Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 5 (15.5.1930)
- Date
- 1930-05-15
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 Jüdische Schulzeitung. Nummer 6 Notizen. Soeben erscheint die zweite Nummer des dritten Jahrgangs des „Iungen Jude n". Zum ersten Male wird in dieser Nummer der Versuch gemacht, durch die Eegenüberstellung des deutschen und hebräischen Textes von Lamdans „Masfadah" den Zugang zu einem der bekanntesten Werke der Neuhebräischen Arbeiterliteratur für diejenigen zu eröffnen, die des Hebräischen nicht oder nur in geringem Made mächtig sind. Wichtiger noch sind vielleicht die Uebersetzungen aus dem Werke „Arbeiterinnen sprechen", in denen ein Stück des Aufbauwerkes in Palästina, gesehen vom Standpunkt der in der Arbeit stehenden Frau, lebendig wird. Eine ausi? führliche Würdigung der Vereinigung der Arbeiterparteien in Palästina von M. Beilinsohn, dem ein kurzer Abritz aus der Geschichte der Arbeiterbewegung von E. Liebenstein vorausgeht. behandelt die aktuellen Probleme Palästinas. wäl> rend Georg Lubmsti in einem Aufsatz „Abgrenzungen" sich mit dem Kommunismus innerhalb der zionistischen Jugend auseinandersetzt. Dem Andenken an Franz Nosenzweig ist ein Aufsatz von Ernst Mosbacher gewidmet, der darzustellen sucht, datz Rosenzweig als erster die jüdische Position des Nichtzionisten zu begründen versucht hat. Mit seinen Betz richten und seiner ausführlichen Palästina-Umschau darf das Heft das Interesse aller an Iugendi- und Palästina- Fragen Interessierten beanspruchen. (Die Zweimonctts-Schrift „Der Junge Jude" ist für halbjährlich 2 J,IC bei der Administration, Berlin W 15. Meineckeftratze 10. zu abom nieren.) Eine jüdische Erziehungsberatungsstekle. Von der Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen in Frankfurt a. M. wird uns geschrieben: In einem Zeitalter zunehmender Nervosität, ganz besonders in Berufen, in denen Juden tätig sind, iit jede vom beugende Fürsorge gegen nervöse Erkennungen wertvoll. Der jüdische Lehrerverein hat sich in seinen letzten Sitzungen eingehend mit diesen Fragen beschäftigt. Angeregt durch ein Referat des Herrn Dr. Edinger über das Thema „Arzt und Erzieher" hat sich aus unseren Reihen eine Arbeitegemeinsthaft gebildet. Sie ist getragen von dem Gedanken, datz neben der körperlichen Ertüchtigung der jüdischen Jugend auch eine seelische Hygiene einzusetzen habe. Diese soll, wie Sport und Spiel, für eine gesunde Körperpflege sorgen, einen Schutz gegen spätere nervöse Erkrankungen gewähren^ Zur Erreichung dieses Zieles halten wir die Einrichtung einer jüdischen Erziehungsberatungsstelle notwendig. Hier sollen Eltern, Lehrer. Arzt und Psychologe gemeinsam an der Beseitigung von Erziehungsschwierigkesten (auch vorüberr gehender Art) arbeiten. Wir sind uns bewutzt, datz solche Erziehungsberatungsstellen teils auf .interkonfessioneller.