Mannheim
Compact Memory

Jüdische Schulzeitung · 1937-04-07 · 4 (7.4.1937) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
13 (1937)
Issue
4 (7.4.1937)
Date
1937-04-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2825247-2825381-2825385--1188-2826862
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

"Seite S sieht der Gemeindeverwaltungen und des Widerstandes von Rabbinerseite" nicht beschieden war. .Nach Rücksprache mit dem Präsideriten'des Verbandes der Israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz, Herrn Kommerzienrat Aibert Joseph in Landau, bin ich in der Lage zu erklären: Der Verband der Israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz, der seit seiner Gründung, wie ich mich immer wieder während meiner 27jährigen Tätigkeit in den pfälzischen Gemeinden überzeugen konnte, in der mustergültigsten Weise alle Belange der Gemeinden wahrnimmt, wird auf den Artikel des Herrn Marx nicht eingehen, weil gerade das Gegenteil von dem wahr ist, was in dem Artikel ausgeführt wird. Der-Verband der Israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz sieht sich um so weniger veranlaßt, sich mit dem Artikel zu beschäftigen, weil ihm dieser, obwohl er beleidigende Aeußerungen enthielt, vor der Veröffentlichung von der Schriftleitung nicht vorgelegt wurde. Auch die Rabbiner der Pfalz lehnen es aus den gleichen Gründen in völliger Uebereinstimmung mit der Stellungnahme des Verbandes der Israelitischen Kultusgemeinden der Pfalz - ab, auf den Artikel näher einzugehen und erheben gegen, den völlig unbegründeten und von Herrn Marx erst zu beweisenden Vorwurf ganz entschieden Protest. Bezirksrabbiner Dr. Ernst Steckelrnacher, Ludwigshafen a. Rh. Zweite Palästinareise für Lehrer An der Sonderfahrt nach Palästina, die eine Anzahl von Lehrern und Lehrerinnen im Frühling 1936 unternommen haben, konnten sich viele wegen der Schwierigkeiten der Devisenbeschaffung nicht beteiligen. Es soll nunmehr im März 1938 eine zweite Lehrerreise nach Palästina unternommen werden. Der Plan wird deshalb schon jetzt bekanntgegeben, weil die finanzielle Vorbereitung frühzeitig beginnen muß. Die Kollegen und Kolleginnen, die sich an der Sonderfahrt zu beteiligen wünschen, werden gebeten, dies dem Schriftleiter der Jüdischen Schulzeitung mitzuteilen. Nichtlehrende anzumelden ist zwecklos, es sei denn, daß es sich um Ehefrauen handelt. Die Anmeldung geschieht unverbindlich für beide Teile. Nähere Informationen werden auch dieses Mal zu gegebener Zeit ausschließlich in der Jüdischen Schulzeitung erfolgen. Äusbildung von Sportlehrern Die Presseabteilung der Reichsvertretung der Juden in Deutschland teilt mit: Es ist in Aussicht genommen, einen neuen einjährigen Lehrgang zur Ausbildung von Turn- und Sportlehrern im Anschluß an das Gymnastisch-Orthopädische Institut von Frau Alice Bloch, Stuttgart-W., Zeppelinstraße 32, zu eröffnen. Der Lehrgang wird von der Schulabteilung der Reichsver-' tretung sowie vom Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs betreut werden. Kurs-Beginn: Mitte April, Schulgeld: monatlich 35.