Der jüdische Wille
- Journal
- Der jüdische Wille
- Volume
- II (1919-1920)
- Issue
- Heft 4-5 (März 1920)
- Date
- 1920-03-01
- Page
- – (sequence 50)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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220 NEUE BLICHE. geldgierig, hinterliftig und zu wirklicher Leißling unfähig. Er allein hat auch den Weltkrieg angeftiftet, weil er — Deutfch* land, das feine Weltherrfchaft hätte behindern können, vernichten wollte!! <— Wenn man hie und di beflere Juden trifft, fo ift das auf gelegentliche anderweitige Blutbeimifchung zurückzuführen, insbesondere auf ein braves kleines Völk^ chen Israel, das Cd\on in grauer Vorzeit von dem fchändUchen Wucherpolypenvolke Juda erltickt und aufgefaugt wurde! ~ Idi weiß eigentlich nicht, was nienfchlich niederfchmetternder ift: Ob der Fall, daß Fritfch all das glaubt, was er hier zufammenträgt, oder der Fall, daß er es nidit glaubt? . . . Alles, alles ift da, natürlidi auch das Ritualmordkapitel mit der männlich offenen Überlchrift »Ritual- Morde?« Der deutfche Jude, der dies Buch lieft, braucht fich als Jude nicht zu fchämen! Aber fchmerzliche Scham hat uns gepackt, daß das Buch in Deutschland erichienen ift, — fchmerzliche Scham auch, dem Menfchengefdilechte anzugehören! Und nur eines kann uns trollen und erheben: Mag Fritfch auch mühfeiig aus Jahrtaufenden wirkliche oder erfundene Worte der Abneigung von Juden gegen die »Anderen« zulammentragen, fo dürfen wir doch mit ruhig^ftolzer Freude ausfprechen: daß jemals in einem jüdifchen Lande ein folches »Handbuch« über ein anderes Volk ericheint, ift unmöglich bis in alle Ewigkeit! CONRAD KAISER den Rückmarfch von Haifa bis Ain Sofa im Libanon mitgemacht hat, während des Krieges hübfche Berichte aus der Ferne an ihre Freunde in der Heimat gefchrleben und daß man fie dann zu fchriftltellerifchem Ehrgeiz aufgeftachelt habe. Für alle die, die den Rüdtzug felbft mitgemacht haben, mag das Büchlein eine liebe Erinnerungfein, darüber hinaus bietet es wenig InterelTe. Die Gegend zwifchen dem oberen Jordan und dem Meere, nur zum geringsten Teile zum eigentlichen Palältina gehörig, ift übrigens wirklich die landlchaftlich fchönfte und an Erinnerungen — v/enigftens der fpäteren Zeit — faft die reichfte des ganzen Landltrichs. Für einen wirklichen Künftler hätte der romantifche Rüdsmarfch während mondfcheinglänzender Nächte ficherlich eine glänzende Ausbeute gegeben. Das Büchlein zeigt immerhin, daß die Verfafierin für den Reiz des Erlebten nicht unzugänglich war, wenn es ihr auch verfagt ift, Erlebtes fo geftalten zu können, wie man es von einem Autor, der in die Öffentlichkeit tritt, erwarten follte. A. J. N. ROE MARK R1WKIK der Autor des in der vorigen Nummer erfchienenen Auffatzes über die zioniftifdie Studentenfchaft Rußlands, macht darauf aufmerkfam, daß er in der Fußnote der Redaktion mit feinem Bruder Dr. Philipp Riwkin, dem Initiator einer dem K. J. V. ähnlichen Organifation in Rußland, verwedrfelt worden ift. ANNEMARIE V. AUERSWALD, MOND¬ NÄCHTE IN PALÄSTINA (Edwin Runge- Verlag Berlin) ift eine Brolchüre von 65 Seiten und koftet faft M. 3,~. Leider ift es mit dem Inhalt des Büchleins ähnlidi beftellt. Man hat die Empfindung, als habe die Verfafierin, die als Schwelter POM FALSCHEN GEIST DES JUDEN* TLIMS. Die unter diefer Überfchrift im vorigen Heft erörterte Frage hat eine Reihe von Entgegnungen hervorgerufen, deren wefentlichfte {Raphael Straus, Hans Bloch) im nächften Heft zum Abdruck gelangen follen. Buchdrucker^ Wiihe'ma R. Saling '£> Co,, Beriia S'W.öS, Hollmannstr. 10.