Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 11 (1.11.1937)
- Date
- 1937-11-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite Vergangenheit zu verleugnen. Für den Unterricht in ünsern jüdischen Schulen sehr gut. verwertbar .erscheinen mir die■> beiden großen Darstellungen von Fragen des Klimas in Uebersee und der Häuslialtführung und der häusliclien Hygiene in. den Tropen. Zwei Karten verdeutlichen die in das Gebiet der Erdkunde hineinreichenden Sachverhalte aufs beste. Es kann den jüdischen Lehrern gar nicht warm genug empfohlen werden, die beiden Aufsätze eingehend zu studieren; setzt - die Kenntnis klimatischer Dinge ihn doch erst in den Stand, seinem Urteil über die Eignung .bestimmter Länder als Siedelungsland eine gediegene Grundlage zu geben. Natürlich ist gleichermaßen wichtig die Durcharbeitung der geographischen Betrachtungen zu'den einzelnen Ländern. Sie ersetzen in einem erheblichen Ausmaß die üblichen Lehrbücher,' die ja nicht so auf die Frage der Auswanderung zugeschnitten sein können wie derartige ad hoc geschaffenen Schriften. . S. B. * Fritz Cohn: Von Pinsker bis Weizmann im Kampf für eine Idee. Joachim Goldstein Verlag,. Berlin 1937; Ganzleinen 2.60 RM, Kart. 1.90 RM. Das Büchlein will nach dem Vorwort die Reihe der Geschichtswerke über den Zionismus nicht vermehren; es will lediglich dem Leser die Menschen nahebringen,-die an der Gestaltung des Zionismus und des Landes hauptsächlichsten Anteil haben. Ob dem Verfasser das geglückt ist, darf bezweifelt werden. Auf rund 100 Seiten werden 16 Persönlichkeiten darzustellen versucht, angefangen von Leon Pinsker bis hin zu Chajim Weizmann. Eine Gestalt wie Achad Haam auf drei Seiten lebendig werden zu lassen, dazu bedarf es allergrößter künstlerischer Qualitäten, wenn es überhaupt möglich sein sollte. Bei Cohn bleiben die Gestalten durchweg blutlos und schemenhaft: und wir möchten meinen, es sei doch ertragreicher, jüdischen Menschen Lektüre in die Hand zu geben, die nun wirklich etwas von Belang enthält. Das gründliche Studium eines Aufsatzes von'Achad Haam etwa scheint uns wichtiger zu sein zur Kenntnis" dieses Mannes als noch so gut gemeinte volkstümliche Darstellungen wie die uns vorliegende. . , S. B. ' Die. Zentralwohlfahrtsstelle der Reichsvertretung legt ihren Rechenschaftsbericht für .1936/37 vor. Im einleitenden Abschnitt wird vom allgemeinen Verlauf der Winterarbeit gesprochen; sie habe als „Hilfe der Nähe" die „Not der Nähe" zu lindern versucht. Ein weiterer Abschnitt behandelt die Mittel der Jüdischen Winterhilfe, ein dritter ihre Leistungen. In aufschlußreichen Tabellen wird den Lesern ein Bild "gegeben über die Anzahl der unterstützten Parteien und hilfsbedürftigen Personen, über die landschaftliche Verteilung der Hilfsbedürftigen und des Spendenaufkommens u. a. m. Das Ganze ist ein Dokument aus ernster Zeit, und in ihm spiegelt sich die Opferbereitschaft jüdischer Menschen, aber auch der Auflösungsprozeß, in dem sie sich befinden. Kein Lehrender sollte es unterlassen, die beredten Darlegungen des schmalen Heftchens in seinem Unterricht zu verwerten. S.B. * Aus der Schocken Bücherei: Heine, Der Rabbi von Bacherach (Nr. 80), mit Zeichnungen von Ludwig Schwerin, mit Briefen Heines und einem Nachwort von Erich "Loewenthal. Dieses Heinesche Fragment, das trotz seiner literarischen Schwächen uns immer wieder anzieht, in einem geschlossenen Bändchen zu besitzen, dazu noch mit den prächtigen Federzeichnungen belebt, ist eine Freude. Der Herausgeber Erich Loewenthal hat es sich angelegen sein lassen, durch Hinzufügung der Briefe, in denen Heine über seine Arbeit am Rabbi von Bacherach berichtet, sowie durch ein gediegenes literar- - c . t ' «• "M^J^i ~ historisches Nachwort das Büchlein zu bereichern.