—RM. Aufnahmebedingungen: Zeugnis der mittleren Reife sowie besondere sportliche Befähigungen. Frauen können nur in geringer Zahl aufgenommen werden. Ueber Lehrplan, Auf- 'nähme- und Prüfungsbedingungen gibt der Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs, Stuttgart, Königstraße 82, Auskunft; es sind alle Anfragen dorthin zu richten. Es empfiehlt sich, Zulassungsgesuche unverzüglich beim Oberrat einzureichen. P axl* £afe*$ont>ttom ^reuglmgen ba$ gebiegem 'SamiUen'&aft n45 Persönliches ■ Der - Vorsitzende des Lehrerverbandes, Herr Mittelsch rektor Dr. H. Stern, wohnt jetzt in Berlin-Friedenau, V' ziner Straße 22. (Tel.: H 8 0781.) In Oldenburg verstarb Kollege Meyer Meybe r g, 35 Jahre hindurch Vorbeter der' Gemeinde gewesen ist. seinem Grabe sprachen die: Herren Landesrabbiner Dr. Trej Benno de Levie und Lehrer: Hartog. : ^"Z"! Literarisches Bücherei des Schocken Verlages: Die jüdische Welt des Ostens hat ihren literarischen An druck in einem umfangreichen Schrifttum gefunden, das ur erst allmählich in mehr o.der weniger guten Uebertragunge zugänglich wird. In der Bücherei des Schocken Verlages sin es unter den neuerdings erschienenen Bändchen folgende, dj dieser Aufgabe dienen wollen: Onechi, Reb Abbe; Jecheskf Kotik, Das Haus meiner Großeltern; J. HL Weiß, Meine Lein jähre; Jizchak Leib Perez, Chassidische Erzählungen und A J. Berdyczewskii Aus' einer Judenstadt. Mangewinnt bei de Lektüre einen lebendigen Eindruck des Fühlens und Denken der Menschen, von denen hier die Rede ist; man wird ver traut mit einem reizvollen Abschnitt jüdischer Kulturgeschichte. — - Der Stifterschen Abdiaserzähiung aus dem deutschet Schrifttum ließ der Verlag.jüngst der Drostegroßartige .„Judenbuche" folgen, die übrigens für wenige Groschen in seit langem gangbaren Ausgaben zu haben war. — In dem Bändchen „Die Zaiiberdrachenschnur" versucht sich Ludwig Strauß in der Märchendichtung. Dem sonst so sorgsam teilenden Dichter sind manche sprachlichen Härten unterlaufen, ..diel sich nicht glücklich ausnehmen. Man lese etwa Seite 25: „Fast] hätte er schon versucht, den glatten Stein hinaufzuklettern, er merkte, daß zu seinen Füßen ein Loch im Felsen waT, da: ihm noch nicht ganz bis zum Knie reichte" Die Kinder lesen' im übrigen die Märchen gern. — Die immer noch klassisch schöne Darstellung aus Mommsens Römischer Geschichte „Judaea und die Juden" mit einem trefflichen Nachwort von Eugen Täubler liest man mit Gewinn, desgleichen die lebendig-geschriebenen fünf Aufsätze über das neue Judentum von Moses Calvary, dem ewig jungen Publizisten und Pädagogen. Wer Martin Bubers Stellung zur jüdisch nationalen Frage in klarer Uebersicht kennen lernen möchte, der findet in dem Bandchen Zion als Ziel und Aufgabe reiches Material aus drei Jahrzehnten seines Schaffens zusammengetragen. Der Verlag der Jüd. Schulzeitung hat in Zusammenarbeit mit dem Reichsverband der Jüdischen Lehrervereine, Berlin, folgende Lesebogen herausgebracht: Lesebogen 1: ab 4. Schuljahr; Lesebogen 2: Mittelstufe 4 und 3 Lesebogen 3: Oberstufe, Klasse 3 und 2 Lesebogen 4: Oberstufe, Klasse 1 und 2 Lesebogen 5: Oberstufe, Klasse 1 und 9. Schuljahr. Mit Rücksicht auf die verhältnismäßig kleinen Beträge haben wir für diese Auslieferung kein besonderes Konto err richtet und bitten daher, uns mit Ihrer Bestellung gleichzeitig -den dafür entfallenden Betrag zu überweisen. Wir würden uns freuen, wenn Sie diese Lesebogen auch in Ihrer Schule verwenden wollten. Bestellkarte und Zahlkarte liegen der heutigen Nummer unseres Blattes bei. v . . - Verlag der Jüdischen Schulzeitung Ludwigshafen a. Rh. Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun. Hauptschriftleiter, Köln-Sülz, Unkelerstraße 17; Für die Anzeigen verantwortlich: Fritz Neubauer, Ludwigshafen a. Rh.. — D.-A. IvVj. 795 Exemplare. — Druck und Verlag: Gebr. Neubauer, Ludwigshafen,a.-Rh; Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 3 vom 1. Januar 1936.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.