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Jüdische Schulzeitung · 1936-04-03 · 4 (3.4.1936) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
12 (1936)
Issue
4 (3.4.1936)
Date
1936-04-03
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Je ruhiger, selbstsicherer und natürlicher unsere Jugend aufwächst, desto mehr wird der jüdische Witz das .Ungesunde von sich abstreifen. Andererseits wird der Prozeß der seelischen Gesundung unserer jüdischen Jugend nicht unwesentlich gefördert durch eine kultivierte Heiterkeit und Lebensfreude. : Wir wollen auch auf diesem Gebiete Helfer sein* Nichts steht außerhalb der Schule, was unserer Jugend zu dienen vermag. Darum umschließt das Kapitel vom Humor für uns eine ernste Aufgabe! Achawa Gegen JEnde des verflossenen Jahres fand wie üblich eine Verwaltungsausschußsitzung der Achawa statt. Oberlehrer E. Gut als erster Vorsitzender erstattete den Jahresbericht, dem zu entnehmen ist, daß der Verein trotz der schwierigen Zeitlage seine Existenz aufrechtzuerhalten gewillt ist, da er im abgelaufenen Jahre manche Not in Lehrerkreisen mildern konnte. Einer Anregung der Herren I. B. Levy und Oberstudiendirektor Driesen, eine gewisse Verbindung mit dem Emser Heim herzustellen, das wie die Achawa seine Tätigkeit über ganz Deutschland erstreckt, soll in der Weise entsprochen werden, daß in geeigneten Fällen Zuschüsse zu den Aufenthaltskosten gewährt werden. Wie früher haben auch in der Berichtszeit eine Anzahl Bezugsberechtigter zugunsten der wirtschaftlich Schwächeren auf ihre Quote verzichtet. Ihnen wurde besonderer Dank ausgesprochen. Bankier Herbert Frohmann als Kassenführer erstattete den Finanzbericht, der zu dem Beschluß führte, einen Betrag von 3 000 RM zur Ausschüttung zu bringen. Die Revision der Kassengeschäfte wird wie im Vorjahre von den Herren Dr. Ernst Kahn und Julius Kaufmann vorgenommen. Die aktiven Mitglieder der Achawa werden gebeten, ihren Jahresbeitrag mit 4 RM ohne weitere Aufforderung an die Achawa, Pensions- und Hilfskasse isr. Lehrerin Deutschland, Postscheckkonto Frankfurt a. M. 47 452 einzuzahlen, woselbst auch Spenden entgegengenommen werden. Der Jahresbeitrag für Ehrenmitglieder beträgt 6 RM. Am Schlüsse sprach Herr Oberstudiendirektor Driesen dem Vorstand den Dank für seine Tätigkeit aus. Anfragen über Vereinsangelegenheiten sind an Herrn Studienrat Walther Rothschild, Frankfurt a. M., Hammanstraße 5, zu richten. Persönliches Kollege Steinhardt hatte in der^[^^?uMss]^ms»J934 seine Aemter zur Verfügung gestellt, um sie nur solange weiterzuführen, bis ein geeigneter Ersatz gefunden würde. Vorstand und Ausschuß hatten seinerzeit den Vorsitzenden autorisiert einen Stellvertreter für Steinhardt aus den Kreisen der Berliner Kollegen zu bestellen, da dieser gleichzeitig zur Entlastung des Vorsitzenden dienen soll. Auf seinen Vorschlag hin, haben wir nun den Kollegen Johannes Wolff, Berlin, gebeten, zunächst Steinhardts Vertretung im Reichs- und Preußenverband zu übernehmen. Kollege Wolff ist langjähriges, rühriges Vorstandsmitglied der Berliner Ortsgruppe des Preußenverbandes. Er hat sich zur Uebernahme der Aemter bereit. erklärt. Gleichzeitig nehmen wir die Gelegenheit wahr, auf die großen Verdienste hinzuweisen, die unser lieber Kollege Steinhardt der gesamten jüdischen Lehrerschaft geleistet hat. Sein Vorbild wird uns Ansporn sein für unsere Arbeit in schweren Zeiten. Kollege Steinhardt bleibt Ehrenvorsitzender des Preußenverbandes. In-und Ausland. -Ehe-Arrangements Frau Else Hess, Karlsruhes. Kaiserstr. 