- So" erhalf: die Veröffentlichung .einer Dichtung, die - kaum in: •einemSjüdifi? sehen Hause fehlt,' ihren Sinn. Ein paar offenkundige Druckt :, fehler „Franzen" (S. 13), „fortgespielt" (s! 23), „allmählig";(Si ' 25) werden in einer zweiten Auflage vermieden werden. j^/*-* - Abraham Berliner, Aus dem Leben der Juden DeutscK% i lands im Mittelalter (Nr. 79). In neuer Fassung von Ismar EI-< bogen. . Mit. dieser für ein breites Lesepublikum gedachten Neuausgäbe , desi berühmten Buches hat sich der -Verlag ein großes> Verdienst erworben. Indem der: umfangreiche Stoff umgrup7: piert und von dem allzuweitläufigen kritischen Apparat freies-' gehalten wurde, gewann das Ganze an Flüssigkeit des" VorH? trags, und so wirkt die Darstellung anregend, und in aller Deut-^ < lichkeit stellt sich das Bild des oft eng aber dennoch bunt4- .■; bewegt anmutenden Lebens unserer Vorfahren vor uns hih> Vergessen Sie nicht! -fäl Ihre' Bestellung auf die vom Jüdischen Lehrerverband In Preußen, Ortsgruppe Berlin, herausgegebenen -v5 |;< ILiE^IElBKDXET.iEKM l : i .- ■ Füllen Sie daher noch heute den untenstehenden Bestell— schein aus, der als Drucksache in einem Briefumschlag an'. uns einzuschicken ist. <':^ s!■■.•■ " SV Verlag der Jüdischen Schulzeitung Ludwigshafen am Rhein, Schulstraöe-14 Wir bestellen zur sofortigen^Lieferung: .......Stück Lesebogen Nr. 1 ab 4. Schuljähr Stöckpreis 25?%=0töl.. ....... „. ., Hr. 2 Mittelstufe 4 ü. 3 „ 25 „ „..................... .......„ „ Hr. 3 Oberstufe Kl. 3 u. 2 „ 25 „ „'................. .. ' ■ ■ - t - - ....... „ „ Hr. 4 Oberstufe Kl. 1 u. 2 „ 25 „ „...................... ....... „ „ Hr. 5 Oberstufe Kl. 1u. 9. Schuljahr 25 „ „ --....... insgesamt Diesen Betrag Uberwiesen wir Ihnen auf das Postscheckkonto Israelitisches Gemeindeblatt, Karlsruhe/Bd. Nr. 80051. Die Lieferung der Bogen hat an folgende Adresse zu erfolgen: Bitte deutlich schreiben. Zwischen tfcftule und SSeraf 168 £igmmgs&tüfung Psycholechnlsches Laboratorium Kuhn Berlin W 50, Ansbacher Straße 1 — Telefon Nr. 'iA 1733 Vornehme * FAMILIEN¬ DRUCK SACHEN Cftonuft&a Schenkt Jüd. Bücherl Dagobert Sabatzky Jüdischer Buch vertrieb München, Zentnerstr. 19/0 Heitere Theatral. Kinder- Aufführung (11 Pers.) liefert unt.. Nachnahme 2.50 RM. und Portospesen Bestellung, unt. Chiffre Nr. 788 a.d. Verlag d. Jüd Schulzeitung,. Ludwlgshaferi a. Rh.,. Schulstraße Nr. 14. , stellt her Buchdruckerei GEBRÜDER NEUBHUER Ludwigshafen am Rhein Gegründet 1893 > felef. 62318, 62319 Jüdische S^c h u l z^ i1; u n^ , , Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun, Köln-Sülz, Unkelerstraße 17. Für die Anzeigen verantwortlich: v/-^- Fritz Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. — D.-A. 3.Vj. .670 Exemplare. — Druck und Verlag: Gebr. Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 3 vom 1. Januar 1936. ■.-yS-h