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Der jüdische Wille · 1918-06-01 · Heft 2 (Juni 1918) · page 51

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
I (1918-1919)
Issue
Heft 2 (Juni 1918)
Date
1918-06-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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Rußafcßoff, ErftHnge 119 meinen Hoffnungen für die Zukunft Raum zu geben und auf die Lücken aufmerksam zu machen, die noch auszufüllen sind. Aber was ich in dieser Hinsicht zu sagen habe, betrifft nicht die Sache allein/ auch den Mitgliedern dieses Vereins und den vielen anderen, die unmittelbar oder mittelbar Förderer unseres Strebens sein könnten, möchte ich einige auffordernde Worte zugewandt wissen, einige Worte der Liebe und der Ermunterung. Was die Lücken in unserem Verein betrifft, so fehlt es uns ganz an Instituten für den Ackerbau, die Künste urid die niederen Gewerbe. Zwar hatten wir uns bis jetzt durchaus auf das Wissen^ schaftliche beschränkt,- aber soll diese Beschränkung immer dauern? Sollten nicht, wenn auch die vollendete Ausführung späteren Zeiten überlassen werden muß, wenigstens auch für diese Sektionen einige vorläufige Arbeiten eingeleitet werden? Unseren auswärtigen Mit^ gliedern, vornehmlich in den Orten, wo sich deren mehrere befinden, . Sie haben hier ein weites Feld ihrer abgesonderten Tätigkeit / sie können sich uns hier auf die fruchtbarste und ersprießlichste Weise anschließen. >Dies führt mich aber auf ein allgemeineres Bedürfnis, auf unsere finanziellen Verhältnisse. Bis jetzt hat unser zum Teil nicht unbedeutender Bedarf durch die Beiträge der Mitglieder, von denen die wenigsten vermögend sind, einzig und allein aufgebracht werden müssen. Von allen reichen Glaubensgenossen war keiner, der, so sehr er auch unserm Streben seine Billigung werden ließ,^ so sehr er auch seine Begeisterung für alles an den Tag legte, was von uns ausging, dem Verein, oder einer seiner Anstalten, zu % bestimmtem oder unbestimmtem Zwecke irgend ein freiwilliges Geschenk hätte zukommen lassen. Dieser Mangel an Teilnahme oder Aufmerksamkeit hat uns daher an erweiterte wissenschaftliche Pläne garnicht denken lassen können. Was allerdings von Wichtig* keit wäre, über einige dunkle Seiten unserer Wissenschaft Preise aufgaben zu stellen, oder wissenschaftliche Reisen für allgemeine oder spezielle Zwecke unternehmen zu lassen, hat bei solcher Lauigkeit unterbleiben müssen. Wir wollen hoffen, daß auch -in dieser Hinsicht die Botschaft in folgenden Berichten günstiger werde ausfallen können. Jetzt aber zu Ihnen, meine hier versammelten Freunde, und zu den Genossen unserer Vereinigung in und außer dem deutschen Vaterlande. Ein großer Gedanke ist ergriffen worden durch den Gedanken Ihres Vereins, und in ihm die Möglichkeit großer Er* Zeugnisse für eine fruchtbare Zukunft. Aber nicht daß er entstanden ist, kann seine Bedeutung machen: dies dankt er der Zeit und dem Bedürfnis,- — festgehalten will er sein, mit aller Lebendigkeit jugend* lieber Kraft, mit allem beharrlichen Ernste männlicher Entschlossenheit. Vermöchten Sie dies nicht, vermöchten Sie, was sich Ihnen als unabweisliche Forderung geltend gemacht, was Sie mit der Be* möchte ich diese Bemerkung Lgelegentlich empfehlen.

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