Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 11 (1935)
- Issue
- 9 (1.9.1935)
- Date
- 1935-09-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Seite 8 J ü d i sehe Schulzeitun g Nummer. 9" Erholungs- und Altersheim für jüd. Lehrer und Kantoren in Bad Ems 1. Ruhestandsbeamte und andere Personen, die nicht an feste Ferien gebunden sind, bitten wir, unser Heim nicht in den Monaten Juli und August aufzusuchen. Wir gewähren für die übrige Zeit des Jahres auf das Verpflegungsgeld (z. Z. 5 M.) eine Ermäßigung von 25 Pfg. 2. In den Monaten Januar bis Juni und September bis Dezember können auch unselbständige Familienangehörige von Mitgliedern (über 16 Jahre alt) Aufnahme finden. 3. Alle Meldungen werden erbeten an J. B. Le.vy, Frankfurt a. JVL, Freiherr v. Steinstraße 9. Der Verwaltungs-Ausschuß. Am 8. Juli fand im Heim die Generalversammlung des Ausschusses statt. Herr J. B. Levy-Frankfurt erstattete den Bericht über die Jahre 1933/34. Es sei, so führte er aus, bedauerlich, daß sich trotz starker Werbung und trotz stetig steigender Frequenz des Heims nur wenig Beamte dem Verein als Mitglieder angeschlossen hätten. Die gleiche Klage erhebt der-Schatzmeister, Herr Rosenwald, Frankfurt. Er übt darüber hinaus scharfe Kritik an der Nachlässigkeit vieler Vereinsmitglieder bei der Zahlung des kleinen Jahresbeitrages. Das Heim sei gerade auf diese Beträge angewiesen und daher ergehe die eindringlichste Mahnung an alle Mitglieder, unaufgefordert und pünktlich die Beiträge zu zahlen. Nach Erledigung weiterer Vereinsangelegenheiten wird den Herren J. B. Levy und Rösenwald und der Betreuerin des Heims, Fräulein Hamburger, für ihre Mühewaltung vom Vorsitzenden, Herrn Rabbiner Dr. Horovitz, Frankfurt herzlich gedankt. Am Nachmittag versammelten sich die Insassen des Heims und die Gäste zum „Einlernen" des neuen Anbaus. Herr Rabbiner Dr. Horovitz interpretierte die einschlägigen Mischnajoth aus Cheskas Habbattim und aus Brochaus. Herr J. B. Levy befestigte die Mesusaus und sprach Birkas Schehechejonu. Herr Oberkantor Hornstein, Hamburg verschönte die Feier durch herrlichen Gesang. Weiter trugen zur Erweckung freudiger Stimmung bei die Herren Strauß, Rabbiner Dr. Laupheimer, Marx, Ransenberg und Steinhardt. Einrichtung eines Bezirksrabbinats in Koblenz Auf Anregung des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden und auf Grund der von ihm zugesagten Unterstützung hat die Synagogengemeinde Koblenz beschlossen, das seit mehreren Jahrzehnten verwaiste Rabbinat wieder zu besetzen und im Einvernehmen mit dem Preußischen Landesverband zu einem Bezirksrabbinat für die zahlreichen Ge-' meinden der Umgebung auszugestalten. Der Rabbinatsbezirk wird außer Koblenz die dem Landesverband angeschlossenen Gemeinden der Kreise Mayen, Cochem, St. Goar und Simmern, sowie die rechtsrheinischen Gemeinden Vallendar, Bendorf- Sayn, Neuwied, Dierdorf und Puderbach umfassen; insgesamt handelt es sich um rund 30 Gemeinden mit zum Teil allerdings nur" geringer Seelenzahl. Der Landesverband erhofft aus der Einrichtung des Bezirksrabbinats gerade für die kleinen Gemeinden des Hunsrücks und der Seitentäler des Rheins eine Stärkung und Vertiefung des jüdischen Lebens und die Schaffung eines engen und fruchtbaren Zusammenhalts zwischen den verstreuten jüdischen Gemeinschaften. Zum Bezirksrabbiner ist Herr Dr. Max Vogelstein, Berlin, der Sahn des bekannten Breslauer Rabbiners gewählt worden. Herr Dr. Vogelstein hat sichneben praktischer Tätigkeit als Rabbiner und akademischer Religionslehrer besonders durch seine wissenschaftlichen Arbeiten ausgezeichnet, auf Grund I Baden-Baden i Hotel Atlantic An der Lichtentaler Allee — gegenüber Kurhaus ü Spielkasino o Jeder Komfort Zimmer ab RM. 3.50 Pension ab RM. 9.— flAH«M<kJiSSalAAH U**£o> Kuru. Badehaus, Thermal - Badeanstalt. Ud IlflSTdUlfir HOT" Erstklassige Küche - mäßige Preise L0UI llllllUULyi I IUI h zimmerab RM. 3.-, Pension ab RM.8.- |jf»4f»| CJnliftMUHA,le Voraussetz, für einen ideal. Aufenthält, 2Min. 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