Nationaljüdifche Mädchenliga: Sulamitha-Baku, Miriam-TifIis. Verbindung jüdifiher Mittelfihüler: Maccabaea-Baku, Bar-Kochba- Tiflis, Judaea-Baku. Verbindung jüdicher Mittelfihülerinnen: Debora-Baku. Wir betrachten es als unfere Pflicht, Sie als Pioniere im jüdifchen Korporationswefen mit der 'Korporationsbewegung in Rußland und fpeziell in Transkaukafien bekannt zu machen. Da einerfeits die Form eines gewöhnlichen Vereins unfere nationaljüdilch gefinnte Jugend nicht befriedigt und andererseits einige unferer Kartellbrüder, die zwecks höherer Bildung im Wellen, fpeziell in Deutfchland und auch in der deutfihen Schweiz längere Zeit weilten, dort verfihiedene national-jüdifche Verbindungen kennen gelernt haben, fo war die Zeit dazu reff, die Idee einer nationaljüdifchen Korporation auf dem Boden des Bafeler Programms in Tiflis und in Baku einzupflanzen. Anfangs war es (ehr fchwierig, hier die weiteren Schichten der jüdifchen Studentenfchaft für diefc Idee zu gewinnen, umfomehr, als hier *> Bertholet, KulturgefAidite Israels, pag. 117. *> Ungnad-Greßmann, pag. 91. *> Gtfr9c6(ic6faitsa(Cje6tiua Bu4de*Hollenbefff, - jegliche Traditionen fehlten, nur einzelne folgten dem Rufe und. find jetzt die treueften Verfechter diefes neuen Gedankens. Deshalb waren unfere erften Pioniere gezwungen, mit den 14~16jährig£n Jünglingen/zu beginnen, um diefe für die Korporation vorzubereiten. Der Erfolg war der, daß in Baku eine Maccabäeä und in Tiflis eine Ivria im Jahre 1917 gegründet wurden, die ihr zweijähriges Bestehen feiern konnten. Allmählich gelang es, diefe Idee auch den Akademikern zu eigen zu machen, fo daß wir jetzt 180 Kartellbrüder zählen können. Bs gelang auch, in Petersburg und in Charkoff nationaljüdilch akademifche Verbindungen zu gründen. Die jetzige Lage in Rußland geftattet uns aber nicht, über die betreffenden Verbindungen eine nähere Angabe zu machen. Die Mittelfdiüler, die ungefähr die Hälfte ausmachen, find laut den Kartellstatuten verpflichtet, nach ihrem Abiturientenexamen in die Studentenverbindungen einzutreten. Der gute Ruf, den unfere Verbindungen in der Gefellfchaft und in den Gemeinden genießen, geftattet uns den Schluß, daß diefe neue Idee in Transkaukafien feilen Boden hat. Wir haben unfere Vertreter im zioniftifthen Landeskomitee. Der jüdifche Nationalrat für die Republik Aserbeidjan und Georgien arbeitet mit uns zufammen, und das offizielle Organ des zioniftifihen Landesverbandes wird tatfächlich von unferen Bundesbrüdern redigiert« Die Verbindungen find nach dem Mufter der jüdilchen Verbindungen im Weften aufgebaut. Die Einteilung in Burfchen und Füxe, Anwendung des Komments und das Tragen der Kouleur werden ftreng respektiert. Die Satisfaktion und das Fechten konnten, da dies landesfremde Gebräuche find, nicht übernommen werden. Auch in den Mädchenligas werden die Korporationsprinzipien angewandt, wie z. B. Disziplin, Freundfchaft, fehr ftrenge Auswahl, eine analoge Gliederung zwi* fchen den Mitgliedern, wie in einer gewöhnlichen Korporation ufw. Indem wir Ihnen die bellen Wünfihe für Ihre Arbeit fenden, bleiben wir mit den bellen Eionsgrüßen . gez. DR. S. KÖPELOWITSGH Nacßßemerßung <fer Redaktion: Wir haben bereits in Heft 3 <IL Jahrg.) an Hand eines Auffatzes über die zionilHfchen Akademiker in Rußland zeigen können, daß Geh die deutfeh-ftudentifchen Formen to 4cm Augenblick wo fit bd

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