Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 13 (1937)
- Issue
- 1 (2.1.1937)
- Date
- 1937-01-02
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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"Seite'8 J ild i s c h e; S c h u 1 zei t u mg- Nummer-: 1 als verdoppelt. Im ganzen stehen für Jugend und Sport im Etat der .Reichsvertretung jetzt fast. 100000 RM zur Verfügung. Neben diesen Sachgebieten, für deren jedes einzelne erhebliche Beträge bereitgestellt sind, treten eine ganze Reihe von Aufgaben, die jeweils nur verhältnismäßig geringe Beträge erfordern. Für die Aufbringung der Mittel, die zur Bewältigung des Arbeitsprogrammes, dessen Ausdruck der neue Etat ist, benötigt werden, wird auch für das nächste Jahr mit einer erheblichen finanziellen Beteiligung der ausländischen jüdischen Hilfsorganisationen gerechnet. In Deutschland selbst werden die Landesverbände eine Umlage von 1% des Reichseinkommensteuersolls ihrer Mitglieder für 1935 zuzüglich 30 Pfennig für jedes Gemeindemitglied an die Reichsvertretung abführen. Diejenigen Landesverbände, die die Umlage von ihren Gemeinden in der Weise erheben, daß sie einen Prozentsatz der um 10%_verminderten- Reichseinkommensteuer' von" den -'Gemeinden einfordern, werden entsprechend statt 1%, 1,1% erheben. Darüber hinaus, wird auch im nächsten Jahre an die Einzelnen herangetreten werden, um. durch Sammlungen unmittelbar zum Werke von Hilfe und Aufbau beizutragen. Literarisches M i c h a el F f i e d 1 ä n der: Die jüdische Religion, aus dem Englischen übersetzt von Josua Friedländer. 3. Auflage. J. Kauffmann Verlag, Frankfurt a. M. 1936. Preis, geb. '7 RM. In seinem Geleitwort gibt der Uebersetzer einen kurzen Abriß vom Leben und Wirken des Autors, der mehr als vier Jahrzehnte am Jews College in London gelehrt hat. In zwei umfassenden Abteilungen führt uns Friedländer in die Grundprinzipien unseres Glaubens und in den Umkreis unserer Pflichten ein. Ist auch die Darstellung vorwiegend auf das Positive des Judentums gerichtet, so schließt sie dennoch viel Polemisches gegen Auffassungen ein, die nicht im traditionellen Judentum wurzeln. Das geschieht beispielsweise in den Abschnitten über die Göttlichkeit der Tora, über Gottes Eigenschaften, über den. Sinn der Mizwoth und dergl. Wo immer aber auch Kritik geübtwird, da geschieht es in besonnener und vornehm sachlicher Weise. Alan merkt es jeder Zeile an, daß hier ein abgeklärter Geist am Werke ist. Die gründlichen eigenen Untersuchungen und die Einfügung der Gedankenwelt unserer großen Männer machen das Buch wertvoll, und es wird dem Lehrer gute Dienste leisten/der das Judentum systematisch behandeln will. ,•'■'"* •■ - Fritz Rothgießer: Das Knabenschiff. Philo-Verlag, Berlin. Preis 1.60 RM. Düsterer Hintergrund der Handlung: die Austreibung der Juden aus Spanien. Hauptpersonen: zwei Knaben, die seelisch nicht zusammenfinden und die dennoch gemeinsam zu Werke gehen, .eine rettende Tat zu vollbringen. Ein Piratenschiff hat mehr als' 90 Knaben von den an Afrikas Küste umherirrenden Exulantenfamilien verschleppt, um sie in Aegypten zu verkaufen, Während.einer Begegnung mit zwei venezianischen Schiffen machen Josef und Juda —- das sind die beiden Knaben — das Schiff leck und retten so sich und ihre Leidensgefährten. Man nimmt sich ihrer in Venedig an; auch die Exulanten folgen und finden in der Judenstadt zu Venedig Zuflucht. Es ist viel vom spannungsreichen und aufregenden Leben auf See. die Rede, und, deshalb findet das Buch viel Anklang bei seinen jungen Lesern. Hätte der Autor die Sprache pfleglicher behandelt und wären ihm nicht Fehler unterlaufen, wie beispielsweise: Ich bin ein Anüssim, so; wäre sein Buch ein rechtes Jugendbuch geworden. Nebenher bemerkt: Nicht. Salomon hieß der Autor des Buches /Trost für die Unterdrückung Israels", sondern Samuel.' Wer ist der „Rabbi Jehudi, der Verfasser des frommen und. bekannten Buches Misctina?" Was. ist ein -Spheliah mizwah? ' . '. Illustrierter Kalender auf das Jahr 1937; : herausgegeben vom Verein „Freunde der Taubstummen" zu Berlin-Weißensee. v ■ ■■■■ Dieser Wand- oder Standkalender enthält das Kaien-' dariüm des bürgerlichen und des jüdischen Jahres, dazu auf. jeder Seite ein Bild und eine Betrachtung aus der vielfältigen Thematik des jüdischen-Lebens. Der Kalender ist sorgfältig hergestellt und wird gute Dienste leisten. Der Betrag von 2.65 RM, für den der Kalender frei ins Haus-geschickt wird; dient nicht nur zur Bestreitung der Herstellungskosten, sondern zugleich auch zur Unterhaltung der nun schon mehr als 60 Jahre segensreich wirkenden Taubstummenanstalt zu Weißensee. * Rudolf M e 1 i t z, Jeruschalhn, den . . .; Atid Verlag, Berlin. ,. .. ... -' " Das-Buch bringt eine große Anzahl von Briefen, die von Jugendlichen an Freunde und Verwandte gerichtet worden sind. Sie geben ein lebendiges Bild von der Arbeit, die in Palästina geleistet wird, aber auch von den Eindrücken, die das Land und seine Bewohner auf die zur Alijah gegangenen Chaluzirri gemacht haben. Wenn auch'literarische-Gesichtspunkte keine Rolle bei der Auswahl gespielt haben, so wäre es doch wünschenswert gewesen, strengern Maßstab anzulegen und Echtes von Unechtem zu scheiden. So stark auch die Schilderungen dieser jungen Menschen ergreifen, so wirkt die wiederkehrende Abwandlung des gleichen Motivs zuweilen eintönig. Dennoch steckt Wertvolles genug in den Dokumenten, daß man dem Buch viele Leser wünsche. 84). mit Volksschulpraxis, zum Beginn des nächsten Schuljahres gesucht. Handschriftliche Bewerbungen mit Zeugnisabschriften und Bild erbeten an die Jüdische Sclrale, Dresden-A ' Zeughausstr". 1. ml=Safe=$onÖttoret Mvm$mgen baß gediegene §amt(ten*&xfe n4S Krankenversicherung Aufnahme bis 70 Jahre ohne Untersuchung Keine Wartezeit für akute Infektionskrankheiten Gr. Bockenheimer Straße Qfl I Frankfurt a. M-, Telefon 23977 Hans Schwarz Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun, Hauptschriftleiter, Köln-Sülz, Unkelerstraße 17. Für die Anzeigen verantwortlich: Fritz Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. — D.-Ä. A.yf. 725 Exemplare. — Druck und Verlag: Gebr. Neubauer, Ludwigshafen.' a. Rh. Gültige'Anzeigenpreisliste Nr. 3 vom 1. Januar 1936.