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Der jüdische Wille · 1918-06-01 · Heft 2 (Juni 1918) · page 47

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
I (1918-1919)
Issue
Heft 2 (Juni 1918)
Date
1918-06-01
Page
– (sequence 47)
Language
German
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mßäßbjfi EÄge " in haben diesen:Gedärikeri' WirVtfklicfat, indem Sie eine Anstalt schüfen, «feireä' Mtgliedef näifr eiriem allgemeinen1 Plane, der jedoch der Fr£ü hät der Einzelnen''ttcMSi;Eihtijkg: tiit die vermiedenen Teile difesef Wissenschaft fe^fekeÄl'v!'.I<fi'haBe":vsorii#: den Begriff Ihires Instituts . .'-die . Wisseifediäft - der* Jtid&f -gegebetfr,:;'r; Ein nicht minder iiahe liegendes Bedürfnis : war es aber, was zum Teil auf diesem, .zum Teil auf anderem Wege war gewonnen worden, in soweit es sich dazju eignete; es zur öffentlichen Kenntnis zu bringen. Nichts lebt wahrhaftig und; kräftig, das nicht auch die; äußeren Orgäne seines Lebens suchte und fände. Dieses äußere Organ der von Ihnen veranstalteten wissenschaftlichen Bearbeitung des Judentums ist aber t die Zeitschrift; die Sie herausgeben. Sie unterscheidet sich von Ihrem Institute nur dadurch, daß. sie auch fremde Mitarbeiter wünscht und erwartet, und daß sie nicht die strenge Wissenschaft allein, sondern auch, was dem Volke not tut, berücksichtigen wird. Sind aber die eben bezeichneten Inßitute der Erforfchung und Verbreitung der höheren WilTenfchaft gewidmet, fo war ein anderes, Bedürfnis zu lehr in die Äugen fallend, als daß Sie nicht Ihre Auf* merkfamkeit dahin hätten wenden follen. Alljährig kommen meift aus Polen oder den angrenzenden Diftrikten eine Menge jüdifcher Knaben ürid Jünglinge hierher, um hier Unterricht und Unterhalt zu finden. Keiner einzigen Sprache mächtig, nicht einmal in dein unterwiefen, was Kinder aus belferen Ständen auch fchon häufig ohne Unterricht zu befitzen pflegen, fehlen ihnen zum Teil fchon die Mittel, eine der gegründeten Anftalten zu besuchen, zum Teil verbieten es andere Verhältnifle. Aber auch der Befuch folcher Anftalten würde ohne Erfolg fein, weil hier erft die Roheit der Begriffe bekämpft werden müßte, ehe an ein weiteres gedacht werden kann. Es kann aber den beftehenden von ganz anderen Voraus* fetzungen ausgehenden und für eine ganz andere Bildungsftufe ge* gründeten Anftalten nicht zugemutet werden, für die Eigentümlichkeit folcher Zöglinge eine befondere Sorgfalt und Pflege anzuwenden. Dann würde der fchroffe Abftand zwifchen den Mitfchülern und ihrer Bildung bisweilen veranlaffen, was weder der Gefinnung noch dem ruhigen Fortfehreiten förderlich ift. Solchem entgegen zu kommen und dem laut fordernden Bedürfnis abzuhelfen, haben Sie es ver* anftaltet, daß jeder der bezeichneten Klaffe angehörige junge Mann, infofern er durchaus eine Schule zu befudxen verhindert fei und fich dem Studium, dem Lehrfach, einer Kunft, oder einem höheren Gewerbe, den Handel ausgenommen, zu widmen gedenke, in allen der Vorbereitung dazu nötigen KenntnifTe, von den Vereinsmitgliedern unentgeltlichen Unterricht erhalten könne. Diefe Anftalt, in der nach einem wohtberechneteri und den ganzen Umfang der Lehr* gegenftände umfaffenden Plan diefer Unterricht erteilt wird, ift die fh den Statuten bezeichnete Unterrichtsanftalt Ihres Vereins.

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