- teils auf sozialistischer Grundlage hier bereits bestehen; halten aber die Einrichtung einer solchen Beratungsstelle gerade auf jüdischer Grundlage für notwendig, weil wir glauben, datz hier die gemeinsame Weltanschauung von vornherein eine pädagogisch wichtige Atmosphäre schafft. Damit ist auch vom psychologisch ärztlichen Standpunkte gesehen, eine gröbere Gewähr des Erfolges gegeben. Dank dem Entgegenkommen der Gemeinde, der Verwaltung des jüdischen Jugendheims, wird es uns möglich fein, unsere Erziehungsberatungsstelle bereits am 6. Mai in den Räumen des Jüdischen Jugend? Heims. Eschersheimer Landstratze 65 H, zu eröffnen. Die Sprechstunden finden von da ab jeden Dienstag von 4G bis 6 Uhr nachmittags unter ständiger Mitarbeit von Herrn Dr. med. Edinger und Frau Dr. phil. Alice Schaumberg, die auf diesem Gebiete schon einige Jahre praktisch und theoretisch gearbeitet haben, sowie von Pädagogen aus unseren Kreisen statt. Die Beratungen sind für Eltern und Kinder unentgeltlich. Mebm der Erziehungsberatungsstelle besteht noch eine psychologisch-pädagogische Arbeitsgemeinschaft der Vereinigung israelitischer Lehrer und Lehrerinnen, die monatlich Zweimal ihre Sitzungen veranstaltet. Der Verein JZr. Lehrer für Rhemlünd und WWalen tagt am Dienstag, dem 10. Juni, 3 Uhr. im Duisburger Hof zu Duisburg zur Jahreshauptversammlung. Tages» ordnung in den Blättern für Erziehung und Unterricht. Zur Statistik im Lehrerverbande. Auch mein zweiter Appel! an die säumigen Kollegen hat nur wenig gefruchtet. Ich werde daher auf Anregung einiger Vereinsvorsitzender noch ein letztes versuchen und allen Vorsitzenden in den nächsten Tagen die Namen ihrer Mitglieder zustellen, die den Fragebogen beantwortet haben. Vielleicht helfen die Vorsitzenden das Material zu vevvollständigen. Magdeburg. M. Steinhardt. Zeitschristenschau sür April 1930. A b w eh r b l ä t t e r, Nr. 4, W. E.: Erziehung und Abwehrkampf. Chronik der Menschheit, Nr. 4. Roeticher, Feodar: Politik und Pädagogik. Deutsche Israelitische Zeitung, Nr. 7. Heinemann, Hugo: Welchen Beruf soll mein Kind ergreifen? Deutsche Rundschau (Dezember 1929), Bodisco, Th.: Das Menschenbild, gespiegelt im Typ. Neues zur Typenlehre und Physiognomik. E e m e i n b e b \ a 11 Hamburg, Nr. 4, Jahresbericht der Israelitischen Töchterschule. G e m e i n d eb l a tt Man n heim und Ludwigs- Hasen, Nr. 4. Zadik: Berufswahl und Berufsberatung. Gemeindeblatt für die Gemeinden Württembergs: Nr. 2, Buber, M.: Jugend und Zeitgeist. Raphael, I.: Erziehung zum Frieden. Der Israelit, Nr. 15/16, Elias: Das Landheim der S. R. Hirsch-Schule in Hofheim a. T. Leipziger Jüdische Woche ns ch au, Nr. 14, Roth, Eug.i Jugend und Gemeinde. L e i p z i g_e r Jüdische Wochenschau, Nr. 16, Katz, W.: Jüdische Jugend und Sport. Der Jüdische Handwerker. (Nr. 3), Ackermann: Aufgaben und Wege der Berufsberatung. Jüdisches Wochenblatt für Erfurt, April 1930, Jugend in Not. Zur Eröffnung des Jüdischen Jugendheims in Breslau. Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik. April 1930. Kreutzberger, M.: Fürsorge im Strafvollzug. Kronheimer. M.: Zur Frage der Unterbringung erziehungsschwieriger Kinder. Bier. F.: Verwahrlosung und Jugendkriminalität. Prof. Dr. Jos. Klausner, J6SUS VOR N3Z3P6tll Seine Zeit, sein Leben und seine Lehre. Erste groSangelegte wissenschaftliche Darstellung vom jüdischen Standpunkt Standardwerke der jüdischen J^iteratnr: JUdXf eh. Lexikon. I>ubnow»WeltgeIeliteIite I>er babylonische Talmud vollständige deutsche Ausgabe, jetzt noch zum günstigen Subskriptionspreis, Verlangen Sie bitte sofort kostenlos für diese Werke ausführl, Prospekte.' Bequeme Teilzahlungen bereitwilligst^ Großes Lager jüd. u. hebr. 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