Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 10 (3.10.1935)
- Date
- 1935-10-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 J ü d i s c h e .S c h. u 1 z e i t u n g - Nummer,;J0 Vokabularien unpunktiert vor ünd gewöhnen so an das Lesen schwerer unpunktierter Texte. Ein drittes Ziel ist deutlich auch in der hebräischen Einleitung ausgesprochen: die Erweckung einer positiv-jüdischen Gesinnung auch durch das Lied.; Das Buch will also garnicht neutral sein, sondern nationaljüdisch. Noch eines: es will auch ein wenig dazu helfen, den jüdischen Musikstil entstehen zu lassen. In Anbetracht der Vielfalt und des Gewichtes der gestellten Aufgaben kann man von einem guten Er - gebnis sprechen. Vor allem enthält das Liederbuch eine Riesenmenge an Material, wohl mehr als 250 Lieder und Niggunim. Gewiß läßt sich im Einzelnen manche Kritik üben. Wenn der Verfasser z. B. Anu nih'je hari schonim dreimal bringt, warum nicht auch die eindrucksvollste Melodie? Und wenn das Buch, das ja vorn Makkabi und fiechaluz veranlaßt wurde, ein „chäwerisches" sein soll, warum dann nicht anstatt der italienischen Ausdrücke bezüglich der Tempi und Liedcharaktere die deutschen oder hebräischen Bezeichnungen (oder beide)? Und warum nrnr zuweilen verschiedene Melodiefassungen und nicht auch d:e so oft vorhandenen verschiedenen Textfassungen? Interessant und begrüßenswert zugleich ist, daß — im Gegensatz zum ersten Makkabiliederbuch, als dessen Nachfolge dieses neue Werkchen zu gelten hat, auch das Lied religiöser Herkunft und Grundhaltung seine Stätte gefunden hat. Hier ist der lebendige Ausdruck einer neuen Entwicklung im zionistischen Arbeiterlager zu sehen. Es gäbe noch vieles zu sagen, aber zu wenige Leser wissen, welche Schwierigkeit die Abfassung eines solchen Buches heute bietet. Ich sah viele Lieder, die vor 10 Jahren noch „gesund" erklangen ünd heute vollkommen zersungen sind. Das ist die Schuld respektlosen Singens innerhalb der Jugend-; bünde. Da kann ein Herausgeber wie Dr. Schönberg zunächst nur weiteren Verfall aufhalten. Dies in vielen Fällen getan zu haben, ist sein unbestreitbares Verdienst. Mögen viele den Ernst der Arbeit des Verlages wie des Herausgebers und seiner Helfer lohnen, indem sie das Buch erwerben und benützen. Issi Bayer-Bingen. Zeitschriften Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. M. u. H. Marcus Verlag, Breslau. „Und er soll dein Herr sein". Wie oft ist dies Wort der Bibel an die Stammutter der Menschen *im Sinne einer völligen Untertänigkeit des Weibes aufgefaßt worden, trotz der Selbständigkeit, die in so vielen biblischen Erzählungen der Frau, zumal der Ehefrau, zugeschrieben wird. Im neuesten Heft der Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums zeigt Julius Böhmer, daß sich die Worte im Zusammenhang zunächst nur auf das enge Gebiet des sexuellen Zusammenlebens beschränken; es ist interessant, daß sich der Verfasser für diese Anschauung, die er sich nur aus dem Bibelworte gebildet hat, nachträglich auf talmudische und jüdisch-mittelalterliche .Auslegungen berufen konnte. Auch sonst enthält das Heft manche aufschlußreiche Abhandlung zur jüdischen Geistesgeschichte. Man abonniert die „Monatsschrift", indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von 10 RM an die Gesellschaft (Postscheckkonto: Berlin Nr. 7030) sendet. - SllChe f. tücht. Verwandte, b.Fam., Ende 30, POStelt in gut. orthod. frauenl. Haushalt. Famiiienanschl. Kl. Taschengeld Ausführl. Angeb. unt. Nr. 689 an die Geschäftstelle ds. Blattes. ^rucksacherj liefert in bester ßusführunef ffebrüder jfeubaüer ^Cudwigshqfen a. J(h., Schulstr.i^j I Baden-Baden i H.U a<^. 1 Mlp. vom Kurhaus u. Spleth kaslno. — Jeder Komiort. -r- 1477 Pension ao MklO.—.; v CAUiMMtltAf Ruhige Höhenlage am Wald, fl.Wasser, uCnirfflllOT warm u. kalt, Bäder, Pension abMk.6.-. waaia Besitzer: H. Zahler. 1475 Tel.145. Kaffee * Äonbitora £ftftfe|», 23.»23aÖm ©emütttefre« §amfl{e»»Äaffe* n5<f)ft Der Äur&ans5»©p{e(&anf. 1059 I Bad Düprlieim i £ dasffkaus und &ensUm zum (Stößte 55 Bader im Hause''-Buiter-Kücße - Zentralheizung - Auiogarage "I £0 W35r den bei Gernsbach. Angenehmer Landauf- 1_1 enthalt. Bekannt gute Küche. Maßige g Preise. Besitzer: Ludwlg Stern. o I Herrenalb SCHWA RZ WALD-HO TEL Bestgeführtes Haus mit allem Komfort. Nach wie vor das gemütliche Garten- und f erässenkaffee. Inh. Sterri-Weil, Tel. 401. I Radolfzell i Bahnhof-Hotel Schiff, Radolfzell am Bodensee Fließendes Wasser, Zentralheizung,. 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Es ist von nicht abzumessender Bedeutung, daß in den schweren Zeiten, die wir durchleben, das schicksalsreiche Gewordensein und das-ewige Werden unserer Gemeinschaft-in solch wertvollen Unternehmungen festgehalten wird, wie-es die drei hier angezeichneten Zeitschriften sind. Wir möchten wünschen, daß sie alle den Leserkreis finden, den sie verdienen. Möchte sich jeder vor Augen, halten, was es bedeutete, wenn die deutsche Jüdenheit solch'lieibevoll betreute Zeitschriften nicht hätte. Verantwortlich für den redakt. Teil: Dr. Siegfried Braun,„Hauptschriftleiter, Köln, Lützowstraße 39. Fflr die Anzeigen verantwortlich: Fritz Neubauer, Ludwigshafen a.Rh. — D.-A. 3. Vj. 893 Exemplare. — Druck und Verlag: Gebr. Neubauer, Ludwigshafen a. Rh Gültige Anzeigenpreisliste Nr. 2 vom 1. Juli 1935.