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Der jüdische Wille · 1918-04-01 · Heft 1 (April 1918) · page 42

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Journal
Der jüdische Wille
Volume
I (1918-1919)
Issue
Heft 1 (April 1918)
Date
1918-04-01
Page
– (sequence 42)
Language
German
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40 Rußafctioff, EritHnge midi Ihr Vertrauen fchon zum zweiten Male gefiellt hat; ich finde fie in den unauflöslichen Banden der Freundfchaft und der Verbrüderung, die Sie für ein gemeinfames der Menfchheit, dem Vater lande und jedem Einzelnen heiliges Intereffe gefchloffen ,• ich finde fie in den Segnungen der Wiffenfchaft, die Sie verbreiten, in den Wohltaten des Unterrichts, den Sie erteilen, in allen großartigen Mitteln, deren keines Sie aus dem Kreife Ihrer Beratungen und Ausführungen verbannt haben, dafern es nur heilfam für die Brüder werden kann, die Ihrer Fürforge empfohlen find. Und fo erfülle ich denn, was meines Amtes ift, wenn ich bei der heutigen Wiedereröffnung der ordentlichen Sitzungen die ErgebnilTe Ihrer Bemühungen in dem letztverfloffenen halben Jahre mitteile. In dem letztverfloffenen halben Jahre, vom 23. März diefes Jahres bis heute, hat der Verein 14 ordentliche und drei außer^ ordentliche Sitzungen gehalten. Die Bereicherung oder die Veränderungen, welche die Plenargefetzgebung erfahren, beftanden darin, daß die ärmeren Mitglieder nach einer deshalb voifi Präfidium anzufiellenden Unterfuchung von jeder Befteuerung frei erklärt worden, daß aber die auswärtigen ordentlichen Mitglieder als folche der Pflicht beizutragen eben fo gut wie die Anwefenden unterworfen find. Der bis zum 17. Juni ftatutenmäßig in Wirkfamkeit gewefene Ausfchuß hört von diefem Tage an durch die Novelle auf, daß, fo lange die Zahl der anwefenden Mitglieder nicht über Zehn betragen, derfelbe durch 3 Commiffarien, die aber an den Verein zu berichten hätten, unter beftändiger Aufficht des Präfidiums erfetzt werden folle. Jedes Mitglied des Vereins kann als Zuhörer den Sitzungen des Inftituts beiwohnen. In feinen auswärtigen Verhältniffen hat aber der Verein dadurdi einen bedeutenden Vorfprung erhalten, •daß er fich den 19. August diefes Jahres einer Königlichen Regierung angezeigt und, auf deren beifälliges Rescript vom 24. September diefes Jahres, ein weiteres Privilegium nachzufuchen fich veranlaßt .gefunden. Die finanziellen Verhältniffe des Vereins bieten noch zur Zeit, aus Mangel an Unterfiützung von außen, kein günfiiges Refultat, und viele wiffenfchaftliche Pläne und Arbeiten des Vereins muffen einem in diefer Hinficht belferen Zeitpunkt entgegenfehen. Dagegen ift der Verein in diefem Jahre mit vielen vortrefflichen Mitgliedern bereichert worden. In der Sitzung vom 24. Juni diefes Jahres iß dem Verein in der Perfon des Königlichen Dänifchen Katecheten Herrn J. N. Mannheimer ein ausgezeichnetes außer* ordentliches und correfpondierendes Ehrenmitglied erworben worden. Herr Mannheimer wurde bei feiner damaligen Anwefenheit in Berlin den 9. Juli dem Verein präfentiert. Den 5. Juli ward Herr Schönberg allhier, den 23. September aber der würdige Senior unter den Belferen unferer Glaubensgeijoffen, Herr Stadtrat Friedländer in Charlottenburg, dann wurden die ausgezeichneten Männer Dr. E. Kley, Herr Dr. G. Salomon, Herr Maimon Fränkel, Herr S. J. Fränkel, Herr Dr. Medic. Leo Wolf, der Notar Herr M. J. Breffefau

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