1831 Sprechst. v. 10-12 u. 15-17 Uhr. Drucksachen tÄfi Buchdruckerei Gebr. Neubauer, Ludwfgshafen-Rh, Schulstraße 14. Telefon 62318-19. Hermann Falkenberg b'X'i i Am 18. März verschied plötzlich nach kurzem Krankenlager unser verehrter, aufrechter Kollege der Seminaroberlehrer i. R. Herrn a n n F a 1 k e n b e r g, Berlin. 1 Ein gütiger Mensch, ein Kämpfer ist dahingegangen. Er hat sich in unseren Herzen ein dauerndes Denkmal gesetzt. Seine Verdienste werden von berufener Seite noch gewürdigt werden. Ministerielle Genehmigungen 1. E II e Nr. 113, 28. Januar 1936. Fibel von Frl. Cilli Marx „So gehts schnell" für den Gebrauch an jüdischen Schulen. 2. II C 2703/35 vom 29. Juni 1935, Jüdische Studienreferendare sind zur 2. Lehrerprüfung zugelassen, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind: a) unbedingte politische Zuverlässigkeit, b) vorangegangene volle Beschäftigung im Schuldienst von mindestens 2 Jahren und — bei einer Beschäftigung in mindestens 10 Stunden wöchentlich— von 3 Jahren. Näheres ist zu entnehmen aus „Die 2. Lehrerprüfung für das Lehramt an Volksschulen in Preußen". Verlag Diesterweg, Frankfurt a. M., 1933. Meldungen' bis 15. Februar und bis 15. August jedes Jahres. Literarisches Aenne Mosbacher, Das neue Palästina. Eine Fotokartensammlung. vorerst 8 Serien von je 5 Karten. Preis: 0,85 RM jede Serie. Kassel 1936. Die Künstlerin hat mehrere Monate hindurch das moderne Palästina durchreist und den Versuch unternommen, das Charakteristische des Landes im Foto festzuhalten. Mit der Kamera hat sie die Mannigfaltigkeit der Landschaft, der Tier- und Pflanzenwelt, der Menschen vom Muselmann in seiner von den Jahrtausenden geprägten Physiognomie bis zum Chaluz ■ im Bilde eingefangen, und man muß sagen, daß eine künstlenlsch vollendete Leistung entstanden ist. Das-Bildmaterial gehört; zu dem wertvollsten, was geschaffen wurde. Es läßt sich im Unterricht in ausgezeichneter Weise verwenden. Die Aumahm-en sind auch in größerem Format zu haben. Es wäre wünschenswert, wenn recht viele Schulen die Fotos anschaffen würdem. S. B.- » Not und Hoffnung*) Wir gestatten uns, die geschätzte Kollegenschaft auf folgendes aufmerksam zu machen: Wir haben den Titel unserer in der vorigen Nummer — nach den ersten Korrekturbogen — besprochenen Gedichtsammlung für jüdische Schulen in letzter Stunde aus „Trost und Hoffnung" in „Not und Hoffnung" umgeändert und haben dem Buche das Herdersche Wort als Motto vorangesetzt: So will ich denn, des Lebens mich zu freun, In N o t getrost, in H o f f n u n g glücklich sein. Die neue Bezeichnung scheint uns den Stimmungsgehalt des Buches besser zu treffen. Wir glauben, mit unserem Buch der herrschenden Lese- Not der jüdischen Schuljugend einigermaßen gesteuert zu haben, wenigstens soweit es sich um poetische Lektüre — besonders um zeitgemäße — handelt, und geben uns der Hoffnung hin, daß die gesamte .Lehrerschaft für die Verbreitung des Buches^ bemüht sein und durch Hinweise an die Herausgeber an seiner Vervollkommnung mitarbeiten wird. Feiner, Gut, Rothschild. *) Wir verweisen unsere Leser auf die Besprechung in- Nr. 3 der Jüdischen Schulzeitung. Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun, Hauptschriftleiter, Köln-Sülz, Unkelerstraße 17. Fflr die Anzeigen verantwortlich:- Fritz Neubauer, Ludwigshafen a. Rh. — D.-A. l.Vj. 831 Exemplare. — Druck und Verlag: Gebr. Neubauer, Ludwigshafen a. Rhr Gültige. Anzeigenpreisliste Nr. 3 vom 1. Januar 1936.

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